22. Februar 2002

BLLV begrüßt Initiative für neues Beurteilungssystem bei Lehrern

München - Mit Genugtuung nimmt der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) zur Kenntnis, dass CSU-Politiker auf die massiven Proteste gegen das neue Beurteilungssystem für Lehrerinnen und Lehrer konsequent reagiert haben. "Die derzeitige Form der dienstlichen Beurteilung trägt weder zur Sicherung der Schulqualität bei noch entspricht sie den Anforderungen einer modernen Personalführung. Sie ist vor allem demotivierend und für die Atmosphäre in den Schulkollegien schädlich", kritisierte der Präsident des BLLV, Albin Dannhäuser.

Der BLLV begrüßt, dass die Staatsregierung aufgefordert wird, ein "eigenständiges System" im Hinblick auf die "berufsspezifische Situation" der Lehrkräfte zu entwickeln. Damit wird die dienstliche Eigenlage der Schule und der Lehrerinnen und Lehrern berücksichtigt.

Ein angemessener Schritt sei insbesondere der Verzicht auf ein vorgegebenes Punkteschema und auf die Quotierung, nach der die Leistungen von Lehrerinnen und Lehrern in ihrer Gesamtheit einen starr vorgegebenen Mittelwert nicht überschreiten dürfen.

Da die Reform der dienstlichen Beurteilung bis zum 1. März 2003 vorzulegen ist, erwartet der BLLV, dass sowohl die Personalvertretungen als auch die Lehrerorganisationen in die neuen Überlegungen von Anfang an einbezogen werden. Dies gilt vor allem im Blick auf die Fragen, welche Inhalte, aus welchem Anlässen, in welchen Zeitabständen beurteilt werden sollen, und wer die Beurteilung konkret vornimmt.


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