Enormer Bedarf an Lehrerstellen: Nur mit merh Personal kann Bayern den Unterricht an den Schulen verbessern.
Personallücke: Bayern hat in den kommenden Jahren enormen Bedarf an Lehrkräften, wenn der Ausbau an Ganztagschulen vorangetrieben werden soll.

Mehr Ganztag geht nur mit deutlich mehr Pädagogen

BLLV-Studie zeigt enormen Stellenbedarf auf - Staatsregierung setzt falsche Signale

23.000 Lehrerplanstellen bis 2018: So viele müsste die Staatsregierung schaffen, wenn sie ihre Ziele optimal umsetzen wollte: mehr Ganztagsklassen, bessere individuelle Förderung, Umsetzung der Inklusion. Selbst für die Minimal-Lösung bräuchte man mindestens 1.200 Stellen mehr. Das geht aus Berechnungen des BLLV hervor.

 

Sollte sie aber ihre Sparpläne und den damit verbundenen Stellenstopp umsetzen, wird die Staatsregierung ihre Ziele bei der Verbesserung der Unterrichtssituation an den Schulen wohl deutlich verfehlen. Das zeigt eine neue BLLV-Studie auf.

 

Dafür wurde der Lehrerbedarf bis 2018 für alle fünf allgemeinbildenden Schularten bis 2018 berechnet. Zusätzlich benötigte Lehrerstellen wurden mit der durch die sogenannte demografische Rendite frei werdenden Planstellen verrechnet. Den Berechnungen liegen drei Szenarien zugrunde.

 

Szenario 1 geht von einem Minimalbedarf aus: Der Anteil der Schüler in gebundenen Ganztagsklassen mit Unterricht über den ganzen Tag verteilt beträgt 20 Prozent, jedes zweite lernbehinderte Kind besucht die Regelschule. Für eine bessere individuelle Förderung werden pro Klasse zwei zusätzliche Unterrichtsstunden veranschlagt. Unterm Strich bräuchte man hier 1.153 zusätzliche Planstellen.

 

Der Personalbedarf errechnet sich so: Allein für den Ausbau der gebundenen Ganztagsschule bräuchte man 3.090 Lehrkräfte zusätzlich. Für die Umsetzung der Inklusion wären weitere 1.198 Stellen nötig, für die Verbesserung der individuellen Förderung 3.922. Daraus errechnet sich ein Gesamtbedarf von 8.211 Stellen. Bis 2018 werden rechnerisch durch den Rückgang der Schülerzahlen 7.058 Planstellen frei. Der Saldo von neuem Stellenbedarf und demografischer Rendite, ergibt 1.153 neue Lehrerstellen.

 

Bei Szenario 2 besuchen 35 Prozent aller Schüler eine gebundene Ganztagsklasse, dreiviertel aller lernbehinderten Kinder gehen in eine Regelschule. Je nach Schulart werden zwischen vier und acht Unterrichtsstunden für die individuelle Förderung veranschlagt. Bei diesem Szenario bräuchte man weitere 13.396 neue Planstellen.

 

Szenario 3 spiegelt das wünschenswerte Optimum wieder: Jedes zweite Kind besucht eine gebundene Ganztagsklasse, pro Klasse gibt es acht zusätzliche Unterrichtsstunden für die individuelle Förderung, alle Kinder mit Lernbehinderung werden in einer Regelschule unterrichtet. Dafür würden 22.535 zusätzliche Planstellen benötigt.

 

» Vollständige Studie zum Download


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