Das BLLV-Kinderhaus in Peru: Ein Zuhause für die Ärmsten

Albin Dannhäuser im BLLV-Kinderhaus

Albin Dannhäuser berichtet aus Ayacucho

Unter Ehrenpräsident Albin Dannhäuser wurde im Jahr 1995 die BLLV-Kinderhilfe gegründet. Weltweit wurden zahlreiche humanitäre Projekte für bedürftige Kinder und Jugendliche finanziert. Albin Dannhäuser hat im September das Projekt besucht, das die BLLV-Kinderhilfe bereits am längsten fördert: Das Kinderhaus CASADENI in Ayacucho, Peru. Tief beeindruckt hat erfolgenden Bericht geschrieben.



Unwürdige Arbeit, Ausbeutung und Missbrauch von Kindern

Escriba Ayala ist zehn Jahre alt. An Samstagen und Sonntagen setzt er um 8 Uhr seinen Schulranzen auf und fährt zusammen mit zwei seiner Brüder – Artenio (13) und Clinton (8) - im Bus zum Friedhof „Gianina“. Dort packen sie keine Bücher aus, sondern kleine Plastikeimer und Putzlappen. Sie suchen Arbeit als Helfer bei der Pflege von Gräbern, um ein paar Soles zu verdienen.  Nelson wirbt  – wie etwa 25 weitere Buben – um Friedhofsbesucher. Er positioniert sich strategisch günstig an einem Blumenständ und ankommenden Taxis und spricht die Grabbesucher an. Allerdings wird er oft mit einer abschätzigen Handbewegung abgewiesen. Er muss viele Absagen wegstecken, weiter werben und weiter warten. Länger als eine Stunde bettelt er um Arbeit. Er hofft auf den Nachmittag.

 


Nelson (10) muss Geld verdienen

"Da kommen mehr Leute“, tröstet er sich. Plötzlich findet er doch eine Kundin, heftet sich an ihre Fersen. Am Grab steigt er eine Leiter hinauf, nimmt verwelkte Blumen  aus der Nische, wischt den Schmutz sorgfältig weg und stellt frische Blumen hinein. Dafür erhält er 20 Centimos. Er strahlt einen Augenblick lang über das ganze Gesicht! Dann sucht er sofort neue Auftraggeber. Mittags hat er bereits 2 Soles verdient. Ein Teller Suppe kostet 3 Soles. Diesen kauft er sich aber nicht, sondern bringt das Geld nach Hause. Seine Familie braucht  es dringend für den Lebensunterhalt.

 


Leben am Existenzminimum

Nelsons Familie wohnt mit vier Kindern in einer Zwei-Zimmer-Hütte aus Erdziegeln. Der Fußboden besteht aus Lehm. Die Kochnische ist durch eine Zeltplane abgetrennt. Im Schlafraum befinden sich drei Liegen – für 6 Personen!  Die Hütte ist notdürftig mit rostigem Wellblech bedeckt. Sie befindet sich in einem riesigen Armenviertel am Berghang. Die Eltern flohen Anfang der 90er Jahre aus einem Dorf in den Anden, in dem viele junge Männer von den Guerillas oder Militärs umgebracht worden waren.

Der Vater ist Analphabet, ohne feste Arbeit – nur manchmal Handlanger am Bau. Er spricht leise und monoton, wirkt lethargisch. Die Mutter verkauft auf dem Markt Kekse und andere Süßigkeiten. Dass ihre Kinder arbeiten und Geld verdienen müssen, empfindet sie als selbstverständlich: „Kinder müssen lernen, mitzuhelfen. Es geht nicht, dass sie sich nur aushalten lassen!“ Im Monat treibt die Familie rund 100 Soles auf. Das entspricht 25 Euro. 50 Soles kosten Wasser und Strom. 50 Soles bleiben für Essen  - vorwiegend Gemüse, Mais, Getreide und Milch - und Schulmaterial. Natürlich reicht das Geld nicht aus. Die Familie muss Schulden machen. Weiß aber nicht, wovon sie diese bezahlen soll.

 


Jeder Tag ein Kampf um's Überleben

So wie Nelson geht es Tausenden von Kindern in Ayacucho und Peru. Sie führen mit ihren Familien in armseligen Hütten einen Kampf ums Überleben. Sie müssen irgendwie Geld verdienen und arbeiten. Fünf bis acht Stunden am Tag. Sie putzen Schuhe und verkaufen an Straßen und auf Märkten nahezu alles: Von Textilen und Haushaltswaren über  Obst, Eier, Getränke, Snacks, Gewürze bis hin zu Vorhangschlössern, Mottenpulver oder Rattengift.  


