Was Schulen zur Integration von Flüchtlingen brauchen

Die Forderung des BLLV an die Politik

 

Die Integration von Flüchtlingen ist für Bayerns Schulen eine Herausforderung, für die sie bislang unzureichend gerüstet sind. Woran es hakt und welche Hilfen nötig sind, beschreibt das einstimmig verabschiedete Positionspapier.

 

Aus der Sicht des BLLV kommt den Schulen bei der Integration von Flüchtlingen eine Schlüsselrolle zu. „Schulen sind vermutlich die einzige Institution, in der Flüchtlingskinder und deutsche Kinder über Jahre im täglichen Kontakt stehen. Schulen sind deshalb einerseits der zentrale Ort für die Bildung und Integration von Flüchtlingen. Sie sind andererseits gesellschaftliches Vorbild und Lernfeld für ein friedliches und menschliches Miteinander“, heißt es in dem Positionspapier.

 

Ob es gelingt, die Flüchtlinge mittel- und langfristig in die Gesellschaft zu integrieren, hänge aber ganz wesentlich auch von der Schule ab. „Es muss gelingen, dass so viele Ressourcen zur Verfügung stehen, dass eine nachhaltige Integration der vielfach traumatisierten Kinder und Jugendlichen möglich ist.“, betont der Landesvorstand im Positionspapier. „Und es muss gelingen, dass deutsche Eltern in den Maßnahmen für die Integration der Flüchtlingskinder keine Benachteiligung ihrer eigenen Kinder sehen.“

 

Der BLLV fordert deshalb die umgehende Bereitstellung von ausreichenden Mitteln zur Beschulung der Flüchtlingskinder für Oktober bis Dezember 2015. Für den Nachtragshaushalt 2016 fordert der BLLV mindestens zusätzliche 125 Millionen Euro.

 

Warum sind diese Mittel dringend notwendig?

Die zusätzlichen Gelder werden gebraucht für:

  • Sicherung der Schulpflicht von Flüchtlingskindern
  • Ausweitung des Islamischen Unterrichts
  • Schulleitungen: Anrechnungszeit erhöhen, um Unterrichtsausfall von Schulleitern zu vermeiden
  • Aus-und Fortbildung von Lehrer/innen im Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ) ausweiten
  • Zahl der Übergangsklassen ausbauen
  • Zusätzliche Unterstützung („Task Force“) für Regelklassen
  • Maßnahmen zur Personalgewinnung einleiten
  • Fachkräfte, die Flüchtlingskinder an den Schulen in den ersten Tagen separat betreuen
  • Pädagogische Hilfen und Unterrichtsmaterialien für Lehrer/innen Supervision für Lehrer/innen
  • Verstärkter Einsatz von Psycholog/innen
  • Einrichtung von Clearingstellen zur Zuweisung von Flüchtlingen auf geeignete Bildungsorte
  • Einsatz von multiprofessionelle Teams
  • Alternative Unterkünfte anstelle von Turnhallen
  • Vorhandene Ressourcen frei machen und Lehrkräfte und Schulleitungen von Verwaltungsaufgaben entlasten

 

» Das Positionspapier im Wortlaut

 

Mehr zum Thema:

» Themenseite Flüchtlinge

 

 

 

Suche

Im Blickpunkt

Reformkonzept

Kinderhaus Casadeni

Services/Hilfe

Seminare für angehende Referendare

Sie beginnen im Februar das Referendariat? Dann kommen Sie zu unseren Ref-Check-Seminaren! Weitere Informationen

Downloads

Flüchtlinge als Unterrichtsthema