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		<title>BLLV-RSS-Themen</title>
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			<title>BLLV-RSS-Themen</title>
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		<lastBuildDate>Wed, 18 Jan 2012 12:04:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Die Grundprobleme werden nicht gelöst   </title>
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			<description>BLLV-Präsident Klaus Wenzel kommentiert den heute vorgestellten Vorschlag des Aktionsrats Bildung...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>München -</b><b> Den</b><b> heute vorgestellten Vorschlag des Aktionsrats Bildung für ein bundesweites Kernabitur in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch sieht der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) mit Skepsis. „Mit einem ‚zweiten Abitur’ wird das vorherrschende Problem der Bildungsungerechtigkeit in Deutschland und insbesondere in Bayern nicht gelöst“, betonte BLLV-Präsident Klaus Wenzel in einer ersten Reaktion. „Es ist richtig, dass die Abiturverfahren in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich sind. Zentral gestellte Prüfungen können deshalb sinnvoll sein.“ Außer Acht lasse der Aktionsrat Bildung aber, dass die Probleme bereits viel früher einsetzten, denn der Zugang zum Gymnasium bleibe vielen benachteiligten Kindern verwehrt. „Mit einem bundesweiten Kernabitur werden daher die tatsächlichen Probleme nicht gelöst.“ </b>

Freilich machten die extremen Unterschiede zwischen den Bundesländern - z.B. bei der Benotung von Prüfungen - gewisse Standards nötig. „Gleichzeitig führen sie aber auch drastisch vor Augen wie absurd und vor allem wie beliebig ein Bildungssystem ist, das ausschließlich auf Noten und Berechtigungen basiert.“ 

„Wenn Abiturienten künftig in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch gleich zweimal geprüft werden sollen, verdoppelt dies auch den Stress - und davon gibt es an den Gymnasien bereits genug“, gab Wenzel außerdem zu bedenken. Erforderlich seien deshalb Maßnahmen, die die extreme Belastung der Schüler und Lehrer an Gymnasien abbauen und nicht weiter zuspitzten. 

