150 JAHRE MLLV

Ohne uns geht es nicht - 150 Jahrfeier MLLV  

150 Jahre Einsatz für Bildungsgerechtigkeit, Berufszufriedenheit und bessere Bildung. Das bedeutet 150 Jahre Münchner Lehrerinnen- und Lehrerverband. Dies feierte der MLLV am 8. November in der Allerheiligen - Hofkirche. Bewusst entschied sich der Verband für die Feier in der Kirche in der königlichen Residenz Münchens, um Bildung den Stellenwert zu geben, den sie verdient und auch um dem Bezirksverband des BLLV, mit der besonderen Situation Münchens und den vielfältigen Herausforderungen, die Würdigung zu geben, die er verdient.

Zu dem Festakt hatte der MLLV 360 Gäste geladen, darunter hochrangige Vertreter aus Politik und Gesellschaft, Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und die Verbindungslehrkräfte an den Münchner Schulen, den Bindegliedern zwischen MLLV und Schule.  

Das Streichquartett der Schülerinnen und Schüler des Pestalozzigymnasiums begrüßte die Gäste mit dem ersten Satz von Wolfgang Mozarts Streichquartett C-Dur KV 156.  

Nach der Eröffnung des Festaktes durch die stellvertretenden Vorsitzenden des MLLV, Barbara Mang und Dr. Michael Hoderlein-Rein führte Christian Marek durch die Veranstaltung. Der MLLV - Ehrenvorsitzende präsentierte zunächst einen Film, in dem viele bekannte Gesichter aus Bildung und Politik, unter anderem Dr. Hans-Jochen Vogel, dem MLLV digitale Glückwünsche aussprachen.  

 

„Anwalt derer, die ihnen anvertraut sind“  

Erster persönlicher Gratulant war dann Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, der es als große persönliche Freude und Ehre bezeichnete dem Verband an diesem Festabend zum 150jährigen Bestehen zu gratulieren. Als promovierter Historiker beschäftigte er sich in seiner Rede vor allem mit der Geschichte der Bildung in Deutschland und somit auch des MLLV. Der Staatsminister erzählte, dass seine Familie in den späten 80er Jahren des 19. Jahrhunderts nach München gekommen war. Zu dieser Zeit hat sich die Münchner Lehrerschaft zusammengeschlossen. Der damalige Kultusminister Franz von Greßser wollte ein modernes liberales Schulgesetz auf den Weg bringen, das unter anderen das Thema „Simultanschule“ ermöglichen sollte. Dr. Spaenle kennzeichnete es als einen der zentralen Erfolge des BLLV/MLLV, erreicht zu haben, dass dem Lehrerberuf eine akademische Bildung vorangehen muss. Er betitelte den MLLV als starke berufsständische Vertretung, der seine Erfolge erzielt hat und lobte, dass der Verband immer an demokratische Prinzipien erinnert. „Auch wenn die bildungspolitischen Vorstellungen des MLLV nicht immer mit der dafür zuständigen und verantwortlichen Staatsregierung in Übereinstimmung standen, so war es ein Disput, und das darf ich jetzt selber schon im 10. Amtsjahr sagen, der vom großen gegenseitigen Respekt geprägt war und eine Dialogkultur, die ich mehr als zu schätzen gelernt habe“, betonte Spaenle. Ein hohes Selbstbewusstsein und ein hoher Ethos, der den Beruf der Lehrerinnern und der Lehrer Ausdruck verleiht, machen laut ihm den Verband aus.  Bayerns Kultusminister führte weiterhin aus, dass wir uns auch heute dramatischen Veränderungen und großen Herausforderungen gegenüber gestellt sehen, mit der sich die Politik, die Gesellschaft und auch der Münchner Lehrerinnen und Lehrerverband beschäftigen müssen: es kommen viele Menschen zu uns, die die Sprache lernen müssen, es gibt viele Lebensentwürfe durch die auch die Schule neue Aufgaben wahrzunehmen hat und die qualitätsvollen schulischen Angebote für den ganzen Tag müssen ausgebaut werden. Er beendete seine Rede mit den Worten: „Der MLLV ist Anwalt derer die ihnen anvertraut sind. Sie nehmen ihre Aufgabe als Teil des öffentlichen Dienstes sehr ernst und ich wünsche dem Verband, dass er immer eine mahnende und streitbare Stimme als Vertreter der Münchner Lehrerschaft bleibt. Dafür mein herzliches Dankeschön, meinen großen Respekt und wir gratulieren.“  

