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		<lastBuildDate>Wed, 18 Jan 2012 12:04:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Schulen suchen händeringend Lehrkräfte  </title>
			<link>http://www.bllv.de/Meldungen.1037.0.html?&#38;cHash=04314a078adc005c09d3257323fc192b&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4687</link>
			<description>Gleichzeitig stehen junge Lehrer auf der der Straße / BLLV-Präsident Wenzel sieht das KM-Vorhaben...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial"><b>München - Die Unterrichtsversorgung steht an vielen bayerischen Schulen auf der Kippe. „Weil die Personaldecke hauchdünn ist, können Stundenstreichungen und -kürzungen im zweiten Schulhalbjahr dramatische Formen annehmen“, befürchtet der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel. Betroffen seien alle Schularten, doch besonders schlimm sei es derzeit an Grund- Haupt- und Mittelschulen in Oberbayern und Unterfranken. Allein in Oberbayern werden für das zweite Schulhalbjahr über 100 Lehrkräfte gesucht. In Unterfranken ist die Deckung des Aushilfsbedarf aus dem eigenen Personal heraus nicht mehr sicherzustellen. Die Mobile Reserve ist aufgebraucht. Im Sommer 2011 arbeitslos gewordene Junglehrer wurden bereits alle mit Aushilfsverträgen versorgt oder aber sie haben anderweitige Beschäftigungen angenommen, z.B. an Privatschulen, im außerbayerischen, zumeist hessischen oder&nbsp;baden-württembergischen Schuldienst. Jetzt versucht man dort<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;&nbsp;</span>sogar Lehramtsstudenten an die Schulen zu holen. „Die Hiobsbotschaften reißen nicht ab - es ist beklemmend“, erklärte Wenzel heute in München. Auch an den Gymnasien sei es eng. Obwohl sie dringend gebraucht würden, werde ein großer Teil der Hochschulabsolventen im Februar auf die Straße geschickt. Wenzel appellierte an das Kultusministerium, die Situation nicht schön zu reden, sondern rasch Gegenmaßnahmen einzuleiten. „Das ist angesichts der Steuermehreinnahmen der vergangenen zwei Jahre kein Problem.“ Er erinnerte auch an das Versprechen der Landesregierung, Bildung höchste Priorität einzuräumen. „An den Schulen merken wir von dieser Prioritätensetzung immer noch nichts. Das KM-Vorhaben, alle Schülerinnen und Schüler optimal zu fördern, wird so nicht gelingen.“<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;&nbsp;</span><span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;&nbsp;</span>&nbsp;</b><br /></span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">&nbsp;</span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">Wenn es für das Kultusministerium bereits ein Erfolg sei, alle zum Halbjahr frei werdenden Stellen an den Gymnasien zu besetzen, sei dies kein gutes Zeichen. „Es ist doch selbstverständlich, dass pensionierte und kranke Lehrkräfte oder schwangere Kolleginnen ersetzt werden. Was die Gymnasien brauchen, sind neue, zusätzliche Kräfte, um die angespannte Situation zu entschärfen”, stellte Wenzel klar.&nbsp;</span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">&nbsp;</span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">Anstatt<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;&nbsp;</span>junge Lehrer einzustellen, werden an vielen Gymnasien Referendare eingesetzt, in der Regel mit 17 Unterrichtsstunden pro Woche. „Das ist aus Sicht des BLLV fragwürdig und problematisch“, sagte Wenzel. Die hohe Unterrichtspflichtzeit stelle für viele eine hohe zeitliche Belastung dar. Sorgfältige Vorbereitung der einzelnen Unterrichtsstunden und der Prüfungsaufgaben sowie Korrekturarbeiten seien kaum noch möglich. „Die Vorgehensweise verhindert zudem die Festeinstellung bereits fertig ausgebildeter Lehramtsanwärter. Die eigentliche Zielsetzung des eigenverantwortlichen Unterrichts, nämlich eine möglichst gute Ausbildung der Referendarinnen und Referendare, wird konterkariert.“ Im Februar dürfe sich für Lehramtsstudenten aus dem gymnasialen Bereich die absurde Situation vom Sommer vergangenen Jahres nicht wiederholen: „Sie werden - genauso wie ihre jungen Studienkolleginnen und Kollegen aus dem Haupt- und Grundschulbereich - dringend gebraucht.“<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;&nbsp;&nbsp;</span></span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">&nbsp;</span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">Die kurzsichtige Spar- und Einstellungspolitik des Kultusministeriums rächt sich.&nbsp;<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;</span>Wohin sie führt, zeigt sich derzeit besonders dramatisch an Grund- Haupt- und Mittelschulen in Oberbayern und Unterfranken. Dort werden händeringend Lehrerinnen und Lehrer gesucht. Die Regierung von Unterfranken versucht sogar, Lehramtsstudierende höherer Semester mit Hilfe befristeter Arbeitsverträge in die Schulen zu holen, um so die die Situation zu entschärfen. „Lehramtstudierende sind aber keine Aushilfslehrer“, betonte Wenzel. Die Unterrichtsqualität müsse auch im Vertretungsfall sichergestellt sein.</span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">&nbsp;</span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">Angefragt werden neben pensionierten Lehrkräften vor allem auch arbeitslose Junglehrer. „Erst im Sommer vergangenen Jahres hatte das Kultusministerium trotz vielfacher Warnungen und unter großen Protesten Tausende Lehramtsstudierende in die Arbeitslosigkeit entlassen. Betroffen war v. a. der Lehrernachwuchs für Grund, Haupt- und Mittelschulen. Jetzt sollen sie mit Aushilfsverträgen an die Schulen gelockt werden. Der Erfolg ist mäßig, denn die Verträge sind meistens befristet und bieten wenig Perspektive“, schilderte Wenzel. Viele hätten sich beruflich neu orientiert, hätten Bayern verlassen<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;&nbsp;</span>oder seien in privaten Bildungseinrichtungen untergekommen. Das sei nicht nur für die jungen Lehrkräfte bitter, sondern auch für Schüler und Lehrerkollegien.&nbsp;</span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">&nbsp;</span>
„Junglehrer brauchen attraktive Planstellen. Ich sehe auch nicht, wie die ambitionierten Ziele des Kultusministers wie individuelle Förderung, Bereitstellung zusätzlicher Angebote, Ausbau von Ganztagsangeboten, Verringerung der Unterrichtsausfälle oder Umsetzung der Inklusion mit so wenig Personal umgesetzt werden sollen.“]]></content:encoded>
			<category>Unterrichtsversorgung</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 12:04:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>Bücherkisten gehen auf Reisen </title>
			<link>http://www.bllv.de/Meldungen.1037.0.html?&#38;cHash=d9e5001c46ac3e93424fce4f9e207dfa&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4662</link>
			<description>BLLV startet Leseprojekt für Jungen / Vizepräsidentin Lucic: „Die meisten Buben lesen nicht gern...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>München - Nur 20% aller Jungen in Deutschland lesen gerne und tun dies freiwillig. Der überwiegenden Mehrheit geht so die Schlüsselkompetenz „Lesen“ verloren. Lesen fördert Textverständnis, Sprach- und Konzentrationsfähigkeit, Fantasie und Empathievermögen. Um Abhilfe zu schaffen, startet der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) ein zunächst für ein Jahr befristetes Leseprojekt. Es wendet sich an Jungen im Alter von sieben bis 15 Jahren. „Wir verschicken speziell zusammengestellte Bücherkisten auf die Reise durch ganz Bayern“, informierte die BLLV-Vizepräsidentin Waltraud Lucic im Vorfeld der Fachanhörung „Jungen lesen? Anders!“, die am Mittwoch in der BLLV-Geschäftsstelle stattfindet. Die Kisten werden auf Anforderung an alle bayerischen Schulen bis zur Sekundarstufe verschickt und sind mit rund 50 jungenspezifischen Büchern bestückt. „Sprachbeherrschung sei unverzichtbar, nur mit diesem Fundament könnten Kindern weitere Grundfertigkeiten wie Lesen und Schreiben vermittelt werden“, betonte Lucic. Lesen habe für die Persönlichkeitsbildung eines Kindes und für seine seelische und geistige Entwicklung herausragenden Stellenwert. Umso erschreckender sei die Tatsache, dass die meisten Jungen nicht gerne lesen und darin mehr eine lästige Pflicht und weniger ein Vergnügen sehen. Der Befund sei alarmierend und heize die Debatte um soziale Benachteiligung von Jungen an. „Sie werden inzwischen von einigen Wissenschaftlern als die neuen sozialen Verlierer an den Schulen und Hochschulen betrachtet.“&nbsp;</b>

