28. Juni 2016

Schulleitung: BLLV und BSV fordern bessere Arbeitsbedingungen

Von: R. Haberer

Verbände finden bei Treffen viele Gemeinsamkeiten

Fanden viele Übereinstimmungen: Werner Sprick und Cäcilia Mischko, beide vom Bayerischen Schulleiterverband mit BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann.

Schulleiter zu sein bedeutet ein mittelständisches Unternehmen zu managen. Neulinge in dieser Position werden auf ihre Aufgaben aber nur unzureichend vorbereitet. BLLV und Bayerischer Schulleiterverband fordern, Führungskräfte an Universitäten auszubilden und ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern.

 

Die Position des Schulleiters hat sich längst zu einem eigenständigen Berufsbild weiterentwickelt, das mit dem einer Lehrkraft immer weniger gemein hat. Sie oder Er sollen nicht nur den Unterrichtsbetrieb organisieren und Personal führen, sie haben auch die Finanzen zu verwalten, Vertragsverhandlungen mit Dienstleistern und Trägern zu führen und sollen ein Schulprofil entwickeln. Das sind nur einige der Aufgaben, aber sie zeigen: Schulleiter zu sein bedeutet einen mittelständischen Betrieb zu führen.

 

Doch auf diese Herausforderung werden Lehrkräfte nur unzureichend vorbereitet. Einige Tage Fortbildung müssen reichen. Und finanziell lohnt es sich kaum, sich die enormen zusätzlichen Belastungen auf die eigenen Schultern zu laden.

 

Schulleitung ist ein eigenständiges Berufsbild

Dass sich hier vieles ändern muss, sehen nicht nur der BLLV, sondern auch der Bayerische Schulleiterverband (BSV) so. Das zeigte sich bei einem Treffen der BSV-Spitzen Cäcilia Mischko, stellvertretende Vorsitzende, und Werner Sprick, Senior Consultant BSV, mit BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann.

 

So war man sich darin einig, dass Schulleitung mittlerweile ein eigenes Berufsbild darstellt und als solches anerkannt werden sollte.  Das müsste sich auch in der Ausbildung widerspiegeln. So sollten sich künftige Führungskräfte im Rahmen eines Masterstudiengangs auf ihre Aufgaben als Schulleiter vorbreiten können.

 

Mehr Leitungszeit, bessere Bezahlung

Absoluter Handlungsbedarf herrscht bei den Arbeitsbedingungen, insbesondere im Bereich der Grund- und Mittelschulen. Die Unterrichtszeit müsste zugunsten von mehr Leitungszeit reduziert werden. Hinsichtlich Vergütung und Status sollten Schulleitungen von Grund- und Mittelschulen den Direktoren von Realschulen und Gymnasien gelichgestellt werden.

 

Zudem brauchen Schulleitungen mehr Unterstützung durch qualifiziertes Personal. Dafür müsste der Dienstherr bei Arbeitszeit und Gehalt von Verwaltungsangestellten deutlich nachbessern.

 

Weitere wesentliche Übereinstimmungen fanden Mischko und Sprich vom BSV und Fleischmann bei den Rahmenbedingungen von Schule. Beide wünschen sich eine Stärkung der Eigenverantwortlichkeit und mehr Ressourcen für Ganztagsschulen.

 

Angesichts des sehr positiv verlaufenen ersten Gesprächs vereinbarten beide Seiten weitere Treffen, um die Zusammenarbeit in bestimmten Bereichen auszubauen, etwa bei gemeinsamen Aktionen.

 

 

 

 

 


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