Gleiche Tests suggerieren zudem eine Objektivität, die es aus Sicht Wenzel so nicht gibt: „Ich frage mich schon, wie sinnvoll es ist, alle Schüler nach gleichen Tests zu prüfen, wo doch ihre Lern- und Arbeitsvoraussetzungen, ihre Lehrpläne und Schulsysteme so unterschiedlich sind“.]]></content:encoded>
			<category>Gymnasium</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 13:46:00 +0200</pubDate>
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			<title>BLLV pocht auf inhaltliche Reform des G8</title>
			<link>http://www.bllv.de/index.php?id=1037&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4528&#38;cHash=3e434ad0c7e3e71bdd51e261e009a363</link>
			<description>Präsident Wenzel: „Wenn sich nichts bewegt, kommen die Gymnasien nicht zur Ruhe“ / Mit...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>München - Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, fordert eine inhaltliche Neuausrichtung für alle&nbsp; bayerischen Gymnasien. Die äußere Reform, die Verkürzung um ein ganzes Schuljahr, sei nun abgeschlossen, jetzt müssten dringend Veränderungen an den Inhalten vorgenommen werden. Vor allem gelte es, sich von anachronistischen Lern- und Leistungsvorstellungen zu verabschieden. „Wenn sich nichts bewegt, kann in diese Schulen keine Ruhe einkehren“, warnte er heute in München. Die Belastungen seien für Schüler und Lehrer immens bei gleichzeitig geringer Effizienz, denn nachhaltig kann an den bayerischen Gymnasien aufgrund der Stoffüberfrachtung und Prüfungsfixierung meist immer noch nicht gelernt werden. Lehrkräfte sehen sich dadurch vielmehr gezwungen, ihre Schüler im 45- bzw. 90-Minuten-Takt frontal zu unterrichten. Diese spulen das schnell angeeignete Wissen bei den Prüfungen ab, ihre Leistungen werden dann verglichen und bewertet. „Diese Vorgehensweise ist nicht zeitgemäß“, kritisierte Wenzel. Tiefes Verstehen oder Erfassen komplexer Zusammenhänge blieben auf der Strecke. Hinzu komme, dass die Schüler nicht individuell gefördert werden könnten, die Prüfungsdichte zu hoch sei und der Ausbau rhythmisierter Ganztagsgymnasien kaum voran komme. „Das G8 kann aber nur als echte Ganztagschule funktionieren, einer Schule, in der sich Unterrichts- und Entspannungsphasen über den Tag verteilt abwechseln“, betonte er. Für die gymnasiale Lehrerbildung mahnte er einen Paradigmen- und Perspektivenwechsel an.</b> 
„Die einzelne Lehrperson muss aus der Rolle des Aktiven, des ‚Belehrers’ zurücktreten und mehr zum Beobachter und im Bedarfsfall Berater werden.“ Das sei ein schwieriger Prozess und könne in den gegenwärtigen gymnasialen Strukturen kaum gelingen. Deshalb sei den Lehrrinnen und Lehrern auch kein Vorwurf zu machen, betonte Wenzel. „Solche Prozesse brauchen Zeit und solange es Praxis ist, dass ein Gymnasiallehrer nach 45 oder 90 Minuten das Klassenzimmer wechseln muss und bis zu 300 verschiedene Schülerinnen und Schüler unterrichtet, kann das schwer gelingen.“ 
Damit die innere Reform des G8 gelingen kann, muss sich auch die gymnasiale Lehrerbildung verändern: Die Studierenden sollten Gelegenheit erhalten, neue Unterrichtsmethoden kennenzulernen und ihre Diagnosekompetenz zu schulen. Sie müssen auch erfahren, wie sie die Herausforderungen bewältigen können, die die steigende Heterogenität der Schülerschaft mit sich bringt. „Grundsätzlich brauchen die angehenden Lehrkräfte mehr Berufsfeldorientierung während ihres Studiums“, betonte Wenzel. Noch immer liege der Schwerpunkt bei der Vermittlung von Fachwissen - „das allein reicht aber nicht mehr aus.“ &nbsp; 
Für individuelle Förderung ihrer Schüler hätten die Lehrerinnen und Lehrer an den Gymnasien weder Zeit noch Ruhe: „Wer tatsächlich individuell fördern will, muss zunächst einmal Eingangsdiagnosen für jeden einzelnen Schüler erstellen können. Sie sind die Basis für individualisierte Lern- und Förderpläne, nach denen jeder Schüler für sich arbeitet. Im nächsten Schritt werden individuelle Entwicklungs- und &nbsp;Arbeitsprozesse beobachtet, entsprechende Rückschlüsse folgen. Der einzelne Schüler wird also mit sich selbst und nicht mit anderen verglichen. Daraus sind dann Lern- und Leistungsfortschritte ablesbar. In den immer noch übergroßen gymnasialen Eingangsklassen, die von höchst unterschiedlichen Kindern mit ebenso unterschiedlichen Bedürfnissen besucht werden, bräuchte es für die Umsetzung dieser Prozesse mindestens in den Kernfächern eine zweite Lehrkraft“, erläuterte Wenzel. Das sei kostspielig und politisch nicht gewollt. „Stattdessen wird der Begriff der ‚individuellen Förderung’ instrumentalisiert.“&nbsp; 
Weil die Kollegien an den Schulen allesamt mit massiven Personalmangel zu kämpfen hätten und versuchen müssten, die Unterrichtsversorgung irgendwie aufrecht zu erhalten, gebe es für Veränderungsprozesse keinen Raum: „Die meisten Lehrerinnen und Lehrer sind ‚reformmüde’, weil sie die Erfahrung machen mussten, dass Reformen immer zu ihren Lasten gehen und das erforderliche Personal nicht zur Verfügung gestellt wird.“ Ihre Situation sei alles andere als einfach. „Sie werden mit ihren Problemen alleingelassen“, kritisierte Wenzel. „Inhaltliche Neuausrichtungen können ohne deutliche Verbesserungen der Lern- und Arbeitsbedingungen nicht vorangetrieben werden. Die bayerischen Gymnasien brauchen Lehrer, Lehrer und nochmals Lehrer.“ Ohne Personal könne im Übrigen auch der dringend erforderliche Ausbau rhythmisierter Ganztagsschulen nicht gelingen.&nbsp; ]]></content:encoded>
			<category>Gymnasium</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 11:14:00 +0200</pubDate>
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			<title>Schulstart mit vielen ungelösten Problemen   </title>
			<link>http://www.bllv.de/index.php?id=1037&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4494&#38;cHash=be9065b4b87475fa6f931f21d8711073</link>
			<description>Zu Beginn des Schuljahres fordert BLLV-Präsident Klaus Wenzel eine ehrliche Bestandsaufnahme /...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Zu Beginn des Schuljahres fordert BLLV-Präsident Klaus Wenzel eine ehrliche Bestandsaufnahme / „Bildungsfinanzierung muss kritisch diskutiert werden“&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 
<b>München - Übertrittsproblematik, Schulschließungen, demografische Entwicklung, Weiterentwicklung des achtjährigen Gymnasiums und ein massiver Lehrermangel, dessen Folgen noch nicht absehbar sind - das neue Schuljahr startet mit einer ganzen Reihe ungelöster Probleme. „Der BLLV vermisst dazu Antworten aus dem Kultusministerium. Wir haben den Eindruck, dass das bayerische Schulsystem an seine Grenzen stößt“, erklärte der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, heute in München. Hinzu käme, dass Gelder unökonomisch verteilt würden: „Wir pumpen große Summen in Reparaturmaßnahmen, die überflüssig wären, wenn wir das Fundament der Bildung, den frühkindlichen Bildungsbereich, großzügiger ausstatten würden. Anstatt vorzubeugen, tatsächlich individuell zu fördern und rechtzeitig zu intervenieren, subventionieren wir schulische Um- &nbsp;und Abstiege junger Menschen mit allen Folgen, und wir subventionieren Jahre später Jugendliche ohne Schulabschluss und somit ohne berufliche Perspektive.“ Die Bildungsfinanzierung müsse daher kritisch diskutiert werden. Kritik übte Wenzel auch an der Praxis des Kultusministeriums, schul- und bildungspolitische Realitäten in Bayern schöner darzustellen, als sie tatsächlich sind. „Umso dringender brauchen wir stattdessen eine ehrliche Bestandsaufnahme und entsprechende Konsequenzen.“&nbsp; </b>
Beispiel gebundene Ganztagsschulen, in ihnen findet regulärer Unterricht im Wechsel mit Freizeitphasen über den ganzen Tag verteilt statt: 
Das Kultusministerium hatte Ende Juli verkündet, in diesem Schuljahr 175 weitere gebundene Ganztagszüge einrichten und Ganztagsangebote weiter flächendeckend ausbauen zu wollen. „Von diesem Vorhaben ist zwar in schöner Regelmäßigkeit zu hören, der tatsächlich flächendeckende und vor allem bedarfsgerechte Ausbau lässt aber immer noch auf sich warten“, kritisierte Wenzel. Vielmehr bilde Bayern zusammen mit Schleswig-Holstein und dem Saarland in Sachen Ganztagschulen das Schlusslicht im Ländervergleich. Im vergangenen Schuljahr gab es an nur an 761 Schulen (das sind 16,3% aller 4.682 Schulen in Bayern) gebundene Ganztagsklassen. Sie wurden von 38.000 Schülern besucht, das sind 3% der insgesamt 1,27 Millionen Schüler. Wenzel wies außerdem darauf hin, dass für solche Angebote das Personal fehlen würde: Wenn für 20% aller bayerischen Schüler gebundene Ganztagseinrichtungen zur Verfügung stehen würden, wären selbst unter Berücksichtigung des Schülerrückgangs zusätzlich 4.340 Lehrerstellen erforderlich.“ * 
Der BLLV-Präsident befürchtet, dass der massive Personalmangel und die damit einhergehenden Folgen wie Unterrichtsausfall oder Streichung zusätzlicher Angebote das beherrschende Thema im neuen Schuljahr sein werden. „Es fehlt und mangelt an allen Ecken und Enden, obwohl die Staatsregierung Bildung zur Priorität erklärt hat.“&nbsp; 
Wenzel rechnet auch an den Universitäten mit weiteren Unruhen und Protesten: „Es zeichnet sich ab, dass sich die Arbeitsvoraussetzungen für die Studierenden, aber auch für die Lehrenden, weiter verschlechtern werden. Ganz zu schweigen von den vielen Jugendlichen, die keinen Studienplatz ergattern konnten und ausgebremst werden.“ Die Verkürzung ihrer Gymnasialzeit um ein Jahr nütze ihnen nun gar nichts. Das sei bitter. Diese Generation müsse gleich zweimal für politisch unüberlegte Hauruck-Methoden bezahlen. „Auch die über 5000 arbeitslosen Junglehrer verstehen nicht, warum sie nicht in die Schulen dürfen: Sie werden dringend gebraucht, doch der Freistaat verwehrt ihnen den Eintritt ins Berufsleben.“&nbsp;&nbsp;&nbsp; 
„Meine Hoffnungen liegen darauf, dass die politisch Verantwortlichen die Realitäten endlich anerkennen und merken, dass sie mit Blockadehaltung und Schönreden nicht weiter kommen und damit auch kein einziges schul- und bildungspolitisches Problem zu lösen ist.“ 
Schwerpunkte der BLLV-Arbeit werden im kommenden Schuljahr u. a. der Übertrittsdruck, die Etablierung eines neuen Leistungsgedankens, die Schulentwicklung im ländlichen Raum, die Auseinandersetzung mit dem Thema Rechtsradikalismus und die innere Reform des achtjährigen Gymnasiums in Bayern sein.&nbsp;&nbsp;  

