An Gymnasien fallen erste Pflichtstunden aus
Ursache ist der vom BLLV vorhergesagte Lehrermangel
Das Schuljahr hat gerade erst begonnen, und schon fallen an bayerischen Gymnasien die ersten Unterrichtsstunden aus. Das schreibt der Münchner Merkur. Nach Recherchen der Tageszeitung sind die Geldmittel des Kultusministeriums für Vertretungsstunden bereits erschöpft. Das führt dazu, das sogar Pflichtstunden ausfallen.
Dem Münchner Merkur berichtet eine ganze Reihe von Schulleitern oberbayerischer Gymnasien von Problemen bei der Unterrichtsversorgung. Sie bestätigen der Zeitung übereinstimmend, dass es dem Ministerium an Geld für Vertretungskräfte fehlt. Den Personalengpass will das Kultusministerium dem Bericht zufolge über bezahlte Mehrarbeit auffangen. Weiter schreibt der Münchner Merkur: „Wo aber Mehrarbeit angeordnet wird, werden im Gegenzug Mittel für Vertretungskräfte gekürzt.“ Schulleiter beklagen in dem Bericht, die Mittel für die Vertretungen seien zu gering.
Damit haben sich die Prognosen des BLLV schneller bewahrheitet als angenommen. Der BLLV hatte im Juli für den Herbst massiven Unterrichtsausfall als Folge eines drohenden Lehrermangels vorgesagt und sich für ein "Notprogramm Bildung" stark gemacht.
Mehr als 7300 Menschen haben mittlerweile die Online-Petition für das "Notprogramm Bildung" unterzeichnet. Darin fordert der BLLV zusätzliche Finanzmittel, um arbeitslose Lehrkräfte wenigstens auf der Basis von Aushilfsverträgen anstellen zu können. Für den BLLV ist die breite Unterstützung der Online-Petition Auftrag, weiter an dem Thema dranzubleiben.