Besonders hart müssen jene sieben- bis 16-jährige schuften, die auf Schubkarren von morgens fünf bis 11 Uhr mittags schwere Lasten von Großlieferanten zu Verkaufsständen oder Restaurants transportieren: Kisten voller Obst,  Säcke mit Kartoffeln, Mais, Mehl, Zwiebel, Viehfutter. Nicht wenige Kinder werden in den Ferien als Helfer zur Koka-Ernte in den Norden des Landes geschickt  oder als Prostituierte feilgeboten. Die Dunkelziffer bei Gewalt und Missbrauch ist hoch.

 


Kein Zuhause, keinen Halt, keine Zukunft

„Kinder sind nichts wert“, hört man immer wieder. Viele sind verwahrlost, emotional unterentwickelt, verschlossen, misstrauisch. Es fehlt ihnen das Gespür für soziale Regeln, oft bilden sie in den Stadtvierteln Banden, konsumieren Alkohol und Drogen, rutschen ab in die Kriminalität. Viele Kinder sind sich selbst überlassen. Sie haben kein Zuhause, keinen Halt, keine Zukunft.

 

Das BLLV- Kinderhaus: Ein Hort menschlicher Zuwendung und Hilfe

Um wenigstens den bedürftigsten Kindern zu helfen, wurde 1996 das BLLV- Kinderhaus „Casadeni“ gebaut, das auch von „Terre des Hommes“ und „Brot für die Welt“ unterstützt wird. Casadeni war anfangs vor allem ein Zufluchtsort für Waisenkinder aus abgelegenen Dörfern des Berglandes. Diese hatten ihre Elter durch Massaker der Guerilla-Organisation „Sendero Luminoso“ (Leuchtender Pfad) und des Militärs verloren. Traumatisiert, ohne amtliche Dokumente und Spanischkenntnisse wurden sie von engagierten Frauen aufgegriffen und versorgt. Allen voran hat sich die heutige Direktorin des BLLV- Kinderhauses, Mariela Molinari Palomino, engagiert. Sie besitzt Universitätsabschlüsse in Psychologie, in Sozial- und Politikwissenschaft, war Abteilungsleiterin im Ministerium für Frauen und Entwicklung und ist jetzt im Ehrenamt Regionalbeauftragte für das Regierungsprogramm gegen sexuellen Missbrauch von Kindern. Zu ihr knüpfte 1995 über „Terre des Hommes“ der Geschäftsführer der BLLV- Kinderhilfe, Dieter Reithmeier, erste Kontakte.

 


CASADENI: eine Oase für die Ärmsten

Das BLLV- Kinderhaus  „Casadeni“ (Casa de Nino) liegt wie eine Oase zwischen dem Stadtzentrum und einem Armenviertel. Hier finden 180 der ärmsten Kinder ein Zuhause. Ein 12- köpfiges  Arbeitsteam kümmert sich um sie: Fachlehrer, Sozialpädagogen, Psychologen, Pädagogik-Studenten als Praktikanten und Ehemalige, aber auch manche Eltern im Ehrenamt.

Das Kinderhaus bietet Kindern in Notlagen Lebenshilfe an, orientiert sich an den Bedürfnissen jedes einzelnen und fördert es in seiner ganzheitlichen Entwicklung. Casadeni versteht sich als große Familie, in der alle Kinder als gleichberechtigte Persönlichkeiten respektiert werden, Selbstvertrauen gewinnen und eine Kultur des Vertrauens pflegen. Sie sollen erkennen, dass sie imstande sind, etwas zu lernen und zu leisten, um  dadurch ihre Lebenssituation zu verbessern. – Diese Erfahrung steht im Gegensatz zur Erniedrigung, die sie oft im eigenen Elternhaus ertragen müssen. Dort wird ihnen nicht selten eingeredet, dass sie dumm und nichts wert seien, und dass sie vor allem an den miserablen Lebensverhältnissen ohnehin nichts ändern könnten.

 


Professionelle pädagogische und soziale Betreuung

Dieser Resignation setzt Casadeni eine Hoffnung entgegen. Das Kollegium arbeitet mit den Kindern äußerst professionell, einfühlsam, engagiert und systematisch nach einem erziehungswissenschaftlich begründeten und organisatorisch differenzierten Konzept, das die Schwerpunkte Hausaufgabenhilfe und individuelle Förderung, soziales Lernen, Produktion, Freizeit und Kultur sowie Kinderrechtsarbeit umfasst.

Die besonders bedürftigen Kinder werden an den Schulen ausgewählt und mit Zustimmung der Eltern aufgenommen. Casadeni legt über jedes Kind eine Akte an. Darin ist seine Biografie rekonstruiert: Arbeitsverhältnisse und Herkunft der Eltern, Zahl der Geschwister, Zustand der Wohnverhältnisse, Einkünfte bzw. Ausmaß der Armut, häufige Krankheiten. Aber auch alle notwendigen Informationen der Schule:  Beobachtungen über das Sozial- und Lernverhalten, Leistungsstärken und –schwächen, körperliche und psychische Auffälligkeiten. Das Arbeitsteam in Casadeni erstellt – vor allem gemeinsam mit Psychologen und Ärzten - eine Diagnose und entwirft einen individuellen Entwicklungsplan. Verhalten und Fortschritte eines jeden Kindes werden systematisch beobachtet, registriert und regelmäßig im Team besprochen, um die weitere gezielte Förderung zu koordinieren.

