24. Oktober 2014

Grüne unterstützen BLLV-Forderung nach Hilfe für Flüchtlinge

Von: Vanessa Hübsch

Gespräch zwischen Wenzel und Landtagspolitikern

BLLV-Präsident Klaus Wenzel (l.), die Grünen-Landtagsabgeordneten Claudia Stamm und Thomas Gehring.

Für schulpflichtige Flüchtlinge mangelt es den Schulen in Bayern an Material und Förderzeiten ebenso wie an medizinischer und psychologischer Unterstützung. BLLV-Präsident Klaus Wenzel forderte deshalb im Gespräch mit der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen mindestens 10 Millionen Euro Soforthilfe für die oft traumatisierten Kinder.

 

Von den Abgeordneten Claudia Stamm und Thomas Gehring erfuhr er hierfür Zustimmung. Laut Gehring, parlamentarischem Geschäftsführer und schulpolitischem Sprecher, sei ein separates Budget im Doppelhaushalt 2016/17 für die Beschulung der Flüchtlinge nötig. Zurzeit würden Übergangsklassen teilweise zweckentfremdet durch den Integrationszuschlag finanziert. Dieser sei aber für Schulen in Ballungsgebieten gedacht und soll dabei helfen, Schülerinnen mit Migrationshintergrund zu fördern.

 

Auch die Forderungen des BLLV nach einem generell höheren Bildungsetat unterstützte er. Wenzel überreichte ein Papier mit den Beschlüssen des BLLV-Landesvorstandes zum Doppelhaushalt. Der BLLV-Präsident betonte noch einmal den Appell der „AKTION 25“, ein Viertel der Steuermehreinnahmen in Bildung zu stecken. Hierfür hatten bis Anfang Oktober über 17.000 Personen auf Listen des BLLV unterschrieben.

 

Mittelstufe Plus: "Wahlgeschenke werden wieder einkassiert"

Investitionsbedarf bestehe allemal, so Gehring: Vom Ganztag über Schulleiterstunden bis hin zu Lehrerfortbildungen würden zusätzliche Ressourcen benötigt. Auch für die Inklusion sollten mehr Mittel zur Verfügung stehen. BLLV-Präsident Wenzel betonte, dass es wichtig sei, neben Lehrerinnen zusätzliche pädagogische Fachkräfte im Unterricht einzusetzen. Diese müssten „passgenau“ qualifiziert werden, um eine angemessene Förderung zu ermöglichen. In Finnland gebe es beispielsweise keine Klasse ohne Zweitkraft. Gehring betonte ausdrücklich die Wichtigkeit, das Thema mit den Verbänden zu diskutieren.

 

Kürzungen wie bei der Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule (minus 2000 Stunden) und den vom Kultusministerium angekündigten Wegfall der Wahlfreiheit bei der Mittelstufe Plus lehnten die Abgeordneten ab. Stamm, haushaltspolitische Sprecherin der Grünen, kritisierte das Vorgehen der CSU: „Wahlgeschenke werden hier wieder einkassiert.“ Nach Meinung von Präsident Wenzel ist so weitere Unruhe am Gymnasium vorprogrammiert.


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