Letzte Pressemeldung vom 29.7.2010
Erbsenzählerei bringt Gymnasien nicht voran
BLLV -Präsident Wenzel hält nichts vom Notenvergleich G8 / G9: „Das Gymnasium braucht einen anspruchsvollen Bildungsbegriff, Schüler und Lehrer brauchen Entlastung“
München - „Es ist verständlich, dass der Kultusminister zum Schuljahresende Erfolge darstellen will, etwa, dass Schüler/innen, die das achtjährige Gymnasium besuchen, genauso gute Noten erzielen wie Schüler/innen, die neun Jahre aufs Gymnasium gehen. Bildung ist aber mehr als Erbsenzählerei und ein Vergleich von Ziffernnoten. Es kommt auf die Qualität an.“ Mit diesen Worten hat der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, die heute präsentierten Ergebnisse einer Umfrage des Kultusministeriums zu den Jahresnoten bayerischer Gymnasiasten kommentiert. Der Notenvergleich zeige erneut, „wie anachronistisch die Vorstellung des Kultusministeriums über Lernprozesse ist.“ Wenzel erinnerte an die vielen Klagen über die extrem hohe Belastung der Schüler und Lehrer. „Sie waren laut und vernehmlich zu hören - und sie reißen nicht ab.“
Arbeitszimmer doch steuerlich absetzbar
Bundesverfassungsgericht gibt BLLV Recht: Häusliches Arbeitszimmer von Lehrern muss steuerlich absetzbar sein
Das Bundesverfassungsgericht hat in der Frage der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer eine endgültige Entscheidung getroffen, die die Benachteiligung der Lehrerinnen und Lehrer endlich wieder beseitigt. Die seit 2007 geltende Neuregelung wurde vom BLLV heftig attackiert, da sie die spezifische Arbeitssituation von uns Lehrern in den Schulen völlig ignoriert. Wir Lehrerinnen und Lehrer verfügen über kein Arbeitszimmer in der Schule und brauchen deshalb eines in unserer Privatwohnung. Das sind beruflich bedingte notwendige Mehraufwendungen, die niemand weg diskutieren kann!
Bildung braucht Lehrer!
Unterstützt die Petition der ABJ an den Bayerischen Landtag!
In diesem Jahr werden Hunderte von fertigen Lehrerinnen und Lehrern arbeitslos. Gleichzeitig sind die Klassen an den Gymnasien und Realschulen übergroß. Gleichzeitig müssen Ganztagsschulen an allen Schularten ohne ausreichend Personal eingerichtet werden. Gleichzeitig haben die Grundschulen zu wenig Lehrer für die individuelle Förderung. Gleichzeitig stehen ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer auf der Straße. Diese Situation ist ein Skandal.
Wir machen Druck. Helft uns dabei. Unterzeichnet die Eingabe der ABJ an den Bayerischen Landtag, denn dieser entscheidet über die Lehrerstellen.
Unterrichtsversorgung der Haupt- und Mittelschulen
Petition des BLLV zur Unterrichtsversorgung der Haupt- und Mittelschulen im Schuljahr 2010/11
Das Kultusministerium hat Ende Mai ergänzende Regelungen für die Unterrichtsversorgung an den Haupt- und Mittelschulen zum Schuljahr 2010/11 beginnenden Mittelschulen erlassen.
Insgesamt werden langfristig 342 Mittelschulen mit einer durchschnittlichen Schülerzahl von ca. 610 Schülern erwartet, in denen alle bisherigen Hauptschulen aufgegangen sein werden. Von diesen 342 Mittelschulen werden zum beginnenden Schuljahr voraussichtlich 231 mit durchschnittlich 580 Schülern starten. Daneben existieren noch 576 Hauptschulen. Die Mittelschulen werden überwiegend über ein bis drei Standorte verfügen (192x) und 158x zwischen 300 und 600 Schüler sowie 51x mehr als 700 Schüler umfassen. Lediglich an vier Mittelschulen werden weniger als 300 Schüler erwartet.
Der BLLV fordert, die Klassen- und Gruppenbildung neu zu organisieren. Insbesondere sollen statt der pauschalen Stundenzuweisung je Schule künftig spezielle Indizes eingeführt werden, die die spezielle Situation der einzelnen Schule berücksichtigen. »mehr
Bekommen Beamte eine zu hohe Pension?