Die Befunde sämtlicher PISA-Erhebungen zur Lesekompetenz von Jungen sind gleichbleibend alarmierend. Sie weisen durchgängig eine deutlich geringere Lesekompetenz auf als Mädchen. Nach wie vor würden Mädchen erhebliche Vorteile gegen über Jungen im Bezug auf ihre Lesekompetenz aufweisen, so lautet die Zusammenfassung im Pisa-Bericht 2009.&nbsp;<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;</span><span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;&nbsp;</span>

„Gleichzeitig wird es immer schwieriger, Kindern Lust auf lesen zu machen“, erklärte Lucic. „Wir sind längst eine Internet- und Fernsehgesellschaft, keine Lesegesellschaft.“ So spielt Fernsehen im Alltag vieler Kinder eine zentrale Rolle. Laut KIM-Studie 2010 sehen 75 Prozent der 6 bis 13-Jährigen jeden oder fast jeden Tag in der Woche fern, durchschnittlich 98 Minuten pro Tag. 45 Prozent haben einen eigenen Fernseher im Kinderzimmer. „Die Sendungen werden oftmals nicht konzentriert angeschaut, Kinder zappen vielmehr von Sender zu Sender. Es ist dann auch nicht verwunderlich, wenn sie sich im Unterricht kaum noch auf längere Texte konzentrieren können“, so Lucic. Hinzu komme, dass sich der einzelne im öffentlichen Raum auch ohne Lesen orientieren könne. „Vorherrschend ist eine Kultur der Bilder. Die Welt ist voll von Logos und Symbolen.“ Hinzu komme, dass Kindern das „positive Vorbild“ fehle.<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;&nbsp;</span>In vielen Familien spiele heute Lesen keine Rolle mehr, weil die Eltern selbst nicht lesen. Viele Erwachsene würden ihren Kindern auch nicht vorlesen. Genau dies aber könnte das Interesse bei den Kindern für Bücher wecken. Häufig fehlten Jungen auch männliche Sozialisationsvorbilder, an denen sie sich orientieren könnten. „Lesekompetenz bei Kindern kann nur gestärkt werden, wenn alle - Eltern, Lehrer und verantwortliche Politiker - an einem Strang ziehen“, erklärte sie.&nbsp;

Mit dem Leseförderprojekt will der BLLV einerseits auf das Problem hinweisen, andererseits einen positiven Beitrag zur Verbesserung der Lesekompetenz von Kindern, insbesondere von Jungen, leisten. „Unser Ziel es, die Lust und Freude am Lesen zu wecken.“ Nur so kann die Vorstellungskraft gestärkt und das Tor zur Sprache, zum Denken und zum Lernen geöffnet werden. Dass das Lesen so wichtig ist für die Entwicklung von Kindern, hat nicht nur mit unserer Kultur zu tun, die voraussetzt, dass jeder lesen und schreiben kann. Es hängt auch damit zusammen, dass die Schriftsprache abstrakter ist als die mündliche Sprache und so die Phantasie und die Begriffsbildung besonders herausfordert“, sagte Lucic.&nbsp;

