Rezension: Fachdidaktik Englisch

Heiner Böttger:

 „Neurodidaktik des frühen Sprachenlernens – wo die Sprache zuhause ist“

 

Der als Fachdidaktiker gut bekannte Autor, der an der KU Eichstätt unterrichtet, unternimmt mit seinen Lesern eine interessante Reise durch das menschliche Gehirn und verweilt an Orten, die für den Fremdsprachenunterricht bedeutsam sind. Neueste neurologische Erkenntnisse zur Hirn- und Sprachentwicklung werden von ihm sehr anschaulich vermittelt. Auch genderspezifische Befunde der Spracherwerbsforschung werden im Blick auf die schulische Arbeit vermittelt. Er leitet wichtige Konsequenzen daraus ab und bietet wichtige Prinzipien für ein hirngerechtes Sprachen lernen und lehren an.

Ein besonderes Augenmerk bekommt bei ihm die Kulturtechnik „Behalten“ im Bezug auf das menschliche Gedächtnis.

Sehr aktuell wird auch das Lernen von zwei oder mehreren Sprachen intensiv beleuchtet. Die Bedeutung von „brain food“ für das Sprachenlernen belegt er mit wichtigen medizinischen Erkenntnissen.

Abschließend wagt er nach einer Revuepassage des bisher beobachtbaren Paradigmenwechsels beim Fremdsprachenlernens einen Blick in die Zukunft, die den Lernern Sprachenvielfalt und Mehrsprachigkeit in ihren Rollen als „global citizens“ bieten sollte.

Ein ausführliches Literaturverzeichnis und ein reich bebildertes Glossar mit erklärenden Texten unterstreichen die wissenschaftliche Gründlichkeit und das große Engagement des Verfassers für eine zeitgemäße Ausrichtung der Fremdsprachendidaktik.

Sein fundiertes und gut strukturiertes Werk kann allen Lesern , die selbst unterrichten oder sich für einen modernen Fremdsprachenunterricht interessieren bestens empfohlen werden.

Erschienen im Verlag Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn 2016, 253 S.

 

 

 

 

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