 


CASADENI: Ein pädagogisches Modell für die Region

Bereits eine Viertelstunde bevor das BLLV-Kinderhaus seine Pforte öffnet, drängen sich die Kinder am schmiedeeisernen Tor. Sie warten ungeduldig auf Einlass, läuten immer wieder an der Glocke, klammern sich an die Gitterstäbe, schauen mit großen Augen in den Hof. Sobald sich das Tor öffnet, stürmen sie mit lautem Jubel in die Anlage. Dort begrüßen sie jeden Erwachsenen mit einer kurzen, unverstellten Umarmung.

 


Bildung als Schlüssel gegen Armut und Perspektivlosigkeit

Schulkinder müssen zuerst ihre Hausaufgaben erledigen. In einem großen Unterrichtsraum bilden sie Lerngruppen, in denen sie von Fachlehrern individuell betreut und gefördert werden oder sich gegenseitig helfen. Obwohl sich etwa 60 Kinder im Raum befinden, ist der Geräuschpegel ungewöhnlich niedrig. Sie arbeiten  konzentriert, sorgfältig und ausdauernd. Diese Arbeitsdisziplin und –Atmosphäre ist an sich bereits ein enormer pädagogischer Erfolg, weil die Kinder solche Arbeitshaltungen von zuhause kaum kennen. Oft herrscht dort Unordnung, Streit und Gewalt. Auch Prügelstrafen sind keine Seltenheit. Die Kinder wissen, dass sie die tristen häuslichen Verhältnisse nur überwinden, wenn sie ihrer Pflicht nachkommen und ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Besonders hilfreich ist es sicher auch für sie, dass „Casadeni“ eng mit ihren Schulen zusammenarbeitet.

Großen Wert legt BLLV- Kinderhaus auf soziales Verhalten. Die Regeln dazu werden von den Kindern selbst aufgestellt. Darin heißt es u.a.: „Keiner darf dem anderen weh tun, nicht beleidigen, nicht schädigen. Wir alle müssen aufeinander Rücksicht nehmen, uns respektieren und einander helfen.“ Ziele sind Selbstbeherrschung, Gruppenbewusstsein und Mitverantwortung.

 


"Kindgerechte Produktion“ ja. Schädigende Kinderarbeit nein

Diese sozialen Kompetenzen und die Fähigkeit zur Zusammenarbeit eignen sich die Kinder auch im Sektor „Produktion“ an. Sie werden zu systematischen Arbeiten in Hauswirtschaft, Textilarbeit und Werken angeleitet. Das Kochen orientiert sich an der heimischen Küche. In der Textil- und Handarbeit fertigen sie Puppen und Puppenkleider an, besticken Stofftaschen und weben kleine Teppiche, nähen Röcke und Blusen. Leider steht ihnen dafür nur eine einzige Nähmaschine zur Verfügung. Im Werken formen und bemalen sie Vasen und Tiere aus Ton und stellen nützliche Gebrauchsgegenstände her: Brotkörbchen, Behälter für Schreibutensilien oder Schmuckkästchen.

Besonders vielfältig ist das Sortiment an originellen Glückwunschkarten und an Weihnachtsschmuck. Dadurch entwickeln die Kinder nicht nur ihre gestalterische Kreativität und Feinmotorik, sondern lernen durch den Verkauf ihrer Produkte auch unternehmerisches Denken. Die Mitarbeiter/innen in Casadeni wollen durch diese Art der „Produktion“ zeigen, dass Kinder durchaus arbeiten können und sollen. Aber sie bekämpfen jede Form schwerer, unwürdiger und entwicklungsschädigender Kinderarbeit.

 


Pflege der Tradition durch Musik und Tanz

Besonders gelöst und fröhlich zeigen sich die Kinder im Spiel und Sport, beim Musizieren, Singen und Tanzen. Kinder unter 6 Jahren werden durch pädagogisches Material zum freien Spielen motiviert und angeleitet. Ältere lernen, Spiele selbst zu organisieren, durchzuführen und zu reflektieren. Viele lernen ein Musikinstrument – bevorzugt Gitarre und Panflöte. Dadurch pflegen sie die traditionelle indianische Folklore, ebenso wie durch Volkstänze in starken rhythmischen und mimischen Ausdrucksformen. Jedem muss das Herz aufgehen, wenn Kinder mit südamerikanischem Temperament und dunkelglühenden Augen kurze dramatische Epen vortragen und alte indianische Lieder in Quechua-Sprache singen.

