21. November 2016

Multiprofessionelle Teams statt noch mehr Zumutung

VBE fordert mehr Ressourcen

Deutschlands Schulen brauchen dringend personelle Verstärkung durch zusätzliche Fachkräfte. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat anlässlich des Deutschen Lehrertags die Politik aufgefordert, dafür finanzielle Mittel bereitzustellen. Denn multiprofessionelle Teams könnten die Schüler besser fördern. Der BLLV unterstützt das Anliegen seines Dachverbands.

 

VBE-Vorsitzender Udo Beckmann machte beim Lehrertag in Dortmund deutlich: "Die Politik legt den Schulen die Themen "Integration" und "Inklusion" vor die Tür und macht sich aus dem Staub, ohne die notwendigen Gelingensbedingungen bereitzustellen. Der Schulbetrieb ist aber nicht geeignet für solche Art von Klingelstreichen. Wenn die Politik möchte, dass Schulen Inklusion und Integration umsetzen und die damit verbundenen Herausforderungen annehmen, muss auch massiv investiert werden."

 

Multiprofessionelle Teams als Schlüssel für Integration und Inklusion

Einen Schlüssel für die inklusive und integrative Beschulung und Förderung aller Kinder entsprechend ihrer Möglichkeiten sieht der VBE-Bundesvorsitzende im Arbeiten in multiprofessionellen Teams. „Durch die Unterstützung multiprofessioneller Teams werden bessere Voraussetzungen geschaffen, um beständige und tragfähige Lehr-Lernbeziehung zu den Schülern aufzubauen und sie in ihren emotionalen, sozialen und kognitiven Fähigkeiten zu fördern. Die Lehrkräfte werden damit immer stärker zu Lernbegleitern, die in multiprofessionellen Teams unterstützt und entlastet werden“, stellt Beckmann heraus.

 

Der Verband Bildung und Erziehung hatte auf seiner Bundesversammlung ein entsprechendes Positionspapier verabschiedet. Darin skiziert der VBE, wie und unter welchem Rahmenbedingungen solche Teams an Schulen installiert werden können.

 

In einer kürzlich veröffentlichten, vom VBE in Auftrag gegebenen, repräsentativen forsa-Umfrage „Gewalt gegen Lehrkräfte“ konnte gezeigt werden, dass 68 Prozent der befragten Lehrkräfte multiprofessionelle Teams auch als sinnvolle Maßnahme zur Gewaltprävention empfinden. Allerdings gibt es nur an 41 Prozent der Schulen bisher eine solche Zusammenarbeit. „Hier ist die Politik gefragt. Eine realistische Bildungspolitik braucht zuverlässige Finanzierung und ausreichende Ressourcen“, fasste Beckmann zusammen. hab

 

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