Als nächste Festrednerin sprach Schulbürgermeisterin Christine Strobl. Sie begrüßte zunächst persönlich die zwei Ehrenbürgerinnen der Stadt, die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden Charlotte Knobloch und die ehemalige Bürgermeisterin Frau Dr. Gertraud Burkert. Frau Strobl zitiert den bayrischen Lehrer Hans Rainlein: „Es blickten viele vertrauensvoll nach der Landeshauptstadt hin, ahnten sie doch , dass auch dort in gar mancher Brust der Funke schlummere, der von günstigen Hauche angefacht zur Flamme der Begeisterung für den jungen Verein auflodern müsse.“ Das ist dann auch tatsächlich im Jahr 1867 passiert, heute hat der Verein über 4000 Mitglieder. Die Schulbürgermeisterin meint: „Der Lehrerberuf ist kein Beruf, sondern Berufung. Jeder, der mit Lehrerinnen und Lehrern zu tun hat, der weiß, mit wie viel Engagement und Herzblut dieser Beruf ausgeübt wird. Lehrerinnen und Lehrer leisten Tag für Tag elementare Erziehungsarbeit. Sie vermitteln nicht nur Wissen, sondern sie bilden Kinder ganzheitlich.“ Was die Stadt und den MLLV immer in Verbindung gebracht hat, war ihrer Meinung nach das Thema Bildungsgerechtigkeit. Sie war nicht immer einer Meinung mit dem MLLV, aber dieses Thema sei beiden stets sehr wichtig gewesen. „Wir von der Stadt München haben uns immer bemüht zumindest die Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Bildungsgerechtigkeit zu unterstützen und Bildung für alle zugänglich zu machen“, so Strobl.

Dies sei geschehen durch Schulsozialarbeit, durch bedarfsorientierte Budgetierung, durch zusätzliche Lehrerstunden und durch bauliche Rahmenbedingungen für gute Lehre. Auch in diesen Bereichen war der MLLV stets „ein sehr konstruktiver und kompetenter Ansprechpartner.“ Die SPD-Politikerin führte fort: „Die Stichpunkte der letzten Wochen, die auch in den Medien zu lesen waren, die Reform der Lehrerausbildung, demokratische Bildung und die Überlastung der Schulleitungen durch immer mehr Aufgaben, sind alles Themen, die wir auch in Zukunft weiter diskutieren müssen. Ich bin mir sicher, dass der MLLV in den nächsten Jahrzehnten seinen Beitrag dazu leisten wird uns alle in Bewegung zu halten! Dankeschön für dieses Engagement!“  

 

Historische Gedankensplitter  

MLLV in der Zeitmaschine  

Die Vorsitzende des MLLVs Waltraud Lučić, entlieh sich für ihre Rede drei Gedankensplitter ihrer Vorgänger: kollegial – kompetent – konstruktiv.   Drei Adjektive, die für das Selbstverständnis des Münchner Lehrerinnen- und Lehrerverbands stehen. Der MLLV - Markenkern. Mit Beispielen zu diesen drei prägnant formulierten Wörtern zeigte die Vorsitzende einen geschichtlichen Abriss auf und belegte den Schriftzug auf dem Kugelschreiber, der auf jedem Platz neben dem Programm lag:       MLLV – kollegial – kompetent – konstruktiv

(Die Rede der Vorsitzenden finden Sie auf Seite …..)  

 

Vier Historische Blöcke  

Christian Marek führte nun durch vier historische Blöcke. Zu Beginn des jeweiligen historischen Blocks blätterte eine Jahreszahl von der Jetzt -Zeit in die Zeit des folgenden, historischen Blocks. MLLV-Vorstandsmitglied Sebastian Waßmann bediente sich bei der Gestaltung der PowerPointPräsentation des technischen Vermögens und seiner künstlerischen Umsetzung. Danke! Der Zeitangabe folgte dann die musikalische Einstimmung. Zeitzeugen und Fotos erzählten dann ihre Geschichten.    

 

Historischer Block  - vor 150 Jahren  

Zeitmaschine: 2017 à 1867  

EDWARD ELGAR. Salut d’amour gehört zu jenen Stücken des britischen Meisters, deren Melodien schier unvergesslich sind. Das 1888 für seine zukünftige Frau Caroline komponierte Werk trat schon früh seinen Siegeszug um die Welt an.   Eine Fotoreihe verdeutlichte die Zeichen der Zeit: Alfonschule, Werkstätten aus der Kerschensteiner Zeit (Werkraum, Schmiede, Küche), der Schulweg….    

 

Historischer Block – Nachkriegszeit  

Zeitmaschine: 2017 à 1945  

JEAN SIBELIUS IMPROMPTU FÜR STREICHORCHESTER Das Impromptu für Streichorchester war lange Zeit unbekannt. Mit dem Erscheinen der Erstausgabe 1986 eroberte sich das Werk rasch seinen Platz neben den anderen Streichorchesterwerken des finnischen Komponisten (1865 – 1957).  

