BILDUNGSPOLITIK

„Lernpaten unterstützen Klassen mit Flüchtlingskindern (LUK!)“

Ziel In Klassen mit Flüchtlingskindern werden die Lehrkräfte zweimal in der Woche von geschulten Lernpaten unterstützt. Die Lernpaten arbeiten gemeinsam mit den Lehrkräften mit der gesamten Klasse, betreuen Kleingruppen oder fördern einzelne Flüchtlingskinder individuell. Die Verantwortung für die Klassen liegt nach wie vor bei voll ausgebildeten Lehrkräften, die Lernpaten wirken lediglich unterstützend. Die Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und geschulten Lernpaten bietet in verschiedener Hinsicht Vorteile: Die Förderung in den Klassen mit Flüchtlingskindern wird durch den Lernpaten unterstützt, das Arbeiten im Team wird im Lehrerberuf gestärkt und die zukünftige Generation der Lehrkräfte bzw. Pädagogen eignet sich Kompetenzen für den Umgang mit Heterogenität an.  

Dank

Ein herzliches Dankeschön an Dr. Elke Inckemann, Professorin für Grundschulpädagogik und –didaktik an der LMU München und Dr. Anne Frey, Dozentin am Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und –didaktik der LMU München,  für die Erstellung der Konzeption, für das Durchführen des Konzeptes, die Zusammenarbeit mit den Kooperationsarbeiten und die Evaluation.

Gemeinsam konnte das Projekt finanziert werden. Dank an die Anschubfinanzierung des Bayerisches Kultusministerium, Bildungsstiftung der Stadtwerke, dem Referat für Bildung und Sport für das Material, das den Übergangsklassen zur Verfügung gestellt wurde und dem MLLV, der die Organisation finanziell begleitete.

Danke dem Schulamt für die Zuteilung der Studenten, insbesondere ein Dank für die zusätzliche Arbeit an die Schulrätinnen Christiane Steudemann und Eva Hilzinger.

Ohne die Hartnäckigkeit des Staatssekretärs Georg Eisenreich hätten wir das Projekt nicht auf die Beine stellen können. Amtschef Ministerialdirektor Herbert Püls und der Abteilungsleiter für Grund-, Mittel- und Förderschulen, Ministerialdirigent Stefan Graf hielten die Hände über das Netzwerk und die Referatsleiterin für Aus- und Fortbildung, Ministerialrätin Dr. Gisela Stückl, der Referatsleiter für die bayerischen Mittelschulen, Ministerialrat Helmut Krück, die Referatsleiterin für die bayerischen Grundschulen, Ministerialrätin Maria Wilhelm und der Leiter der Stabsstelle Flüchtlingsintegration im Bildungsbereich, Ministerialrat Dr. Robert Geiger kooperierten mit den Netzwerkpartnern, um das Projekt im bestehenden System aufzusetzen.

Konzeption

  • Die Lernpaten werden aus den Studiengängen LA GS, LA Sopäd, LA MS, Päd BA, Bildungsforschung MA der LMU München rekrutiert
  • Jeweils zwei Studierende unterstützen gemeinsam eine Lehrkraft bzw. Klasse (GS, ab Schuljahr 2016/2017 ggf. auch MS) über einen Zeitraum von einem Schuljahr bzw. Schulhalbjahr
  • Die Studierenden stehen jeweils an einem Vormittag (6 Unterrichtsstunden) für die Klasse/Lehrkraft zur Verfügung
  • Die genaue Aufteilung und Organisation wird zwischen der Lehrkraft und den Studierenden abgestimmt
  • Die Studierenden werden in einer Lehrveranstaltung auf die Tätigkeit als Lernpaten vorbereitet und während der Tätigkeit als Lernpaten betreut (z. B. Analyse und Planung von Grundschulunterricht)
  • Die Studierenden werden für die Tätigkeit als Lernpaten bezahlt (Werkverträge) und haben die Möglichkeiten, die Mitarbeit an dem Projekt in ihrem Studium anrechnen zu lassen (z. B. als Betriebspraktikum (hälftig), als LVA mit ECTS-Punkten etc.)
  • Die Unterstützung durch Lernpaten wird wissenschaftlich begleitet bzw. evaluiert    

Im September 2017 läuft das LUK-Projekt aus und die Kooperationspartner in KM,UNI, Regierung Oberbayern, Schulamt und MLLV setzen das Projekt „Sprache, Schriftsprache und Bildungssprache“ auf, das das Team Inckemann/Frey entwickelt hat. Waltraud Lučić  

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