Wir alle kennen die geliebten Klischees der Öffentlichkeit und der Politik über Beamte. Eines ist, dass Beamte eine viel zu hohe Pension bekommen. Mit diesem Vorurteil räumt eine Broschüre des Deutschen Beamtenbundes (dbb) mit dem Titel "Die sieben Irrtümer zur Beamtenversorgung" auf.
Ergebnis: Man hüte sich davor, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Der schlichte Vergleich von Pensionshöhe und Rentenhöhe reicht nicht aus. Unterschiedliche Bildungsniveaus, Steuerzahlungen und Krankenversicherungskosten im Alter müssen genauso in den Vergleich einbezogen werden wie die großen Unterschiede in den Erwerbsbiographien der "durchschnittlichen" Pensionäre und Rentenempfänger.
Wirbel um neue Planstellen
Für Wirbel sorgte eine Äußerung von Kultusminister Ludwig Spaenle gegenüber dem Bayerischen Rundfunk: "Diese Zielsetzung von 1000 zusätzlichen Lehrerplanstellen wird im Doppelhaushalt nicht mehr avisiert. Davon müssen wir im Moment ausgehen, dass es einen solchen Zuwachs nicht geben wird. BR-Meldung im Original.
BLLV-Präsident Klaus Wenzel hatte scharf reagiert und der Staatsregierung Wortbruch vorgeworfen. In einem Schreiben an Präsident Klaus Wenzel stellt Spaenle fest, dass "in Bayern an der Bildung nicht gespart wird". Das Ziel "zusätzliche Lehrerplanstellen pro Jahr zu schaffen, wie es im Koalitionsvertrag vereinbart ist" verfolge er "mit allem Nachdruck weiter". BLLV-Meldung im Original
Brief des Kultusministers an die Lehrerverbände v. 19.5.2010.pdf
Landtag im Dialog
Demokratie heißt miteinander sprechen und Überzeugungen diskutieren. Sie kennen Ihre/n Abgeordnete/n nicht? Sie wissen nicht für welche bildungs- und lehrerpolitischen Positionen sie/er steht? Was denkt er/sie über die Zukunft der Hauptschule, die besoldungsmäßige Diskriminierung der Grund- und Hauptschullehrer oder die Zukunft des Gymnasiums? Hier erfahren Sie mehr.
Der BLLV will über die neuen Medien den Dialog zwischen interessierten Mitgliedern und den Volksvertretern/innen aktiv gestalten. Er will damit gegen Politikverdrossenheit und Indifferenz sprechen.
Landtag im Dialog ist ein Schritt zu einem aktiven neuen Austausch zwischen Politikern und Lehrerinnen und Lehrern.
Inklusion und die Auswirkungen auf das bayerische Schulsystem
Inklusion ist in aller Munde. Der Bayerische Landtag hat eine überparteiliche Arbeitsgruppe eingerichtet. Der BLLV unterstützt die Inklusion, aber die Umsetzung bedarf anderer Arbeitsbedingungen, einer neuen Standortbestimmung der Sonderpädagogik und ein Umdenken in der Regelschule.
Das vorliegende Positionspapier des BLLV ›weiter
Sexuelle Gewalt ist ein Verbrechen
Die Aufdeckung der zahlreichen Fälle sexueller Gewalt in bayerischen und deutschen Internaten entsetzt uns als Pädagogen in besonderem Maße. Wir sind wütend und schockiert, ratlos und sprachlos. Sollen wir deshalb schweigen? Nein, wir müssen uns deutlich artikulieren.
Die Position des BLLV zu den Missbrauchsfällen formuliert der BLLV-Präsident Klaus Wenzel
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Stärkung des Ansehens des Lehrerberufs
Gemeinsame Erklärung des Kultusministers und der Lehrerverbände zur Stärkung des Ansehens des Lehrerberufs
Das Berufsbild des Lehrers ist vor allem in den letzten Jahren in den Blick des öffentlichen Interesses geraten. Der Bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus und die Verbände der Lehrerinnen und Lehrer in Bayern sehen sich daher zu folgender gemeinsamer Erklärung veranlasst: ›weiter
Präsident des ifo-Instituts fordert Ende des dreigliedrigen Schulsystems
dpa - Der Präsident des renommierten Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo) in München, Prof. Dr. Hans-Werner Sinn, bezeichnete nach einer Meldung der dpa das dreigliedrige Schulsystem als "rückständig" und "integrationsfeindlich". Wörtlich sagte Sinn auf einer Podiumsdiskussion zur Zukunft des Sozialstaats in Berlin: "Die Spaltung der Gesellschaft wird auf Dauer zementiert durch das dreigliedrige Schulsystem. Es gehört abgeschafft."