Christian Marek betonte, dass der Münchner Lehrerinnen- und Lehrerverband auch bereit ist zu schlimmen Dingen zu stehen, die in der Geschichte des Schulwesens passiert sind und daran zu erinnern. In München hat der ehemalige Stadtschulrat und NSDAP-Mitglied Joseph Bauer einen Schuleinschreibungstag missbraucht um Schulanfänger von der Bekenntnisschule in die nationalsozialistische Einheitsschule abzuwerben. Ein ganz trauriger Punkt, den man nicht vergessen sollte. Im gleichen Atemzug sagte der Moderator des Abends aber auch, dass Lehrkräfte nach dem Krieg großen Anteil daran geleistet haben, dass es wieder vorwärts ging.  

Zu dieser Zeit waren auch der BLLV Ehrenpräsident Dr. Albin Dannhäuser und die ehemalige MLLV- Vorsitzende Marianne Baier Schulkinder. Die beiden Ehrengäste erzählten Anekdoten über ihre Schulzeit. Problem zu dieser Zeit war nicht nur die noch erlaubte Prügelstrafe, wofür die Kinder sogar die Ruten schneiden mussten, sondern auch Klassenstärken von 60-80 Kindern, obwohl es zeitgleich tausende arbeitslose Junglehrer gab. Schon damals setzte sich der Verband dafür ein mehr Lehrkräfte einzustellen. In Demonstrationen in München sammelten sie für jeden bayrischen Schüler einen Pfennig ein um die Staatskasse aufzufüllen. „Auch wenn das nicht gereicht hat um genügend Lehrer einzustellen, so habe sich der Kampf doch gelohnt, auch wenn wir noch nicht am Ziel sind“, erklärte Dr. Dannhäuser. Große Zustimmung der Zuhörerinnen und Zuhörer in der Allerheiligenhofkirche bekam der BLLV Ehrenpräsident als er anmahnte, dass Bildungschancen der Kinder immer noch vor allem von der sozialen Herkunft und der Finanzkraft der Eltern abhängen. Albin Dannhäuser erzählt von der Schulspeisung nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Besatzungsbehörden gaben eine Schulspeisung für die ausgehungerten Kinder. Meist waren es Suppen,  die nach Kakao schmeckten oder Brei. Unverständlich, dass auch in der heutigen Zeit manche Kinder auf das Schulfrühstück angewiesen sind. Daher ist es dringend notwendig,  Kinder mit Essen zu versorgen. Die MLLV-Vorsitzende Waltraud Lucic hat 2011 als BLLV-Vizepräsidentin in Bayern das Schulfrühstück „denkbar“ eingeführt. Mit 750 000 Euro jährlich von „Sternstunden“ können 4 553 Schüler aus 109 Einrichtungen aller Schularten und Kindergärten an dem Frühstücksprojekt teilnehmen. 3 Jahre später verspricht der Ministerpräsident in seiner Regierungserklärung das kostenlose Frühstück für bedürftige Kinder. Die BLLV-Kinderhilfe kann jetzt zusätzlich  mit 850.000 Euro pro Jahr 70 Schulen in der Oberpfalz in Oberfranken und in München mit dem Schulfrühstück „denkbar“ versorgen.

Marianne Baier berichtete, dass es damals an ihrer Volksschule zwei Eingänge gab, einen für die Buben und einen für die Mädchen. Da ihre Eltern aber sehr fortschrittlich und zudem evangelisch waren, durfte sie die einzige gemischte Klasse mit über 40 Kindern besuchen. „Ich war eine gute Schülerin, deswegen ging es mir auch gut. Aber es gab andere, schwächere Kinder, da wurde zugeschlagen. Zum Beispiel wenn die Hausaufgaben nicht in Ordnung waren“, bemerkte die ehemalige MLLV – Vorsitzende. Bei dem Wort Schulfrühstück erinnert sie sich vor allem an den Geruch der Schulspeisen, die zwar gegessen wurden und satt machten, aber nicht geschmeckt hatten. Als „Ironie des Schicksals“ bezeichnete sie, dass sie in ihrem ersten Lehrerjahr als Lehramtsanwärterin in München die dritte Klasse von dem Lehrer übernommen hatte, der damals ihr alter Grundschullehrer gewesen war. Nur den Stock hat diese Klasse zum Glück nie kennengelernt.    

 

Historischer Block – Jetzt - Zeit  

Zeitmaschine: 2017  

In den historischen Block der Jetzt - Zeit führte das Streichquartett des Pestalozzigymnasiums MIT Sebastian Schwabs 2. Erstarrung.  

