Mentale Unterstützung beim Einstieg in den Lehreralltag
Neu: Coaching-Gruppen für Referendare

Vom Hörsaal ins Klassenzimmer: Damit der Einstieg in den Berufsalltag gelingt, bietet der BLLV Coachings für Referendare an.
Die Klasse tobt, Eltern nörgeln über den Unterricht, der Kollege ist vergrätzt: Das Referendariat hat begonnen und nun heißt es, sich den Herausforderungen des Alltags zu stellen. Damit unter solchen Umständen die Motivation nicht verloren geht, bietet die BLLV-Akademie Coaching-Gruppen an. Unter Anleitung speziell geschulter Moderatorinnen besprechen die Teilnehmer ihre Probleme und erarbeiten Lösungsstrategien.
Wer als Referendar seinen Dienst antritt, geht mit Schwung an die Sache heran. Der eigene Anspruch ist hoch, die Hürden des Alltags sind es aber auch. Lehrer zu sein bedeutet nicht nur, Kinder zu fördern und sie gut zu unterrichten. Lehrer zu sein, bedeutet vor allem auch, Beziehungen zu gestalten – zu Schülern, Eltern, Kollegen und Vorgesetzen und zu sich selbst.
Die innere Balance halten
Wie gehe ich mit Konflikten am Arbeitsplatz um? Wie finde ich einen Ausgleich zwischen meinen eigenen Ansprüchen und den tatsächlichen Möglichkeiten? Wie schaffe ich die Balance zwischen Beruf und Privatleben? Wie soll meine Beziehung zum Betreuungslehrer gestaltet sein? Die Mitglieder der Coaching-Gruppe besprechen bei ihren regelmäßigen Treffen die Themen, die ihnen gerade unter den Nägeln brennen. Innerhalb eines Jahres treffen sie sich zehnmal, um sich auszutauschen.
„Referendare sind ganz besonders belastet. Sie sind Lernende und Lehrende zugleich“, sagt Christine Breitenborn. Sie wollen sich selbst ausprobieren, brauchen aber noch Führung. In diesem Geflecht aus eigenen und fremden Ansprüchen ginge oftmals die innere Balance verloren und langfristig drohe die Gefahr eines Burn-Outs.
Eigene Grenzen anerkennen und vertreten
Die eigenen Grenzen zu kennen, sie sich selbst einzugestehen und gegenüber anderen zu vertreten, kann aber zu Konflikten führen. „Konflikte sind normal. Man sollte keine Angst vor ihnen haben“ sagt die erfahrene Therapeutin. „Wichtig ist, zwischen den eigenen Anteilen am Konflikt und denen der anderen angemessen unterscheiden zu lernen.“ Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen unter anderem Burn-Out, Depressions- und Angsterkrankungen. Breitenborn ist eine der Moderatorinnen der Coaching-Gruppen speziell für Referendare.
In diesem geschützten Kreis erleben die Teilnehmer, dass sie mit ihren Sorgen nicht alleine sind. „Jeder hat mit schwierigen Schülern und Situationen zu kämpfen. Man kann hier die Solidarität der anderen spüren“, sagt Breitenborn. In den Coaching-Gruppen unterstützten sich Referendare gegenseitig. Sie können dort untereinander ein Netzwerk knüpfen, das über das Ende der Treffen hinaus halten kann.
Das Seminar:
"Coaching für Referendare" - Seminar Nummer 2012/21
Beginn: Dienstag, 09.10.2012, 17:00 - 18:30 Uhr (erstes Treffen, weitere Termine folgen)
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