* Details über den Zusammenhang zwischen dem Ausbau von Ganztagsschulen und dem erforderlichen Lehrerbedarf sind auf der BLLV-Homepage unter folgendem Link zu finden: <link Ganztagsschulen.7106.0.html>http://www.bllv.de/Ganztagsschulen.7106.0.html</link>
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			<category>Gymnasium</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 09:55:00 +0200</pubDate>
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		<item>
			<title>Innovationen am G8 sind nicht in Sicht </title>
			<link>http://www.bllv.de/index.php?id=1037&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4416&#38;cHash=14906f870dce1f425cf461bdb2bda191</link>
			<description>BLLV-Präsident Wenzel zum achtjährigen Gymnasium: „Die Chance auf eine Neuausrichtung wurde bisher...</description>
			<content:encoded><![CDATA[BLLV-Präsident Wenzel zum achtjährigen Gymnasium: „Die Chance auf eine Neuausrichtung wurde bisher vertan - Eltern sind unzufrieden, Schüler ausgepowert“ 
<b>München - Der doppelte Abiturjahrgang ist „abgewickelt“, Ruhe wird an den nun durchgängig achtjährigen Gymnasien trotzdem nicht einkehren. So ist es trotz zahlreicher Nachbesserungen nicht gelungen, Lehrern und Schülern den schulischen Alltag zu erleichtern: Die Lehrpläne wurden nur oberflächlich verändert, es gibt kein neues Lern- und Leistungsverständnis und keine Antworten auf die steigende Heterogenität der Schülerschaft. &nbsp;Große Lücken klaffen beim Personal und beim Ausbau rhythmisierter Ganztagsschulen. „Stattdessen vertröstet das Kultusministerium Schüler, Eltern und Lehrer mit Ankündigungen oder konfrontiert sie mit neuen Anweisungen. Der wachsende Bürokratismus bei gleichzeitigem Personalmangel und Unterrichtsausfällen kostet viel Nerven, er bindet auch Zeit, die den Lehrkräften zur individuellen Förderung ihrer Schüler fehlt,“ kritisierte der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, heute in München. Zufrieden dürften einzig die Nachhilfeinstitute sein. „Sie sind die Gewinner dieser Schulpolitik.“ Wenzel forderte das Kultusministerium auf, Maßnahmen zur Qualitätssicherung des bayerischen Gymnasiums zu ergreifen. „Was wir vor wenigen Wochen bei der Benotung der G8-Abiturienten erleben durften, ist an Dilettantismus nicht zu übertreffen.“ Mit solchen Entscheidungen werde der Ruf des Gymnasiums beschädigt. Noch viel schlimmer aber sei, dass junge Menschen das Gefühl entwickeln könnten, politischer Willkür ausgesetzt zu sein.</b> 
Der BLLV-Präsident bezeichnete es als „schul- und bildungspolitischen Skandal“, dass es ohne privat finanzierten Förderunterricht nur wenige Schüler bis zum Abitur schafften. Viele Eltern seien unzufrieden und besorgt, die Schüler gestresst und ausgepowert. Daran habe sich auch im Jahr sieben nach Einführung des G8 wenig geändert. 
Er mache sich inzwischen große Sorgen um den Erhalt der Qualität des bayerischen Gymnasiums, betonte Wenzel und appellierte an das Kultusministerium, das achtjährige Gymnasium auf den Prüfstand zu stellen. Bekanntlich hatte das Kultusministerium nachträglich die Hürden für das Bestehen des ersten G8-Abiturs korrigiert, um eine zu hohe Zahl von Sitzenbleibern zu vermeiden. „Diese Vorgehensweise belegt, wie wenig Noten und Berechtigungen über den tatsächlichen Kompetenzerwerb junger Menschen aussagen“, erklärte Wenzel. Durch die hohe Zahl von Einserabiturienten im G8 sähen sich nun die G9-Abiturienten bei der Vergabe von Studienplätzen mit Numerus Clausus benachteiligt. 
Der BLLV-Präsident verlangte eine neue, zeitgemäße Ausrichtung für das bayerische Gymnasium: „Ich habe den Eindruck, alles ist beim Alten geblieben, die Schulzeit hat sich lediglich um ein Jahr verkürzt - mit allen negativen Folgen für Schüler und Lehrer.“ Wirkliche Innovationen könne er nicht sehen. Außerdem würden die Klagen über die unverändert hohe Belastung und Prüfungsdichte nicht abreißen. „Für individuelle Lernprozesse gibt es keine Zeit, auch nicht für Projektarbeit und andere moderne Unterrichtsmethoden.“ Ziel der Gymnasien müsse sein, möglichst viele Schüler für Wissen und Verständniszusammenhänge zu begeistern, sie neugierig zu machen, Talente zu fördern und Bildungshorizonte zu erweitern. Im Vordergrund sollte ein ganzheitlicher Bildungsbegriff stehen und nicht die Ansammlung von Faktenwissen. Schüler müssten dazu aber aus ihrer passiven Rolle herausgeholt und selbst aktiv werden können. Gymnasien müssten sich stärker als bisher der Entwicklung anspruchsvoller Lernarrangements öffnen. „Das kann nur gelingen, wenn die Voraussetzungen an den Schulen stimmen: Genügend Personal, kleinere Lerngruppen und ausreichend Zeit“, betonte Wenzel und forderte in diesem Zusammenhang einen bedarfsgerechten Ausbau rhythmisierter Ganztagsschulen, die optimal ausgestattet sind. „Der schleppende Ausbau solcher pädagogisch sinnvoller Angebote steht den Ankündigungen aus dem Kultusministerium entgegen und einer erfolgreichen Weiterentwicklung des achtjährigen Gymnasiums im Weg.“ 
Noch immer hat das Kultusministerium keine Antwort auf die Herausforderungen gegeben, die die steigende Heterogenität der Schülerschaft mit sich bringt: Besuchten im Jahr 1966 in Bayern 18,3% der Schüler das Gymnasium, sind es heute über 40%. „Die Vorbildung der Schüler, ihre Lernmotivation und ihr familiärer Hintergrund weichen stark voneinander ab. Bei unzumutbar großen Klassenstärken und extremen Arbeitsbedingungen - es gibt Lehrkräfte, die an einem Tag über 200 Schüler unterrichten - kann auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Heranwachsenden nicht angemessen eingegangen werden. „Bei der seit Jahren mangelhaften Lehrerversorgung sind viele Schulen schon froh, wenigstens die Unterrichtsversorgung sicher stellen zu können.“ 
Fazit: Das achtjährige Gymnasium hat sich etabliert - aber auf Kosten der Schüler, Eltern und Lehrer. Faktisch handelt es sich um die Verkürzung um ein Jahr, die Chance auf eine Neuausrichtung wurde vertan. „Spätestens jetzt sollte damit begonnen werden“, forderte Wenzel und verwies auf das im Februar 2010 vorgestellte BLLV-Diskussionspapier „Aufbrechen. Gymnasium neu denken“. Zu finden auf der Homepage unter&nbsp; <link http://gymnasium.bllv.de/diskussionspapier _blank external-link-new-window>http://gymnasium.bllv.de/diskussionspapier </link>.]]></content:encoded>
			<category>Gymnasium</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 01 Jul 2011 13:12:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>BLLV fordert Aufbruch zu zeitgemäßen Schulen</title>
			<link>http://www.bllv.de/index.php?id=1037&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4354&#38;cHash=45495c63a38df86881b7a5c7dd21b975</link>
			<description>52. Landesdelegiertenversammlung geht heute zu Ende / Fünf Leitanträge verabschiedet / Präsident...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>Würzburg - Die 52. Landesdelegiertenversammlung des Bayerischen Lehrer- und  Lehrerinnenverbandes (BLLV), ist zu Ende. Drei Tage lang befasste sich  das größte Lehrerparlament in Bayern unter dem Motto „Aufbrechen!  Bildung im 21. Jahrhundert“ mit aktuellen schul- und bildungspolitischen  Themen. Über 500 Delegierte verabschiedeten nach zum Teil intensiven  Diskussionen fünf Leitanträge. Sie setzen sich mit Fragen eines modernen  Lern- und Leistungsverständnisses, zeitgemäßer Schulstrukturen,  eigenverantwortlicher Schulen und der Umsetzung des Inklusionsgedanken  auseinander. Debattiert wurde auch die Weiterentwicklung des neuen  Dienstrechts in Bayern. BLLV-Präsident Klaus Wenzel, der gestern mit  einem furiosen Wahlergebnis für weitere vier Jahre in seinem Amt  bestätigt wurde, erklärte: „Wir können stolz sein. Die Signale, die von  dieser LDV ausgehen, richten sich an die bayerische Schul- und  Bildungspolitik, aber auch an Eltern und Schüler. Wir fordern nichts  weniger als einen Aufbruch zu einer neuen und zeitgemäßen Schul- und  Bildungslandschaft.“ Aufbrüche verlangten Mut und sie sollten frei von  Denkblockaden sein. Der BLLV gehe gestärkt aus dieser LDV hervor. „Wir  sind und wir bleiben unabhängig und geschlossen“, betonte Wenzel und  kündigte an, auch in den kommenden vier Jahren nicht aufzuhören, klar  und deutlich Stellung zu beziehen.&nbsp; </b> 



