17. Mai 2017

Bildungspaket: "Was wirklich ankommt"

Präsidentin Fleischmann bei Spaenle

 

„Ob das Bildungspaket der Staatsregierung ein wirklicher Erfolg für unsere Schulen wird, werden wir abschließend erst beurteilen können, wenn es im nächsten Schuljahr umgesetzt wird. Unser Erfolgskriterium ist die Entlastung der Lehrer und Schulleiter vor Ort.“ Das ist das zentrale Resümee, das Präsidentin Simone Fleischmann bei einem ausführlichen Gedankenaustausch mit Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle zog.

Der Kultusminister bezeichnete das Bildungspaket als Durchbruch in der aktuellen bayerischen Bildungspolitik. Neben der klaren Entscheidung für eine längere Gymnasialzeit, die erhebliche Finanzmittel benötige, sei es gelungen, auch Mittel für die anderen Schularten bereit zu stellen. Insbesondere die Entlastung der Schulleitungen hob Spaenle hervor. Neben 150 zusätzlichen Verwaltungsangestellten werden 150 Stellen für Leitungszeit der Schulleitungen an allen Schularten geschaffen. Außerdem gebe es 50 weitere Stellen für die Aufstockung der Mobilen Reserve an Grund- und Mittelschulen, 100 für die integrierte mobile Reserve an den Realschulen und 50 Stellen für die Förderschulen.

Präsidentin Simone Fleischmann begrüßte das Bildungspaket und brachte zum Ausdruck, dass sie darin eine unmittelbare Reaktion auf den Brandbrief der Schulleitungen sehe, den der BLLV im Februar an den Ministerpräsidenten geschrieben hatte. Allerdings schränkte sie gegenüber dem Kultusminister auch ein: Aus Sicht des BLLV müsse erst abgewartet werden, wie diese Maßnahmen konkret umgesetzt werden und ob sie auch die Schule vor Ort erreichen. Sie war sich mit dem Kultusminister einig, dass die Stellen nicht nach dem Gießkannenprinzip verteilt werden sollen, sondern bedarfsgerecht. Hierfür gelte es, sinnvolle und gerechte Zuteilungskriterien zu schaffen.

Der Kultusminister sagte zu, dass der BLLV bei den Fachgesprächen zur Zukunft des Gymnasiums von Anfang an einbezogen werde.

 

 

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