Schwäbischer Lehrertag


Herzliche Einladung zum 27. Schwäbischen Lehrertag unter dem Motto

Digital und medienkompetent für die Lebenswelt 4.0?


Termin: Samstag, 21. Oktober 2017 von 9 Uhr bis 15:30 Uhr

Ort: Leonhard-Wagner-Mittelschule, Breitweg 16a, 86830 Schwabmünchen

 

Hauptvortrag zum Thema

"Digital und medienkompetent für die Lebenswelt 4.0? -
Soziale Netzwerke: Die (un-)heimlichen Miterzieher unserer Kinder"
von Matthias J. Lange 

 

und 40 Workshops - aus der Praxis für die Praxis


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

digital und medienkompetent für die Lebenswelt 4.0 ?? - unter diesem Motto steht der 27. Schwäbische Lehrertag am 21. Oktober 2017 in SCHWABMÜNCHEN, zu dem wir Sie ganz herzlich einladen. Unterstützt wird der Lehrertag vom Domino Verlag und der Stiftung LERNEN der Schul-Jugendzeitschriften FLOHKISTE/floh.

Zum Inhalt des Hauptvortrags von Matthias J. Lange: Ein Blick auf die Website von Matthias J. Lange und das Angebot seiner Vorträge zeigt, wie sich die Wirklichkeit unserer Schüler und der (zukünftigen) Erwachsenen geändert hat und welche Chance und Risiken in der Digitalisierung unseres Alltags liegen:

  • Soziale Netzwerke - die (un-)heimlichen Miterzieher unserer Kinder- Chancen und Risiken von Facebook, Twitter und Co.
  • Videospiele: neue Leitkultur oder Fluch der Familien? Der richtige Umgang mit Videospielen
  • Gefahr erkannt, Gefahr gebannt - der richtige Umgang mit dem Smartphone
  • Big Data - Herausforderung im 21. Jahrhundert - Was passiert mit unseren Daten?
  • Cloud Computing - Herausforderung und Chance für neues Arbeiten
  • Visuelle Präsentation- Wie muss ein Vortrag dramaturgisch und visuell aufgebaut sein?
  • Das digitale Erbe- Wie werden die Daten richtig vererbt?
  • Früher vom Film zum Spiel - heute vom Spiel zum Film - Neue Trends bei Videogames
  • Richtig bloggen - Blogs als Mittel der Kommunikation
  • Wirtschaft im Internet- So funktioniert das Einkaufen im Netz und welche Geschäftsmodelle gibt es?

 

Alles Themen, die vor zehn, zwanzig Jahren kaum oder gar nicht präsent waren. Die aber Thema der Schule sind bzw. im Leben der Schülerinnen und Schule auftauchen werden. Matthias J. Lange war Chefredakteur der 3D-Zeitschrift Creative Live und der MACup, der einst ältesten Mac-Zeitschrift Europas. Anschließend war er bei Reed Business Information Chefredakteur des Fachmagazins DIGITAL PRODUCTION und Projektleiter des animago AWARD. Lange ist vielfacher Buchautor und zudem Lehrbeauftragter an verschiedenen Stiftungen, Fachhochschulen und Universitäten sowie Dozent für die Ministerialverwaltung des Freistaates Bayern. Mehr unter: http://www.redaktion42.de

 

Mit 40 Workshops bietet der Lehrertag wieder eine große Fülle an Angeboten. DANKE an alle Referentinnen und Referenten. Der kompetenzorientierte LehrplanPLUS für die Grundschule ist nun in allen vier Jahrgangsstufen umgesetzt, die Einführung, der LehrplanPLUS für die Mittelschule ebenfalls zum neuen Schuljahr 2017/18 in der Umsetzung. Viele Workshopangebote greifen die Themen digitale Bildung und Medienkompetnz auf ebenso wie die fachliche Weiterentwicklung im Sinne von Vorbereitung auf die Lebenswelt 4.0

 