Zu der Situation an Münchens Schulen befragten Barbara Mang und  Dr. Hoderlein-Rein die kommissarische fachliche Leitung des staatlichen Schulamts Beate Eckert-Kalthoff und die Stadtschulrätin Beatrix Zurek.  

(Das Interview finden Sie auf Seite…)   

 

Historischer Block – Nahe Zukunft

Zeitmaschine: 2017 à 2067

In diesem historischen Block spielten die Schülerinnen und Schüler kein Streichinstrument, sondern ein Theaterstück. Als Zukunftsszenario führten die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule an der Simmernstraße, unter der Leitung von Birgit Dittmer-Glaubig, das selbstverfasste Theaterstück „Das Klassenzimmer in 50 Jahren“ auf. 2067 wird der Unterricht per Videokonferenz durchgeführt. Bögen mit E-Mail Adressen und Web Adressen hängen im Klassenzimmer aus. Die Schüler fragen sich, wer denn nun zum Präsenztag erscheint. Rachid ist mit seinen Eltern in Shanghai und schaltet sich nur zu, wenn er Lust hat und der Professor ist in Honolulu bei einer Programmierschulung. Er meldet sich aber pünktlich und gibt die Matheaufgaben durch. Angelina war am Tag zuvor bei ihrem Großvater. Er hat ihr ein Mathebuch aus seiner Schulzeit im Jahr 2017 mitgegeben. „Da stehen Matheaufgaben drin, so wie in unserem Alphaprogramm, auf Papier und ein Lehrer war immer mit im Klassenzimmer“, erzählt sie den anderen. Und so soll es bleiben.

Das sieht auch die BLLV Präsidentin Simone Fleischmann so, die direkt nach dem Theaterstück in ihrer Rede anmerkte: „Natürlich muss Schule auf den digitalen Wandel und die Bedeutung technischer Erneuerungen reagieren und natürlich wandelt sich mit dem Fortschritt auch das Lehrerbild, aber Lehrkräfte sind unverzichtbar, weil Kinder ihre Persönlichkeit auf der Grundlage einer stabilen, persönlichen Beziehung am besten entwickeln. Die Kinder und ihre Lehrkräfte gehören nun einmal zusammen und nur gemeinsam können sie das erreichen was uns allen am Herzen liegt – die Bildung unserer Zukunft oder anders: die ZUKUNFT BILDEN.“  

(Die Rede der BLLV - Präsidentin finden Sie auf Seite …..)

 

Im Anschluss befragte Waltraud Lucic vier Politiker was aus ihrer jeweiligen Sicht im nächsten Jahrzehnt im Bereich der Münchner Schulen/Bildung geschehen muss. Georg Eisenreich (CSU, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst) weist darauf hin, dass vieles gleich bleiben wird. Es gebe in München besondere Herausforderungen. Bei dem neuen Thema Digitalisierung sei bedeutsam, dass die Pädagogik die Technik bestimmt und nicht andersherum. „Am Ende ist das Wichtigste, dass wir die Lehrerinnen und Lehrer brauchen, als Vorbilder, die sich um die Persönlichkeitsentwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler kümmern. Dazu müssen wir uns für Rahmenbedingungen einsetzen“, betonte Eisenreich und verwies auf das Bildungspaket, das die bayrische Staatsregierung beschlossen hat.  

Der bildungspolitische Sprecher der SPD und Vorsitzender des Bildungsausschusses Martin Güll ist der Meinung, dass man weg kommen sollte von bloßen Ankündigungen. Kinder bräuchten vernünftige Schulhäuser und gute Lehrer, die die Kinder motivieren und begleiten. Es reiche nicht ein Bildungspaket zu schnüren, man müsse hinschauen wo es wirklich „brennt“. Güll fordert konkrete Hilfe für Lehrkräfte, die mit sozial-emotional schwierigen Kindern in der Klasse allein gelassen werden. Applaus bekam der sozialdemokratische Politiker vor allem mit seiner Forderung die Schulleitungen zu entlasten, die ihre wertvolle Arbeit nicht mehr leisten können, da sie schon bei 150 % Arbeitsbelastung sind.  

Margarete Bause (Bundestagsabgeordnete bei Bündnis 90/Die Grünen), die extra von den Sondierungsgesprächen in Berlin angeflogen kam, hebt hervor, wie wichtig Bildung für die Gesellschaft ist. Deswegen müsse man in Bildung investieren. Bei all den Streitereien, die es bei den Sondierungsgesprächen derzeit gebe, so wären sich beim Thema Bildung alle einig. „Und das macht mir Hoffnung. Ich möchte, dass das Kooperationsverbot, das dem Bund verbietet die Kommunen zu unterstützen, aufgehoben wird. Die Kommunen brauchen einfach mehr Geld und dafür werde ich mich in der Koalition stark einsetzen“, pointierte Frau Bause.    

