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         57. Amberger Seminar

        

„Ärger war gestern“ – Philipp Karch der Hauptreferent

 

 

Kümmersbruck (ark).  Mit dem Amberger Seminar- seit 57 Jahren Tradition- sorgt der BLLV Oberpfalz für inhaltlich vielfältige Fortbildung und Unterstützung der Lehrerinnen und Lehrer. Erwartet werden am 24. Und 25. November wieder mehr als 700 Teilnehmer aus allen Bereichen des Schul- und Erziehungswesens in der Mittelschule Kümmersbruck.  Hauptreferent Philipp Karch- Coach, Trainer, Speaker- zeichnet für das Motto „Ärger war gestern“ verantwortlich. Die Bezirksvorsitzende des BLLV Oberpfalz Ursula Schroll sieht die Situation richtig: „ Wir leben in stürmischen Zeiten und in Zeiten des Umbruchs. Gesellschaftliche Entwicklungen bilden sich einszu eins in unseren Schulen ab“. Wie die Schule in Zukunft gestaltet und gemeistert werden soll, ist angesichts der vielfältigen Aufgaben der Lehrerinnen und Lehrer ein zentrales Thema desBLLV. Unterstützung durch die Schulverwaltung, die Öffentlichkeit und die Politik wird angemahnt, so dass die „Allzweckwaffe Lehrer“ als Erzieher, als Sozialarbeiter, Psycholge und Entertainer nicht alleine gelassen wird. Der gesundheitliche Aspekt spielt dabei ebenfalls eine große Rolle. „Ärgerminimierer“ Philipp Karch macht sich in seinem Referat zum Ziel, praxisnahe Kompetenzen zu vermitteln, dass „Ärger“  in produktive Energie umgewandelt werden kann. Auf seiner Homepage verspricht er: „ Wie Hirschhausen, nur schlanker und frecher“! Neben der Hauptveranstaltung bietet das 57. Amberger Seminar weitere 37 Workshops zu einzelnen Fachthemen an, aus Deutsch, Mathematik oder dem Schwimmen- Lernen etwa. Die Referentin für das Seminar, Katja Meidenbauer, konnte wiederum qualifizierte Fachkräfte aus allen Bereichen gewinnen, die ihre Erkenntnisse  an die Teilnehmer vermitteln.  Daneben findet wie gewohnt eine große Ausstellung von etwa 40 Verlagen statt, die ihr pädagogisches Material präsentieren, betreut von Wolfgang Prasse. Für die interne Organisation in der Schule sorgt Studienrat Rainer Kaleschke mit seinen 10. Klassen. Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer besteht, da es eine anerkannte Fortbildungsveranstaltung  Ist, Dienstunfallschutz.

 


 

 

Unterrichtsversorgung völlig unzureichend

 

BLLV-Oberpfalz verärgert über aktuelle Stellungnahmen

Ursula Schroll, die Vorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) in der Oberpfalz zeigte sich am Wochenende enttäuscht über die Ablehnung des Notprogramms zur Sicherung der Unterrichtsversorgung an Grund- und Mittelschulen und verärgert über die Argumentation.  „Woher auch immer das Ministerium diese Einschätzung haben mag: Bestimmt nicht von den Grund- und Mittelschulen in Bayern. Wir, diejenigen, die jeden Tag an den Schulen arbeiten, sind über die völlig unhaltbare Argumentation verärgert und wütend.“

Im Bildungsausschuss des Landtags wurde am 16. März die Eingabe des BLLV abgelehnt. Der Lehrerverband forderte aufgrund der nicht mehr tragbaren Unterrichtssituation die befristete Aussetzung der Externen Evaluation, der Lotsen an Realschulen und Gymnasien, der Kooperation Mittelschule-Wirtschaftsschule sowie der Vorkurse. Das Kultusministerium begründete die Ablehnung mit dem Argument, die Personalsituation an den Schulen sei „nicht mehr so dramatisch“ wie zur Hochphase der Grippewelle im Februar. „Wir haben keinen Notstand mehr“, stellte Ministerialrätin Dr. Gisela Stückl fest.

