16. Februar 2017

Gymnasium: Freistaat übernimmt nur jeden fünften Referendar

Kaum Planstellen für Gymnasiallehrer

In diesem Winter schickt der Freistaat Bayern wieder den größten Teil der fertigen Referendare am Gymnasium auf die Straße. Planstellen gibt es nur für ganz wenige.

 

674 Referendar/innen beenden im Februar ihre Ausbildung mit den Zweiten Staatsexamen. Sie konkurrieren um lediglich 104 Planstellen. Mehr als 80 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber werden also leer ausgehen. Dabei werden die Nachwuchskräfte dringend gebraucht: Inklusion, Integration und individuelle Förderung fordern auch das Gymnasium immer stärker. Gerade in Zeiten mit vielen Krankheitsfällen zeigt sich, dass die Personaldecke an den Gymnasien dünn ist. Dann droht Unterrichtsausfall.

 

Die Einstellungschancen hängen von der jeweiligen Fächerkombination ab. Gute Aussichten haben laut Kultusministerium Absolventen mit den Fächern Physik, Informatik oder Kunst.

 

Wer keine unbefristete Stelle bekommen hat, kann sich auf die Warteliste setzen lassen, um in den nächsten fünf Jahren eine Stelle an einem staatlichen Gymnasium zu ergattern. Oder Absolventen satteln um auf das Lehramt Mittelschule und bewerben sich für eine zweijährige Nachqualifikation. Bei erfolgreichem Abschluss können sie auf eine unbefristete Anstellung hoffen. Darauf verweist das Kultusministerium. Viele kehren aber nicht dem Lehramt Gymnasium, sondern dem Freistaat Bayern den Rücken und nehmen eine Stelle in einem anderen Bundesland an. Diese gehen unwiderbringlich verloren.

 

Die Ausbildungskosten hat der Freistaat dann umsonst investiert. Das kann nicht sein. Der BLLV und seine Fachgruppe Gymnasium machen sich dafür stark, dass Referendare nach dem Examen in Bayern beschäftigt werden. Denn wir brauchen sie dringender denn je.

 

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