Finanz-ABC - Von Ausgaben bis Zinsen

 

Studieren ist nicht nur anstrengend, sondern auch teuer. Wie man am besten an Geld kommt, wo man sich Hilfe holen kann und was man auf keinen Fall machen sollte.

 

Ausgaben

Miete, Studiengebühren, Mensaessen, Bücher: Zwischen 500 und 1000 Euro pro Monat braucht ein Studierender in Deutschland – je nach dem, ob er in einer teueren Großstadt oder einem kleinen Nest studiert. Gut sparen lässt sich etwa indem man sich ein kostenloses Girokonto besorgt (bei manchen Banken gibt es Startguthaben inklusive) und von den Rundfunkgebühren befreien lässt (www.rundfunkbeitrag.de).

 

BAföG

Etwa 870.000 Schüler und Studenten profitieren derzeit vom Bundesausbildungsförderungs-gesetz (BAföG). Die Höhe der Förderung – maximal 670 Euro pro Monat – hängt vom Einkommen von Mama und Papa ab. Die Hälfte der Summe gibt es geschenkt, die andere als zinsloses Darlehen. Zuständig ist das Studentenwerk (www.bafög.de).

 

Du bist Deutschland

Seit dem Sommersemester 2011 vergibt das Bundesbildungsministerium das „Deutschland-Stipendium“. 300 Euro im Monat sollen das BAföG ergänzen. Bewerben kann sich jeder, der gute Noten hat und sich gesellschaftlich engagiert (www.deutschland-stipendium.de).

 

Forever young

Private Krankenkassen nehmen besonders gern junge, gesunde Menschen auf. Andere müssen höhere Beiträge zahlen oder kommen gar nicht rein. Wer frühzeitig eine Anwartschaft abschließt, lässt seinen aktuellen Gesundheitszustand „einfrieren“. Die Kasse verspricht, ihn auf dieser Grundlage später aufzunehmen – ohne noch einmal Blutdruck und Leberwerte zu überprüfen. Infos beim Wirtschaftsdienst.    


Gesundheit

Bis zum 25. Geburtstag können Studenten kostenlos bei ihren Eltern mitversichert bleiben, danach müssen sie sich eine eigene Krankenversicherung suchen. Der Beitragssatz für Studenten ist bei allen Kassen gleich.

 

Hochbegabt

Um ein Stipendium zu bekommen, muss man nicht im Kopf Quadratwurzeln ziehen können, oft reichen auch gute Noten oder besonderes Engagement (www.stipendienlotse.de).

 

Jobben

Kellnern, Mathe erklären, für den Prof kopieren: Zwei Drittel aller Studierenden haben einen Nebenjob. Im Idealfall lernt man dabei etwas fürs Leben, wenn man Pech hat, vergeudet man für ein paar Euro Zeit und Energie.

 

Kleingedrucktes

Papierkram nervt. Trotzdem sollte man sich ausgiebig schlau machen, bevor man eine Versicherung oder einen Kredit (Pfandleihhaus) abschließt. Unbedingt über das Angebot der Konkurrenz informieren und auch vermeintlich dumme Fragen stellen. Im Zweifel helfen Wirtschaftsdienst und die Verbraucherzentrale (www.verbraucherzentrale-bayern.de).

 

Mama und Papa

Für 87 Prozent der Studierenden die wichtigste Geldquelle: 445 Euro monatlich bekommt jeder im Durchschnitt. Mama und Papa bekommen bis zum 25. Geburtstag ihres Kindes Geld vom Staat, wenn sich dieses in der Ausbildung befindet und nicht mehr als 664 Euro monatlich verdient: Je nach Anzahl der Geschwister beträgt das Kindergeld zwischen 184 und 215 Euro pro Monat (www.familienkasse.de).

 

Nesthocker

812 Euro hat ein deutscher Student durchschnittlich im Monat zur Verfügung, das meiste geht für die Miete drauf. Kein Wunder, dass fast ein Viertel weiterhin bei Mama und Papa wohnt – Tendenz steigend.

 

Pfandleihhaus

Falls das Geld trotz Jobben nicht reicht, sollte man nicht das Geschmeide der Erbtante verscherbeln, sondern sich um einen Studienkredit kümmern. Die günstigsten Konditionen bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Unabhängig vom Vermögen der Eltern bekommt man bis zu 650 Euro im Monat – ohne dass man Sicherheiten bieten muss. Im Gegensatz zum à BAföG muss das Geld nach dem Studium aber inklusive à Zinsen zurückgezahlt werden. Die KfW bietet auch ein Studienbeitragsdarlehen an. 

 

Rente

Funktioniert in Deutschland nach dem Drei-Säulen-Modell: Das „Ruhegehalt“ setzt sich meist aus gesetzlicher Rente bzw. Pension (Staat), betrieblicher (Arbeitgeber) und privater Vorsorge (Arbeitnehmer) zusammen. Verlässt man sich nur auf eine oder zwei Säulen, steht man im Alter schnell dumm da. Nach dem Studium sollte man sich deshalb auch um die private Altersvorsorge kümmern.

 

Schulhausschlüsselversicherung

Schlüsselbund verloren? Was für Studenten nur ärgerlich ist, kann für Referendare richtig teuer werden. Im Rahmen einer Diensthaftpflichtversicherung bekommen Lehramtsanwärter die Schlüssel auf Antrag kostenlos (Wirtschaftsdienst). Weniger sinnvoll für Studenten sind Hausrat- bzw. Glasversicherung und privater Rechtsschutz. Hingegen lohnt sich eine private Haftpflicht – wenn man nicht bei den Eltern mitversichert ist.

 

Totalausfall

Unfall, Krankheit, Burnout: Etwa 200.000 Erwerbstätige scheiden pro Jahr vorzeitig aus dem Berufsleben aus. Wer eine Berufs- oder Dienstunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hat, bekommt in diesem Fall eine Rente in der vereinbarten Höhe bezahlt. Je früher – und gesünder – man diese Versicherung abschließt, umso günstiger sind die Konditionen.

 

Verunsicherung

Vorherrschendes Gefühl, wenn man sich als Student mit Rente und Kleingedrucktem beschäftigen muss. Verschwindet aber schnell, wenn man sich nicht davon einschüchtern lässt.

 

Wirtschaftsdienst

Berät BLLV-Mitglieder in Fragen rund um Versicherungen, Finanzierungen und Geldanlagen. Anders als Banken und Versicherungen (Kleingedrucktes) muss der Wirtschaftsdienst nichts verkaufen, kann also offen sagen, ob man im ersten Semester eine Schulhausschlüsselversicherung braucht oder eher nicht (www.bllv-wd.de).

 

Zinsen

Wer Geld verleiht, will dafür in der Regel auch etwas haben. Beim Studienkredit zahlt man neben einer Gebühr etwa vier bis neun Prozent der geliehenen Summe zusätzlich zurück, bei einem gewöhnlichen Kredit deutlich mehr.

 

 

 

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