Ein Leben für eine pädagogische Schule
Wilhelm Ebert, einer der letzten bedeutenden Bildungspolitiker, der die Bildungspolitik seit Gründung der Bundesrepublik aktiv mitgestaltete, hat seine Memoiren vorgelegt. Ebert war Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Junglehrer (ABJ), Präsident des BLLV, Vorsitzender des VBE, Leiter des Büros des Weltlehrerverbandes World Confederation of the Teaching Professions bei der UNESCO in Paris von 1974 bis 1978 sein Präsident.
Infos, Textproben, Fotos und Bestellformular
Mehrheit der Deutschen für bessere Bezahlung der Grundschullehrer
In einer vom Verband Bildung und Erziehung (VBE) beauftragten repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts FORSA unter 2.008 Bürgern sprachen sich 71 % für eine Gleichstellung der Grundschullehrer/innen in der Besoldung aus - in Bayern waren es 65 %. Nur 29 % waren dagegen.
Grundschulpetition im Landtag: Stunde der verpassten Chancen
Beratungen im Landtag enttäuschend
Der Bildungsausschuss im Bayer. Landtag beschäftigte sich am 12. November ausführlich mit der Eingabe Unsere Kleinen ganz GROSS von 103.000 bayerischen Bürgerinnen und Bürgern zur Reform der Grundschule. Es handelte sich um eine der größten Petitionen in der Geschichte Bayerns. Enttäuschend war, dass die Abgeordneten der CSU und FDP hierin nicht die Chance eines bildungspolitischen Aufbruchs, wie er von Zehntausenden Bürgern gewünscht wird, nutzten, sondern die Einzelforderungen als Material "ins Nichts laufen ließen".
Albin Dannhäuser berichtet aus dem BLLV-Kinderhaus in Peru
Unter der Präsidentschaft von Albin Dannhäuser wurde im Jahr 1995 die BLLV-Kinderhilfe gegründet. Weltweit wurden zahlreiche humanitäre Projekte für bedürftige Kinder und Jugendliche finanziert. Albin Dannhäuser hat im September das Projekt besucht, das die BLLV-Kinderhilfe bereits am längsten fördert: Das Kinderhaus CASADENI in Ayacucho, Peru. Er wollte sich selbst ein Bild von der Arbeit dort machen. Tief beeindruckt schrieb er folgenden Bericht über das BLLV-Kinderhaus.
Hier können Sie das BLLV-Kinderhaus mit einer Spende unterstützen!
Hauptschulinitiative des KM vor dem Scheitern?
Die kurzfristig aus dem Boden gestampften Maßnahmen des Ministeriums zur „Weiterentwicklung“ der Hauptschule sind nicht Ziel führend. Am gravierendsten stellt sich die Situation in ländlichen Regionen dar. Die Zusammenführung von einzelnen Hauptschulen zu Schulverbünden, um den Namen Mittelschule tragen zu können, sind organisatorisch und pädagogisch äußerst fragwürdig. BLLV-Präsident Klaus Wenzel: "Die sog. Schulverbünde sind größtenteils nicht oder nur unter größtem organisatorischem Aufwand umzusetzen. Sie führen zu massiver Verunsicherung bei Eltern und Lehrern, zu Mehrkosten für die Kommunen und zur 'Schule auf Rädern'. Sie werden das Hauptschulsterben noch weiter beschleunigen und die Attraktivität der wohnortnahen Hauptschule ein weiteres Mal beschädigen."