Schulen, die sich beteiligen wollen, können sich die speziellen Jungen-Bücherkisten ausleihen. Mit den Bücherkisten können Leseprojekte durchgeführt werden. Die besten Projekte werden bei einer Abschlussveranstaltung 2013 vorgestellt und prämiert.&nbsp;<span style="font-size:11.0pt;font-family:Arial;mso-bidi-font-weight: bold">&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br /></span>
<br /><span style="mso-spacerun:yes"></span>]]></content:encoded>
			<category>Sonstiges (Schüler)</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 11:42:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>Kinder haben zweiwöchige Pause dringend nötig  </title>
			<link>http://www.bllv.de/Meldungen.1037.0.html?&#38;cHash=33a90f7b0fe02f8e11181c018aa319e7&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4660</link>
			<description>BLLV-Präsident appelliert an Eltern, in der Ferienzeit auf striktes Lernprogramm zu ver-zichten /...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial"><b>München - Wenige Tage vor Beginn der Weihnachtsferien hat der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, an Eltern appelliert, ihren Kindern die zweiwöchige Pause zu gönnen. „Auf strikte Lernprogramme sollte verzichtet, vielmehr sollten die freien Tage zur Erholung genutzt werden.“ Stark belastet seien vor allem Grundschulkinder, die vor dem Übertritt stehen, und Kinder, die im Sommer auf ein Gymnasium gewechselt sind. „Das zu absolvierende Prüfungspensum und der damit verbundene Erfolgs- und Leistungsdruck sind enorm.“ Viele Kinder der gymnasialen Unterstufe hätten darüber hinaus auch noch mit den neuen und sehr hohen Anforderungen zu kämpfen. Dem Kultusministerium warf Wenzel vor, Kinder und Eltern mit diesen Problemen im Stich zu lassen. Er appellierte an das Ministerium, nicht die Augen vor den Sorgen und Nöten vieler Betroffener zu verschließen. „Die Schulzeit ist für viele Familien eine Zeit extremer Belastung.“ Prüfungsergebnisse und Noten beherrschten die Atmosphäre zu Hause, Eltern reagierten geradezu panisch, wenn sie die erfolgreiche Schulkarriere ihres Nachwuchses gefährdet sehen. „Das sind keine guten Voraussetzungen für ertragreiches Lernen.“</b>&nbsp;<br /></span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">&nbsp;</span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">Die vorweihnachtliche Zeit ist an den Schulen alles andere als besinnlich. So kommt es durchaus vor, dass in den Wochen vor den Weihnachtsferien Grundschulkinder vierter Jahrgangstufen wöchentlich zwei bis drei Proben schreiben müssen. Es gilt, Leistungsnachweise in den Hauptfächern Mathematik, Deutsch,<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;&nbsp;</span>Heimat- und Sachunterricht zu erbringen. Abgefragt werden müssen aber auch andere Fächer, wie z.B. Religion oder Ethik. In sechsten Jahrgangs-stufen bayerischer Gymnasien ist es keine Seltenheit, dass die Schüler in zwei Wochen in allen vier Schulaufgabenfächern Prüfungen schreiben, dazu kommen noch weitere Notenerhebungen wie beispielsweise mündliche Abfragen und Stegreifaufgaben in den anderen Fächern.</span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">&nbsp;</span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">Die meisten Grundschüler haben nur ein Ziel: Sie wollen um jeden Preis den erfolgreichen Schulwechsel auf ein Gymnasium schaffen. Einmal dort angekommen wird alles unternommen, um den Schulverbleib auf dem Gymnasium zu sichern. „Der Besuch eines Gymnasiums ist nach wie vor der Königsweg. Alternativen werden von den meisten Eltern und Schülern als Verschlechterung der Schulbiografie empfunden“, erklärte Wenzel.<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;&nbsp;</span>Diese Sichtweise führe zu einem immensen Druck, der Kinder krank machen könne und ihre Lernmotivation mehr hemme als fördere. „Schule in Bayern ist ein Selektionsbetrieb. Schüler wie Lehrer sind ihm unterworfen - mit allen negativen Konsequenzen.“ Umso wichtiger sei es, Verschnaufpausen zu zulassen und sinnvoll zu nutzen. „Die zweiwöchigen Weihnachtsferien sollten auf keinen Fall mit zusätzlichem Stress beladen werden“, betonte der BLLV-Präsident.<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;&nbsp;</span></span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">&nbsp;</span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">Leider nutzten viele Eltern gerade diese Zeit für privaten Nachhilfeunterricht.<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;</span>Nach einer Studie der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2010 nehmen in Deutschland<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;&nbsp;</span>jährlich knapp 1,1 Millionen Schüler Nachhilfe in Anspruch. Eltern geben dafür bis zu 1,5 Milliarden Euro im Jahr aus. „Der Unterricht findet immer zusätzlich statt und ist daher auch für viele Kinder eine zusätzliche Belastung. Das sollten Eltern immer bedenken“, sagte Wenzel. Für Freizeitaktivitäten und unbeschwertes Spielen bleibe immer weniger Zeit. „Kinder müssen aber abschalten dürfen.“ Am besten sei gemeinsam verbrachte Zeit - mit Spielen oder Freizeitaktivitäten an der frischen Luft. Zu viel Fernseh- und Computerkonsum seien kontraproduktiv.&nbsp;</span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">&nbsp;</span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">Eltern befänden sich freilich in einer schwierigen Situation, sagte Wenzel. „Sie wollen das Beste für ihr Kind. Sie wissen, dass sich mit einem hohen Abschluss auch die beruflichen Chancen erhöhen und damit eine relative Sicherheit gewährleistet ist. Sie wissen auch, dass Armut<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;&nbsp;</span>krank macht und ausgrenzt. Sie sollten sich aber bewusst machen, dass jedes Kind ein Recht auf freie und vor allem unbelastete Zeit hat.“</span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">&nbsp;</span>
Das Kultusministerium forderte Wenzel auf, von den Heranwachsenden den extremen schulischen Druck zu nehmen: „Es muss das Kind im Mittelpunkt stehen und nicht das Aus- und Umsortieren junger Menschen.“&nbsp;]]></content:encoded>
			<category>Ferien</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 10:29:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>Situation der Erzieherinnen unverändert schlecht </title>
			<link>http://www.bllv.de/Meldungen.1037.0.html?&#38;cHash=3bb87b6ab9ccf32f1e577403d56408bf&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4646</link>
			<description>BLLV richtet Petition an den Bayerischen Landtag / Vizepräsidentin Waltraud Lucic:„Nötig sind mehr...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<br /><b>In einer Petition an den Bayerischen Landtag mahnt der BLLV  Verbesserungen in der frühkindlichen Förderung an. „Dazu gehören  kostenfreie Kindergartenjahre“, erklärte BLLV-Vizepräsidentin Waltraud  Lucic heute in München. Dafür müssten Gelder aus den Steuermehreinnahmen  verwendet werden. „Inzwischen herrscht gesellschaftlicher Konsens  darüber, dass die frühkindliche Erziehung eine herausragende Bedeutung  für die Lernbiografien Heranwachsender hat.“ Vor allem Kinder aus sozial  benachteiligten Familien und Kinder mit Migrationshintergrund  profitierten von institutionellen Angeboten. „Es ist auch kein  Geheimnis, dass die Ausbildung der Erzieherinnen, ihre  Arbeitsbedingungen und ihre Finanzierung in Deutschland weit hinter den  meisten Ländern Europas hinterher hinkt“, rügte Lucic. Gerade im Ausbau  der frühkindlichen Erziehungsangebote liege jedoch die große Chance für  eine Verbesserung der Lernerfolge aller Kinder. Erwiesenermaßen könnten  im frühen Kindesalter Sprachen akzentfrei erlernt werden. „Später fällt  es Schülern dann leichter, sich weitere Sprachen anzueignen.“&nbsp;&nbsp;</b>

Erzieher/innen brauchen mehr Zeit, um Anstrengungsbereitschaft,  Nachhaltigkeit, Ausdauer und Lernbereitschaft bei den Kindern zu  fördern. Sie brauchen aber auch mehr Zeit, um einzelne Lernfortschritte  zu dokumentieren und um intensiver auf jedes einzelne Kind und seine  Bedürfnisse eingehen zu können. Hinzu kommt, dass Erzieher/innen immer  öfter als Ansprechpartner für ratsuchende Eltern agieren. Sie leisten  Hilfestellung und Unterstützung. „Um<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp; </span>diese  Aufgaben sinnvoll und effizient erfüllen zu können, ist der  Anstellungsschlüssel auf 1:8 zu setzen und bei der Arbeitszeit auch Zeit  für eine ausreichende Vor- und Nachbereitungszeit zu berücksichtigen“,  heißt es in der BLLV-Petition. Der Besuch einer Kindertagesstätte sei  grundsätzlich beitragsfrei zu stellen. Lucic: „Jedes Kind hat dasselbe  Recht auf frühkindliche Bildung. Kostenfreiheit darf zum Wohle der  Kinder nicht gegen Qualitätsverbesserung aufgerechnet werden.“ 

Die BLLV-Vizepräsidentin mahnte auch Reformen in der Ausbildung an:  „Andere Länder machen uns bereits vor, wie es besser geht. Eine  Ausbildung an Hochschulen sei in vielen Ländern Standard. Deshalb  müssten Bachelor- und Master-Studiengänge für den Beruf des Erziehers /  der Erzieherin auch in Deutschland selbstverständlich werden. „Das führt  natürlich zu einer besseren Bezahlung, womit der Feminisierung des  Berufs entgegengewirkt werden könnte“, betonte Lucic. Auch in Bayern sei  der überwiegende Teil der Erzieher weiblich - „und beschämend schlecht  bezahlt.“ 