Mit den fünf verabschiedeten Leitanträgen hat der BLLV als größte und  älteste Lehrerorganisation in Bayern die Richtlinien seiner  Verbandspolitik für die nächsten vier Jahre festgelegt. „Mit diesen  Leitanträgen zeigen wir dem schulpolitischen Schubladendenken die rote  Karte“, betonte Wenzel. In Zukunft dürfe es nicht mehr darum gehen,  möglichst viele Schüler in möglichst viele Schularten hin und her zu  sortieren. Bayern brauche mehr integrierende und weniger trennende  Schulen. Die fünf Leitanträge würden dazu den Weg weisen. &nbsp;&nbsp; 

So skizziert der Leitantrag „Aufbrechen! Lernen im 21. Jahrhundert“  ein neues Lern- und Leistungsverständnis, das für alle Schulen  grundlegend sein sollte. Im Zentrum stehen individuelle Förderung und  längeres gemeinsames Lernen. Der Lehrer der Zukunft ist kein Be-lehrer,  sondern Lernberater oder Coach - und er stellt den Schüler mit all  seinen Bedürfnissen in den Mittelpunkt. Er kann Grundsätze eines  modernen Unterrichts leben und ist befreit von einem System, das auf  Bewertungen, Punkten, Noten und Berechtigungen ausgerichtet ist.  

Im Leitantrag „Schulstruktur im 21. Jahrhundert“ geht es darum,  überholte Strukturen aufzubrechen und Möglichkeiten für längeres  gemeinsames Lernen überall dort zu zulassen, wo es gewünscht wird. Die  Beteiligten vor Ort müssen in die Lage versetzt&nbsp; werden, behutsame  Schulentwicklungsprozesse einleiten zu dürfen. Hintergrund sind  demografische Entwicklungen und veränderte Schülerströme. Neben einem  weiterentwickelten Gymnasium sollte es künftig eine gleichwertige  Alternative geben, eine Schule, die interessierten Schülern und Eltern  Abschlüsse bis hin zum Abitur, längeres gemeinsames Lernen und  Wohnortnähe ermöglicht.  

Schulen der Zukunft müssen eigenverantwortlich arbeiten dürfen -  damit das gelingen kann, beschreibt der entsprechende Leitantrag die  Voraussetzungen. Dazu gehören u. a. maßgeschneiderte  Fortbildungskonzepte, die den&nbsp; jew. Bedürfnissen einzelner Schulen  gerecht werden, oder die Professionalisierung der Schulleitungen.  Schulleiter/innen brauchen entsprechende Rahmenbedingungen, was eine  Neudefinition ihres Berufsbildes erfordert. Weil sie die Organisations-,  Personal- und Unterrichtsentwicklung vorantreiben sollen, müssen sie  entsprechend qualifiziert werden. Eigenverantwortliche Schulen brauchen  auseichende Ressourcen, eine differenzierende Budgetierung und ein Klima  des Vertrauens.  

Auch der Leitantrag „Aufbrechen! Inklusion an Bayerns Schulen“ macht  deutlich, dass ohne entsprechende Rahmenbedingungen die Umsetzung der  UN-Behindertenrechtskonvention nur schwer gelingen kann. Sie betreffen  die Klassenbildung - maximal sollten nicht mehr als 20 Schüler in einer  Klasse sein, davon nicht mehr als vier mit sonderpädagogischem  Förderbedarf, - aber auch die personellen Kapazitäten. Weiteres  Fachpersonal ist ebenso nötig wie Aus- und Fortbildungen für Lehrer oder  die Mitarbeit der Eltern. Grundsätzlich hält der Leitantrag fest, dass  die Schulen vom Sortierauftrag befreit und Formen für längeres  gemeinsames Lernen ermöglicht werden müssten.  

 Um das Neue Dienstrecht in Bayern weiterzuentwickeln, schlägt der  BLLV in seinem entsprechenden Leitantrag einen „Beförderungskegel“ für  alle Lehrkräfte vor. Gefordert werden auch strukturelle Konsequenzen  sowie die Ausbringung von Stellen im Haushalt für Führungsämter in den  Bereichen Schul- und Seminarleitung sowie Schulberatung und -verwaltung.  Die Anwärterbezüge sind deutlich anzuheben, bestehende  leistungsbezogene Besoldungselemente beizubehalten bzw. auszubauen. Das  gilt auch für die Ballungsraumzulage. Sonderzahlungen müssen auf  bisherigem Niveau beibehalten werden, die Wiederbesetzungssperre ist  aufzuheben, die Arbeitszeitverlängerung planmäßig zurückzunehmen, von  bisherigen Grundsätzen der Beamtenversorgung ist nicht abzuweichen. 
]]></content:encoded>
			<category>Förderschule</category>
			<category>Grundschule</category>
			<category>Gymnasium</category>
			<category>Hochschule/Universität</category>
			<category>Mittel-/Hauptschule</category>
			<category>Realschule</category>
			<category>Schulstrukturdebatte</category>
			<category>Regionale Schulentwicklung</category>
			<category>Bildungsgerechtigkeit</category>
			<category>Landesdelegiertenversammlung</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 04 Jun 2011 11:59:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		
		<item>
			<title>Längeres gemeinsames Lernen zulassen </title>
			<link>http://www.bllv.de/index.php?id=1037&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4352&#38;cHash=e5948569e2c0f97bf785c211e789f680</link>
			<description>Schul- und bildungspolitische Verwerfungen in Bayern erfordern konstruktive Lösungen / BLLV...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Würzburg - Zeitgemäße Schulpolitik muss überholte  Strukturen und Denkmuster aufbrechen. Dieses Signal sendet der  Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) von seiner 52.  Landesdelegiertenversammlung in Würzburg aus. „Um angemessen auf die  Herausforderungen der bayerischen Schul- und Bildungspolitik reagieren  zu können, braucht es konstruktive Lösungen“, erklärte BLLV-Präsident  Klaus Wenzel. In dem von über 500 Delegierten einstimmig verabschiedeten  Leitantrag „Aufbrechen! Schulstruktur im 21. Jahrhundert“ fordert der  BLLV, überall dort Möglichkeiten für längeres gemeinsames Lernen zu  zulassen, wo es gewünscht wird. „Die bayerische Schul- und  Bildungspolitik steht aufgrund demografischer Entwicklungen und  veränderter Schülerströme vor einem grundlegenden Paradigmenwechsel.  Blockadehaltung und Abwehrreaktionen sind wenig hilfreich. Die  Beteiligten vor Ort müssen vielmehr in die Lage versetzt&nbsp; werden,  behutsame Schulentwicklungsprozesse einleiten zu dürfen“, sagte Wenzel.  Neben einem weiterentwickelten Gymnasium müsse es künftig eine  gleichwertige Alternative geben, eine Schule, die interessierten  Schülern Abschlüsse bis hin zum Abitur, längeres gemeinsames Lernen und  Wohnortnähe ermöglicht.



