13. März 2017

Mehr politische Bildung an Bayerns Schulen!

BLLV unterstützt neue Initiative von Verbänden

Politische Bildung muss einen deutlichen höheren Stellenwert an Bayerns Schulen bekommen. Das fordert eine neue Initiative von Verbänden und Gewerkschaften in Bayern. Der BLLV unterstützt diesen Vorstoß.

 

„Nur so werden irrationale Ängste und Verunsicherungen abgebaut, die zur Politikverdrossenheit und sogar zur Abwendung von den Grundwerten unseres Gemeinwesens führen können“, heißt es in einer Pressemitteilung der Evangelischen Akademie für politische Bildung in Tutzing (APB).  Die Initiative entstand auf Anregung der APB bei einem runden Tisch zum Thema mit führenden Vertretern von bayerischen Bildungsverbänden und Gewerkschaften.

 

Die Teilnehmer des runden Tischs lehnen weitere Kürzungen bei der politischen Bildung ab. Stattdessen soll sie an alle Schulen ausgebaut und fächerübergreifend unterrichtet werden. Um dies zu erreichen, haben sie gemeinsam folgende Maßnahmen formuliert:

  • mehr Inhalte der politischen Bildung in die Lehreraus- und -weiterbildung aufnehmen,
  • den Ausbau der Funktion der Seminarlehrer für Grundfragen staatsbürgerlicher Bildung (GSB) mit dem Ziel fächerübergreifender Fortbildungen nicht nur für Referendare,
  • die Systematisierung und Professionalisierung der Lehreraus- und -weiterbildung,
  • Freistellungen für Fortbildungen in politischer Bildung auch für Nicht-Fachlehrer,
  • die Einführung von verpflichtenden Projekttagen der politischen Bildung in allen Schularten und Jahrgangsstufen
  • Förderung und Unterstützung von bestehenden Angeboten wie „Jugend debattiert“ und „Juniorwahlen“,
  • Freistellungen und finanzielle Unterstützung für Lehrkräfte, die solche Projekte anbieten,
  • Stärkung der Medienkompetenz in allen dafür geeigneten Fächern,
  • den bevorstehenden teilweisen Umbau vom acht- zum neunjährigen Gymnasium zu nutzen, um die Stärkung der politischen Bildung in dieser Schulform voranzutreiben,
  • Wiedereinführung der Sozialkunde als eigenständiges Abiturprüfungsfach.

 

Erstunterzeichner der Forderungen des runden Tischs zur politischen Bildung:

Prof. Dr. Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung, Präsidentin Simone Fleischmann für den BLLV - Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband e.V., Michael Schwägerl, Vors. des Bayerischen Philologenverbands, Florian Fischer für das Forum Bildungspolitik in Bayern, Matthias Jena, Vorsitzender DGB Bayern, Anton Salzbrunn, Vorsitzender GEW Bayern, Rainer Kleybolte, Vorstand in der Landes - Eltern - Vereinigung der Gymnasien in Bayern e.V., Prof. Dr. Armin Scherb, Vors. des Landesverbands Bayern der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung, Prof. Dr. Ernst Fricke, Vorsitzender EVO Elternvereinigung.

 

Mehr zum Thema:

» Der Aufruf im Wortlaut

 

 

 

 

 



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