„Die letzte Hürde vor dem Buffet“, wie er sich selbst bezeichnete, war Prof. Dr. Michael Piazolo, bildungspolitischer Sprecher der Freien Wähler und Mitglied des Landtages. „Gute Schulen brauchen gute Lehrer. Deswegen muss man auch, und diesen Antrag werden wir morgen stellen, den Lehrerberuf wieder attraktiver gestalten. Ich bin für die Gleichwertigkeit der Schulformen und das bedeutet dann auch gleiche Bezahlung“, so Piazolo. Des Weiteren solle es mehr Beförderungsämter geben und auch über das Stundendeputat bei den Referendaren und auch bei den Lehrern müsse man reden.  

Mit den Worten „unsere Lehrerinnen und Lehrer sind nicht nur unersetzlich, sondern heute vielleicht auch unersättlich“ eröffnete Christian Marek im Anschluss das Buffet und die zahlreichen Gäste hatten die Möglichkeit den Abend bei guten Gesprächen ausklingen zu lassen.  


 

 

Früher eine katholische Kirche in der königlichen Residenz: Allerheiligenhofkirche, die erste neobyzantinische Kirche Europas.
Ein herzliches Dankeschön an Harun Lehrer für seine immensen Einsatz, seine Zuverlässigkeit, seine Exaktheit
Es ist alles vorbereitet

Begrüßung

Als musikalische Begrüßung entschied sich das Streichquartett des Pestalozzigymnasiums für Mozarts Streichquartett C-Dur KV 156
Die Allerheiligenhofkirche bot der Geburtstagsfeier ein majestätisches Ambiente, ganz nach König Ludwig I. Vorstellungen.

Einführung

Die stellvertretenden Vorsitzenden Barbara Mang und Dr. Michael Hoderlein-Rein begrüßen die Gäste herzlich

Moderation

Ehrenvorsitzender Christian Marek führte souverän und unterhaltsam durchs Programm

Gratulation

Der Staatsminister stellt fest, dass der Münchner Lehrer- und Lehrerinnenverband sich stark für die Anliegen der Münchner Kolleg*innen und Schüler*innen einsetzt
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle: „Hohes Selbstbewusstsein und hoher Berufsethos kennzeichnen die Lehrerinnen und Lehrer im MLLV.“
Schulbürgermeisterin Christine Strobl: „Ich war nicht immer einer Meinung mit dem MLLV, aber das Thema Bildungsgerechtigkeit ist uns beiden stets sehr wichtig gewesen.“
Die Schulbürgermeisterin bedankt sich beim MLLV für das kritische Begleiten und das Engagement für die Kinder