„Die Menschen müssen zwischen beiden Schulformen wählen dürfen“,  verlangte Wenzel. Die Bevölkerung habe ein Recht auf  Entscheidungsfreiheit. Beide Schulformen müssten optimal ausgestattet  sein und zeitgemäße Lerninhalte vermitteln. Tragend für den Unterricht  müsse ein neues Lern- und Leistungsverständnis sein, das sich an  individuellen Lernfortschritten orientiert. Alle Schülerinnen und  Schüler würden individuell gefördert.  

„Die Herausforderungen für das bayerische Schulsystem türmen sich auf:<b> </b>Sinkende  Geburtenzahlen und steigende Übertritte in die Realschule,  Wirtschaftsschule und Gymnasium gefährden die wohnortnahe Schule,  zahlreiche Grund- und Hauptschulen sind von Schließungen bedroht.  Auslesedruck und Chancenungerechtigkeit nehmen zu. Die Ausgrenzung von  Migranten führt zu Segregation und Ghettobildung. Übertrittsverhalten  und schulischer Abschluss werden wesentlich durch die regionale Herkunft  bestimmt. Die Wirtschaft klagt, dass einer zu hohen Zahl nicht  ausbildungsfähiger Schulabgänger eine zu geringe Zahl von  hochqualifizierten Abgängern gegenüber steht. In einem  konjunkturabhängigen Ausbildungsmarkt schwinden die Ausbildungschancen  für Hauptschulabgänger und Arbeitsmöglichkeiten für Un- und Angelernte“,  heißt es in dem Leitantrag.  

„Die bayerische Schulpolitik reagiert darauf mit unbeirrtem  Festhalten am dreigliedrigen System“, kritisierte Wenzel. Dieses System  leide aber an starren Strukturen und mangelnder Durchlässigkeit. „So  kommen auf einen Aufstieg innerhalb des gegliederten Schulwesens elf  Abstiege.“ Gerechtfertigt werde dieses System durch die nicht haltbare  Ideologie homogener Lerngruppen durch das Aufteilen der Schüler auf  getrennte Schularten. Diese Pädagogik ersetzt Individualisierung durch  Gruppierung. Die Folge ist eine mangelhafte Förderung der einzelnen  Schüler. Dies fällt insbesondere bei schwächeren Schülern ins Gewicht.  Zudem verursacht die Bereitstellung von drei parallelen Schularten hohe  Kosten bei geringer Effizienz. Dies zeigt sich im internationalen  Vergleich mit anders organisierten Schulsystemen deutlich. Hinzu kommt,  dass das bayerische Bildungswesen generell durch Unterfinanzierung und  Unterversorgung geprägt ist. Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt, der für  öffentliche Bildungsausgaben herangezogen wird, liegt im  internationalen Vergleich nicht auf einem Rang, der einer führenden  Industrienation zukommt.  

„Trotz eines hektischen Reformaktivismus ist die Schulpolitik bislang  nicht bereit, tiefgreifende Reformen anzugehen, die den grundlegenden  Problemen eine dauerhafte Lösung zuführen“, beklagte Wenzel. Die  Aufteilung der Schüler nach der 4. Klasse auf unterschiedliche  Schularten wird dogmatisch unter allen Umständen beibehalten, auch wenn  sich mittlerweile nicht nur das gesamte Ausland, sondern auch beinahe  alle anderen deutschen Bundesländer von der Dreigliedrigkeit  verabschiedet haben. Im BLLV-Leitantrag wird ausdrücklich betont, „dass  die Bildungspolitik keine einheitlichen Schulmodelle per Zwang  überstülpen darf.“ Vielmehr müssten die Schulen vor Ort beraten und bei  der Erarbeitung von Konzepten für längeres gemeinsames Lernen  unterstützt werden.  


<b>Die Delegierten fordern die Bayerische Staatsregierung auf, </b>
<ul style="margin-top:0cm" type="disc"><li class="MsoNormal" style="mso-list:l0 level1 lfo1;tab-stops:list 36.0pt;      mso-layout-grid-align:auto;punctuation-wrap:hanging;text-autospace:ideograph-other;      mso-vertical-align-alt:auto"><span>Modelle       integrierter, vollständiger Schulangebote mit verschiedenen  Abschlussniveaus      in einer Schule auf Antrag der Schule zu zulassen </span></li><li class="MsoNormal" style="mso-list:l0 level1 lfo1;tab-stops:list 36.0pt;      mso-layout-grid-align:auto;punctuation-wrap:hanging;text-autospace:ideograph-other;      mso-vertical-align-alt:auto"><span>den Schulen      Entscheidungskompetenzen zu geben </span></li><li class="MsoNormal" style="mso-list:l0 level1 lfo1;tab-stops:list 36.0pt;      mso-layout-grid-align:auto;punctuation-wrap:hanging;text-autospace:ideograph-other;      mso-vertical-align-alt:auto"><span>integrierte      Alternativen zu entwickeln, anstatt<span>&nbsp;      </span>Schulen im gegliederten Schulwesen neu zu gründen</span></li><li class="MsoNormal" style="mso-list:l0 level1 lfo1;tab-stops:list 36.0pt;      mso-layout-grid-align:auto;punctuation-wrap:hanging;text-autospace:ideograph-other;      mso-vertical-align-alt:auto"><span>Schulen in      die Lage zu versetzen, Lehrpläne entsprechend verändern zu dürfen<span>&nbsp; </span></span></li><li class="MsoNormal" style="mso-list:l0 level1 lfo1;tab-stops:list 36.0pt;      mso-layout-grid-align:auto;punctuation-wrap:hanging;text-autospace:ideograph-other;      mso-vertical-align-alt:auto"><span>Lehrer aller      Schularten an den neuen Schulen einzusetzen und dort unterrichten zu      lassen</span></li><li class="MsoNormal" style="mso-list:l0 level1 lfo1;tab-stops:list 36.0pt;      mso-layout-grid-align:auto;punctuation-wrap:hanging;text-autospace:ideograph-other;      mso-vertical-align-alt:auto"><span>die  Lehrerbildung      umzubauen (Stufenlehrer, Kompetenz des  individualisierten Unterrichts und      des Umgangs mit Heterogenität,  Förderdiagnostik)</span></li><li class="MsoNormal"><span></span><span>einzelschulbezogene Fortbildungsinitiativen zu integrierenden Unterrichtsformen</span><span> anzubieten.</span></li></ul>]]></content:encoded>
			<category>Landesdelegiertenversammlung</category>
			<category>Schulstrukturdebatte</category>
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			<category>Grundschule</category>
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			<category>Gymnasium</category>
			