Warum die Hauptschulinitiative des KM scheitern wird
Wirtschaftsexperten fordern Umdenken in der Bildungspolitik
Im November 2009 veröffentlichte der Wissenschaftliche Beirat beim Wirtschaftswissenschaften, dem renommierte Ökonomen wie Prof. Dr. Lutger Wößmann (Institrut für Wirtschaftsforschung München) und Prof. Dr. Christoph Engel (Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern) angehören, ein Gutachten zum Thema Akzeptanz der Marktwirtschaft: Einkommensverteilung, Chancengleichheit und die Rolle des Staates. In dem Gutachten wird u. a. eine längere gemeinsame Schulzeit gefordert, da diese die Benachteiligung von Kindern aus bildungsfernen Familien überwinden hilft.
Wößmann schreibt in der Frankfurter Rundschau vom 12.11.2009 dazu: Um ein freiheitliches System der Marktwirtschaft akzeptieren zu können, muss jeder Mensch möglichst gleiche Startchancen erhalten. Das ist aber nicht der Fall, wenn seine Herkunft dafür sorgt, dass er schon früh auf einen ganz bestimmten Lebenswerg gesetzt wird. ... Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Belege dafür, dass diese drühe Aufteilung es mit begünstigt, wenn sozial Schwache kaum höhere Biödungsabschlüsse erreichen."
Verloren in anderen Welten
Wie Computerspiele unsere Kinder verführen
BLLV startet Infokampagne zur Gefahr der Computerspielsucht bei Kindern und Jugendlichen. Seminare mit ehemals Betroffenen sollen Lehrerinnen und Lehrer und Eltern aufklären. BLLV-Präsident Klaus Wenzel: "Wir verteufeln Computerspiele nicht, aber wir müssen uns in Schule und Elternhaus über das Suchtpotenzial bewusst sein."
Lehrer sehen Hauptschulinitiative des Ministers kritisch
Blitzbefragung des BLLV kommt zu ernüchternden Ergebnissen
Der Kultusminister hat eine Hauptschulinitiative mit vier Bausteinen in die Wege geleitet:
- Kooperationsmodelle Haupt-/ Realschulen
- Ausbau großer Hauptschulen zu Mittelschulen
- Einrichtung von Schulverbünden
- Dialogforen in den Landkreisen
660 Lehrer amtworteten auf die Blitzumfrage trotz der Arbeitsbelastung am Schuljahresende. Die Ergebnisse sind ernüchternd: Nur wenige erwarten sich von diesen Veränderungen eine Lösung für die Probleme der Hauptschule.
- Auswertung der Befragung zur Hauptschulinitiative
- Argumentations- und Informationsmaterial
(Eine Kommunikationshilfe zu Mittelschule, Schulverbünden und Dialogforen)
Das Jahr der Entscheidung
ZDF zeigte bewegendes Langzeit-Doku zum Übertritt in Bayern
Sie sind zehn Jahre alt und seit vier Jahren in der Grundschule. Dann trennen sich ihre Wege. Die Viertklässler werden aufgeteilt: Es fällt die Entscheidung, ob der Übertritt in ein Gymnasium, eine Realschule oder in die Hauptschule folgt. Damit geht auch eine sehr frühe Trennung durch die Gesellschaft einher.
"Man merkt inzwischen, dass die Kinder blockieren. Dass sie während der Proben aussteigen. Weil sie so einen Druck haben, angespannt sind. Sie haben einen richtigen Blackout. Manche Kinder nehmen Kügelchen, um entspannt in die Probe hereinzugehen", erzählt die Lehrerin: "Das ist einfach nicht mehr normal!"
Die bewegende Filmstudie des ZDF über das Schulsystem und den Übertritt in Bayern. Dokumentation in der Sendereihe "37 Grad"
Thema: Ganztags- und Halbtagsklassen
Schülerzahl in Halbtagsklassen explodieren
Präsident Klaus Wenzel hat sich an das Kultusministerium mit der eindringlichen Bitte gewandt, die Klassenhöchststärke selbstverständlich auch auf Halbtagsklassen mit parallel geführten Ganztagsklassen anzuwenden. Zahlreiche Schulleiterinnen und Schulleiter klagen, dass durch die Bildung von Ganztagsklassen erhebliche Probleme bei der Klassenbildung der Halbtagsklassen entstehen. Dort komme es teilweise zu Klassengrößen von weit über 35 Schülerinnen und Schülern.