An den Schulen zeichnet sich ein ganz anderes Bild berichtet Schroll: „Kaum ein Tag verläuft „normal“. „Normal“ ist, dass nur durch tägliche Notmaßnahmen an den Schulen der Unterricht einigermaßen aufrechterhalten werden kann.“ An Oberpfälzer Schulen sind Klassenzusammenlegungen, Mitführungen, Auflösung von Gruppen und Unterrichtsausfall permanent an der Tagesordnung und oft wissen die Schulleiter und Lehrer nicht mehr, wie sie die Löcher füllen sollen. Deutlich mehr als die Hälfte der zur Verfügung stehenden mobilen Reserven sind seit Schuljahresanfang langfristig eingesetzt und stehen nicht zur Verfügung. Schroll stellt fest: „Wenn in der Statistik zum Unterrichtsausfall in der Grundschule dieser unter einem Prozent liege, dann liegt das nur daran, dass in der Grundschule Unterricht nicht ausfallen darf, zumindest nicht am gleichen Tag einer Erkrankung eines Lehrers, und im Ganztag grundsätzlich sowieso nicht.“

Es mutet ziemlich zynisch an, so zu tun, als sei die Welt in den Schulen in bester Ordnung. Ohne die ständige Mehrarbeit und den zusätzlichen Einsatz der Lehrkräfte würde Schule und Unterricht längst nicht mehr funktionieren. Aber irgendwann ist das Ende der Geduld und der Kraft unserer Lehrer erreicht und da nützt auch der Dank an die so engagierten und fleißigen Lehrer in vielen Sonntagsreden unserer verantwortlichen Politiker nichts mehr. Die bittere Wahrheit ist, so die Vorsitzende: “Unser Dienstherr lässt uns im Regen stehen, ignoriert die Probleme an den Schulen und nimmt uns nicht ernst.“

 


Oberpfälzer Lehrertag 2017

Der Oberpfälzer Lehrertag fand am 11.März in Donaustauf statt und stand unter dem Thema „Haltung zählt, Demokratie lernen“.  Die Bezirksvorsitzende Ursula Schroll begrüßte BLLV-Vertreter aus der ganzen Oberpfalz, Vertreter des BLLV-Landesvorstandes, der Politik und der Schulverwaltung.   Sie bezog Position: Wir stehen für Demokratie. Wir stehen für Haltung. Wir wissen, dass es wichtig ist und dass es sich lohnt, Werte zu achten, Toleranz  und Achtsamkeit zu üben, gegenseitige Wertschätzung, Respekt und Anerkennung zu vermitteln und zu leben. Dabei  haben wir einen Bildungsauftrag zu erfüllen. Wir sollen unsere Kinder zu „eigenverantwortlichen, beziehungs- und gemeinschaftsfähigen, wertorientierten, weltoffenen und schöpferischen Menschen machen, die fähig und bereit sind, in Familie, Staat und Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen und offen sind für religiöse und weltanschauliche Fragen“.

Danach begrüßte der Donaustaufer Bürgermeister Jürgen Sommer die Gäste und berichtete über die Einführung der Gemeinschaftsschule in seiner Marktgemeinde.

BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann lehnte in Ihrem Statement Ausgrenzung, Diskriminierung, Populismus, Gewalt, Hass und Hetze ab. Der Lehrerverband wolle Respekt und Anerkennung vermitteln, es sei nicht hinzunehmen, wenn „sprachlich unter jeder Würde mit anderen umgegangen wird“. Den Schulen komme eine ganz entscheidende Rolle zu, um Werte zu vermitteln und unsere demokratische Ordnung zu erhalten.

Im Hauptreferat sprach Professor Dr. Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung Tutzing über die Notwendigkeit einer besseren politischen Bildung. Sie unterstrich die Bedeutung der politischen Bildung und Demokratie-Erziehung und räumte ein, dass es um das Schulfach Sozialkunde an bayerischen Schulen besser bestellt sein könnte. Als Beispiel nannte die Rednerin die Klassensprecherwahl. Sie forderte eine Diskussion an den Schulen über die Bedeutung politischer Bildung.

