„Inklusion braucht finanzielle und personelle Ressourcen“
Caritas-Chef Piendl und BLLV auf einer Linie
Inklusion darf nicht auf dem Rücken von Schülern mit Behinderungen realisiert werden. Davor warnt Bernhard Piendl, neuer Direktor des bayerischen Caritas-Verbands.
Prälat Bernhard Piendl führte nun sein erstes offizielles Gespräch mit BLLV-Präsident Klaus Wenzel. Beide Organisationen arbeiten seit langer Zeit im Forum Bildungspolitik zusammen und so stellten sie bei den meisten Themen hohe Übereinstimmung fest. So dürfe zum Beispiel der Inklusionsprozess in den Schul- und Bildungseinrichtungen nicht dazu führen, dass Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in Zukunft schlechter gefördert würden als bisher. „Inklusion braucht finanzielle und personelle Ressourcen“ so die gemeinsame Forderung.
Piendl und Wenzel waren sich auch einig, dass sich Schule um umfassende und ganzheitliche Bildungsprozesse kümmern müsse und dass alle Schüler so intensiv gefördert werden, dass sie einen attraktiven Abschluss erreichen können.
Großen Raum des Gesprächs nahm die frühkindliche Förderung ein, wobei Konsens bestand, dass die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen für Erzieherinnen verbessert werden müssen. Zum Erhalt der wohnortnahen Schule meinte der Caritas-Direktor, dass pragmatische und passgenaue Lösungen besser seien als die Festlegung auf ein einheitliches Konzept.