Bilder Impulsgeber und Wegbegleiter beim Festakt

Zwischen Beate Eckert-Kalthoff und Dr. Michael Hoderlein-Rein sitzt dahinter in der 2. Reihe der Präsident des Bayerischen Landesamts für Verfassungsschutz Dr. Burkhard Körner, neben ihm Johanna Marek, Vorsitzende der BLLV-Lehrerwaisenstiftung
360 Anmeldungen konnten angenommen werden
Von links nach rechts: 1. Reihe: Moderator Christian Marek, Vorsitzende Waltraud Lucic, Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, Staatssekretär Georg Eisenreich, Brigitte Dannhäuser | 2. Reihe: Regierungspräsidentin Brigitta Brunner (halb verdeckt), stellv. Fraktionsvorsitzende CSU Ingrid Heckner, Präsident des Obersten Bayerischen Rechnungshofs Christoph Hillenbrand, | 3. Reihe: Ministerialrat Helmut Krück, Leiter des Staatsinstituts für die Ausbildung von Fachlehrern Manfreds Krigers, Domino Verlag, Günther Brinek mit Tochter Susanne, Chefredakteur des Wochenanzeigers Johannes Beetz, Leiter der MLLV-Abteilung Schul- und Bildungspolitik Martin Göb-Fuchsberger | 4. Reihe: Stiftung Otto Eckhart, Vorsitzender Martin Schütz, Geschäftsführer der Castringius Kinder & Jungend Stiftung Frank Enzmann, MLLV-Studentenvertretung Trixi Ritter,MLLV-Schriftführerin und DAZ-AKleiterin Simone Schock, MLLV-Geschäftsführerin Andrea Hensel (verdeckt), MLZ-Redakteurin Sabine Sattler, Leiter der MLLV-Abteilung Recht Bernd Wahl | 5. Reihe: MLLV-Goldene Ehrennadelträgerin Traudl Merzbacher, Karin und Rolf Habermann, Beamtenbundvorsitzender, Hauptpersonalratsvorsitzender und Leier der BLLV-Abteilung Dienstrecht und Besoldung
1. Reihe: Erzpriester Apostolos Malamoussis, Bischöflicher Vikar in Bayern der Griechisch-orthodoxen Metropole, bildungspolitischer Sprecher der SPD Martin Güll, Schulbürgermeisterin Christine Strobl | 2. Reihe: Fraktionsvorsitzende Katharina Schulze, Bündnis 90, Die Grünen (verdeckt), Sprecherin des Bildungsausschuss, SPD-Stadträtin Julia Schönfeld-Knor, CSU- Stadträtin Beatrix Burkhardt, Schulausschuss | 3. Reihe: Ltd. Regierungsschuldirektorin Anne Schultheis, Schulamtsdirektor a. D. Günter Gramsamer
Von links nach rechts 1. Reihe: Beisitzerin und MLLV-Goldene Ehrennadelträgerin Michaela Roider, MLLV-Organisationsbeauftragte Katrin Heinze, MLLV-Arbeitskreisleiterin „Offene Lernformen“ Gabriele Bauer Fachgruppenleiterin Ernährung und Gestaltung Sabrina Bauer, stellv. Fachgruppenleiterin Ernährung und Gestaltung und Fachberaterin im staatlichen Schulamt Stefanie Staudacher | 2. Reihe: stellv. MLLV-Fachgruppenleiter Schulleitung und Koordinator Martin Schmidt, MLLV-Pressereferentin Kati Stein, Vorsitzende des Jungen MLLV Sarah Goldberg | 3. Reihe: MLLV-Arbeitskreisleiterin Inklusion Vera Reindl, Konrektorin Christiane Ott
Die neuromanische Architektur, das Innere mit Kuppeln nach byzantinischer Art überwölbt, verzauberte die Festgäste

Historische Gedankensplitter 

MLLV IN DER ZEITMASCHINE

Die MLLV-Vorsitzende Waltraud Lucic formuliert Gedankensplitter anhand des MLLV Markenkerns: kollegial – kompetent – konstruktiv

Historischer Block - vor 150 Jahren

Christian Marek geht auf die dunklen Zeiten des MLLV in der Zeit des Nationalsozialismus ein: „Wir müssen uns nicht schuldig finden, dennoch müssen wir dazu beitragen, dass das Unfassbare nicht vergessen wird.“
Der MLLV fühlt sich geehrt, dass die Präsidentin der israelitischen Kultusgemeinde Dr. h. c. Charlotte Knobloch die Einladung des MLLV angenommen hat.

Historischer Block - Nachkriegszeit

BLLV-Ehrenpräsident Dr. h. c. Albin Dannhäuser bedankt sich bei Waltraud Lucic für die Einführung und den Aufbau des BLLV-Frühstücks „denkbar“ und des „denkbar-R“, das Frühstück der Staatsregierung
Marianne Baier, die Vorgängerin der MLLV-Vorsitzenden Waltraud Lucic, erzählt Gedankensplitter aus ihrer Kinderzeit
BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann, Petra Reiter, Stiftung „Bunte Münchner Kindl“, BLLV-Ehrenpräsident Dr. h. c. Albin Dannhäuser und MLLV-Ehrenmitglied, Ehrenbürgerin der Stadt München Gertraud Burkert, ehem. Schulbürgermeisterin und ehem. Vorsitzende Marianne Baier

Historischer Block - Jetzt-Zeit

Barbara Mang: „Was würden die Menschen 2067 rückblickend über unsere Zeit sagen?“ Eckert-Kalthoff: „Die Schülerinnen und Schüler werden darauf schauen, dass die Mittelschule ihnen alle Chancen für fantastische Abschlüsse gegeben haben.“
Dr. Michael Hoderlein-Rein: „Auch bei Ihnen die Frage nach der Reaktion 2067!“
Stadtschulrätin Beatrix Zurek ist sich sicher, dass die nachfolgende Generation noch neidisch zurückblicken wird

Historischer Block - Nahe Zukunft

Schülerinnen und Schüler der Mittelschule an der Simmernstraße spielen „Im Klassenzimmer 2067“ und übertreffen sich selbst. Danke an Birgit Dittmer-Glaubig.
Der Professor ist in Honolulu bei einer Programmierschulung
„Ich rufe Shanghai! Rachid, schalte dich zu!“
BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann bestätigt, dass Lehrkräfte auf den digitalen Wandel reagieren müssen

Zukunftsszenario

BLLV-Präsidentin: „Kinder können sich auf Grundlage einer stabilen, persönlichen Beziehung bestmöglich entwickeln!“

