Gemeinden brauchen bürgernahe und pragmatische Lösungen

Die Erkenntnis, dass etwas geschehen muss, breitet sich immer weiter aus. Auch in Bayern suchen immer mehr Bürgermeister, Schulleiter, Kollegien und Eltern händeringend nach Lösungen, wie sie weiter ein attraktives und wohnortnahes Schulangebot in der Sekundarstufe organisieren können.

 

Das Dorfleben verödet

Ohne Schulen sind Gemeinden für die Neuansiedlung von jungen Familien wenig attraktiv. Wirtschaftsbetriebe und junge Leute wandern ab, wenn sie am Ort keine Ausbildungs- und Arbeitsplätze mehr finden.  Wenn Schüler den Heimatort morgens verlassen und meist erst am späten Nachmittag zurückkehren, lässt ihr Engagement in örtlichen Vereinen, im gemeindlichen und kirchlichen Leben zwangsläufig nach. Schließlich bürdet jeder verlorene Schulstandort den Gemeinden zusätzliche Kosten durch Gastschulbeiträge und Schülerbeförderung auf.

 

Pragmatische Lösungen sind jetzt gefragt. Die Bildungspolitik sollte Eltern und Lehrern die Wahlfreiheit geben, wie sie Schule gestalten wollen. Wenn Gemeinden gemeinsam mit Lehrern und Eltern zu dem Schluss kommen, dass die Mittelschule keine Zukunft hat, weil Standorte nicht mehr zu halten sind, dann sollen sie andere Wege einschlagen dürfen.


So sichern Sie die Existenz ihrer Schule

Ausgangspunkt ist eine Initiativgruppe von Interessierten und Betroffenen

Ziel: Einrichtung einer passgenauen und standortsicheren Schule am Ort

  • Analyse der örtlichen Schulsituation (Geburtenentwicklung, Übertritte, räumliches Schulnetz)
  • Erstellung von Eckpfeilern eines Schulentwicklungsplans (mögliche Abschlüsse, Überlegungen zu Organisation und ggf. Kooperation von Schulstandorten)
  • Vorgespräche zur Gewinnung von Unterstützern (Bürgermeister, Gemeinderäte,Schulleitung, Lehrer, Elternbeirat, Eltern, Verbände, Vereine, lokale Wirtschaft)

 

Erarbeitung eines pädagogischen Rahmenkonzepts der Schule

Ziel: Entwicklung von mehrheitsfähigen Grundvorstellungen einer zukünftigen Schule durch Interessierte unter Beteiligung von Lehrerkollegium, Elternbeirat, ggf. externer Experten

  • Formulierung der Grundstrukturen der Schule (Formen der Differenzierung, Raumbestandund -bedarf, Lehrereinsatz)
  • Entwurf pädagogischer Grundgedanken (Eckpunkte eines Schulprogramms)
  • Schrittweise Konkretisierung des Schulkonzepts

 

Präsentation des Konzepts in der Öffentlichkeit

Ziel: Breite Information und Diskussion der Entwürfe zur Schaffung von Akzeptanz und Unterstützung; kommunaler Konsens z. B. durch

  • Information der Eltern (Zeitungsartikel, persönliche Gespräche, Infobriefe,Veranstaltungen, Aktionen)
  • Gewinnung von Zustimmung von Bürgermeistern, Landrat, Gemeinderäten, Schulverwaltung
  • gemeinsamen Besuch von ähnlichen Schulmodellen

 

Befragung, Beschlussfassung, Beantragung

Ziel: Sicherung der Akzeptanz des Schulprojekts und Genehmigung durch die Schulbehörde

  • Sicherung der Akzeptanz der geplanten Schule durch Befragung der Grundschuleltern
  • Gemeinderatsbeschluss zur Unterstützung der Schule
  • Beantragung der Schule als Schulversuch beim Kultusministerium durch die Gemeinde

 

Umsetzungsplanung des Schulkonzepts durch die Schule

Ziel: Projektpläne in einzelnen Handlungsschritten zu Aufbau und Ausgestaltung der Schule

  • Konkretisierung der pädagogischen Grundsätze, organisatorischen Strukturen und Differenzierungsformen (ggf. mit externer Unterstützung)
  • Beschaffung der erforderlichen finanziellen, materiellen und personellen Ressourcen

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