Die beiden Landtagsabgeordneten Stierstorfer und Wild erläuterten in ihren Stellungnahmen, wie sie in ihrer Funktion die politische Bildung gerade der Jugend fördern und Angebote bereitstellen. Thomas Unger von der Regierung der Oberpfalz lobte in seiner Stellungnahme die herausragende Leistung der Lehrer, die demokratische Erziehung leisten trotz Unterversorgung mit Lehrkräften. Zuletzt stellte die stellvertretende Landrätin Grimm noch die Broschüren des Landkreises zur Demokratieförderung vor.

Beim Lehrertag des BLLV konnte die Leißl-Stiftung des BLLV-Bezirksverbandes Oberpfalz an den Ehrenpräsidenten des BLLV Dr. Albin Dannhäuser einen Scheck über 29573 Euro für das Hilfsprojekt in Peru überreich. Hiervon können zwei Lehrer ein ganzes Jahr bezahlt werden, um die Kinder professionell zu betreuen.

 


 

Im Rahmen des Bezirksausschusses wurde am Freitagabend Rudi Teplitzky verabschiedet, der seit 1977 im Kreisvorstand von Oberviechtach äußerst engagiert tätig war. Sein besonderes Augenmerk galt dabei stets dem politischen Ziel „Alle Lehrer sind Lehrer“. Mit packenden Worten verabschiedete sich der ehem. Kreisvorsitzende und forderte, dass dienstrechtlich ein Lehrer der 5. Klasse Mittelschule einem Lehrer der 5. Klasse Gymnasium gleichgestellt werden sollte.

 



BLLV-Bezirksvorstand in Klausur

Donaustauf. Am Wochenende traf sich der Vorstand des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) Oberpfalz mit der 1. Vorsitzenden Ursula Schroll in Donaustauf. Die Vorstandschaft legte wichtige Arbeitsbereiche für das kommende Jahr fest. Zentrale Oberpfälzer Themen werden die Freigabe des Elternwillens beim Übertritt, die Neugestaltung der Zeugnisse und eine längere gemeinsame Schulzeit für alle Kinder sein. Auch die aktuelle Personalsituation an den Schulen, die Rückführung von jungen Lehrerkollegen aus anderen Regierungsbezirken in die Oberpfalz und  die Einschränkungen bei der Teilzeitarbeit werden in 2017 eine große Rolle spielen.

 

Des Weiteren wird sich der Bezirksverband mit der Situation der Schulleitungen, mit dem neuen Schulverwaltungsprogramm ASV und den Aufgaben der Verwaltungsangestellten befassen. Dies stellt vor allem auch die relativ vielen kleineren Schulen in der Oberpfalz vor große Herausforderungen. Der BLLV wird sich weiterhin für die Ausbildung eines sog. Stufenlehrers einsetzen. Damit könnte die angespannte Personalsituation in allen Schularten durch den flexiblen Lehrereinsatz besser gesteuert werden.

Außerdem setzt sich der BLLV Oberpfalz für einen dritten Universitätsstandort für die Ausbildung der Sonderschullehrer ein, der in Regensburg angesiedelt werden sollte. Beim Amberger Seminar, das im November 2017 in Kümmersbruck stattfinden wird, möchte der Bezirksvorstand die Werteerziehung in den Mittelpunkt stellen.

Auf dem am 11.03.2017 in Donaustauf stattfindenden Oberpfälzer Lehrertag hält Frau Prof. Dr. Ursula Münch den Hauptvortrag zum Thema „HALTUNG ZÄHLT  Demokratie lernen und leben“. Politiker der verschiedenen Parteien werden hierzu Stellung nehmen. Die BLLV-Vertreter waren sich einig, dass Demokratiepädagogik deutlich mehr ist als eine Sozialkundestunde und daher das Thema innerhalb des BLLV Oberpfalz einen hohen Stellenwert haben sollte. Auch der Dialog zur Integration der Flüchtlingskinder im Bezirk Oberpfalz wird weitergeführt.  Es wurde hierzu beschlossen, das Amt eines Integrationsbeauftragten im BLLV Oberpfalz zu schaffen. tf


             

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