FG SEMINAR - FG FACHLEHRER 

Eine Kooperationsveranstaltung mit Perspektive  

Das Münchner Seminar 18.1 GS zu Besuch beim Kunst- und Techniktag an der Mittelschule  

Eine Seminarrektorin und ein Fachberater arbeiten immer gerne zusammen – vor allem wenn es um Kunst und Technik geht.  

Barbara Mang und Sebastian Waßmann gestalten schon seit einigen Jahren gemeinsame Seminartage für das Grundschulseminar. Gerade in der Phase der Einführung des neuen Lehrplans in der Mittelschule ist eine derartige Kooperation von großer Bedeutung. Für herangehende Grundschullehrkräfte ist es interessant zu wissen, wie sich in Zukunft die Kompetenzorientierung an der Mittelschule fortsetzt und sich später auf die Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler auswirkt.  

Der Seminartag KUNST und TECHNIK startete in diesem Jahr mit einem Kunstunterricht in einer 5. Jahrgangsstufe. Der Fachberater Sebastian Waßmann ist in diesem Schuljahr als mobile Reserve eingesetzt. Dennoch hat er es sich nicht nehmen lassen, einen Unterricht in einer fremden Klasse vorzuführen. Die 5. Klasse  von Frau Schmitz an der Mittelschule am Gotzinger Platz erwies sich als wahre Künstlerklasse. Im Unterricht stellte Waßmann, der Lehrplanfachbeauftragte Kunst in OBB, das von den Fachbeauftragten unter seiner und Christina Schmidts Anleitung vorbereite Unterrichtsmodell zu einer oberbayerischen Sage vor. Die Schülerinnen und Schüler sollten einen Kobold aus ihrer Fantasie erschaffen und in bunten Farben aufs Papier fixieren. Die Schülerinnen und Schüler waren überzeugt und begeistert von ihren eigenen kleinen Kunstwerken – die Seminaristen auch.    

Anschließend wurde über den gesehenen Unterricht und den neuen Lehrplan gefachsimpelt.  

Waßmann wies darauf hin, dass gerade die Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe an der Mittelschule gefördert werden müssen. Die Misserfolge aus dem entscheidenden 4. Jahr an der Grundschule hinterlassen Spuren, die man in praktischen Fächern wie Kunst und WTG überwinden kann. Genau in diesen Fächern ist höchste Sensibilität gefragt. In den praktischen Fächern kann Erlebtes kompensiert und Selbstvertrauen neu entwickelt werden.  

Der zuständigen Lehrkraft kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu. Waßmann wies darauf hin, dass gerade in der heutigen hochtechnisierten Welt der handlungs- und produktorientierte Unterricht, das Erleben mit den Sinnen eine wichtige Rolle einnehmen muss.  

Das war auch der Wunsch der Seminaristen. Sie wollten etwas Praktisches tun. Nach dem begeisternden Bau eines Kamishibai-Erzähltheaters im letzten Schuljahr, entstand die Idee der Herstellung eines Kalenders- oder Klassendiensteplaners aus Holz. Beim Seminartag an der Mittelschule am Gotzinger Platz war dafür alles vorbereitet.  

Die 12 Seminarteilnehmer/innen machten sich gemeinsam mit dem Workshopleiter Herrn Waßmann an die Arbeit. In eigens vorbereiteten Stationen entstanden die Kalender und die Diensteplaner aus Holz. Jedes einzelne Objekt war ähnlich und dennoch eigen und liebevoll gestaltet. Einige Münchner Klassenzimmer werden nun davon profitieren. Die Schülerinnen und Schüler warten schon ganz gespannt auf die Ergebnisse.    

Wie eine gute Zusammenarbeit funktionieren kann hat der gemeinsame Seminartag wieder einmal bewiesen. Derartige Kooperationen fördern das gegenseitige Verständnis und die Akzeptanz. Sie bilden die Brücke zwischen den beiden Schularten. Wir freuen uns auf den nächsten gemeinsamen Seminartag.    

Sebastian Waßmann (Fachberater Kunst und Technik) und Barbara Mang (Seminarrektorin)   

Barbara Mang präsentiert das Endprodukt.
Die Lehramtsanwärterinnen genießen das praktische Tun.
Sebastian Waßmann packt selbst mit an.

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