Wie erkenne ich, ob ein Kind gefährdet ist?
Wie alle Süchte, entwickelt sich eine Computerspielsucht schleichend. Jungen sind deutlich stärker gefährdet als Mädchen. Für praktisch jeden Jungen bieten Computerspiele einen gewissen Reiz, während sich viele Mädchen gar nicht dafür interessieren. Mädchen bevorzugen Chatrooms.
Es ist nicht zu vermeiden, dass Kinder in Kontakt mit Computerspielen kommen. Spätestens über Freunde wird jedes Kind diese virtuellen Welt kennenlernen. In der Regel spielen sie nur ab und zu, wenn sich die Gelegenheit bietet. Manche Kinder und Jugendliche beginnen jedoch sukzessive ihre gesamte Freizeit mit Spielen zu verbringen. Das Computerspielen wird zum Lebensmittelpunkt des Betroffenen. Diese Entwicklung sollte möglichst früh erkannt werden, um ihr Einhalt gebieten zu können.
Folgende Kriterien können Ihnen bei der Entdeckung einer Suchtgefährdung helfen:
- Ihr Kind spielt immer häufiger und länger
- Es vernachlässigt andere Aktivitäten zugunsten des Computerspielens
- Streit oder Diskussionen entstehen, wenn das Spielen beendet werden soll
- Kontakte zu Freunden nehmen ab
- Computerspiele werden immer häufiger zum Gesprächsinhalt
- Ihr Kind beginnt heimlich zu spielen
- Ihr Kind fühlt sich unwohl oder wird unruhig wenn es nicht Computer spielen kann
Am wichtigsten ist es, zu beobachten welche Rolle das Computerspielen für den Betroffenen hat. Ein Kind, das mit seinen Freunden an einem Nachmittag fünf Stunden lang Computer spielt, ist nicht zwingend süchtig. Würde es fünf Stunden Fußball spielen, würde man auch nicht von einer Sucht sprechen. Passiert dies aber häufig und sie merken, dass Computerspielen immer öfter im Alltag und den Gedanken ihres Kindes auftaucht, entwickelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Sucht.
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