Der Gründervater des BLLV und sein Nachfolger treffen aufeinander: Karl Heiß, treibender Motor der Verbandsgründung vor 150 Jahren, und der amtierende BLLV-Präsident Klaus Wenzel, disktutieren in einer Theaterszene die Ideen, die den Verband tragen: Der Traum von einer gerechten Schule. Dieser Traum hat auch heute noch uneingeschränkte Berechtigung.

Der Traum von einer gerechteren Schule

Seit 150 Jahren kämpft der BLLV für eine bessere Schule – und das mit beachtlichem Erfolg.  Selbst Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle zollte dem Verband anlässlich seines Jubiläums Respekt. Am vergangenen Wochenende feierte der BLLV sein Bestehen in Regensburg mit einem großen Fest für die Mitglieder – als Dank für ihre Unterstützung.

 

Als der BLLV  vor 150 Jahren in Regensburg ins Leben gerufen wurde, wussten die Gründer, dass eine humane und lebenswerte Gesellschaft eine breite Bildung für alle braucht. Der Traum von einer neuen, besseren Schule, der den Verband bis heute in seinem Kern ausmacht, entspringt einem tiefen Bedürfnis nach Gerechtigkeit.

 

Dieses Motiv verpackten die Macher der Auftaktveranstaltung in eine poetische und mitreißende Show, die zwischen Varieté, Theater und musikalischen Nummern changierte, garniert mit Multimedia-Elementen. Gestaltet hatte die Aufführung das preisgekrönte Regensburger Bewegungs-Theater „Die Traumfabrik“ zusammen mit einem Münchner Schauspielerteam. Das Gesamtkonzept wurde von BLLV-Geschäftsführer Dieter Reithmeier entwickelt. Zwischen den Akten hatten der Kultusminister und BLLV-Präsident Klaus Wenzel ihre Auftritte.

 

Bildungsgerechtigkeit - damals wie heute ein brennendes Thema

Einer der Höhepunkte war die persönliche Begegnung des Gründers des Bayerischen Lehrervereins, Karl Heiß, und dem jetzigen Präsidenten, Klaus Wenzel. Wenzel skizzierte in seiner zehnminütigen Rede, was den Verband antreibt: Die Idee von einer gerechten Schule, wie sie schon Karl Heiß vorschwebte. „Bildungsgerechtigkeit bedeutet nach wie vor, dass Bildung allen jungen Menschen zur Verfügung steht, ohne soziale, regionale und ethnische Differenzierung oder gar Ausgrenzung“, sagte Wenzel. „Auch in Zukunft wird für den BLLV gelten: Wenn ein Schulsystem Kinder sozial ausgrenzt, stehen wir dagegen auf.“  Das Oberhaupt des BLLV machte sich für eine deutliche bessere Ausstattung der Schulen mit Personal stark, denn die „ständig wachsenden Aufgaben der Schule zwingen viele unserer Kolleginnen und Kollegen in die Knie“. Unter tosendem Applaus forderte Wenzel: „Wir brauchen mehr Lehrer, wir brauchen mehr Geld und wir brauchen weniger Ideologie“.

 

Referenz der Staatsregierung

Wenzels Adressat war Kultusminister Spaenle, der zuvor das Wort ergriffen hatte. Spaenle  drückte dem BLLV „den Dank, den Respekt und die Referenz der Staatsregierung“ aus. Er machte in seiner Rede keinen Hehl daraus, dass der BLLV ein selbstbewusster Verband sei, der die Interessen seiner Mitglieder Nachdruck und Freude am Disput vertrete. „Kein Kultusminister hatte es jemals leicht mit dem BLLV“, sagte er. Er zwinge die Politik über bestehende Strukturen nachzudenken. Dies sein „richtig und notwendig“. Der BLLV habe so politische Entscheidungen maßgeblich mitgeprägt.

 

Nach dem offiziellen Teil war das Vergnügen angesagt.  Auf dem Regensburger Haidplatz hatte die BLLV-Geschäftsstelle zusammen mit vielen fleißigen ehrenamtlichen Helfern von Bezirks- und Kreisverband ein Sommerfest auf die Beine gestellt. Auf der Bühne rockten nacheinander erst die Schüler-, dann die Lehrerband der Regensburger Pestalozzi-Schule, Stelzengänger brachten an die tausend Zuschauer zum Staunen, die unverschämte Wirtshausmusik sie zum Lachen.

 

Vergnügen am Abend mit Django Asül

Der Abend stand ganz im Zeichen der Kultur. Dem BLLV war es für die Abendveranstaltungen gelungen, herausragende Künstler zu gewinnen. Die Karten für Django Asül, Axel Hacke und die Regensburger Domspatzen waren schon lange vor dem Termin ausverkauft, und auch die anderen Künstler wie das Kammerorchester „Die Zarge“ und Harald Grills Lesung seiner Kindheits- und Schulgeschichten konnten vor fast voll besetzten Sälen auftreten.

 

Ein Feuerwerk vor der Kulisse der Regensburger Altstadt bildete den krönenden Abschluss eines gelungenen Tagens.  Zu mitternächtlicher Stunde fuhren rund 2000 BLLVler mit unvergesslichen Erinnerungen nach Hause. Dass der Tag vielen Besuchern noch lange im Gedächtnis haften bleiben wird, zeigen die vielen begeisterten E-Mails, die in den vergangenen Tagen das Präsidium erreicht haben.

 

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