ZUKUNFT BILDEN

Gedankensplitter der Politiker

Die MLLV-Vorsitzende frägt die Bildungspolitiker, was im nächsten Jahrzehnt in Münchner
Georg Eisenreich (CSU, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst) stellt fest, dass die Gesellschaft Lehrerinnen und Lehrer braucht, als Vorbilder, die sich um die Persönlichkeitsentwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler kümmern. Dazu wird er sich für für Rahmenbedingungen einsetzen.
Margarete Bause (Bundestagsabgeordnete bei Bündnis 90/Die Grünen) möchte, dass das Kooperationsverbot, das dem Bund verbietet die Kommunen zu unterstützen, aufgehoben wird.
Der bildungspolitische Sprecher der SPD und Vorsitzender des Bildungsausschusses Martin Güll will sich dafür einsetzen die Schulleitungen zu entlasten, die ihre wertvolle Arbeit nicht mehr leisten können, da sie schon bei 150 % Arbeitsbelastung sind.
Prof. Dr. Michael Piazolo, bildungspolitischer Sprecher der Freien Wähler spricht sich für die Gleichwertigkeit der Schulformen und somit auch gleiche Bezahlung der Lehrkräfte aus.

Abschlussfotos:

Vorstände: Lehrkräfte München, CSU Kreis München Sendling und Lehrkräfte Bayern

1. Reihe: Staatssekretär Eisenreich, CSU; Kultusminister Spaenle, CSU, stellv. MLLV-Vorsitzende Barbara Mang, Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen Bause, Stadträtin CSU Burkhardt, Bildungsausschussvorsitzender SPD Güll | 2. Reihe: stellv. MLLV-Vorsitzender Dr. Hoderlein-Rein, MLLV-Ehrenvorsitzender Marek, BLLV-Präsidentin Fleischmann, Schulbürgermeisterin Strobl, SPD | 3. Reihe: MLLV-Vorsitzende Lucic, SPD-Fraktionsvorsitzender Reissl, stellv. schulpol. Sprecherin SPD Schönfeld-Knor
Stellv. Fraktionsvorsitzende der CSU Ingrid Heckner, bildungspolitischer Sprecher SPD Martin Güll, MLLV-Vorsitzende Waltraud Lucic
Ehrenvorsitzender Niederbayerns Anton Wolfer mit Waltraud Lucic

