PENSIONISTEN AKTIV

Nikolaus in Deggendorf

Am 6. Dezember traf sich unsere Pensionistenschar am Hauptbahnhof um 9 Uhr zum adventlichen Ausflug nach Deggendorf in rekordverdächtiger Zahl von 26 Teilnehmern. Dort lockte wieder ein feines Museum; doch davon später, erst ging es über den Nikolausmarkt zum Gasthaus zur Knödelwerferin. In Deggendorf gab es an diesem Tag gleich zwei Märkte, den Nikolausmarkt vor - und dann hinter dem Rathaus - den eigentlichen Weihnachtsmarkt.


Und dann wollen wir den Lesern auch nicht die Sage von der Knödelwerferin vorenthalten: Als im 13. Jahrhundert Ottokar von Böhmen die Stadt belagerte, blickte ein feindlicher Spion. über die Stadtmauer. Er erwartete von der Belagerung geschwächte Verteidiger zu sehen, da traf ihn ein großer Knödel am Kopf und er fiel in den Stadtgraben. Eine treusorgende Ehefrau, die aus Vorratsresten noch Knödel geformt hatte und sie ihrem Mann auf die Stadtmauer bringen wollte, erkannte die Situation blitzartig und der Spion berichtete, dass in der Stadt noch genug Verpflegung sei: Ottokar zog darauf enttäuscht ab. Im nach der Sage benannten Wirtshaus wurde dann nicht mit Knödeln geworfen sondern vorzüglich gespeist.   

So gestärkt spazierten wir zum Stadtmuseum, das seit einigen Jahren als Höhepunkt eine barocke Jahreskrippe als „heiliges Theater“ bietet; die Figuren wurden in immer wieder neuer Zusammensetzung  je nach Fest im Kirchenjahr neu aufgestellt. Heute sind es noch 13 Szenen aus über 200 Figuren, darunter 44 Tiere. Die frühesten lassen sich auf die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts datieren und wurden zumeist stark beschädigt auf einen Dachboden in der Pfarrei Maria Himmelfahrt gefunden und von der Schneidermeisterin Margarete Veith und der pensionierten Lehrerin Ute Keller von 1997 bis 2001 in über 7000 ehrenamtlichen Stunden gereinigt, dokumentiert und behutsam ergänzt. Wir hatten die große Freude von Kollegin Ute Keller selbst sachkundig und engagiert geführt zu werden.   

Anschließend war noch Zeit für die übrigen Abteilungen des Stadtmuseums von der Vor- und Frühgeschichte, der Geschichte Deggendorfs bis zu einer originalen und stimmungsvollen Stadtapotheke.

Nach dem Cafebesuch konnten wir noch ausgiebig über die Märkte schlendern und auch die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt besichtigen. Dank der ausgezeichneten Vorbereitung durch Elisabeth Schatz war es wieder ein ereignisreicher und interessanter Tag für alle Teilnehmer!  

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