In diesem Bereich „Freizeit und Kultur“ ist das BLLV-Kinderhaus ein Stück heile Welt. Das Gegenstück dazu ist der konsequente Kampf des Hauses gegen die Verletzung der Rechte von Kindern. Dieser wird mit den Kindern und Eltern in regelmäßigen Workshops konsequent thematisiert. Kinder sollen vor allem ihre Rechte kenne, die ider UN- Konvention von 1990 festgeschrieben sind: So das Recht auf Schutz vor Gewalt und Misshandlung, vor Ausbeutung und Missbrauch, das Recht auf Fürsorge nämlich soziale Sicherheit, Ernährung, Kleidung, Wohnung und Gesundheit, sowie das Recht auf Bildung, auf die Entfaltung seiner Begabungen, seiner geistigen und körperlichen Fähigkeiten.

 


Kinder werden über ihre Rechte aufgeklärt

Für die Rechte von Kindern wurden von Casadeni aus bereits mehrere politische Appelle an die Regierung gerichtet und einige Demonstrationen organisiert: Auf Transparenten wurde gefordert, endlich die Rechte von Kindern zu schützen und zu respektieren. Casadeni-Kinder marschierten zum Hauptplatz der Stadt, musizierten, tanzten, verschenkten Freundschaftsbänder oder Kleider an Kinder, die noch ärmer waren. Casadeni ist eingebunden in die Kinderrechtsorganisation “Movimento Nacional de Ninos y Ninas Adolescentes Trabajadores Organizados de Peru“. Ziel ist es, die Öffentlichkeit und Politik für die erschütternden Lebensverhältnisse zu sensibilisieren und die Verantwortlichen durch Öffentlichkeitsarbeit unter Druck zu setzen.

Mitarbeiter von Casadeni wirken aber nicht nur im Kinderhaus, sondern auch dort, wo Kinder arbeiten: Auf den Straßen, in den Märkten und Friedhöfen. Sie bauen zu den Kindern Vertauen auf, laden sie zum Essen ein, sprechen mit ihnen in Workshops über ihre Probleme. Sie regen zum gemeinsamen Sport und Spiel an, und zur Wahl ihrer Vertreter an, die mit ihnen Unternehmungen planen und durchführen. Zu diesen Treffen kommen täglich an den verschiedensten Orten 40 bis 80 Kinder und Jugendliche. Ein Großteil davon nimmt oft einen langen Fußweg auf sich, um die Lern- und Spielzeit im BLLV- Kinderhaus zu verbringen.

 


Sozial- und Bildungsarbeit in abgelegenem Andendorf

Einer besonders kräftezehrenden, pädagogischen und humanen Mission haben sich einige Mitarbeiterinnen Casadenis in dem zwei Stunden entfernten und auf 3.400 m  hochgelegenen Andendorf Accoylla verschrieben. Das Dorf ist nur über eine Geröllstraße zu erreichen. Es wurde im August 2007 von einem Erdbeben nahezu vollkommen zerstört. Heute leben dort noch rund 350 Einwohner darunter etwa 70 Kinder unter primitivsten Verhältnissen: In kalten Steinhütten zusammen mit ihren Tieren, mit rationierten Wasservorräten, ohne medizinische Versorgung. Man bezahlt nicht mit Geld, sondern in Naturalien, die allerdings auf über 3.000m Höhe nur spärlich wachsen.

 

Allerdings haben die Menschen erkannt, wie wichtig Bildung für die Zukunft ihrer Kinder ist. Sie bauten eine Grundschule und schicken ihre Sekundarschüler täglich auf einen einstündigen Schulweg. Die Casadeni- Mitarbeiterinnen spielen und lernen mit den Jüngsten in einem kleinen Gemeindezentrum. Den Frauen zeigen sie das Nähen mit der Nähmaschine und sie besprechen mit ihnen Fragen zur Erziehung, Gesundheit , Hygiene – auch zu ihren Rechten, damit sie nicht alles unterwürfig ertragen, sondern Mut entwickeln, um sich gegenüber der Regierung zu artikulieren.

Innerhalb der letzten 15 Jahre kann das BLLV- Kinderhaus bemerkenswerte Erfolge vorweisen. Hunderte von Kindern wurden zu einem Schulabschluss geführt, haben gelernt zu schneidern, landestypische Musikinstrumente zu beherrschen, sich im traditionellen Kunsthandwerk zu üben, Theater zu spielen. Aber darüber hinaus noch mehr. Nänlich Selbstvertrauen zu gewinnen, ihre Persönlichkeit zu entwickeln, für ihre Rechte einzutreten und vor allem dem Teufelskreis bitterster Armut zu entfliehen.