Präsident Wenzel appelliert zur Vermeidung unbilliger Härten eindringlich an die Kultusverwaltung, bei der Klassenbildung die Schüler von Ganztagslassen nicht mit denen der Halbtagsklassen zu vermengen. Da beide Angebote nur in getrennten Klassen realisiert werden können, muss auch die Klassenbildung strikt getrennt voneinander erfolgen. Das Zustandekommen von Ganztagsklassen darf keinesfalls zu Lasten der Schülerinnen und Schüler in Halbtagsklassen erfolgen.
Die Ernsthaftigkeit der Hauptschulinitiatve des Kultusministers muss sich gerade auch in solchen Alltagsproblemen unter Beweis stellen.
Studie bestätigt: Zuviele Kinder auf falscher Schulart
Früher Auslesezeitpunkt verschärft biografische Fehlentscheidungen
Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zusammen mit dem renommierten Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) kommt zu dem Ergebnis, dass fast ein Drittel der Schüler die falsche Schulform besucht, die ihn unter- oder überfordert. 17 % der 855 repräsentativ ausgewählten Schüler besuchten eine Schule unterhalb ihres Niveaus, 13 % über ihres Niveaus. Die Studie belegt erneut den auch von der OECD und den PISA-Untersuchungen festgestellten Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Schulerfolg.
Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, "..., dass hinsichtlich der Verteilung kognitiver Fähigkeiten von Schülern über die Bildungsinstitutionen des mehrgliedrigen deutschen Schulsystems breite Überlappungsbereiche existieren. Die Zuordnung von Jugendlichen nach der Grundschule zu unterschiedlichen Schultypen ist daher mit großen „Fehlallokationen“ verbunden." Die Folgerung der Wissenshcaftler: "Von daher wäre ein wichtiger Schritt zum Abbau von Underachievement und Bildungsungleichheiten in der deutschen Schule, „Entscheidungen“ über unterschiedliche Bildungswege und ungleiche Lernmilieus möglichst spät in der Bildungsbiografie erfolgen zu lassen.."
Eltern wollen eine andere Bildungspolitik
Repräsentative Befragung zeigt neues Bildungsdenken
Die Zeitschrift Eltern hat zusammen mit dem Umfrageinstitut Forsa am 10. August eine Befragung zu bildungspolitischen Fragen veröffentlicht. Nach der Untersuchung haben Eltern kein Verständnis für den Bildungsföderalismus, wenn er keine bundeseinheitlichen Schulangebote sichert. 91 % sprechen sich dafür aus, dass das Bildungssystem in Deutschland vereinheitlicht werden soll.
Die Zeitschrift Eltern, der absolut keine ideologische Ausrichtung unterstellt werden kann, fragte auch nach dem Auslesezeitpunkt. Fast 2/3 der Eltern, genau 64 % sind der Meinung, dass die Trennung der Kinder in verschiedene Schularten zu früh erfolgt. Diese Ergebnisse bestätigen die Forderungen der Aktion des BLLV Unsere Kleinen ganz GROSS.
Über Hunderttausend Eltern und Lehrer fordern Reform der Grundschule
Eltern, Lehrer und andere Unterstützer übergaben die größte Massenpetition seit der ersten Veröffentlichung der PISA-Ergenisse im Jahr 2002 an den Bayerischen Landtag! 103.748 Bürgerinnen haben mit ihrer Unterschrift ihre Solidarität mit den Forderungen des BLLV zum Ausdruck gebracht.
Die 65 Ordner mit den Unterschriften wurden am 17. Juli der Landtagspräsidentin Barbara Stamm in Anwesenheit der bildungspolitischen Sprecher der fünf Fraktionen von einer Delegation von Eltern und Lehrern unter der Leitung von Präsident Klaus Wenzel übergeben.
Übertrittsquote steigt deutlich - Verlierer: Wohnortnahe Schulen
Die Übertrittsquoten auf das Gymnasium und die Realschule steigen in diesem Jahr erneut deutlich an, in manchen Regionen bis zu 10 %. Landesweit rechnet das Kultusministerium mit einem Anstieg um 2 %. Die Unterrichtsversorgung an Gymnasien und Realschulen wird immer schwieriger, während auf dem Land mit einem massiven Schulsterben zu rechnen ist.
