BILDUNGSPOLITIK

Münchner Fachkongress zu „Kita- und Schulverpflegung gemeinsam voranbringen“

Qualität gesunder Ernährung durch Leitlinien für Kita- und Schulverpflegung sichern

Die Mahlzeit in Kindertagesstätten und Schulen ist auch Bildungszeit. Ein ausgewogenes Mittagsessen beeinflusst das Essverhalten von Kindern, deren Wertschätzung gegenüber Lebensmitteln sowie zuletzt auch ihre Esskultur. Die neuen „Bayerischen Leitlinien Kita- und Schulverpflegung“ sollen eine Grundlage zur alltagstauglichen Umsetzung einer qualitätsvollen und wirtschaftlichen Verpflegung sein. Zu deren Vorstellung und Umsetzung trafen sich Experten und Anwender im Rahmen des Fachkongresses „Bayerische Leitlinien – Kita- und Schulverpflegung gemeinsam voranbringen“ im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.  

„Mit den bayerischen Leitlinien Kita- und Schulverpflegung wollen wir die Umsetzung einer gesunden und ökonomisch sinnvollen Ernährung an unseren Bildungseinrichtungen lediglich beschreiben und nicht vorschreiben“, so Hubert Bittlmayer, Ministerialdirektor des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, „wir wollen Genuss, Freude und Werte damit gleichzeitig verbinden“. Dabei bilden folgende vier Leitgedanken das Fundament für die Leitlinien: „Gedanken zur Gesundheit, zur Wertschätzung, zur Nachhaltigkeit und zur Wirtschaftlichkeit“, so der Ministerialdirektor. Grundlage für die bayerischen Leitlinien stellt der Qualitätsstandard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung dar.  

Der Fachkongress zur Umsetzung der Leitlinien für Kita- und Schulverpflegung. (Foto: Johanna Wellie)
Ministerialdirektor Bittlmayer bei der Eröffnung des Fachkongresses. (Foto Johanna Wellie)

Die Leitlinien sollen dem Personal vor Ort konkrete Orientierungshilfe bieten, wie sie als Träger, Küchenleiter, Kita- und Schulleiter die oben genannten Leitgedanken alltagstauglich und praxisorientiert umsetzen können. Dabei werde bewusst versucht Wunsch und Realität in Einklang zu bringen, indem die Leitlinien zum Beispiel. eine offene Kommunikation mit den Eltern beschreibe. Weiterführende konkrete Unterstützung geben die acht Vernetzungsstellen Kita- und Schulverpflegung sowie die Fachstellen am Kompetenzzentrum für Ernährung (www.KErn.bayern.de). Dabei reichen deren Fortbildungs- angebote von individuellen Coachings über Fachtagungen bis hin zum informativen Onlineportal (www.schulverpflegung.bayern.de oder www.kitaverpfelgung.bayern.de).

„Wenn alle Beteiligten motiviert sind, die Schulverpflegung zu optimieren, ist das der Schlüssel zum Erfolg“, so Diplom-Sozialpädagogin  Kariane Höhn in ihrem Beitrag zum Verpflegungsleitbild an Kitas und Schulen.  

Prof. Ulrike Arens-Azevedo bei der Vorstellung von Kosten der Kita- und Schulverpflegung (Foto: Johanna Wellie)

„Qualitätsansprüche haben ihren Preis. Deshalb können Kita- und Schulverpflegung ganz unterschiedlich organisiert sein, von der Eigenbewirtschaftung der Mensa bis hin zur Warmanlieferung der Speisen“, so Ann-Katrin Hillenbrand vom Kompetenzzentrum für Ernährung. Hierzu zeigte Prof. Ulrike Arens-Azevedo auf, auf welch unterschiedliche Art sich der Preis des Mittagessens zusammensetzen kann und wie sich verschiedene Qualitätsanforderungen auswirken können. Desweiteren erörterten Praktiker und Theoretiker der Kita- und Schulverpflegung die den Leitlinien entsprechenden Anforderungen an das Speiseangebot, die rechtliche Verankerung von ökologischen sowie sozialen Kriterien bei der Ausschreibung und im Zuge des Vergabeverfahrens an sich.   Autor: Amadeus Hiltl, Pressereferent MLLV  

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