 


Stolz auf sichtbare Erfolge

Dazu gehört zum Beispiel Freddy Tolero, 26 Jahre alt. Er hat vor einem Jahr sein Studium als Mathematiklehrer abgeschlossen und unterrichtet nun in den sechsten Klassen einer Grundschule. Seine Geschichte erzählt er in knappen Worten:

Als er 10 Jahre alt war, verschwand sein Vater plötzlich. Seine Mutter ging nach Lima und arbeitete als Hausmädchen. Deshalb musste er seine drei jüngeren Geschwister irgendwie durchbringen. Um Geld zu verdienen, verkaufte er Fische auf dem Markt. Zu seinem Glück wurde er in das BLLV- Kinderhaus aufgenommen. Casadeni wurde ihm schnell zum Zuhause. Hier bekam er nicht nur zu essen, Schulmaterial, Nachhilfe und psychologische Hilfe. Hier hat er vor allem gelernt, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Bereits in der Sekundarstufe engagierte er sich auf regionaler und nationaler Ebene für die Rechte von Kindern. Nach dem Schulabschluss studierte er das Lehramt. Und immer, wenn er von Casadeni angefordert wird, gibt er dort Kindern gerne Nachhilfeunterricht, um etwas von dem zurückzugeben, was ihm das Haus als Kind geschenkt hat.

Dankbar sind aber auch die Eltern. Ein Vater formuliert dies knapp und unpathetisch: „Wir sind arm. Aber wir haben ein großes Potenzial an Intelligenz. Die Regierung lässt uns allein. Zum Glück bekommen wir Hilfe aus einem fernen Land. Das gibt uns und unseren Kindern Hoffnung.“

 


Die Vision: Nachhaltige Finanzierung und Hilfe zur Selbsthilfe

Das BLLV- Kinderhaus hat ein hohes Ansehen und gilt in Ayacucho inzwischen als „Leuchtturm“ für wirksame Betreuungs- und Bildungsarbeit im Dienste der Ärmsten und Schwächsten. Casadeni gilt als Modell, weil sich seine pädagogische Konzeption und bauliche Anlage an europäischen Standards orientiert. Zurzeit werden von der Stadt  ähnliche Kinderhäuser eingerichtet. Mehrere Anerkennungsurkunden und sogar Preise erhielt Casadeni von unterschiedlichen Einrichtungen.

Einen stärkeren Beweis der Anerkennung kann man sich für das „PROJETO BLLV“, wie es in großen Lettern über dem Eingang steht, kaum denken. Das BLLV- Kinderhaus ist eine Gemeinschaftsleistung unzähliger Lehrer, Schüler, Eltern und großzügiger Unterstützer – wie die „Sternstunden“ des Bayerischen Rundfunks. Die Spenden aus Bayern sind sehr gut angelegt. Die Verantwortlichen vor Ort wirtschaften umsichtig, weisen jeden Soles in ihren Finanzbüchern akribisch nach und bestehen jede Finanzprüfung durch eine vereidigte Kanzlei.

 


Nachhaltige Hilfe ist dringend notwendig

Casadeni hat den Ehrgeiz, sich in einigen Jahren weitgehend selbst zu finanzieren. Dazu gehören vor allem laufende Personalkosten von ca. 60.000 Euro pro Jahr. Ein Teil dieses Finanzbedarfs könnte z.B. erwirtschaftet werden durch Kauf von Nähmaschinen zum Aufbau einer Schneiderei und durch die Einrichtung einer Bäckerei. Hier könnten Jugendliche vor allem einen Beruf erlernen. Dazu bedarf es jedoch weiterer 40.000 Euro.

 


Visionen der Direktorin Mariela Molinari

Zur Vision der Leiterin Mariela Molinari gehört auch die Aufstockung des Haupthauses für weitere Unterrichtsräume und die Einrichtung von Unterkünften für sexuell missbrauchte Mädchen. Entsprechende Baupläne – von der Stadt Gebühren frei genehmigt - liegen bereits vor.

Abschied von Casadeni rührt das Herz an. Die Kinder bilden einen großen Kreis, sie singen Abschiedslieder, viele treten vor, kleiden ihren Dank in Gedichte oder in eine kurze Rede. Es gibt viele Umarmungen und selbst gestaltete Schmuckkarten: „ Con mucho cariño, „Gracias por tu visita te esperamos pronto." Mit viel Liebe. Danke für Deinen Besuch. Komm bals wieder!"

 


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Konto Nr. 907 144 141
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Kinder gesehen im BLLV-Kinderhaus CASADENI in Ayacucho



Student, Kleinunternehmer, Musiker

Was wird eigentlich aus den Kindern im Kinderhaus in Peru?

Ein aktueller Bericht aus dem BLLV-Kinderhaus

1995 wurde mit der Unterstützung der BLLV-Kinderhilfe das Kinderhaus Casadeni in Ayacucho aufgebaut. Ayacucho liegt in der Gegend der peruanischen Anden, in der über 20 Jahre lang die maoistische Guerrillaorganisation ´Leuchtender Pfad’ und das Militär die Bevölkerung terrorisierten und einschüchterten. Viele junge Menschen fielen diesem Terrorkrieg zum Opfer. Seit 1992 ist Friede eingekehrt. Unmittelbar nach der Kapitulation der Guerilla begann unsere peruanische Partnerorganisation Wawacunamantaq in dieser eingeschüchterten und vernachlässigten Region Perus für die arbeitenden Straßenkinder ein Zuhause zu schaffen. Die BLLV-Kinderhilfe finanziert seitdem dank der Spenden der bayerischen Kollegen und vieler Schulen einen Großteil der Arbeit im Kinderhaus.