Als alarmierend bezeichnete Lucic die hohe Abbrecherquote in dieser  Berufsgruppe: „Sie hängt maßgeblich mit den schwierigen  Arbeitsbedingungen, dem geringen Gehalt und mangelnder sozialer  Anerkennung zusammen. Im Durchschnitt wechselt jede Erzieherin nach  viereinhalb Jahren den Beruf.“ Aus diesem Grund herrsche im  frühkindlichen Bildungsbereich akuter Personalmangel. „Angesichts des  von der Politik angestrebten notwendigen Ausbaus der Kindertagesstätten  müsse dringend die Bezahlung verbessert werden. Auch wenn sie eine Frage  der Tarifparteien ist, wäre es wichtig, dass die Politik Signale für  eine Verbesserung der Gehaltssituation setzt“, heißt es dazu in der  Petition. 

Die BLLV-Vizepräsidentin gab zu bedenken, dass die frühkindliche  Erziehung neben der Familie das Fundament aller Erziehungsanstrengungen  einer Gesellschaft bilde. „Sie hat zentrale Funktion für die Zukunft -  übrigens auch hinsichtlich der Lebensgestaltung der Frauen und  Familien.“ 

In der Petition fordert der BLLV den Bayerischen Landtag auf: 
<ul><li>Kostenfreiheit für den Kindergartenbesuch herzustellen,</li><li>den Anstellungsschlüssel der Erzieherinnen zu verbessern und die Arbeitszeit den Aufgaben anzupassen,</li><li>die Erzieherinnenausbildung an die Hochschulen zu verlagern und die Tarifparteien zu einer Erhöhung der Gehälter aufzufordern.<br /><br /></li></ul>
<b><link https://www.bllv.de/Newsansicht.805.0.html?&cHash=70a404cffcf5485de366a06662fa89a7&tx_ttnews[tt_news]=4644 _blank external-link-new-window>» Petition zur Verbesserung der frühkindlichen Bildung</link></b>]]></content:encoded>
			<category>Elementarbereich</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 11:39:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>150 Jahre BLLV: stark und unbequem </title>
			<link>http://www.bllv.de/Meldungen.1037.0.html?&#38;cHash=5d6de20f6c23b5f867aa7dd4955fb189&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4620</link>
			<description>Präsident Wenzel: „Bildung ist ein ideologisches Minenfeld, doch die Zeit der Grabenkämpfe sollte...</description>
			<content:encoded><![CDATA[München - Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV), feiert ein stolzes Jubiläum: Der Verband wurde vor 150 Jahren im Alten Rathaus in Regensburg gegründet. 200 Lehrer aus ganz Bayern folgten dem Ruf des Landshuter Volksschullehrers Karl Heiß und kamen am 27.Dezember 1861 in den Historischen Reichssaal. Dort schlossen sie sich zum „Bayerischen Lehrerverein“ zusammen. „Seit dieser Zeit setzt sich der BLLV für die Bildung aller Kinder und Jugendlicher unabhängig von ihrem sozialem Status und ihrer Konfession ein“, erklärte BLLV-Präsident Klaus Wenzel anlässlich der 150-Jahr-Feier am heutigen Freitag in Regensburg. In den 150 Jahren seiner Geschichte habe sich der BLLV als starke Lehrervertretung verstanden, die sich aktiv und unabhängig in die Schul- und Bildungspolitik einmischt. „Daran hat sich bis heute nichts geändert“, betonte Wenzel. Er steht seit fünf Jahren an der Spitze des Verbandes und wurde erst im Juni dieses Jahres eindrucksvoll in seinem Amt bestätigt. Heute ist der BLLV mit über 56.000 Mitgliedern der größte unabhängige Berufsverband von Pädagogen in Bayern. „Wir sind stark und unbequem“, sagte Wenzel. Der BLLV sei jedoch kampferprobt. „Wir wissen, dass Bildung ein ideologisches Minenfeld ist. Er appellierte an alle politischen Entscheidungsträger, Bildung pragmatisch zu diskutieren. <span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;</span>Die gegenwärtigen Probleme seien zu dramatisch für Grabenkämpfe. „Was wir brauchen ist eine neue Förderkultur und die Bereitschaft, dafür viel Geld in die Hand zu nehmen.“ Damals wie heute gelte: „Bildung ist ein Menschenrecht.“ 


Unabhängig davon, ob es um die Bekenntnisschule oder die christliche Gemeinschaftsschule ging, um integrierte Schulformen oder um das dreigliedrige Schulsystem, um die Zweigliedrigkeit oder den Erhalt der Hauptschule - harte politische Konfrontationen prägen die Geschichte des BLLV bis in die Gegenwart. „Auch heute gibt es massive Anfeindungen, weil wir uns für eine Schulstruktur einsetzen, die schulartübergreifende Schulmodelle zulässt“, sagte Wenzel. Er habe Verständnis dafür, schließlich gehe es bei dem Thema Bildung um viel: um soziale Verteilungskämpfe, um Angst vor Statusverlust und um tief sitzende gesellschaftliche Abgrenzungsbedürfnisse. 

Wenzel appellierte an alle politischen Akteure, Bildung im Interesse aller Kinder und ihrer Zukunft pragmatisch zu diskutieren. „Wir müssen das gängige Lern- und Leistungsverständnis kritisch hinterfragen, wir müssen Antworten auf die Frage finden, wie wohnortnahe Schulen zu erhalten sind, wie Lernbedingungen auszusehen haben, wie optimale Förderung zu gewährleisten ist oder wie Kinder zum Lernen zu motivieren sind. Vor allem aber müssen wir erreichen, dass in Bildung mehr und effizienter investiert wird.“ Für die Erfüllung dieser Vision - einer Förderkultur an allen Schulen für alle Kinder - fehlten die Bedingungen. „Es mangelt an hilfreichen Angeboten in der Lehrerbildung und an Verständnis für die Etablierung eines anspruchsvollen Lern- und Leistungsbegriffs. Erst wenn diese Defizite behoben sind, können wir von intensiver und individueller Förderung sprechen.“

„Der BLLV hatte sich stets zu seiner gesellschaftlichen Verantwortung bekannt und er tut dies noch heute. Ich bin sicher, die Gründungsväter würden die Entwicklung des Verbandes mit Wohlwollen betrachten“, sagte Wenzel. Sie waren damals davon überzeugt - und ich bin es heute genauso - dass Bildung eine Gesellschaft verbinden kann. Schule ist die einzige Einrichtung, in die alle Kinder gehen. Sie muss deshalb über das Wissen hinaus das soziale Miteinander stärken. Dazu gehören Fragen der Schulstruktur ebenso wie Fragen der Unterrichtsmethoden und der Inhalte.“ 