Wie in den vergangenen Jahren stellt mit mehreren Workshops das Angebot für die Fachlehrkräfte EG einen Schwerpunkt des Lehrertagsprogramms dar. Das Rahmenprogramm bildet – wie gewohnt - eine große Ausstellung aller bedeutenden Schulbuchverlage, denen ich ganz herzlich für Ihr Mitwirken danke. Ein besonderer Dank gilt der Mittelschule Schwabmünchen für die vielfältigen Vorbereitungsarbeiten vor Ort, das Mittagessen und die Kinderbetreuung. Für das große Engagement während der Gesamtkoordination danke ich ganz herzlich dem Team um unsere Geschäftsführerin Frau Petra Müller und vielen weiteren Helfern, die mir bei der Vorbereitung dieses Lehrertags sehr hilfreich zur Seite stehen und unserem Webmaster Christian Gerhart, der die online-Anmeldung ermöglicht hat. Und nicht zuletzt ein Dank an Herrn Günther Brinek vom Domino Verlag, der diesen Lehrertag wie schon seit vielen Jahren maßgeblich unterstützt. 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich freue mich, Sie am 21. Oktober 2017 zum 27. Schwäbischen Lehrertag in Schwabmünchen begrüßen zu dürfen.

 

Mit herzlichen Grüßen

Dr. Ansgar Batzner, Referent für Berufswissenschaft im BLLV Schwaben



 

Programm mit ausführlicher Workshopbeschreibung demnächst

Wegbeschreibung mit Anfahrsskizze


Zur Anmeldung

demnächst hier


(Es finden alle Workshops statt, für die sich bis zum
13.10. min. 8 Teilnehmer/innen gemeldet haben.)

 

 

 

 

Lehrertag 2016 - ein Rückblick

- Einander stärken, Sachen klären -


Unter diesem Motto stand der diesjährige schwäbische Lehrertag am 23. April in Schwabmünchen. Dem Organisator, Dr. Ansgar Batzner, war es einmal mehr gelungen, mit Gerald Möhrlein einen Experten für ein brandaktuelles Thema, nämlich den Umgang mit traumatisierten Jugendlichen, für den Hauptvortrag zu gewinnen. Mit 47 angebotenen Workshops und einer sehr umfangreichen Ausstellung von Lehr- und Lernmitteln, kamen die zahlreichen Besucher voll auf ihre Kosten.

 

Eröffnung durch Gertrud Nigg-Klee

Die schwäbische Bezirksvorsitzende, Gertrud Nigg-Klee, freute sich sichtlich über die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer  und konnte zahlreiche hochrangige Gäste aus Politik und Schulverwaltung begrüßen, darunter die Mitglieder des bayerischen Landtages, Carolina Trautner von der CSU und Thomas Gehring von Bündnis90 / Die Grünen. Sie bedankte sich bei Dr. Ansgar Batzner und Geschäftsführerin Petra Müller für die Organisation des Lehrertages und beim Team von Frau Wessel von der Leonhard-Wagner-Mittelschule Schwabmünchen, die auch in diesem Jahr wieder perfekte Gastgeber des Lehrertages waren. Ein großer Dank ging auch an den Domino Verlag und den BLLV Wirtschaftsdienst für die Unterstützung des Lehrertages.  Nigg-Klee ging auf die aktuelle Situation an Bayerns Schulen ein, die von der Herausforderung geprägt ist, zahlreiche  junge Flüchtlinge zu integrieren und schulisch zu fördern. Sie verwies auch auf die Bemühungen der bayerischen Staatsregierung in diesem Bereich, die eigens dafür 160 Millionen Euro im Nachtragshaushalt für die schulische Versorgung der Flüchtlinge bereitgestellt hat. Hier gilt es, laut Nigg-Klee, schnell, sinnvoll und flexibel zu handeln. Die Vorsitzende mahnte aber auch an, andere wichtige Themen wie Inklusion oder den Ausbau der Ganztagesschulen nicht aus den Augen zu verlieren. Sie betonte auch die - nicht zuletzt dank des BLLVs - erreichten Erfolge, die funktionslose Beförderung betreffend. Allein im Jahr 2016 sind zwei Beförderungsrunden geplant, die erste davon für 1500 Kolleginnen und Kollegen zum 1. Juli. In diesem Zusammenhang wies Gertrud Nigg-Klee auf die bevorstehenden Personalratswahlen hin und rief dazu auf, die Fachleute des BLLVs auf allen Ebenen der Personalratswahlen nach Kräften zu unterstützen.

 

Hauptvortrag

Der diesjährige Hauptvortrag mit dem Thema „Traumatisierte belastete Kinder und Jugendliche in der Schule-was tun?“ wurde von Dipl.Päd. Gerald Möhrlein von der Universität Würzburg gehalten. Möhrlein ist Studienrat im Förderschuldienst, Fachpädagoge für Psychotraumatologie und Leiter des Projekts SchulCHEN. Außerdem ist er als Lehrbeauftragter am Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Universität Würzburg und als Dozent beim Wieslocher Institut für systematische Lösungen tätig.