Über 1.000 Kindern konnte seither mit den Spenden aus Bayern geholfen werden – viele von ihnen haben es aus dem Elend des Lebens auf der Straße geschafft. Vor wenigen Wochen erreichte den BLLV eine CD aus Peru. Die Freunde aus dem BLLV-Kinderhaus in Ayacucho wollten uns zeigen, was aus den Straßenkindern geworden ist, die vor zehn Jahren im Kinderhaus Zuflucht und Unterstützung fanden.

Von der Straße an die Hochschule

In Casadeni haben sie gelernt, sich zu organisieren und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, berichtet Yesenia Chavéz Alarcón. Sie sprüht dabei vor Energie und lacht glücklich in die Kamera. In den Workshops zur Lebensorganisation begann sie, an sich zu glauben und Pläne und Ziele zu entwickeln, an denen sie sich orientierte: Die Schule wollte sie abschließen, studieren und nicht mehr auf der Straße arbeiten. Yesenia musste von Kindheit an arbeiten – Kaugummi und Süßigkeiten verkaufen auf der Straße, auf dem Markt. Die Straße war ihr Zuhause vor der Schule und nach der Schule. Zu lernen versuchte sie irgendwo in einer stillen Straßenecke – das wollte und wollte aber nicht gelingen. Wie sollte sie ihre Hausaufgaben machen ohne einen ruhigen Platz, ohne Tisch und ohne Geld für Stifte und Hefte? Und noch schlimmer – wie sollte sie ohne Bücher lernen? In Casadeni war das möglich, da gab es Bücher, da gab es Tische und Lehrer waren da, die ihr halfen, wenn sie die Aufgaben nicht verstand.

Heute studiert Yesenia Informatik an der örtlichen Uni. Um sich das Studium zu verdienen, arbeitet sie als Haushaltshilfe. Immer wieder strahlt sie und erzählt glücklich, dass sie Casadeni so viel verdanke. Durch Casadeni habe sie Boden unter den Füßen bekommen, sie habe Menschen kennen gelernt, die ihr halfen und so habe sie selbst angefangen, ihr Leben neu zu organisieren.

 

Ein Kleinunternehmer mit 19 Jahren

Oscar Quispe Soca kam im Alter von 12. Jahren in das Kinderhaus. Nach seinen wichtigsten Erfahrungen befragt, betont er immer wieder, in Casadeni habe er gelernt, die Menschen zu respektieren und Freundschaft zu erleben. Das Leben auf der Straße sei hart, sagt er. Es gehe ums Überleben – da bleibt nicht viel Zeit und Energie für Freundschaften und Rücksichtnahme. Als Kind habe er auf dem Markt gearbeitet als Lastenträger, als Verkäufer, als Schuhputzer. Später dann war er Schaffner in einem der Stadtbusse, die überfüllt die engen Straßen entlang rasen. Da wo es etwas zu verdienen gab, war Oscar, denn der Magen knurrte, wenn er kein Geld hatte, um sich etwas zu essen zu kaufen. In Casadeni da habe er vor allem die Musikworkshops geliebt - Musik und Tanz. Gelernt habe er im Kinderhaus, Verantwortung zu übernehmen. Er wurde zum Vorsitzenden der Organisation der arbeitenden Kinder in seinem Stadtteil gewählt – das war für ihn ein großer Vertrauensbeweis und eine ernste Herausforderung.

Geholfen haben Oscar vor allem auch die Lehrgänge für „Microempresas“ – Kleinstunternehmen. Heute hat er drei Motorräder, mit denen er Waren in der Stadt transportiert, bald wird er sich ein Auto kaufen, berichtet er stolz. Nebenbei studiert er Buchhaltung. Ja, Casadeni habe sein Leben verändert, resümiert er.

„Die Musik ist mein Leben geworden“

Juan Chacchi Huayanay sitzt nachts auf einer Bank im Zentrum als er interviewt wird. Der Straßenverkehr tobt um ihn herum. Leise spricht er in die Kamera, kaum verständlich. Die größte Freude seien die Musikworkshops gewesen. In Casadeni habe er Gitarre spielen gelernt. Die Musik habe sein Leben verändert – sie sei kein Hobby, sie sei eine Berufung. Heute spiele er regelmäßig in der Kirche. Er sei verheiratet und habe einen Sohn, dem er ein guter Vater sein wolle. Er wolle alles daran setzen, dass sein Sohn nicht auf der Straße arbeiten müsse. Zu Casadeni wolle er seinen Sohn auch mal schicken - denn könne er ein Instrument lernen und Freunde finden.

