S.O.S. Hauptschule

 

Eine BLLV-Initiative zur Verbesserung der Situation der Hauptschule

Nach der Einführung der sechsstufigen Realschule nahm der Schülerverlust und der Ansehensverlust der Hauptschule bei Eltern und den Unternehmen so rapide zu, dass der BLLV im Winter 2004/2005 die Aktion S. O. S. Hauptschule initiierte.

Diese Aktion startete mit einem Fachsymposium am 30. April 2005, das mit herausragendenden Experten besetzt war, u. a. mit der Chefin des Instituts für Arbeitsmarktforschung, Prof. Dr. Jutta Allmendiger, und Andreas Schleicher, Chef der PISA-Studien der OECD.

Die Aktion fand großes öffentliches Echo. Eine Folge: Die zweite Stufe der Hauptschulreform wurde von Kultusminister Siegfried Schneider im Jahre 2007  bekannt gegeben. Sie nimmt wesentliche Vorschläge des BLLV auf. Dennoch bleiben Zweifel, ob die Entwicklung zu Lasten der Hauptschule noch zu stoppen ist - insbesondere da nicht die notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt werden.


Streit um die Zukunft der Hauptschule und die Einführung der R6

In den 90er Jahren attackierte der BLLV scharf die Einführung der R6. Die Argumente: Entlastung des Gymnasiums, Stärkung der Hauptschule, pädagogische Ruhe und keine Kosten wurden vom BLLV als unrealistisch bezeichnet. Der Konflikt kulminierte in dem Volksbegehren "Die bessere Schulreform", das der BLLV und seine Verbündete verloren.

Dennoch: Die Arumente des Pro und Contra bleiben auch in der Rückschau interessant. Allerdings alle, die die bayerische Bevölkerung und die bayerischen Politiker argumentativ getäuscht haben, haben ihre schulpolitische Verantwortung bereits an den Nagel gehängt. Schade, denn ihre Meinung heute zu ihren öffentlichen Äußerungen wäre durchaus von Interesse. 

Die Zitate von damals

 


Bildung braucht Lehrer!

Service für Referendare

Für Referendare, die im September 2010 das Referendariat antreten, bietet der BLLV Vorbereitungsworkshops an. Hier finden Sie weitere Informationen.

Interkulturelle Erziehung

Globalisierung und Migration prägen die Gesellschaften des 21. Jahrhunderts. BLLV- Position zur inter- kulturellen Erziehung.

GRUNDLAGEN DER BLLV-POLITIK

Über 500 Vertreter/innen der Lehrer und Erzieher in Bayern entscheiden alle vier Jahre über die Leitlinien der BLLV-Politik.

Nachgelesen

Der BLLV warnte bereits im Jahr 1995 vor den fatalen Auswirkungen einer möglichen Einführung der R6 auf die Schulstruktur in den ländlichen Regionen in Bayern.  Wie wurde damals eigentlich argumentiert?

SCHULE AM ORT

Wohnortnahe Schulen entscheiden über die Wahl des Wohnorts junger Familien. Regionale Schulentwicklung ist ein Standortfaktor.