06. Februar 2017

BLLV fordert Hilfsangebote für Opfer von Genitalverstümmelung

Tausende Frauen in Bayern betroffen

BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann.

Allein die Vorstellung ist schrecklich - Genitalverstümmelung ist leider auch in Deutschland ein Thema. Experten sind sogar davon überzeugt, dass die Dunkelziffer dramatisch gestiegen ist.

 

Das war zum Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar in vielen Publikationen zu lesen. Erschreckend ist, dass die Zahl der in Bayern lebenden Mädchen und Frauen, die davon betroffen sind, auf 9300 geschätzt wird. Viele von ihnen besuchen Schulen oder andere Bildungseinrichtungen.

 

„Wir können nicht alle Probleme dieser Welt lösen, wir können aber auch nicht weg schauen und so tun, als ginge es uns nichts an“, erklärte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann.  Sie schließt sich für den BLLV daher ganz bewusst dem Protest der Organisation Terre des Femmes und UNICEF an, die dazu aufgerufen haben, aktiv zu werden und „mehr zu tun!“

 

Die Organisationen fordern u.a. ein flächendeckendes Beratungsangebot für Betroffene. Gefährdete Geflüchtete bräuchten darüber hinaus ein unbefristetes Aufenthaltsrecht sowie eine professionelle  medizinische und psychologische Nachbehandlung von Genitalverstümmelung unabhängig vom Aufenthaltsstatus.

 

„Ganz im Sinne des Manifest HALTUNG ZÄHLT sollen unsere Kinder Respekt, Wertschätzung und Interesse für die anderen Menschen erleben und leben“, betonte die BLLV-Präsidentin.


 

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