Selbstbewusst sitzt sie zwischen ihren Schuhen in einem Schuhladen im Herzen der Provinzhauptstadt: Marley Loajza Huarancay. Ihr einjähriger Sohn turnt auf ihrem Schoß herum, während sie ihre Lebensgeschichte erzählt. Mit ihrer Mutter habe sie auf der Straße Früchte und Gemüse verkauft, bevor sie zu Casadeni kam. Erst dort habe sie Selbstvertrauen bekommen. Besonders hätte sie die Sozialpädagogen von Casadeni auf ihrem Einsatz den die Zonen begleitet, in denen viele Straßenkinder arbeiten. Sie habe mit den Kindern und Jugendlichen gesprochen und selbst Führungsaufgaben übernommen. Heute arbeite sie im Schuhladen, studiert Betriebswirtschaft und Tourismus. Drei Jahre lang war sie in Casadeni – drei Jahre die ihr Leben grundlegend verändert haben.

 




Kinderarbeit – ein verdrängtes Problem


Das Kinderhaus des BLLV CASADENI in Ayacucho hilft arbeitenden Kindern, die in den Straßen der kleinen Provinzhauptstadt ihr Leben verdienen müssen. In Ayacucho schätzt man, dass etwa 600 bis 700 Kinder und Jugendliche arbeiten. Nach dem Gesetz dürfen Jugendliche in Peru erst ab dem 14. Lebensjahr arbeiten - allerdings nur mit der Erlaubnis der Eltern und mit besonderen Auflagen. Die Realität sieht anders aus.

Wer in Lima das Flugzeug verlässt und in die Hauptstadt fährt, beobachtet schon vom Auto aus viele Kinder und Jugendliche, die Lasten tragen, den Passanten allerlei Gegenstände und Nahrungsmittel verkaufen, mit einem kleinen alten Schuhputzkoffer nach Kunden Ausschau halten. Auch in Ayacucho begegnet einem das gleiche Bild: Kinder und Jugendliche als Schuhputzer am Stadtplatz, jugendliche Lastenträger in den Märkten und ein Heer von Kindern als ambulante Verkäufer. Aber das ist nur der Gipfel des Eisbergs. In unzähligen Restaurants und Bars und in besser situierten Familien arbeiten Mädchen jeglichen Alters. Sie putzen, waschen, kochen, spülen, bügeln, kaufen ein und passen auf die Kinder der Wohlhabenden auf. Auf dem Land unterstützen die Kinder schon früh ihre Eltern bei der Ernte oder bei dem Bewachen des wenigen Viehs.
 

Kinderarmut ist ein Skandal

Die gesetzlichen Forderungen und die Realität der Armut sprechen zwei verschiedene Sprachen: Familien mit vier, fünf und mehr Kindern und ein arbeitsloser Vater ohne soziale Absicherung, missbrauchte eingeschüchterte Mädchen, von den Männern verlassene Mütter mit ihren Kindern. Die Kinder müssen arbeiten, um zu überleben egal, ob das Gesetz ihnen Arbeit verbietet oder nicht.

Kinderarmut ist ein Skandal, Kinderarbeit ein Anschlag auf die Menschenwürde. In Lateinamerika hat Kinderarmut eine menschenverachtende Fratze. Dreckige, verwahrloste Kinder, die auf der Straße um das Überleben kämpfen durch Betteln oder Verrichten einfachster oft schwerer Arbeiten. Auch systematische Ausbeutung von Kindern in Minen und in Fabriken gibt es in Lateinamerika, allerdings nicht so extrem wie in manchen asiatischen Ländern.

Angeblich geht die Kinderarbeit in Lateinamerika zurück. Nach Untersuchungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) aus dem Jahr 2006 sank die Zahl arbeitender Kinder im Alter zwischen fünf und 17 Jahren weltweit um elf Prozent auf nunmehr 218 Millionen. Die Zahl derer, die bei gefährlichen Arbeiten ihre körperliche oder seelische Gesundheit gefährden, reduzierte sich im Vergleich zu 2001 um 26 Prozent auf 126 Millionen. 


Raum schaffen für ein würdevolles Aufwachsen

Dennoch ist Kinderarbeit überall präsent. Immer wieder stellen sich bei den international tätigen Kinderhilfsorganisationen Fragen wie: Sollen wir fordern, dass das Verbot der Kinderarbeit von nationalen Regierungen konsequent durchgesetzt wird auf die Gefahr hin, Kinder in noch tiefere Armut zu treiben und sie quasi zu kriminalisieren. Sollen wir Unterstützungsprogramme für arbeitende Kinder finanzieren, damit diese kostenlose Verpflegung, Unterkunft und Schulbildung erhalten, um nicht arbeiten zu müssen. Oder sollen wir den betroffenen Kindern und Jugendlichen helfen, in begrenztem Umfang menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu bekommen, um selbst ihr Leben finanzieren zu können.
 