			
			<pubDate>Sat, 04 Jun 2011 11:24:00 +0200</pubDate>
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			<title>Schulen sollten neue Wege gehen dürfen </title>
			<link>http://www.bllv.de/index.php?id=1037&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4347&#38;cHash=1a6502161ebfc37b2e3b3411d6cd16ce</link>
			<description>BLLV will etablierten Lernbegriff neu definieren / Entsprechender Leitantrag auf...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>Würzburg - Das Lernen an Schulen muss neu definiert werden.  Schüler und Lehrkräfte müssen anders arbeiten dürfen. „Pädagogen wissen  genau, wo es hakt. Sie stoßen im bayerischen Schulsystem immer wieder an  vorgegebene Grenzen“, erklärte der Präsident des Bayerischen Lehrer-  und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, bei der 52.  Landesdelegiertenversammlung in Würzburg. Der vorgelegte Leitantrag  „Aufbrechen! Lernen im 21. Jahrhundert“, er wurde von rund 500  Bildungsexperten aus ganz Bayern nach eingehender Beratung mit  überwältigender Mehrheit verabschiedet, sei richtungsweisend für die  bayerische Schul- und Bildungspolitik. Wenzel forderte die  Staatsregierung auf, den Schulen Wege zu eröffnen, die neues Lernen  ermöglichten. „Lehrkräfte wissen, was gute Schulen ausmacht, sie wissen  aber auch, dass sie dieses Wissen nicht so umsetzen können, wie sie es  gerne tun würden.“ Schulen müssten sich zu sehr nach an den  Vorstellungen der Politik orientieren und könnten zu wenig nach ihrer  Profession handeln. „Neues Lernen zu etablieren kann nur gelingen, wenn  Schulen die dafür nötige Freiheit bekommen. Im Zentrum des neuen  Lernbegriffs stehen individuelle Förderung und längeres gemeinsames  Lernen.“</b>


Aus Sicht des BLLV ist der Lehrer der Zukunft kein Be-lehrer, sondern  Lernberater oder Coach - und er stellt den Schüler mit all seinen  Bedürfnissen in den Mittelpunkt. Er kann Grundsätze eines modernen  Unterrichts leben und ist befreit von einem System, das auf Bewertungen,  Punkten, Noten und Berechtigungen ausgerichtet ist. Er kann  Lernbegleiter sein, Kinder individuell fördern, Lernfortschritte  anerkennen, im Team arbeiten, in der Ganztagsschule seinen Arbeitsplatz  gestalten und er kann Netzwerke nutzen. Er ist gestärkt in seiner  diagnostischen Kompetenz und in der Gestaltung anspruchsvoller Lehr- und  Lernumgebungen. Er kann dem Lernenden die Werkzeuge liefern, die er  braucht und leistet Hilfestellung. In den Schulen der Zukunft werden  verschiedene Professionen und Kompetenzen gebündelt, Schüler und Lehrer  unterstützt: Es gibt Schulsozialarbeiter, Beratungsfachkräfte,  Schulpsychologen, Alternative Schulische Angebote (ASA), Förderlehrer,  Psychotherapeuten und Ergotherapeuten, Logopäden, Heilpädagogen und  weitere Experten. Ihre Aufgabe ist es, auf die individuellen Bedürfnisse  der Schüler einzugehen und die jeweilige Lehrkraft professionell zu  begleiten. Die Zusatzangebote haben keinen Exotenstatus, sie sind  vielmehr selbstverständlicher und verlässlicher Bestandteil jeder  Schule.  

„Leider sind wir vom Idealfall noch weit entfernt“, stellte Wenzel  fest. „Um ihn zu erreichen, müssen bestehende Strukturen aufgebrochen  werden“, betonte er. Notwendig seien Veränderungen in allen drei Phasen  der Lehrerbildung sowie&nbsp; die Etablierung einer Förderkultur, bei der  Lehrpläne durch kompetenzorientierte Standards ersetzt und  Schüler-Relationen effektiv gestalten werden. „Schulen brauchen mehr  Unabhängigkeit und sollten in erweiterter Verantwortung agieren dürfen.  Sie müssen in die Lage versetzt werden, die Inklusionsidee umzusetzen,  dezentralisierte Bildungsangebote und Heterogenität anzuerkennen,  ausreichend Lehrerstunden bereit stellen zu können und Formen des  längeren gemeinsamen Lernens zu ermöglichen.“ 

„Wir wissen längst, dass diese Kriterien gute Schulen ausmachen und  es stellt sich die Frage, warum sie in der Schulrealität nicht umgesetzt  werden dürfen“, so der BLLV-Präsident. Derzeit seien individualisierte  und differenzierte Lernarrangements das ‚Sahnehäubchen’ und ‚nette  Beiwerk“, nicht aber Realität in jeder Unterrichtsstunde - genau das  aber sollten sie sein.“ Stattdessen müssten Lehrerinnen und Lehrer mit  eng gestrickten Vorgaben zu Recht kommen, die modernen Unterricht  erschweren.  

Es hilft einem Kind wenig, wenn es vom Lehrer für seine Plakatarbeit  gelobt wird, dann aber doch nur die Note aus der Schulaufgabe zählt. Es  hilft einem Kind auch nicht, wenn es in der Förderstunde unterstützt  wird, dann aber die gleichen Proben wie die anderen Kinder schreiben  muss. Pädagogen wissen auch, wie wertvoll Methodenwechsel im Unterricht  ist und setzen ihn bewusst ein. Sie stoßen aber an Grenzen, wenn sie in  vierten Grundschulklassen eine Projektwoche „Kunst“ abhalten wollen.  Gruppenarbeiten können auch schlecht präsentiert werden, wenn dafür nur  zwei Unterrichtsstunden pro Woche vorgesehen sind. Lehrkräfte finden  auch nicht die Zeit, für die Präsentation der Referate einzelner  Schülergruppen. Zwar fixiert der Lehrplan die Methode als übergreifendes  Lernziel, die Fülle des Stoffes lässt hierfür aber wenig Spielraum.

Im BLLV-Leitantrag wird festgestellt, dass Unterricht nur dann  verändert und „aufgebrochen“ werden kann, wenn sich einerseits die  Lehrer auf den Weg machen. „Das tun sie und können sie.“ Andererseits  aber könnten Lernarrangements nur so gut sein, wie das System es  zulässt. „Ein auf Sortieren ausgelegtes System lässt jede Form des  modernen Lernens scheitern.“ Der BLLV fordert deshalb, Formen längeren  gemeinsamen Lernens zuzulassen und in diesen aufzuzeigen, wie fruchtbar  Lernen in heterogenen Lerngruppen sein kann. 
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			<category>Landesdelegiertenversammlung</category>
			<category>Bildungsfinanzierung</category>
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			<category>Bildungsgerechtigkeit</category>
			<category>Bildungsstandards</category>
			<category>Leistungsmessung</category>
			<category>Schulstrukturdebatte</category>
			<category>Förderschule</category>
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			<pubDate>Fri, 03 Jun 2011 17:56:00 +0200</pubDate>
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		</item>
		
