BayKiBiG 2

Reform der Ausbildung für Erzieherinnen

Forderung:

  • Umwandlung der Erzieherinnenausbildung durch die Aufnahme eines Bachelor-Studienganges in das Hochschulrahmengesetz
  • Erweiterung des Studienganges zum Master-Abschluss
  • Anerkennung der Ausbildung an Fachakademien und Fachschulen der bisher Tätigen als Grundmodule im modularen Ausbildungssystem
  • Höherqualifizierung der bisher Tätigen durch die Vergabe von Credits für Fort- und Weiterbildungen an Fachakademien, Fachhochschulen und Weiterbildungseinrichtungen, die zu einem Bachelor führen

Begründung:

Die Anforderungen an die pädagogische Arbeit mit Kindern zwischen 0 und 12 Jahren ist höher als die an die Arbeit mit Jugendlichen und Studierenden.

Frühe Bildung ist unverzichtbar. Förderung der Bildung und zugleich ein Ausgleich von sozialen, geschlechtlichen, ethnischen und körperlichen Benachteiligungen ist in vorschulischen und schulergänzenden Einrichtungen und Arbeitsfeldern zu leisten.

Die zunehmende Individualisierung der Lebensverhältnisse, die wachsende Heterogenität der Klientel, ökonomische und Beziehungsbrüche in den Familien, erfordern inhaltliche und strukturelle Veränderungen, der die bisherige Ausbildung nicht gerecht werden kann.

Die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern, deren Beratung auch hinsichtlich der Erziehungskompetenz, bedarf dringend der gesellschaftlichen und fachlichen Aufwertung um Glaubwürdigkeit herzustellen.

Die Kooperation von Jugendhilfe und Grundschule, die von Erzieherinnen mit den universitär ausgebildeten Grundschullehrerinnen, erfordert eine Gleichwertigkeit in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit der beiden Bildungsbereiche.

Die Angleichung der Erzieherinnenausbildung auf europäisches Niveau garantiert die Konkurrenzfähigkeit des elementaren Bildungsbereichs und die freie berufliche Entfaltung im europäischen Ausland für Erzieherinnen.
Der Bedarf an Erzieherinnen, durch die Überalterung der im Beruf stehenden und den geplanten Ausbau von Horten, anderen schulergänzenden Einrichtungen und Kinderkrippen, wird steigen.
Die Konkurrenzfähigkeit von Erzieherinnen mit den universitär ausgebildeten sozialpädagogischen Fachkräfte in der Jugend- und Behindertenarbeit sowie im Arbeitsfeld der Hilfen zur Erziehung ist zu verbessern.

Durch die Gleichstellung der Frauenberufe kann dem Gleichstellungsauftrag der EU für alle gesellschaftlichen Bereiche und die damit verbundene gesellschaftliche und ökonomische Aufwertung eines Arbeitsfeldes, das alle weiteren Bildungs- und Entwicklungswege zugrunde legt entsprochen werden.

Die Öffnung und Flexibilisierung der bisherigen Ausbildung, die in der Sackgasse endet, hin zu mehr Aufstiegschancen, in andere soziale Berufsfelder oder die Forschung und Lehre eröffnet Erzieherinnen die Chance zu lebenslangem Lernen.

Qualitätsmanagement und Effektivität werden zunehmend auch von den Einrichtungen der öffentlichen und privaten Kinder- und Jugendhilfe gefordert. Dafür ist die zweijährige schulische Ausbildung der Erzieherinnen bei weitem nicht ausreichend.

Sigrid Hepting, Leitung der Fachgruppe Sozialpädagogik/Forum Kindertagesstätten

 

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