Kultusminister Ludwig Spaenle zeigte sich laut dpa "etwas erschrocken" angesichts der gerade veröffentlichten Schülerprognose, nach der in zehn Jahren nur noch 180.000 Schüler die Hauptschule besuchen werden. Gleichzeitig beteuert Spaenle, es bestehe keinerlei Anlass angesichts der schlechten Unterrrichtsversorgung an den Gymnasien "Schauergeschichten in die Welt zu setzen".
Der Run auf die Gymnasien stelle nach Einschätzung von Spaenle nicht den "Untergang des gegliederten Schulsystems" in Bayern dar. Es sei doch positiv, dass das achtjährige Gymnasium bei Eltern und Schülern anerkannt sei. Insbesondere freue er sich, dass es gerade in den ländlichen Regionen Bayerns mehr Anmeldungen für das Gymnasium gebe. Ohne grundlegende schulpolitische Korrektur steht Bayern nach Einschätzung des BLLV vor einem weiteren großen Schulsterben in ländlichen Regionen.
Unmut über das Schulsterben in Bayern wächst
Immer mehr Bürgermeister schreiben Offenen Brief an den Ministerpräsidenten
Die demografische Entwicklung und die rapide ansteigende Übertrittsquote wird zu einem erneuten massiven Schulsterben führen. Die Zahlen für 2009 sind alarmierend. Der BLLV geht von 200 bis 300 vollen Hauptschulen aus, die in den nächsten Jahren ihre Tore schließen müssen.
Immer mehr Gemeinden wollen dieser Entwicklung nicht mehr tatenlos zusehen. Schule gehört zur Gemeinde und eine Gemeinde ohne Schule verliert Attraktivität und ihre Identität. Inzwischen haben bereits 70 Bürgermeister und Gemeinderäte einen Offenen Brief an den Ministerpräsidenten und den Kultusminister gerichtet. Ihr Ziel: Die Schulen im ländlichen Raum können nur gerettet werden, wenn neue, Schulart übergreifende Schulmodelle genehmigt werden. Die Kooperationsmodelle stellen keine Lösung dar.
- Der Offene Brief im Wortlaut
- Die Liste der Unterzeichner
- Sie wollen den Offenen Brief auch unterstützen? Was Sie tun können.
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Studie bestätigt: Längere gemeinsame Grundschule fördert besser
Umstrittene Lehmannstudie offensichtlich politisch motiviert
Einer der renommiertesten deutschen Bildungsforscher Prof. Dr. Jürgen Baumert, Direktor der Max-Planck- Gesellschaft für Bildungsforschung in Berlin hat in einer viel beachteten Studie die Behauptung seines Kollegen Prof. Dr. Rainer Lehmanns widerlegt, Schüler, die bereits nach der vierten Klasse auf das Gymnasium wechselten, würden dort besser gefördert. Das Gegenteil scheint der Fall.
Baumert spricht der Grundschule ein Kompliment aus, denn ihr gelingt es, schwächere Schüler besser zu fördern ohne die Stärkeren zu vernachlässigen.Die ZEIT schreibt dazu: "Ein weiterer Beweis dafür, dass die Grundschullehrer in Deutschland im Vergleich wohl die beste Abeit leisten."
Schule und Schulleitung ganz anders
Neuseeländischer Schulleiter berichtet über die selbständige Schule
Auf Einladung des BLLV referierte Shawn Gielen über die selbstständige Schule, die die neuseeländische Regierung 1989 eingeführt hat. Neuseeland hatte vorher eine zentralistische Schulverwaltung, die zugunsten einer weitgehenden Autonomie der Einzelschule aufgegeben wurde. Heute ist Neuseeland eines der Spitzenländer in der PISA-Untersuchung und eines der radikalsten Verfechter möglichst weitgehender Selbstständigkeit der Einzelschule.
Schulleiter sind ab 150 Schüler vom Unterricht freigestellt. Sie sind verantwortlich für das pädagogische Profil der Schule, für Personaleinstellung und -führung und für die gesamte Organisation der Schule. Sie verwalten einen Etat von mehreren Hunderttausend Dollar (ohne Personalkosten). Ihnen zur Seite steht ein dreiköpfiges Board of Trustees, das von den Schülereltern gewählt wird. Das Grundprinzip des neuseeländischen Schulsystems ist Vertrauen und Eigenverantwortung.