Eine zentrale Aufgabe der Schulen heute liege auch darin, bei Schülern die Bereitschaft für lebenslanges Lernen zu wecken: „Lebensumstände ändern sich immer schneller und immer grundlegender. Die Fähigkeit zu Lernen - und zwar als Individuum und in der Gruppe - wird zur Grundlage des individuellen und gesellschaftlichen Überlebens. Für Schule heißt das, dass Motivation und Lust zum Lernen grundgelegt werden müssen. Dazu gehört ein neuer Lernbegriff, der auf Verstehen und Handlungsorientierung zielt und nicht mehr schwerpunktmäßig auf totes und träges Faktenwissen.“

Es gelte darüber hinaus Demokratie zu sichern: „In den Schulen findet ein Miteinander von Kollegen, Lehrern und Eltern, der örtlichen Verantwortlichen in Kommunalpolitik und Vereinen statt. Es sollte von gegenseitigem Respekt und Wohlwollen geprägt sein, von Solidarität und Toleranz. Schule braucht dazu mehr eigene Verantwortungsspielräume, aber auch bessere Arbeitsbedingungen - vor allem Zeit.“ Lehrkräfte müssten nicht nur immer wieder ihre Fachkompetenzen erneuern, sondern stets auch ihre Rolle als Lehrer neu reflektieren. „Im Mittelpunkt muss die Zusammenarbeit von Kollegen, Beratungsteams und der Schulverwaltung stehen. Basis sind ausreichend zeitliche und finanzielle Ressourcen für Teamarbeit, Supervisoren und Fortbildungen.“ 

Für den BLLV bedeutet Bildung mehr als die reine Vermittlung von Wissen - sie war und ist ein Menschrecht und hat eine übergeordnete Bedeutung für eine Gesellschaft. Daran werden wir die Politik immer wieder erinnern.“]]></content:encoded>
			<category>BLLV (intern)</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 13:33:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>BLLV und ABJ übergeben Petition „Notprogramm Bildung“    </title>
			<link>http://www.bllv.de/Meldungen.1037.0.html?&#38;cHash=b3a59c60eb9cbc5a51f6d51dc4808226&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4613</link>
			<description>Erster Erfolg der Online-Aktion zeichnet sich ab: Koalition beschließt Mehrausgaben für Bildung /...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>München - Die vom Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) im Juli initiierte Online-Petition „Notprogramm Bildung“ wird morgen Nachmittag an Landtagspräsidentin Barbara Stamm übergeben. Die Petition wurde von über 7500 Internetnutzern unterzeichnet. In ihr fordern der <span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;</span>BLLV und die im BLLV organisierte Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Junglehrer (ABJ) die Schaffung zusätzlicher Lehrerstellen. „Mindestens zehn Prozent der Steuermehreinnahmen müssen dafür als Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt werden. Nur so kann der<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp; </span>massive Lehrermangel an Bayerns Schulen gebremst werden“, erklärten BLLV-Präsident Klaus Wenzel und die ABJ-Vorsitzende, Evelyn Westphal, einen Tag vor der Übergabe in München. Die hohe Beteiligung an der ausschließlich im Internet laufenden Unterschriftenaktion zeige, wie groß die Unzufriedenheit in der Bevölkerung mit der derzeitigen Schul- und Bildungspolitik ist. „Eltern wissen, dass Sparvorhaben fast immer zu Lasten ihrer Kinder gehen“, betonte Westphal. An vielen Schulen sei die Situation dramatisch, vielfach müsse Unterricht ersatzlos gestrichen werden. „Die Forderungen des BLLV sind nicht maßlos und es ist erfreulich, dass die Koalition am Wochenende erste Zugeständnisse gemacht hat“, sagte Wenzel. <span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;</span>Ohne entsprechende personelle Ausstattung könnten die Schüler nicht individuell gefördert, die Klassen nicht kleiner, Ganztagschulen nicht ausgebaut und Inklusion nicht umgesetzt werden. „Der massive Lehrermangel muss gestoppt werden.“</b> 

Aufgrund des öffentlichen Drucks, der nicht zuletzt wegen der ABJ-Kampagne zustande gekommen war, hatte der Koalitionsausschuss bereits Mitte September bekannt gegeben, eine halbe Milliarde der Steuermehreinnahmen in die Politikfelder Bildung und Energie fließen lassen zu wollen. Nach Bekanntwerden der zusätzlichen Steuereinnahmen (1,7 Mrd. Euro) hat nun die bayerische Regierungskoalition festgelegt, Mittel für zusätzliche Lehrerstellen zur Verfügung zu stellen. „Das ist ein erster großer Erfolg“, freute sich Wenzel. Wir sind aber noch nicht am Ziel“. ABJ und BLLV erwarten nun, dass die Landtagsabgeordneten bei der Festlegung des Nachtragshaushaltes „schüler- und lehrerfreundliche Beschlüsse“ fassen. 

Die von Kultusminister Spaenle angesichts der hohen Unterrichtsausfälle verordnete Mehrarbeit ganzer Kollegien bezeichnete er dagegen als Zumutung: „Während über 5000 junge Lehrerinnen und Lehrer auf der Straße stehen, weil sie keine Anstellung gefunden haben, geht eine ganze Berufsgruppe in die Knie, weil die Arbeitsbelastung so hoch ist. Viele aktive Lehrkräfte gehen täglich an die Grenze ihrer persönlichen Belastbarkeit.“ <span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;</span><span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;&nbsp;</span><span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;&nbsp;</span>

BLLV und ABJ schlugen bereits Mitte Juli Alarm und prognostizierten für den Herbst einen massiven Lehrermangel. „Unsere Sorge, dass es zu massiven Unterrichtsausfällen kommt, bewahrheitet sich jetzt“, sagte Westphal. Die Lehrerversorgung sei auf Kante genäht und viele Schulen könnten gerade so noch den grundlegenden Unterricht anbieten. „Alles, was darüber hinaus geht, muss gestrichen werden: z. B. Arbeitsgruppen, Projektunterricht, Sport- oder Musikangebote. Viele Lehrkräfte, die in Bayern nicht untergekommen sind, wanderten in andere Bundesländer ab, suchten sich Jobs in der freien Wirtschaft oder kamen in privaten Bildungseinrichtungen unter. Viele sind auch noch arbeitslos. Gleichzeitig reißen die Klagen über Unterrichtsausfall wegen Lehrermangels nicht ab.“ 

In vielen Gegenden Bayerns ist die Mobile Reserve seit Wochen verplant, so dass bei zusätzlichen Erkrankungen Unterricht ausfallen muss. Die Schüler werden in solchen Fällen lediglich betreut, erhalten aber keinen Unterricht nach Stundenplan. Oftmals fallen Fächer wie Deutsch oder Mathematik aus. Die Schüler müssen sich auf dauernd wechselnde Lehrkräfte einstellen. Für Grundschulkinder ist dies besonders problematisch, weil in diesem Alter die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler intensiv ist. Dennoch zählt das Kultusministerium bei den Erhebungen zum Unterrichtsausfall Stunden, in denen lediglich Vertretungen zur oftmals auch noch klassenübergreifenden Betreuung eingesetzt werden, zum regulären Unterricht. „Das ist Augenwischerei“, so Wenzel. 

