5. April 2016

Flüchtlingsfrage: Spaenle wünscht sich mutige Lösungen

Von: Redaktion

BLLV-Präsidium spricht mit Kultusminister

Diskutierten Lösungen zur Integration von Flüchtlingen an Schulen mit Kultusminister Ludwig Spaenle (2.v.r.): BLLV-Vizepräsident Tomi Neckov (l.), Präsidentin Simone Fleischmann und Vizepräsident Gerd Nitschke (r.)

Diskutierten Lösungen zur Integration von Flüchtlinge an Schulen mit Kultusminister Ludwig Spaenle (2.v.r.): BLLV-Vizepräsident Tomi Neckov (l.), Präsidentin Simone Fleischmann und Vizepräsident Gerd Nitschke (r.)

Bayerns Schulen sollen mutige und unkonventionelle Lösungen finden, um Flüchtlingskinder zu integrieren. „Ja, das wollen wir“, sagte Kultusminister Ludwig Spaenle jetzt bei einem Gespräch mit dem BLLV-Präsidium zur Flüchtlingsfrage.

 

Dabei diskutierten BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann und die BLLV-Vizepräsidenten Gerd Nitschke und Tomi Neckov, welche weitere Unterstützung Schulen für die Integration von Flüchtlingskindern brauchen und wie die im Doppelhaushalt bereitgestellten Mittel wirksam eingesetzt werden könnten. Fleischmann dankte dem Minister für die zusätzlichen Ressourcen, forderte aber auch, dass Schulen diese flexibel, kreativ und passgenau einsetzen können. „Unbürokratisch und schnell müssen die Mittel dort ankommen, wo sie gebraucht werden“, betonte sie.

 

Die Botschaft fiel bei Spaenle auf fruchtbaren Boden. „Ja, das wollen wir“, bekräftigte der Minister. Den Pädagoginnen und Pädagogen im Freistaat drückte er seine Anerkennung für ihren Einsatz aus. „Mein größter Respekt und meine Dankbarkeit an alle Lehrkräfte in Bayern“, sagte er.

 

Lehrkräfte brauchen psychologische Unterstützung

Als weitere Vorschläge brachte das Präsidium Fortbildungen und Supervisionsmaßnahmen ins Gespräch, damit Lehrkräfte Belastungen und Herausforderung im Umgang mit den oft traumatisierten Kindern besser bewältigen können. Zudem forderte die BLLV-Führungsspitze, dass die jetzt beschlossenen Stellen und Mittel dauerhaft im Haushalt eingeplant werden. „Der Nachtragshaushalt muss sich mindestens 1 : 1 im Doppelhaushalt 2017/2018 wiederfinden“, betonte Vizepräsident Gerd Nitschke.

 

Eine Reform der Lehrerbildung als Antwort auf den Lehrermangel schlug Vizepräsident Tomi Neckov vor. Diese soll das Lehramtsstudium wieder attraktiver machen. Spaenle sagte zu, dass Lehramts-Studierende künftig die Möglichkeit erhalten sollen, auf vereinfachtem Weg einen Bachelor- und Masterabschluss zu erlangen.

 

Die Rolle der Schulleitung und die der Schulverwaltung waren weitere Schwerpunkte des Gesprächs. „Ich möchte keine Schulämter auflösen“, stellte der Minister klar. Dass dies eher kontraproduktiv wäre, sieht auch das BLLV-Präsidium so. Gerade bei der Bewältigung der Integration von Flüchtlingskindern zeige diese Struktur im Bereich der Grund- und Mittelschulen ihre Stärken, sagte Nitschke.

 

 


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