Gelebte Verantwortung

Geschichte der BLLV-Kinderhilfe

 

Im Jahr 1994 gründete der BLLV auf Initiative des damaligen Präsidenten, Albin Dannhäuser, die BLLV-Kinderhilfe als gemeinnützigen Verein. Dannhäuser war der Überzeugung, dass der größte und bedeutendste Lehrerverband in Bayern auch eine über die konkrete Lehrer- und Bildungspolitik hinausgehende gesellschaftspolitische  Verantwortung hat. Er formulierte es mit den Worten: „Der BLLV ist eine starke politische und kulturelle Kraft in Bayern. Und wir Lehrerinnen und Lehrer stehen im Mittelpunkt dieser Gesellschaft. Deshalb tragen wir auch eine besondere Verantwortung als Berufsgruppe über die berufliche Aufgabe hinaus. Dazu stehen wir!“  Der BLLV knüpfte damit an sein jahrzehntelanges soziales Engagement an: So hatte er z. B. bereits im 19. Jahrhundert die „Lehrerwitwen- und –waisenstiftung“ gegründet und 1932  das „Kinderhilfswerk des BLV". 

 

Weltweit aktiv

In den ersten Jahren der nach der Gründung der BLLV-Kinderhilfe wurden weltweit Kinder in Not in Krisengebieten unterstützt: In Ruanda wurde in den Jahren nach dem verheerenden Genozid zusammen mit den Salesianern ein Jugenddorf aufgebaut. Nach einem schweren Erdbeben in 2002 im Norden Indiens wurden drei Dorfschulen, ebenso wie in Mexiko und der Türkei. In Sri Lanka wurde nach der unfassbaren Tsunamikatastrophe 2006 eine Sekundarschule gebaut, in Afghanistan eine Mädchenschule. In Vietnam entstand mit Mitteln der BLLV-Kinderhilfe eine der ersten Förderschulen für blinde Kinder.

 

Nach den vielen Katastrophenhilfen entschied sich der Vorstand der BLLV-Kinderhilfe unter der Leitung des damaligen Vorsitzenden Manfred Schreiner für ein nachhaltiges humanitäres Engagement, nämlich den Aufbau eines offenen Kinderhauses für arbeitende Kinder und Jugendliche in der Provinzhauptstadt Ayacucho in der früheren Bürgerkriegsregion in den peruanischen Anden.  Dieses Projekt arbeitet nun bereits seit 18 Jahren, Hunderten von Jugendlichen konnte eine Lebensperspektive eröffnet werden. Durch die Erweiterung des Kinderhauses mit einem Berufsbildungszentrum ist ein neues Kapitel der Arbeit der BLLV-Kinderhilfe aufgeschlagen.

 

BLLV-Kinderhilfe jetzt auch in Bayern

Im Jahr 2011 begann das Engagement der BLLV-Kinderhilfe in Bayern. Zusammen mit STERNSTUNDEN wurde das Netzwerk Schulfrühstück DENKBAR aufgebaut. Über einhundert Schulen mit über 5 000 Kindern müssen koordiniert und angeleitet werden – ein Herkulesarbeit für das kleine Projektteam. Die Projektleiterin Edeltraud Jornitz-Foth berichtet in diesem Heft über diese besonders wichtige Arbeit.

Unter dem Vorsitz der Vizepräsidentin Waltraud Lucic hat die BLLV-Kinderhilfe in den letzten Jahren ein neues Kapitel der BLLV-Geschichte aufgeschlagen: Weg von kurzfristigen begrenzten Fördermaßnahmen hin zu nachhaltigem und längerfristigem Engagement. Durch das Schulfrühstück in Bayern und den Ausbau des BLLV-Kinderhauses in Peru hat die BLLV-Kinderhilfe neue Wege beschritten. Sie hat zwei Modellprojekte entwickelt und aufgebaut, die nachhaltig wirken und den Kindern und Jugendlichen unmittelbar helfen.

 

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