17. Dezember 2015

BLLV lehnt Zulassungsbeschränkung zum Referendariat ab und fordert Reformen in der Lehrerbildung

Von: F. Fischer

BLLV-Präsidentin Fleischmann trifft Staatssekräter Sibler

Diskutierten über die Weiterentwicklung der Lehrerbildung: Bernd Sibler, Staatssekretär im Kultusministerium, und BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann.

Im Gespräch mit Staatssekretär Bernd Sibler konnte BLLV-Präsidentin Fleischmann folgende Themen ansprechen: die Integration von Flüchtlingen an den bayerischen Schulen, die von der Staatsregierung geplante Zulassungsbeschränkung zum Referendariat, die Erfahrungen aus dem Unibrunch des BLLV an den Universitäten und schließlich allgemeine Themen im Bereich der Lehrerbildung.

 

Staatssekretär Sibler war sich mit Präsidentin Fleischmann einig, dass die Polyvalenz im Studium auszubauen ist. Es soll also sichergestellt werden, dass Lehrerinnen und Lehrer auch außerhalb der Schulen eine berufliche Perspektive finden können.

 

Zur geplanten Zulassungsbeschränkung zum Referendariat versuchte Sibler zu beruhigen: Sie solle sich lediglich auf bestimmte Fächerkombinationen vor allem im Gymnasium beziehen. Hier sei das Instrument der Zulassungsbeschränkung das richtige, so Sibler, weil die Studierenden nur so erkennen würden, welche Studiengänge sich rentieren. Fleischmann erklärte, dass der BLLV die Gesetzesänderung ablehne.

 

Staatssekretär Sibler zeigte sich sehr interessiert an den Ergebnissen der BLLV-Umfrage unter Lehramtsstudierenden. Die Diskussionen aus den BLLV-Veranstaltungen „Bildungsbrunch“, die an allen Universitäten mit Lehrerbildung stattfinden und die auch Gespräche mit den Lehrerbildungszentren beinhalten, will der BLLV bei einem für 2017 geplante Lehrerbildungskongress bewerten. Staatssekretär Siedler ist schon jetzt gespannt auf die Ergebnisse.

 

Weiterhin ging es um die Leistungsmessungen an den Universitäten. Staatssekretär Sibler hält an dem ersten Staatsexamen fest. Seiner Meinung nach ist dies die einzige Möglichkeit zu steuern. Präsidentin Fleischmann sprach sich zur Prüfungskultur an den Universitäten sehr kritisch aus. Die aktuellen Formate und Inhalte der Prüfungen im Rahmen der Staatsexamina würden von den Studierenden und auch von den Dozent/innen der Lehrerbildungszentren als problematisch gesehen. Skepsis bestehe insbesondere dazu, inwieweit die starke Orientierung an schriftlichen Prüfungen, Klausuren und Hausarbeiten dazu befähige, die Lehrer/innen für die Schule von Morgen vorzubereiten. Lehrer und Lehrerinnen der Zukunft sollten für innovative Prüfungsformate aufgeschlossen sein, so Fleischmann.

 

Am Ende des Gesprächs ging es um die Prüfungskultur an den Schulen. Dabei wurde vor allem die Situation in der vierten Jahrgangsstufe diskutiert. Fleischmann berichtete, dass etwa ein Drittel der Schülerinnen und Schüler mit den Prüfungen in der vierten Jahrgangsstufe große Probleme haben. Sibler bedankte sich bei Präsidentin Fleischmann für das offene und sehr konstruktive Gespräc.

 

 


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