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			<title>BLLV fordert ganzheitliches Bildungsverständnis</title>
			<link>http://www.bllv.de/index.php?id=1037&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4337&#38;cHash=6144636223fbf2af8a08edbf30e7fc0d</link>
			<description>Schulen müssen den Wert intakter Lebenswelten erfahrbar machen - Lehrer müssen Stellung beziehen /...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>Die nukleare Katastrophe von Fukushima, neue Kriege oder  Finanzcrashs, diese Ereignisse haben auch an den bayerischen Schulen  Spuren hinterlassen. „Lehrkräfte sind nicht nur mit den Sorgen und  Ängsten ihrer Schüler konfrontiert, sondern auch mit ihren eigenen  Gefühlen. Ob sie wollen oder nicht: Sie müssen Stellung beziehen und  Antworten finden, denn junge Menschen brauchen Perspektiven. In Zeiten  tiefgreifender gesellschaftlicher Umbruchsprozesse wird besonders  deutlich, dass Schulen nicht nur zentrale Bildungseinrichtungen sind,  sondern dass sie Heranwachsenden Halt und Sicherheit geben können - und  müssen“, erklärte der Präsident des Bayerischen Lehrer- und  Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, bei der&nbsp; 52.  Landesdelegiertenversammlung in Würzburg. In seiner Grundsatzrede  bezeichnete er es als wegweisende Aufgabe aller Pädagogen, jungen  Menschen den Wert intakter Lebenswelten erfahrbar zu machen. „Sie müssen  lernen, dass es sich lohnt, für den Erhalt einer lebenswerten Zukunft  einzutreten. Grundlage ist ein ganzheitliches Bildungsverständnis, das  sich nicht ausschließlich über Faktenwissen definiert. Es umfasst alle  Bereiche des Lebens, es integriert und stabilisiert. Es befähigt zur  Orientierung in einer komplexerwerdenden Realität und es erfordert  lebenslanges Bemühen. Für ein solches Bildungsverständnis wird sich der  BLLV stark machen. Das Motto der LDV, „Aufbrechen! Bildung im 21.  Jahrhundert“ sei nicht zufällig gewählt.</b> 



Weil sich alles um aus- und abgrenzende Abschlüsse und Berechtigungen  dreht, ist der Bildungsbereich vielfältigen Instrumentalisierungs- und  Kommerzialisierungstendenzen ausgesetzt. „Mit umfassender Bildung, die  Menschen befähigt, humane, ökologische, zukunftsfähige und am Gemeinwohl  orientierte Gesellschaften zu entwickeln, hat der heutige  Bildungsbegriff wenig zu tun“, sagte Wenzel. In Zukunft müsse es sehr  viel mehr um die Qualität von Bildung und sehr viel weniger um Quantität  gehen, wobei sich Bildungssysteme nicht einseitig den Bedürfnissen der  Wirtschaft unterordnen dürften. Wenzel hält deshalb eine grundlegende  Neudefinition des Begriffs Bildung für dringend erforderlich.&nbsp;&nbsp;  

„Heute akzeptieren wir ohne zu hinterfragen angebotene  Bildungssegmente, wie zum Beispiel hierarchisch gegliederte  Schulabschlüsse. Wobei vorgetäuscht wird: Je höher der erworbene  Abschluss, umso höher die jeweilig erworbene Bildung.“ Es zähle nur  prüfungsrelevantes Wissen. Die Folge: Schulen und Hochschulen werden zu  Paukanstalten, in denen weniger reflektiert, dafür mehr geprüft wird.  Wissen und Bildung würden zunehmend kanalisiert, Lern- und  Leistungsprozesse beschleunigt. „Die Prozesse entfalten sich bereits in  der Grundschule und setzen sich im Studium oder im Berufsleben fort.  „Viele Menschen fühlen sich unter Druck gesetzt, es gibt kaum noch Zeit  zum Innehalten, zur kritischen Auseinandersetzung. Bereits junge  Menschen brennen aus und geraten in Krisen.“ Das sei eine gefährliche  und kontraproduktive Entwicklung. „Sie hemmt Kreativität, Lebens- und  letztlich auch Lernfreude. Wenn Bildung in Schieflage gerät, gerät die  Gesellschaft in Schieflage“, betonte Wenzel.&nbsp;  

„Es wäre ein großer Erfolg, wenn von dieser Delegiertenversammlung  der Impuls ausgehen könnte, dass der BLLV dieses Verständnis von Bildung  kritisch hinterfragt und nach neuen Wegen sucht“, sagte Wenzel unter  lang anhaltendem Beifall der über 500 Delegierten und etwa 150 Gäste aus  ganz Bayern.  

&nbsp;„Wer sich die angebotenen Bildungssegmente genauer anschaut, merkt  schnell, dass sich die dadurch erworbenen Abschlüsse aus Noten  zusammensetzen, die unter fragwürdigen Bedingungen zustande gekommen  sind: zum Beispiel durch Wiedergabe schnell angehäuften und zum  richtigen Zeitpunkt abgespulten Wissens zu einem bestimmten Thema. Hinzu  kommt, dass Bildungssegmente käuflich zu erwerben sind, was u. a. auch  dazu führt, dass Bildungsabschlüsse mit privatem Förderunterricht  wesentlich zu verbessern sind. „Der kommerzielle Bildungsmarkt ist  gigantisch angeschwollen, gleichzeitig hat die Bildungsungerechtigkeit  zugenommen. Partizipieren können nur die, die für diese Angebote zahlen  können. Die Folge sind Aus- und Abgrenzungstendenzen, die das  Konfliktpotential einer Gesellschaft befördern und die Sozialsysteme  unnötig belasten.“  

