Wie kann diese Unterstützung aussehen?

Bewegung fördert in jeder Hinsicht die Gesundheit. Sie hilft Frust abzubauen, Freundschaften aufzubauen und hält körperlich, geistig und seelisch fit. Eltern sollten ihr Kind zu Fuß in die Schule gehen lassen und z. B. das Bolzen auf dem Spielplatz an der frischen Luft unterstützen. Wenn Vater und Mutter auf den Aufzug und die Rolltreppe verzichten tut das nicht nur ihnen gut, sondern sie leben ihren Kindern vor, wie selbstverständlich und leicht sich Bewegung in den Alltag einbauen lässt. Eine ausgewogene Mischkost gibt jungen Menschen, das was sie brauchen. Die Lieblingsspeisen der Kinder gehören aber auf jeden Fall auf den Speiseplan. Ergänzt mit „fünf am Tag“ - fünf mal eine Hand voll Obst - ernähren sich Heranwachsende gesund. Der Schulalltag ist anstrengend. Oft führt er bei den Schülern zu Überforderung und Stressempfinden. Kinder und Jugendliche brauchen nach der Schule unbedingt Zeit zum Ausruhen. Wenn sie regelmäßig essen, sich viel bewegen und ausreichend entspannen können, wirkt sich dies positiv auf ihre Befindlichkeit aus. Es fällt ihnen dann auch leichter, sich sozial kompetent zu zeigen und mit anderen in Interaktion zu treten.

Viele Kinder lieben Fastfood und Fertigprodukte - wie ist dagegen anzukommen?

Auf keinen Fall mit dem erhobenen Zeigefinger und Verboten. Treten Sie das „Geschmacksduell“ Fertigprodukt gegen Selbstgekocht an. Sicher gewinnt das gemeinsam zubereitete Essen. Soziale Kompetenzen und Wertschätzung entwickelt Ihr Kind dabei ganz nebenbei. Es macht Spaß, Kochen zu lernen und sich in der Küche aufzuhalten. Eltern sollten sich dafür wieder Zeit nehmen. Denn: Verhaltensweisen werden früh gelernt und es liegt in der Verantwortung der Eltern, diese Verhaltensweisen ihren Kindern mit auf den Lebensweg zu geben. Übrigens: Fastfood heißt nicht automatisch „ungesund“. Auch ein Apfel, ein Joghurt, eine schnell zubereitete Reispfanne sind Fastfood. Schnell und leicht zu verzehrende Gerichte, also Fastfood, müssen nicht automatisch Junkfood sein, also Nahrung von geringem Nährwert.

Viele Kinder sind auf sich allein gestellt - was kann für sie getan werden?

Sie brauchen Hilfe und Unterstützung. Am besten sind sie in rhythmisierten Ganztagschulen aufgehoben, in denen sich kognitive und praktische Fächer abwechseln. Sie weisen ein spezifisches pädagogisches Profil und hohe Qualitätsstandards auf und stellen ein freiwilliges Angebot dar. Wir sehen in der Einführung von Ganztagsschulen und der Einführung von Mittagstischen die große Chance, auch das Gesundheitsbewusstsein junger Menschen nachhaltig zu stärken. Leider gibt es bislang sehr wenige solcher Schulen in Bayern. Der BLLV fordert auch, das Unterrichtsfach „Ganzheitliche Gesundheitserziehung“ mindestens einmal pro Woche an allen Schulen verpflichtend einzuführen. Alle Heranwachsende müssen erleben dürfen, was unter gesunder Lebensweise zu verstehen ist.

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Service für Referendare

Für Referendare, die im September 2010 das Referendariat antreten, bietet der BLLV Vorbereitungsworkshops an. Hier finden Sie weitere Informationen.