Einladung zum Buffet

Johanna Marek, Paul Hörmann
Ltd Schulamtsdirektor a. d. Günter Gramsamer, 2. Stellv. Vorsitzender und Personalratsvorsitzender, Rektor Dr. Michael Hoderlein-Rein
Rektor Peter Wummel, Seminarleiterin Susanna Zagler
Sebastian Waßmann, MLLV-Webmaster, MLLV-Fachgruppenleiter Fachlehrer musisch/technisch, stellv. BLLV-Landesfachgruppenleiter Fachlehrer musisch/technisch, Fachberater, Künstler und „einfachimmerzurseite“ Ein herzliches Dankeschön für die pfiffige Powerpoint, für die originelle Idee des Fotokastens, Danke an Sarah Waßmann für das liebevolle „zum Fotografieren Verführen“ der Gäste
Schulbürgermeisterin Christine Strobl begrüßt die Ehrenbürgerin der Stadt München, Präsidentin der israelitischen Kultusgemeinde Oberbayern Charlotte Knobloch
BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann im Gespräch mit dem Vorsitzenden des Ausschusses Wissenschaft und Kunst, hochschul- und medienpolitischer Sprecher der Freien Wähler Prof. Michael Piazolo
Das traditionelle Bild: Mang/Krück, MLLV/KM, ehemalige Kollegen als Seminarrektor*innen
stellv. MLLV-Fachgruppenleiter Schulleitung und Koordinator, Rektor Martin Schmidt, MLLV-Pressereferentin Kati Stein
„Jetzt hab ich ihm den Weg zum Vizepräsidenten frei gemacht, jetzt muss ich auch noch schaun, dass er nicht von den Knochen fällt“
MLLV-Arbeitskreisleiterin Gabriele Bauer und Seminarleiterin Susanna Zagler, ehem. MLLV-Webmaster, in der hinteren Mitte der Gründer des BiNet, Bildungsnetzwerk München, Ratgeber, Unterstützer, Wegbegleiter
Stadtschulrätin Beatrix Zurek und MLLV-Schulpolitiker Martin Göb-Fuchsberger verbindet eine lange vertrauensvolle, wertschätzende Zusammenarbeit
Da kommt die ehem. Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen Margarete Bause extra von Berlin zur Festveranstaltung nach München und Georg Eisenreich will mit der Bundestagsabgeordneten ernst reden?
Nein, er gibt seiner politischen Kollegin noch wohlgemeinte Ratschläge für Berlin mit?
Florian Schmidt, ein Jahr brachte er seine Ideen und Kraft in den MLLV als stellv. Leiter der Abteilung Berufswissenschaft ein, dann wurde er wunschgemäß nach Nürnberg versetzt und jetzt fehlt er
Herma Willenbrink, die ehemalige beeindruckende Betreuungslehrerin der Vorsitzenden mit Kolleginnen
BLLV-Ehrenpräsident mit der Schulbürgermeisterin im Gespräch, im Hintergrund die Mutter unserer Studentenreferentin Birgit Maria Mayer-Oancea, die bei ihrem Baby zuhause geblieben ist
Ministerialrat d. D. Dr. Hans-Dieter Göldner im Gespräch mit dem ehem. Lehrstuhlinhaber für Schulpädagogik in Regensburg Prof. Heinz Jürgen Ipfling
Die drei Mädels vom Berg am Laim: Vera Reindl, Christiane Ott und Michaela Roider
MLLV-intern: MLLV-Fachgruppenleiterin Ausbildungslehrer Daniela Breitenberger, MLLV-Fachgruppenleiterin Schulleitung Gabriele Strehle, Monika Ring. MLLV-Vorstandsmitglied Konrektor Harun Lehrer, interkultureller Berater
SPD-Fraktionsvorsitzender Alexander Reissl, Stadträtin Julia Schönfeld-Knor und Sabine Haering aus dem Referat für Bildung und Sport
Vorsitzender des Realschullehrerverbands Alexander Georg mit Rektorin Ursula Rester
Standortkoordinatorin der Stiftung „Gute Tat“ Petra Bauer-Wolfram, BLLV-Assistenz Mona Hering, Vorsitzender des Bay. Realschullehrerverbands Alexander Georg
Stabstelle kommunales Bildungsmanagement Franziska Messerschmidt, Rektor a. D. Hermann Huber, Seminarleiterin Elvira Weißmann-Polte
Rektorin Dr. Julia Bernreuther, stellv. Leiterin der Abteilung Dienstrecht und Besoldung, MLLV-Projektmitarbeiterin Ingrid Fahn, Leiterin der MLLV-Fachgruppe Sport Sylvia Dreher
Seminarrektorin Johanna Nitschke, Seminarrektorin Cornelia Haug
Projektleiterin „Sprache, Schriftsprache, Bildungssprache“ Profin Elke Inckemann, kommissarische Fachliche Leitung des Staatlichen Schulamts Beate Eckert-Kalthoff, BLLV-Landesfachgruppenleiter Praktikumslehrer Dr. Clemens Schlegel, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Nachfolgeprojekt LUK, jetzt SSB! Anne Frey
MLLV-Ehrenvorsitzender Christian Marek mit Seminarrektorin a. D. Monika Lechner herzlichen Dank für die jahrelange Unterstützung der Jungen MLLVler
MLLV-Abteilungsleiter Dienstrecht und Besoldung Oswald Hofmann, Leiter des Staatsinstituts für die Ausbildung von Fachlehrerinnen Manfreds Krigers,
Ehem. Fachgruppenleiter Seminar Achim Höhne, BLLV-Abteilungsleiterin Berufswissenschaft Birgit Dittmer-Glaubig
ehem. Abteilungsleiterin Berufswissenschaft Rektorin a. D. Elisabeth Schatz, ehem. MLLV-Geschäftsführerin Inge Wiedehut, Trägerin der MLLV-Goldenen Ehrennadel Dr. Gertraude Merzbacher
MLLV-Fachgruppenleiter Michael Barnikel
SPD-Stadträtin Schönfeld-Knor, MLLV-Vorsitzende Waltraud Lucic, Seminarleiterin Susanna Zagler, Projektmitarbeiter“Schulleiternetzwerk“ Peter Wummel
Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen Margarete Bause, Beamtenbundvositzender Rolf Habermann, Karin Habermann, stellv. CSU-Fraktionsvorsitzende Ingrid Heckner
Die Vorsitzenden Waltraud Lucic und Barbara Mang, Coach und Projektmitarbeiter „Schulleiternetzwerk“ Franz Neumayer und „Kinder laufen für Kinder-Initiatorin Änne Jacobs
Waltraud Lucic mit Freundin Susanna Zagler und Peter Wummel
Ein Danke für die Wegbegleitung von Frank Enzmann, Netzwerker und Helfer in der Not im Bildungsstiftungsland
Stiftung „Gute Tat“ Petra Bauer-Wolfram, MLLV-Vorsitzende Waltraud Lucic

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