Willkommen auf der Seite der Fachgruppe Schulleitung im BLLV
Schulleiterinnen und Schulleiter haben in der Schule eine Schlüsselrolle inne. Ihr Anspruch ist es, Schule kreativ zu gestalten und zu einer von Eltern, der örtlichen Öffentlichkeit und Kollegen anerkannten und geschätzten Einrichtung zu machen. Qualitätssicherung, Teambildung, Personalführung sind selbstverständliche Aufgaben des Schulleiters und der Schulleiterin.
Allerdings sieht die Realität anders aus. Schulleiter sind in erster Linie Lehrerersatz und Verwaltungsfachkräfte. Die Zeit für Führungsaufgaben im Sinne von Management und Innovation steht nicht zur Verfügung. Im Gegenteil: Der zunehmenden Krise der Schule wird von der Schulverwaltung begegnet mit erneuter Bürokratie und Durchhaltenparolen.
Der BLLV setzt sich deshalb für bessere Arbeitsbedingungen der Schulleiter ein. Allerdings ist offensichtlich die politische Handlungsbereitschaft begrenzt. Aus diesem Grunde hat der BLLV die Aktion Rotstift initiiert. Ziel ist es, die Eltern über die Belastungen in der Schule offensiv zu informieren und ihren Unmut auf die eigentlich Verantwortlichen zu lenken.
Schulleiterinnen und Schulleiter stehen zu ihrer Verantwortung und sie machen mit enormen Aufwand das Menschenmögliche, damit ihre Schule akzeptiert und geschätzt wird. Allerdings wird sich die Fachgruppe Schulleitung nicht einreihen in die Politikerprosa, die eine Schulleitung zeichnet und fordert, die wenig mit der Alltagsrealität zu tun hat. Unsere Aufgabe ist es, auf die gravierenden Missstände in den Arbeits- und Führungsbedingungen der Schulleitung in Bayern hinzuweisen.
Schulentwicklung und Schulleitung in Bayern
Warum ohne Stärkung der Schulleitung keine Schulentwicklung möglich ist
(Beschluss des BLLV-Landesausschusses vom 20. März 2010)
Heutige Schulleitung steht in einem scheinbar unauflösbarem Dilemma: Die Schulpolitik fordert von der einzelnen Schule ein Mehr an Innovation, höhere Eigenverantwortung und Effizienz des Unterrichts. Sie delegiert darüber hinaus zusätzliche Aufgaben an die einzelne Schule mit erheblichem Verwaltungsaufwand. Gleichzeitig sorgt sie jedoch nicht für die notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen, um diesen zusätzlichen Aufgaben gerecht werden zu können, ganz zu schweigen von dem Anspruch, aus sich heraus kreativ und innovativ zu werden.
›Schulentwicklung und Schulleitung in Bayern
Warum ohne Stärkung der Schulleitung keine Schulentwicklung möglich ist
(Beschluss des BLLV-Landesausschusses vom 20. März 2010)
›BLLV-Befragung von Schulleitungen 2010 an bayerischen Grund-, Haupt- und Förderschulen
(ausgewählte Ergebnisse)
Resolution zu Schulleitungen
Mehr Eigenverantwortung
angemessene und rasche Übertragung der Stellenanhebung auf die Schulleitungen
mehr Zeit für pädagogisches Führungshandeln
- Einstimmiger Beschluss des BLLV-Landesausschusses vom 28. November 2009 -
Die Kienbaum-Untersuchung stellte bereits im Jahr 1995 (!) fest, dass die Anrechnungsstunden für Schulleitungen an Grund-, Haupt- und Förderschulen im Vergleich mit anderen Schularten unzureichend sind. Seither kamen viele neue Aufgaben ohne adäquaten Ausgleich hinzu:
Schulleitung innovativ
Warum Schulleitungen Motor der Schulentwicklung sind
Fachanhörung des BLLV 28. April 2009
Der radikale gesellschaftliche Umbruch geht nicht spurlos an der Schule vorbei. Der Veränderungsdruck auf die Schule steigt – das beginnt bereits in der Grundschule. Gleichzeitig aber spüren wir, dass Megasysteme wie die Schule nicht mehr zentralistisch zu organisieren sind. Die aktive Gestaltung der Schule vor Ort wird zunehmend zu einer der zentralen Aufgaben der einzelnen Schule und damit der Schulleitung. Hier liegt eine bedeutende bildungspolitische Herausforderung des 21. Jahrhunderts.
Allerdings wird es ohne Schulleiter keine Schulentwicklung und keine Innovation geben. In der Schulleitung liegt der Schlüssel zu einer neuen modernen Schule. Dies haben fast alle Wissenschaftler erkannt und fast alle Politiker bekennen sich zu dieser Sichtweise. Nur es fehlen realistische Konzepte und Ressourcen. Visionen allein reichen nicht.
Auf der Fachanhörung Schulleitung innovativ wurde das Beispiel eines Grundschulleiters aus New Zealand aufgezeigt, rechtliche Aspekte einer konsequenten Verlagerung der Entscheidungskompetenzen an die einzelne Schule beleuchtet und Erfahrungen in NRW mit selbstständiger Schule aus Sicht der Schulleitung diskutiert.
Vorträge / Präsentationen der Referenten
Die Rolle der Schulleitung in New Zealand
Shawn Gielen, Schulleiter aus New Zealand
Schulaufsicht und Schulentwicklung - die neue Rolle der Schulleitung in einer selbständigen Schule aus juristischer Sicht
Prof. Dr. Hans Peter Füssel, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung Berlin
Schulentwicklung - eine Aufgabe für die ganze Schule
Theresa Röhrich, Dortmunder Akademie für pädagogische Führungskräfte
Berufsbild Schulleitung – Konsequenzen für die Leitungszeit
Das Steuerungsmodell von Schule ist im Umbruch. Noch bis vor wenigen Jahren waren die Entscheidungsbefugnisse für die einzelne Schule im Bereich der Grund-, Haupt- und Förderschulen gering. Unter dem Begriff der Einheitlichkeit der Schulversorgung wurden Inhalte und Verwaltungsanforderungen zentral definiert. Die zukünftigen Steuerungsmodelle sehen anders aus: In der Schule vor Ort werden viele Entscheidungen zu fällen sein. Wann soll dies jedoch gemacht werden? Welches Berufsbild von Schulleitung steckt dahinter? Die Positionen des BLLV ...
Bildung braucht Lehrer!
Service für Referendare
Für Referendare, die im September 2010 das Referendariat antreten, bietet der BLLV Vorbereitungsworkshops an. Hier finden Sie weitere Informationen.