"Kultusministerium läutet das Ende der wohnortnahen Schulen ein!"
Zu diesem Ergebnis kam der Landessauschuss des BLLV bei seinen Beratungen am 28. März über die Bekanntmachung des Kultusministeriums zu den sog. Kooperationsmodellen von Haupt- und Realschulen. Die 78 BLLV-Experten lehnten das KM-Konzept einstimmig ab.
Die Mitglieder des Fachgremiums waren sich einig: Das Design der Modellversuche ist so ausgerichtet, dass innerhalb kurzer Zeit überall dort, wo solche Kooperationsschulen eingeführt werden, das Ende der wohnortnahen Schulen droht. Die betroffenen Praktiker sehen das vorgestellte Konzept einhellig als für die ländliche Schulentwicklung untauglich an.
Grundschullehrerinnen lehnen neue Übertrittsregelungen ab
Repräsentative Befragung von Grundschullehrerinnen kommt zu alarmierenden Ergebnissen. Das neue Konzept des Kultusministeriums, Gelenkklassen einzuführen und die Übertrittsberatung bereits in der 3. Jahrgangsstufe beginnen zu lassen, stößt auf einhellige Ablehnung.
2.720 Grundschullehrer folgten dem Aufruf des BLLV, ihre Meinung zum neuen Übertrittsverfahen in einer Blitzumfrage kundzutun. Die Befragung ist repräsentativ, die Ergebnis sind ernüchternd: 88 % der Befragten glauben nicht, dass die neuen Regelungen dazu beitragen, den Leistungs- und Übertrittsdruck zu reduzieren. Die vom Kultusministerium beabsichtigten Ziele werden nach 85 % der Befragten nicht erreicht.
Universitäten im Umbruch
Warum wir eine Reform der Lehrerbildung brauchen!
Eine Befragung von Referendaren und Seminarleitern förderte Alarmierendes zu Tage: Die Vorbereitung auf den Lehrerberuf wird von fast allen Befragten als unzureichend eingestuft. Der BLLV fordert eine grundlegende Reform der Lehrerbildung. Die Kernforderungen des BLLV sind:
1. Stärkere Berufsfeldbeziehung während des Studiums
2. Neue Gewichtung der Studienanteile von
Bildungswissenschaften / Fachwissenschaften
3. Master als Abschluss für alle Lehrämter
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Das Gymnasium neu denken
Welchen Reformbedarf gibt es im bayerischen Gymnasium?
Auf einer Anhörung des BLLV zum Thema Gymnasium im 21. Jahrhundert wurde deutlich, dass die konzeptionslose, übereilte Einführung des G8 dringende Diskussionen um eine innere Reform des Gymnasium überdeckt. Aus Sicht des BLLV muss sie jedoch dringend geführt werden.
Materialien zur Anhörung
Pressedienst
Umsteuern in der Bildungspolitik
Die renommierte Wirtschaftsjournalistin der konservativen Tageszeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) Inge Kloepfer fordert in ihrem neuen Buch "Aufstand der Unterschicht" ein komplettes Umsteuern in der Bildungspolitik. In einem Interview mit SpiegelSchule sagt sie: "Die Veränderungen müssen in der Lehrerausbildung beginnen. Die erzieherische Kompetenz der Pädagogen muss deutlich gestärkt werden. Das würde sie auch besser als bisher in die Lage versetzen, mit den oft sehr unterschiedlichen Begabungen in einer Klasse zurechtzukommen, mit dem Ziel, dass schwache Schüler gestärkt werden, ohne dass die starken darunter leiden." Das ganze Interview
Auslandspraktikum mit Goethe-Institut
Generalsekretär Knopp und BLLV-Präsident Wenzell unterzeichnen Kooperationsvereinbarung
Goethe-Institut e.V. und Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) arbeiten ab sofort im Rahmen des Programms „Schulen: Partner der Zukunft“ zusammen: Ein Kooperationsvertrag sieht vor, dass Lehramtsstudenten in den vom Goethe-Institut weltweit betreuten Schulen mit Deutschunterricht zwei- bis sechsmonatige Praktika leisten können. Der Vertrag wurde von dem Generalsekretär des Goethe-Instituts Dr. Hans-Georg Knopp und Klaus Wenzel in München unterzeichnet. Erste Teilnehmer/innen des neuen Projektes werden bereits im Februar 2009 an Schulen in England, Polen, Norwegen, Namibia, Thailand, Indien, Panama, Mexiko und Costa Rica unterrichten.