Die Zeit sei reif für ein Umdenken und eine Neudefinition des  Begriffs Bildung. „Gesellschaften im 21. Jahrhundert brauchen  neugestaltete Schulen und anspruchsvolle Lernarrangements.  Schulabschlüsse, Lerninhalte und Schulstrukturen müssen kritisch  hinterfragt und so definiert werden, dass möglichst viele möglichst gute  Lebenschancen haben und gleichzeitig befähigt werden, die gewaltigen  ökologischen und ökonomischen Herausforderungen zu lösen“, forderte der  BLLV-Präsident.  ]]></content:encoded>
			<category>Bildungsfinanzierung</category>
			<category>Unterrichtsversorgung</category>
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			<category>Förderschule</category>
			<category>Grundschule</category>
			<category>Gymnasium</category>
			<category>Mittel-/Hauptschule</category>
			<category>Realschule</category>
			<category>Schulleitung</category>
			<category>Bildungsgerechtigkeit</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 03 Jun 2011 11:44:00 +0200</pubDate>
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			<title>BLLV: Bildung darf nicht an Wert verlieren</title>
			<link>http://www.bllv.de/index.php?id=1037&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4333&#38;cHash=daa356b5d68e9602267e9b42dab74f5e</link>
			<description>Lehrkräfte wehren sich gegen Sparmaßnahmen / Rund 500 Delegierte verabschieden
Resolution:...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>Würzburg - Mit Verärgerung und Unverständnis reagieren Bayerns Lehrkräfte auf die Entscheidung der Staatsregierung, an den Sparbeschlüssen trotz üppiger Steuermehreinnahmen festzuhalten. Zur Ader gelassen werden vor allem die Beamten - also auch etwa 100.000 Lehrkräfte. Der Doppelhaushalt 2011/12 sieht weitreichende Einschnitte wie eine erneute Nullrunde, die Verlängerung der so genannten Wiederbesetzungssperre, die Absenkung der Besoldung angehender Lehrkräfte sowie die Aussetzung leistungsbezogener Bezahlungselemente vor. „Das schreckt nicht nur ab und ist alles andere als eine Ermunterung, den Lehrerberuf zu ergreifen, es ist auch ein überaus kontraproduktives Signal, das die Politik aussendet. Bildung verliert so an Wert und an Wertschätzung“, kritisierte der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel. Zum Auftakt der 52.Landesdelegiertenversammlung des BLLV in Würzburg verabschiedeten heute Nachmittag über 500 Bildungsexperten einstimmig die Resolution mit dem Titel: „Steuereinnahmen sprudeln - weg mit der Nullrunde!“</b>
Die Situation ist an vielen Schulen aufgrund des Personalmangels bei gleichzeitig steigenden Aufgaben sehr angespannt. „Das Festhalten an der Nullrunde wirkt wie ein Motivationshemmer. Viele Kolleginnen und Kollegen, die sich weit über ihr Pflichtmaß hinaus engagieren und auch gesundheitlich an ihre Grenzen gehen, um ihren Schülern trotz aller Widrigkeiten beste Lern- und Förderbedingungen zu verschaffen, fühlen sich ausgenutzt“, machte Wenzel deutlich. Besonders hart treffe es die jungen Pädagogen: Ihr ohnehin spärliches Gehalt wird nun noch einmal um etwa 250 Euro gekürzt. Lust auf ein Lehramtsstudium macht das nicht.“
In der Resolution fordert der BLLV die Bayerische Staatsregierung auf, die vom Bayerischen Landtag beschlossene Nullrunde für das Jahr 2011 sowie die weiteren Sparmaßnahmen umgehend zurückzunehmen. Wörtlich heißt es darin: „Angesichts der derzeit sprudelnden Steuereinnahmen gibt es keinen Grund mehr an den Sparbeschlüssen festzuhalten.“ Die veränderten Rahmenbedingungen seien Grund genug für den Dienstherren, Korrekturen vorzunehmen.
Die Nullrunde sei mit Blick auf die steigende Inflationsrate bei tatsächlicher Betrachtung eine Minusrunde. Ihr fehle jegliche Rechtfertigung. Wenzel appellierte an die Bayerische Staatsregierung, den wachsenden Unmut der Lehrerschaft nicht zu ignorieren. Auch bayerische Beamte hätten das Recht, am derzeitigen wirtschaftlichen Aufschwung teilzuhaben.
In Übereinstimmung mit dem Bayerischen Beamtenbund (BBB) fordert der BLLV in der Resolution noch weitergehende Maßnahmen wie eine Einmalzahlung in Höhe von 750 Euro, um schnellstmöglich den im Jahr 2011 aufgelaufenen Besoldungsrückstand aufzuholen. Dazu eine lineare Erhöhung von 3,5 % der Bezüge ab dem 01.01.2012, mit der die Anhebungen im Tarifbereich auch für Beamte nachgezeichnet werden, sowie eine anschließende (Sockel-)Erhöhung von 17 Euro.
<link fileadmin/Dateien/Land-PDF/Pressemitteilungen/2011/PM_22_BLLV_Bildung_darf_nicht_an_Wert_verlieren.pdf - download>Die Resolution im Wortlaut zum Download.</link>]]></content:encoded>
			<category>Landesdelegiertenversammlung</category>
			<category>Bildungsfinanzierung</category>
			<category>Berufliche Schulen</category>
			<category>Fachlehrer</category>
			<category>Förderlehrer</category>
			<category>Förderschule</category>
			<category>Grundschule</category>
			<category>Gymnasium</category>
			<category>Mittel-/Hauptschule</category>
			<category>Realschule</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 03 Jun 2011 09:25:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="http://www.bllv.de/uploads/media/PM_22_BLLV_Bildung_darf_nicht_an_Wert_verlieren_01.pdf" length ="30505" type="application/pdf" />
		</item>
		
		<item>
			<title>Weit über 4500 Lehrerstellen in Gefahr</title>
			<link>http://www.bllv.de/index.php?id=1037&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4033&#38;cHash=bdaadf54024b780fc87200bfce36fbd7</link>
			<description>BLLV schlägt Alarm: Im Haushaltsentwurf sind Stellenstreichungen an allen Schularten im großen Stil...</description>
			<content:encoded><![CDATA[BLLV schlägt Alarm: Im Haushaltsentwurf sind Stellenstreichungen an allen Schularten im großen Stil vorgesehen / Wenzel: „Politik hat Glaubwürdigkeit verspielt“&nbsp;&nbsp;&nbsp; 
<b>München - Wie Recherchen des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) ergeben haben, plant die Staatsregierung, deutlich mehr Lehrerstellen zu sperren und zu streichen als gestern bekannt wurde. „In der Summe handelt es sich um weit über 4500 Stellen“, erklärte BLLV-Präsident Klaus Wenzel heute in München. So sieht der </b><b>Haushaltsentwurf für die Jahre 2011/2012 vor, allein im Volksschulbereich 1.991 Lehrerstellen zu streichen und zusätzlich bis zu 942 zu sperren. An Förderschulen sollen 184 und an Realschulen 159 Lehrerinnen und Lehrer eingespart werden. An den Gymnasien stehen rund 1500 Stellen zur Disposition, obwohl es an dieser Schulart nach wie vor viele übergroße Klassen gibt. „Damit wird die pädagogische Arbeit an den Schulen in Frage gestellt. Die Behauptung der Staatsregierung, die ‚demografische Rendite’ bleibe an den Schulen, ist im Falle einer Weiterverfolgung dieser Pläne unglaubwürdig. Die Bekenntnisse der Staatsregierung zu Investitionen in Bildung wären eine Irreführung von Eltern und Öffentlichkeit.“&nbsp;&nbsp; </b>
Der BLLV protestiert in aller Schärfe gegen diese Politik. „Hier wird im großen Stil auf dem Rücken der Jugend gespart, gleichzeitig aber von einem ‚Aufbruch’ in Bayern gesprochen. Das ist nicht nur unglaubwürdig, sondern auch irreführend“, erklärte Wenzel. Der Laie könne die Zahlenspiele der Staatsregierung nicht mehr nachvollziehen. „Es entsteht vielmehr der Eindruck, dass er mit Beteuerungen und Beschwichtigungen an den Tatsachen vorbei informiert und getäuscht werden soll.“ Wenzel forderte die Staatsregierung auf, umgehend von den vorgesehenen Streichungen und Stellensperrungen abzusehen. Der Bayerische Landtag müsse die Pläne der Staatsregierung bei den Haushaltsberatungen stoppen. 
„Andernfalls werden Schulen ins Abseits katapultiert, die Arbeit und der Einsatz Tausender Lehrerinnen und Lehrer ad absurdum geführt und Bildung in Bayern in einem noch nie da gewesenem Ausmaß geschwächt. Wir sind entsetzt und wütend“, sagte Wenzel.&nbsp; 
Er kündigte an, allen enttäuschten und verärgerten Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit zu geben, ihrem Protest Ausdruck zu verleihen: „Wir richten im Laufe des Tages auf unserer Homepage eine <link 6207 - internal-link>Protestnote ein, die an das Kultus- und an das Finanzministerium abgeschickt werden kann</link>. Je mehr Bürger/innen davon Gebrauch machen, desto besser.“ 
Heute folgt auch noch eine genaue Aufstellung mit offiziellen Zahlen aus dem Doppelhaushalt als Anlage für Journalisten.]]></content:encoded>
			<category>Bildungsfinanzierung</category>
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			<category>Realschule</category>
			<category>Einstellungssituation</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 02 Feb 2011 12:03:00 +0100</pubDate>
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