„Wir können jetzt nur noch hoffen, dass der Bayerische Landtag für den Nachtragshaushalt mindestens zehn Prozent der Steuermehreinnahmen für die Finanzierung von Lehrerstellen genehmigt“, erklärten Wenzel und Westphal. Besonders ärgerlich sei es, dass der Kultusminister nicht müde werde, seine ambitionierten Ziele wie individuelle Förderung von Schülern, Umsetzung der Inklusion oder Ausbau von Ganztagsangeboten, rhetorisch in den Mittelpunkt rücke, gleichzeitig aber tatenlos zusehe, wie die Schulen personell ausbluten würden. 

„Wir brauchen dringend zusätzliche Planstellen.“ Wenzel bekräftigte erneut seine Forderung nach 20.000 zusätzlichen Lehrerplanstellen.&nbsp;<span style="font-family:Wingdings;mso-ascii-font-family:&quot;Times New Roman&quot;; mso-hansi-font-family:&quot;Times New Roman&quot;;mso-char-type:symbol;mso-symbol-font-family: Wingdings"><span style="mso-char-type:symbol;mso-symbol-font-family:Wingdings"></span></span> 

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Mehr Informationen zum „Notprogramm Bildung“ und zur Petition unter<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp; </span><link http://www.bllv.de/>www.bllv.de</link> oder <link Petition.7022.0.html>http://www.bllv.de/Petition.7022.0.html</link>. 


Die Petitionsübergabe mit BLLV-Präsident Klaus Wenzel und Vertreter/innen der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Junglehrer im BLLV (ABJ), findet am 22. November 2011, um 16.30 Uhr, im Bayerischen Landtag statt. In der ABJ sind derzeit rund 10.000 junge Lehrerinnen und Lehrer vertreten.<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;&nbsp;&nbsp; </span>]]></content:encoded>
			<category>2. Phase (Referendariat)</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 13:26:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>Bildungsstreiks spiegeln Unzufriedenheit wieder  </title>
			<link>http://www.bllv.de/Meldungen.1037.0.html?&#38;cHash=bb60d44c23af8eeadfe8b00746249adf&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4609</link>
			<description>Lernende und Lehrende haben die Nase voll und wollen eine andere Schul- und Bildungspolitik /...</description>
			<content:encoded><![CDATA[München - Die Situation an Schulen und Hochschulen in Bayern hat sich nicht durchgreifend verbessert. Deshalb unterstützt der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) auch in diesem Jahr die bundesweiten Demonstrationen für bessere Bildung. „Der Widerstand ist berechtigt“, erklärten die Vorsitzende der BLLV-Landesstudentengruppe, Ulla Adam, und<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp; </span>BLLV-Präsident Klaus Wenzel anlässlich der heutigen Kundgebung auf dem Geschwister-Scholl-Platz in München. Lernende und Lehrende hätten die Nase voll von der Mangelverwaltung, der öffentliche Bildungseinrichtungen trotz anderslautender Ankündigungen und Versprechungen ausgesetzt sind. An den Hochschulen sind die Voraussetzungen für ein vernünftiges Studium denkbar ungünstig, an vielen Schulen kann gerade noch so der Pflichtunterricht aufrecht erhalten werden, oftmals fällt der Unterricht ganz aus. Wenzel forderte eine Umverteilung der Gelder zugunsten von Kindergärten, Schulen und Hochschulen. „Wer Bildung zur Priorität erklärt, muss glaubwürdig handeln.“ 

An manchen Universitäten fehlt es an allem: Die Hörsäle und Seminarräume sind überfüllt, die angebotenen Kurse und<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp; </span>Vorlesungen hoffnungslos überbelegt, die Rahmenbedingungen für Studierende und Dozenten unerträglich. „Hinzu kommt, dass viele Studierende immer noch auf der Straße stehen, weil sie keine Wohnung finden“, beklagte Adam. Schon im letzten Jahr hatte sich abgezeichnet, dass die Situation eskalieren könnte. Die Bemühungen des Wissenschaftsministeriums sind anerkennenswert, ändern aber kaum etwas an der Überlastung vieler Hochschulen. Wenzel appellierte an die Bayerische Staatsregierung, umgehend weitere Maßnahmen zu ergreifen: „Die Universitäten brauchen Geld, um optimale Studienvoraussetzungen zu schaffen. Die jungen Leute brauchen vernünftige Rahmenbedingungen und vor allem Perspektiven.“ 