Er legte zu Beginn seiner Ausführungen dar, dass das Thema Traumatisierung immer wieder an Schulen präsent ist. Bei einer Befragung gaben 90 % der Lehrkräfte an, schon mit dem Thema konfrontiert worden zu sein. Eine posttraumatische Belastungsstörung ist im Kindesalter so häufig wie ADHS. Traumatische Erfahrungen werden von den meisten Menschen aber in guter Weise verarbeitet. Kinder sind einem wesentlich höherem Risiko ausgesetzt: 50 bis 70 % der Kinder mit häuslicher Gewalterfahrung leiden unter posttraumatischen Belastungsstörungen. Traumatisierung bedeutet immer eine Verletzung der Seele mit den Folgen Angst, Hilflosigkeit und Kontrollverlust. Möhrlein stellte verschiedene Arten der Traumatisierung und unterschiedliche Traumatisierungsmodelle vor. Eine Traumatisierung verläuft in drei Phasen: Die traumatische Situation mit der Notfallreaktion (Schockreaktion)  gefolgt von der Verarbeitungsphase und  der Erholungsphase. Gelingt die Verarbeitung nicht, führt dies zu einem traumatischen Prozess mit weitreichenden Folgen. Eine alleinige Bewältigung ist nicht mehr möglich. Das Umfeld bestimmt den Prozess der Heilung. Bei Missachtung bzw. Ignorieren durch die Umwelt kann die traumatisierte Erfahrung nicht verarbeitet und integriert werden. Als Traumafolgen und mögliche Symptome nannte Möhrlein anhaltende Erinnerungen und Wiedererleben, Vermeidung aller Umstände (Antriebslosigkeit), Übererregungssymptome, Trigger (Auslöser), Flashbacks (unmittelbares Wiedererleben), Intrusion (starke Erinnerung an damals), Reinszinierung und Retraumatisierung. Belegt und erklärt wurde all dies mit Erkenntnissen der Hirnforschung. Der letzte und wichtigste Teil des Vortrags beschäftigte sich mit der Frage, was kann die Lehrkraft tun. Möhrlein nannte eine ganze Liste von guten Möglichkeiten, wie Lehrkräfte durch ihr Handeln dazu beitragen können, die Folgen zu lindern: Körperliche Stabilisierung, liebevolle Gestaltung der Lebenswelt, stabile soziale Beziehungen, soziale Einbindung, allgemeine Kompetenzen, erfolgreiche Krisenbewältigung, wecken individueller Ziele und Interessen, ermöglichen von Erfolgserlebnissen, Humor, positive Lernatmosphäre, positive Verstärkung, Lob, Ermutigung, gemeinsamer Beginn und Abschluss, Selbstwirksamkeit und Partizipation und noch viele weitere Maßnahmen, die nicht nur auf traumatisierte Kinder und Jugendliche positiven Einfluss haben, wurden genannt. 

Mit dem Zitat von Arthur Schopenhauer: „Gesunder Menschenverstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber kein Grad von Bildung den gesunden Menschenverstand“, endete der sehr beeindruckende und überaus informative und äußerst aktuelle Hauptvortrag.

 

Workshops

Im Anschluss hatten die weit mehr als 300 Besucher die Qual der Wahl zwischen 47 angeboten Workshops, von denen laut Organisator Dr. Batzner 38 zustande kamen. Es gab zahlreiche Angebote aus dem pädagogischen Bereich wie „Lernblokaden lösen“ oder „Mobbing unter Kindern“, interessante fachliche Veranstaltungen wie „Handlungsorientierter Mathematikunterricht“ und praktische Kurse für den Fachunterricht wie „Ketten-Anhänger aus Beton“. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der einzelnen Workshops waren mit viel Begeisterung und großem Engagement dabei und konnten wertvolle Anregungen für ihren Unterricht mit nach Hause nehmen.

 

Gerhard Schurr

 

 

Impressionen


Die Teilnehmer treffen ein






G. Nigg-Klee begrüßt ... und stellt die neue Broschüre vor

Initiator Dr. Batzner
Hauptvortrag mit Gerald Möhrlein ...
... zum Thema "Traumatisierte Kinder in der Schule"

Dank an Haupt- referenten ...
... und Orga- nisationsteam











G. Nigg-Klee und K. Klos dankt P. Müller für die Organisation

Handouts des vergangenen BLLV-Lehrertags


Informationen zum kommenden BLLV-Lehrertag finden Sie hier demnächst wieder.


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