Die BLLV-Kinderhilfe hat sich ähnlich wie die renommierte Kinderhilfsorganisation Terre des Hommes, mit der wir zusammenarbeiten, entschieden: Oberstes Ziel ist es, dass Kinder würdig und ihrem Alter angemessen erwachsen werden können. In kinderfeindlichen armen Gesellschaften müssen wir helfen, Räume zu schaffen, damit die Kinder, die ihren Lebensunterhalt selbst auf den Straßen verdienen müssen, Zuflucht, Anerkennung, Zuneigung und Unterstützung finden. Räume, die ein anderes Miteinander erlebbar machen als das raue, rücksichtslose und aggressive Leben auf der Straße. Räume, in denen zuverlässige, verantwortungsbewusste und einfühlsame  Erwachsene da sind und den langsamen Kontakt mit den von Misstrauen und Aggression oder Angst geprägten Kindern und Jugendlichen anbahnen. Räume, in denen konkrete Hilfe gegeben wird wie z. B. Hausaufgaben- und Nachhilfe, berufsausbildende Kurse, künstlerische Workshops und schlichtweg Platz und Frieden zum Spielen, Reden und Ausruhen.

Das BLLV-Kinderhaus in Ayacucho macht genau dies: Es schafft Raum, um Kinder wegzuholen aus dem täglichen Kampf ums Überleben auf den Straßen und oft auch in den Familien. Es schafft Raum, in dem die Kinder und Jugendlichen zur Ruhe kommen, Vertrauen schöpfen und konkrete Hilfe erhalten. Das Kinderhaus arbeitet in diesem Sinne nicht karitativ. Niemand erhält hier Geld oder kostenlos Nahrungsmittel oder Schulbücher. Die Kinder erhalten Anerkennung, Interesse und konkrete Hilfen, um langfristig ihre Lebenssituation zu verändern.
 

Das Kinderhaus und die Kinderrechtskonvention der UN

Das BLLV-Kinderhaus orientiert sich  an der Kinderrechtkonvention der UN. 1989 verabschiedete die UNO nach jahrzehntelangem Ringen um einen international anerkannten Text die Kinderrechtskonvention. Sie wurde zwar von zahlreichen Staaten anerkannt, aber in den meisten Ländern ist sie nicht umgesetzt. Weltweit ist in den letzten Jahren aber eine Bewegung der arbeitenden Kinder entstanden, die intensiv die Rechte der Kinder diskutiert und sie einfordert. Die Kinder und Jugendlichen beziehen sie auf ihre konkrete Lebenssituation und versuchen auf ihre Rechte aufmerksam zu machen.

Auch das BLLV-Kinderhaus in Ayacucho ist Teil der Bewegung der arbeitenden Kinder in Peru. Über die Einforderung der Rechte gegenüber Behörden und Arbeitgebern hinaus geht es vor allem auch um gegenseitige Unterstützung und Solidarität, um Aufklärung und gemeinsames Lernen. Die Beschäftigung mit der Kinderrechtskonvention gibt den Kindern und Jugendlichen Sicherheit. Sie werden sich bewusst, dass sie einen Anspruch auf eine würdige Behandlung haben. Und sie lernen gemeinsam, sich gegenseitig mit Respekt und Solidarität zu begegnen. Die Mitarbeiter im Kinderhaus selbst schulen sich systematisch in diesen Themen.

Die BLLV-Kinderhilfe unterstützt die Kinderrechtsbewegung, weil sie daran glaubt, dass Kinder ein Recht auf würdevolle Behandlung haben. Unterstützen Sie unser BLLV-Kinderhaus in Ayacucho. Wir brauchen Ihre Hilfe!

 


 


Kinderkalender aus dem BLLV-Kinderhaus

 

 


                           Der Aufstellkalender kostet 5 € plus Versandkosten. Zur Bestellung

 

 

Bildung braucht Lehrer!

Service für Referendare

Für Referendare, die im September 2010 das Referendariat antreten, bietet der BLLV Vorbereitungsworkshops an. Hier finden Sie weitere Informationen.

Regelmäßig hospitieren junge Lehramtsstudenten im Rahmen des internationalen BLLV-Praktikumsprogramms im Kinderhaus in Peru.

Spendenkonto

BLLV-Kinderhilfe
Sparkasse München
BLZ 70150000
Konto 907144141

Nur mit Hilfe regelmäßiger Spenden kann die BLLV-Kinderhilfe die Kinderrechtsarbeit im BLLV-Kinderhaus in Peru decken. Keine Abzüge für Verwaltung. Helfen Sie mit! Werden auch Sie Förderer!

Kinderrechtskonvention der UN

Kinder haben ein Recht auf

1. Gleichbehandlung
2. Name,Staatsangehörigkeit
3. Gesundheit
4. Bildung und Ausbildung
5. Freizeit, Spiel, Erholung
6. Informationsfreiheit
7. Schutz vor Gewalt
8. Sofortige Hilfe in Notlagen
9. Familie, Fürsorge
10. Betreuung bei Behinderung 

Die Kinderrechte im Wortlaut