An den Schulen sieht es nicht viel besser aus: Vielfach müssen zusätzliche Angebote und Unterrichtsstunden ausfallen, die Mobilen Reserven sind verbraucht. Die Schüler können nicht individuell gefördert werden, weil das dazu erforderliche Personal fehlt. „Die Situation wiederholt sich Jahr um Jahr. Die Menschen sind erbost und gehen auf die Straße.“ Noch deutlicher könnte <span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;</span>die Unzufriedenheit über die bayerische Schul- und Bildungspolitik nicht ausgedrückt werden.<span style="font-size:11.0pt"> </span>]]></content:encoded>
			<category>Hochschule/Universität</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 10:52:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
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			<title>Viel Rhetorik, aber wenig Unterstützung  </title>
			<link>http://www.bllv.de/Meldungen.1037.0.html?&#38;cHash=243ee36c36a68c412b0830413cc954d5&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4605</link>
			<description>Vom bedarfsgerechten Ausbau der Ganztagsangebote ist Bayern trotz vollmundiger Ankündigungen weit...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial"></span>München - Ganztagsangebote in Bayern sind aus Sicht des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) mangelhaft ausgestattet, die erfolgreiche Umsetzung ist nur mit einem hohen Zusatzaufwand an Organisation und Improvisation möglich. Das Kultusministerium unterstützt Schulleiter und Lehrkräfte nur wenig, bürdet ihnen aber eine hohe Verantwortung auf. „Dieser Verantwortung können die Kollegien angesichts der miserablen Voraussetzungen kaum gerecht werden“, bilanzierte BLLV-Präsident Klaus Wenzel heute in München. „Ganztagsschule in Bayern“ meint häufig nur offene Angebote einzelner ganztägig geführter Gruppen, die neben den Regelklassen bestehen. „Mit echten Ganztagschulen haben sie wenig zu tun“, sagte Wenzel. Nur 4 bis 5% aller bayerischen Schüler besuchen derzeit eine echte, d.h. gebundene Ganztagsklasse. In offenen Ganztagsangeboten werden die Schüler nachmittags lediglich betreut - häufig von 400-Euro-Jobbern. Sie sind weder pädagogisch geschult, noch bringen sie Erfahrung oder Profession mit. Die Schulleitungen sind auf sie angewiesen, denn ihr Budget ist zu gering, um Fachpersonal rekrutieren zu können. In kleineren Kommunen ist geschultes Personal zudem Mangelware. An den Gymnasien und Realschulen gibt es bis heute kaum gebundene Ganztagsangebote, obwohl das Gymnasium faktisch ein Ganztagsbetrieb ist - ausgestattet aber nach Maßstäben einer Halbtagsschule. Wenzel bezeichnete dies als skandalös und als Zumutung für Lehrer und Schüler. „Ich habe den Eindruck, dass Leiter von Ganztagsklassen etwas umsetzen müssen, für das es außer Rhetorik wenig Unterstützung gibt, weil es im Grunde nicht gewollt ist.“<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial"> <br /></span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">&nbsp;</span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">Die vom Bayerischen Kultusministerium bevorzugte Variante der offenen Ganztagsklassen ist aus Sicht Wenzels eine „Billiglösung“. Sie sei aber besser als nichts. Denn: bereits in offenen Ganztagsklassen ließen sich positive Veränderungen feststellen. „Lehrerinnen und Lehrer berichten von einem verbesserten Schulklima und von Erfolgen bei vorher leistungsschwachen Schülern. Sie wünschen sich deshalb auch einen bedarfsgerechten und vor allem weiterführenden Ausbau. Sie wissen, dass viele Eltern, die gerne einen Platz für ihr Kind hätten, abgewiesen werden müssen.“ </span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">&nbsp;</span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">Gleichzeitig berichten sie aber auch davon, dass es zu wenige geeignete Räume gibt, dass es an großzügig gestalteten Gemeinschafts- und Aufenthaltsräumen sowie an Lernorten für kleinere Gruppen mangelt. Sie beklagen, dass Personal fehlt und es zu wenig Lehrer- und Anrechnungsstunden gibt. Sie wissen: Ohne ihren Einsatz würde es nicht funktionieren. Ihre Mehrbelastung ist erheblich: So müssen Übergaben besprochen, individuelle lernstandsspezifische Informationen weitergegeben, Schülerbeobachtungen angesprochen und externes Personal betreut werden. „Dies alles wird derzeit zusätzlich und zum Nulltarif geleistet“, betonte Wenzel. </span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">&nbsp;</span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">Ein besonderes Problem stellt die Anwerbung von Honorarkräften dar: „Weil es nicht genügend Geld gibt, müssen die Schulleitungen auf 400-Euro-Kräfte zurückgreifen, die die offenen Ganztagsklassen nachmittags mitbetreuen“, informierte der Leiter der BLLV-Rechtsabteilung, Hans Peter Etter. Ihnen fehle aber häufig die pädagogische und methodische Kompetenz, obwohl gerade die gefragt sei, vor allem dann, wenn sich die Schule in einem sozialen Brennpunkt befinde. Oftmals seien sie auch der pädagogischen Situation nicht gewachsen. „Für viele Schulleiter ist es beinahe unmöglich, geeignetes Personal zu finden, außerdem ist die Fluktuation sehr hoch“, erklärte er. „Die Leidtragenden sind nicht zuletzt die Schüler, denn sie müssen die häufigen Wechsel ihrer Bezugspersonen verkraften.“ Fragen der Aufsichtsverantwortung würden oft ausgeblendet. „Im Ernstfall haftet der Schulleiter. Er muss das Unmögliche schaffen, nämlich Ganztagsklassen mit völlig unzureichenden Mitteln optimal ausstatten. Das Kultusministerium macht ihn für alles verantwortlich und zuständig, gibt ihm aber nicht die dafür nötigen finanziellen und zeitlichen Ressourcen an die Hand. Viele Schulleiter sind regelrecht verbittert. Sie werden krank oder fühlen sich bis an die Grenze der persönlichen Belastbarkeit ausgenutzt“, schilderte Etter. </span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">&nbsp;</span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">Hinter dem Begriffswirrwarr um das Thema Ganztagsschule vermutet Wenzel Methode: „Da ist die Rede von offenen, gebundenen, rhythmisierten, geschlossenen oder echten Ganztagsschulen oder -klassen. Was sich dahinter verbirgt, kann der Laie kaum noch durchschauen. Der Verdacht drängt sich auf, dass dies beabsichtigt ist, denn so lassen sich Zahlen über den tatsächlichen Ausbau von Ganztagsschulen in Bayern leichter verschleiern. Fakt ist jedoch, dass gerade einmal vier bis fünf Prozent aller bayerischen Schüler in den Genuss gebundener Ganztagsklassen kommen. Klassen also, die ganztägig geführt werden, in denen sich Unterrichts-, Lern- und Freizeitphasen über den Tag verteilt abwechseln und die Hausaufgaben in der Schule erledigt werden, so dass die Schüler Kinder nach der Schule tatsächlich frei haben. „Eine Variante, die der BLLV stets favorisiert hat, weil sie pädagogisch sinnvoll ist und ihr positiver Effekt von unzähligen Studien belegt ist.“ Aus Sicht des BLLV auch zentrale Voraussetzung für ein gelungenes achtjähriges Gymnasium. Ohne entsprechende finanzielle, räumliche und organisatorische Ausstattung kann aber weder die eine noch die andere Variante erfolgreich umgesetzt werden. “<br /></span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">&nbsp;</span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">&nbsp;</span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">Eine detaillierte Übersicht über das derzeitige Ganztagsangebot an bayerischen Schulen ist auf der BLLV-Homepage unter <link Ganztagsschulen.7106.0.html>http://www.bllv.de/Ganztagsschulen.7106.0.html</link><br />nachzulesen (Stand 2010/11).</span>]]></content:encoded>
			<category>Ganztagsschulen</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 11:26:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>BLLV fordert: Stufenplan für flexible Grundschule </title>
			<link>http://www.bllv.de/Meldungen.1037.0.html?&#38;cHash=b2a286bfaae8651cb8a7260c4292d841&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4602</link>
