Mühevolle Mosaikarbeit im Dienst der Vergangenheitsbewältigung

Das BLLV Biografie-Projekt verlangt den Schüler viel ab

Das Projekt „Erinnern. Gegen Vergessen und Unrecht“ hat der BLLV Ende 2008 ins Leben gerufen. Als Projektleiterin konnte Landesgeschäftsführer Dr. Dieter Reithmeier Sabine Gerhardus gewinnen. Die 47-Jährige ist seit 1999 federführend für das „Gedächtnisbuch Dachau“ verantwortlich, ein ganz ähnlich konzipiertes Vorhaben. Im Rahmen von „Erinnern“ können Schüler, die am Gymnasium das W-Seminar für wissenschaftliches Arbeiten belegen, die Lebensläufe jüdischer Lehrerinnen und Lehrer recherchieren.

 

Schicksale, die nahegehen

Für die Teilnehmer bedeutet das, in mühevoller Mosaikarbeit Archive von Institutionen zu durchforsten und vielen einzelnen Spuren nachzugehen. „Das ist eine anspruchsvolle Arbeit, die Schüler an ihre Grenzen bringt“, sagte Gerhardus. Die Jugendlichen müssten einiges an Frustrationstoleranz mitbringen. Denn es sei alles andere als einfach, an die notwendigen Informationen heranzukommen. „Da muss man viele Rückschläge hinnehmen.“  Dennoch verfolgen die Schüler mit Leidenschaft ihre Projekte. „Sie identifizieren sich mit den  Schicksalen der Menschen. Das ist eine Erfahrung fürs Leben“, betont Gerhardus.  Die von den Schülern angefertigten Arbeiten sind für die Nachwelt von bleibendem Wert. Sie liegen in der evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau auf.

 

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