BLLV unterstützt Uni Eichstätt beim Aufbau eines Zentrums für Lehrerbildung
Gespräch mit Uni-Präsident Prof. Dr. Richard Schenk
Als einzige Hochschule Bayerns verfügt die Universität Eichstätt nicht über ein Zentrum für Lehrerbildung. Uni-Präsident Prof. Dr. Richard Schenk will das jetzt ändern und hat den BLLV um Unterstützung gebeten.
Die katholische Universität Eichstätt bietet ein breites Spektrum an Studiengängen an. Das Lehramtsstudium ist aber nur eines der vielen Angebote und spielte bislang keine besondere Rolle. Das lässt sich auch daran ablesen, dass die Uni als einzige Hochschule Bayerns nicht über ein Zentrum für Lehrerbildung verfügt. Bislang ging man an der Universität Eichstätt (Landkreis) davon aus, dass angesichts rückläufiger Schülerzahlen sich der Bedarf an Lehrkräften in engen Grenzen hält und ein solches Zentrum nicht notwendig sei.
Bei einem Treffen mit Hochschulpräsident Prof. Dr. Richard Schenk machte BLLV-Präsident Klaus Wenzel deutlich, dass im Gegensatz zu den zurückhaltenden Prognosen des Kultusministeriums in Wirklichkeit ein enormer Bedarf an Lehrkräften herrsche, wenn das Ministerium seine ehrgeizigen Ziele in die Tat umsetzen will. Die Staatsregierung strebt die individuelle Förderung von Schülern, die Umsetzung der Inklusion an Regelschulen, die Eindämmung des Unterrichtsausfalls und einen Ausbau der Ganztagsangebote an. Dies alles sei aber nur mit deutlich mehr Lehrkräften an den Schulen zu machen, betonte Wenzel.
Die Unterredung mit Prof. Schenk war die zweite einer Reihe von Treffen mit Bayerns Hochschul-Präsidenten. Der BLLV und sein Präsident Klaus Wenzel wollen im Rahmen dieser Gespräche die Uni-Präsidenten für die Bedeutung eine guten Lehrerausbildung sensibilisieren und sie für eine Weiterentwicklung und Verbesserung des Lehramtsstudiums gewinnen. Zusammen mit Wenzel diskutierten Simone Fleischmann, Leiterin der Abteilung Berufswissenschaft (ABW), und Dr. Klaus Wild, Mitglied der ABW mit Prof. Schenk.
Unis sehen Notwendigkeit einer guten Lehrerbildung
Wenzel Argumente leuchteten Schenk offenbar ein. Er kündigte an, ein Zentrum für Lehrerbildung aufbauen zu wollen und erkundigte sich in diesem Zusammenhang nach den bisherigen Erfahrungen des BLLV mit den Zentren für Lehrerbildung anderer Hochschulen. Den BLLV bat er, die katholischen Universität beim Aufbau eines solchen Zentrums mit seiner Expertise zu unterstützen.
„Ich bin wirklich beglückt über die bisher zwei geführten Gespräche, weil beide Hochschul-Präsidenten zu erkennen gegeben haben, dass sie im BLLV einen kompetenten Partner sehen, mit sie kooperieren wollen“, freute sich Klaus Wenzel nach dem Treffen. Beim ersten Gespräch hatte Passaus Uni-Präsident Prof. Dr. Burkhard Freitag sein Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem BLLV signalisiert.