			<description>Der Ausbau erfolgt zögerlich und kann nur gelingen, wenn die Voraussetzungen stimmen /...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial"><b>München - Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) begrüßt die Ausweitung der flexiblen Grundschulen und fordert, in einem Stufenplan festzulegen, bis zu welchem Zeitpunkt der bedarfsgerechte Ausbau abgeschlossen sein sollte. Voraussetzung für ein für alle Beteiligten erfolgreiches Gelingen sei zudem beste Ausstattung der Schulen mit Personal und Zeit. „Die Klassen müssten klein bleiben, Differenzierungsstunden dürften nicht gestrichen werden und die Lehrkräfte müssten Ausgleichsstunden für den Mehraufwand erhalten“, betonte Wenzel. „In den bislang 20 und nun bald 80 Modellschulen, finanziell unterstützt vom Bildungspakt Bayern, herrschten<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp; </span>freilich passable Bedingungen - „es muss sichergestellt sein, dass es die auch am Ende des Ausbauplanes für alle beteiligten Grundschulen geben wird.“<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;</span></b> <br /></span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">&nbsp;</span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">In flexiblen Grundschulen werden Schüler/innen der ersten und zweiten Klasse zusammengefasst. Sie können die Eingangsstufe in ein, zwei oder drei Jahren absolvieren. Jedes Kind bekommt dadurch die Zeit, die es braucht. Dabei sei es wichtig, dass alle beteiligten Kolleginnen und Kollegen bestens auf ihre neuen Aufgaben und Herausforderungen vorbereitet werden und günstige Lern- und Arbeitsbedingungen zur Verfügung stehen. </span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">&nbsp;</span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">Derzeit schlagen sich die Grundschulen in Bayern mit einem eklatanten Personalmangel herum. Es fehlt an Fachpersonal, nach wie vor liegt die Teilungsgrenze der ersten Jahrgangsstufen bei 29 Schülern/innen. Pro Klasse steht nur eine Lehrkraft zur Verfügung, die Lehrpläne sind nach wie vor standardisiert. „Das heißt, sie können nicht individuell zugeschnitten werden“, erklärte Wenzel. „Diese Tatsachen zeigen deutlich auf, was geschehen müsste, damit die flexible Grundschule flächendeckend funktionieren kann: Die Schulen brauchen deutlich mehr Geld und mehr Personal.“</span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">&nbsp;</span>
Die flexible Grundschule müsse die Möglichkeit haben, sich intensiv an einem anspruchsvollen Lern- und Leistungsbegriff zu orientieren und dürfe nicht durch zu frühe Sortierung in ihrem Bildungsauftrag gestört werden. „Die Förderkultur, bei der jedes Kind sein individuelles Tempo gehen kann, wird abrupt beendet, wenn es zehn Jahre alt ist und die vierte Jahrgangsstufe absolviert hat. Das führt dazu, dass die gesamte Grundschulzeit - flexibel gestaltet oder nicht - von der zu frühen Selektion überschattet wird.“]]></content:encoded>
			<category>Grundschule</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 13:59:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>Junge Migranten brauchen mehr Unterstützung     </title>
			<link>http://www.bllv.de/Meldungen.1037.0.html?&#38;cHash=b0c7b0af1055c29037979e046463ef45&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4595</link>
			<description>BLLV mahnt beitragsfreie Kindergartenplätze, Ganztagsschulen und gezielte Sprachförderung an /...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial"><br /><span style="mso-spacerun:yes"></span></span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial"></span><span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial"></span>München - Aus Sicht des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) wird im Freistaat noch zu wenig für die Verbesserung der Bildungspartizipation junger Migranten getan. „Schüler aus Migrantenfamilien gehen deutlich seltener auf <span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;</span>Realschulen und Gymnasien, sie sind dagegen überproportional häufig in Förder- und Haupt- bzw. Mittelschulen vertreten“, bemerkte BLLV-Präsident Klaus Wenzel anlässlich des Anwerbeabkommens mit der Türkei, das sich Ende Oktober zum 50. Mal jährt. Auch der Anteil der Wiederholer und Schulabbrecher ist bei den Zuwandererkindern deutlich höher. „Nötig sind beitragsfreie Kindergartenplätze, mehr Ganztagsschulen und mehr gezielte Sprachförderung“, forderte Wenzel <span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;</span>mit Blick auf die Diskussionen um den Nachtragshaushalt 2012. Der derzeitige Personalmangel an allen Schulen führt dazu, dass Maßnahmen für eine verbesserte Integration nur schwer oder gar nicht umgesetzt werden könnten. Wenzel wies außerdem darauf hin, dass der Wert von Mehrsprachigkeit<span style="mso-spacerun:yes">&nbsp; </span>nicht vernachlässigt werden dürfe: „Sie ist kein Stigma, sondern eine Bereicherung, die als Chance begriffen werden sollte.&nbsp;&nbsp; <span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial"><br /><br /></span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">„Auf der einen Seite ist ständig die Rede von der Notwendigkeit, die Sprachförderung in Kindergärten und Grundschulen auszubauen, gleichzeitig gibt es dafür aber viel zu wenig und für diese Integrationsaufgabe besonders qualifiziertes Personal“, bemängelte der BLLV-Präsident heute in München. So könnten die 240 Stunden Deutsch, sie werden im letzten Kindergartenjahr und in der Grundschule in Vorkursen zur Sprachförderung zur Verfügung gestellt, oftmals gar nicht angeboten werden. „Hinzu kommt, dass Erzieher/innen zwar immer mehr leisten sollen - ihre Bezahlung aber beschämend niedrig ist.“ <br /><br /></span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">Die Förderung ausländischer Schüler/innen sei nach wie vor mangelhaft. „Personalmangel und Unterrichtsausfall sind denkbar schlechte Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung notwendiger Förderprogramme und Integrationsprojekte. Hinzu komme der vorherrschende Sortierauftrag der Schulen. „Er erschwert und verhindert integrative Prozesse, die für eine verbesserte Bildungspartizipation erforderlich sind“, sagte Wenzel. <br /><br /></span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">Der BLLV fordert mehr Unterstützung für die Schulen. Auch in der Lehrerbildung müsste mehr geschehen: „Es ist höchste Zeit, mehr Studenten mit ausländischem Hintergrund für den Lehrerberuf zu begeistern. Nur ein Prozent aller Lehrkräfte an den Schulen in Deutschland hat einen Migrationshintergrund, während der Prozentsatz bei den Schülern bei 15 Prozent liegt, in vielen Ballungszentren gibt es Quoten von 50 Prozent und darüber.“ <br /><br /></span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">Von allen in Bayern lebenden jungen Migranten besuchen 65% die Haupt- bzw. Mittelschulen, von den türkischen Schülern gehen sogar 78% auf die Hauptschule bzw. Mittelschule. Dagegen besuchen nur 37% Kinder aus deutschen Familien <span style="mso-spacerun:yes">&nbsp;</span>diese Schulart. An den bayerischen Gymnasien ergibt sich folgendes Bild: Nur 18% der Kinder mit Migrationshintergrund gehen aufs Gymnasium, bei Kindern mit türkischer Abstammung sind es sogar nur 11%, der Anteil deutscher Schüler liegt dagegen bei 38%.<span style="mso-spacerun:yes"> <br /></span> <br /></span>
<span style="font-size:9.0pt;font-family:Arial">Junge Migranten verlassen bis zu dreimal häufiger als deutsche Kinder und Jugendliche die Schule ohne Abschluss, eine Studienberechtigung erlangen deutsche Schüler dreimal häufiger als ausländische. Ihre Erwerbslosenquote liegt um das Zwei- bis Dreifache höher als bei Personen ohne Migrationshintergrund, ihr Armutsrisiko ist doppelt so hoch.</span><br /> 
„Für eine erfolgreiche Integration müssen die Rahmenbedingungen stimmen - sie&nbsp; muss also wirklich gewollt sein“, betonte der BLLV-Präsident. Bayern sei ein Einwanderungsland mit allen Konsequenzen. Es müsse daher selbstverständlich sein, ein ausreichendes Angebot an Deutschkursen für Kinder und Erwachsene zu schaffen, ausgrenzende Schulstrukturen dagegen schrittweise abzuschaffen. Es muss außerdem selbstverständlich sein, ein tolerantes Sozialklima zu schaffen mit dem Ziel, dass kein Jugendlicher die Schule ohne anschlussfähigen Abschluss verlässt und möglichst viele junge Menschen möglichst hohe Bildungsabschlüsse erreichen.“]]></content:encoded>
			<category>Integration (Migranten)</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 11:15:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		
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