Tabuthema: Lärm im Klassenzimmer
Das Thema „Lärm im Klassenzimmer“ ist tabuisiert. Sachaufwandsträger verschweigen es, weil Lärmschutz Kosten verursacht. Lehrer sprechen nicht darüber, da ein hoher Lärmpegel als persönliches Versagen erlebt wird. Kultusministerien warten ab, weil das Arbeitsschutzgesetz nicht auf Schulen angewendet wird. Das BLLV Institut für Gesundheit in pädagogischen Berufen gibt sich damit nicht zufrieden. Wir wollen mehr wissen, um Kolleginnen und Kollegen an den Schulen zu schützen. Mehr Infos
Grundschullehrer an Gymnasien und Realschulen
Freiwilligkeit geht vor - BLLV nimmt Stellung
BLLV-Präsident Klaus Wenzel forderte in einer Eingabe an das Kultusministerium, dass auf keinen Fall Druck auf Grundschullehrerinnen ausgeübt werden darf, sich an Realschule und Gymnasium abordnen zu lassen. Druck wäre der falsche Weg - Freiwilligkeit ist der richtige. Kolleginnen, die unter Druck gesetzt werden, empfiehlt der BLLV die Kontaktaufnahme mit dem Personalrat oder den BLLV-Rechtsschutzreferenten.
Nach Einschätzung des BLLV gibt es genügend Kolleginnen und Kollegen, die an einem solchen Einsatz Interesse haben und ihn mit großem Engagement zum Erfolg bringen. Der BLLV begrüßt grundsätzlich eine Öffnung der Schularten füreinander - dies ist ein bescheidener, aber wichtiger Schritt zu mehr Kooperation und Kommunikation im Interesse unserer Schüler. Lehrer an Grundschulen, Realschulen und Gymnasien können viel voneinander lernen. Allerdings müssen die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit stimmen. Dazu gehört eine höhere Anrechung und eine bessere Bezahlung.
Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband
Das Berufsverständnis des BLLV: Lehrerinnen und Lehrer verstehen sich als Pädagogen mit einer großen gesellschaftlichen Verantwortung. Das Fachwissen in den Unterrichtsfächern ist selbstverständliche Voraussetzung für erfolgreiches pädagogisches Arbeiten.
Ihre herausragende gesellschaftliche Aufgabe ist es, mit Kindern und Jugendlichen Kompetenzen zu entwickeln, die es ihnen ermöglichen, in einer sich rapide wandelnden Welt erfolgreich zu leben und die Gesellschaft verantwortungsbewusst mitzugestalten.
Die Philosophie des BLLV: Lehrer und Eltern sind Partner ebenso wie die Lehrer und Erzieher in den unterschiedlichen Schularten und Bildungseinrichtungen. In der Zukunft werden alle am Erziehungsprozess Beteiligten zum Wohle der Kinder stärker zusammenarbeiten. Die Schularten müssen sich füreinander öffnen und sich nicht voneinander abgrenzen und ausgrenzen.
Die Politik des BLLV: Auf der Grundlage dieses Berufsverständnisses vertritt der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband die Interessen aller Lehrerinnen und Lehrer, Schulpsychologen, Erzieher und Sozialpädagogen in Bayern. Er mischt sich aktiv in die Bildungspolitik ein.
Der Service des BLLV: Als größter Berufsverband von Pädagogen bietet er umfangreiche professionelle Dienstleistungen und Serviceangebote von der Lehrerfortbildung bis zur Unterstützung bei berufsbezogenen Gesundheitsthemen. Besonders wichtig ist die Beratung in Fragen rund um das Dienstrecht und der Rechtsschutz in dienstlichen und beamtenrelevanten Fragen.
Hilfreiche Tipps gibt der BLLV zu Fragen rund um Familie und Beruf. Viele junge Kolleginnen wollen eine Familie gründen und brauchen Infos darüber, wie es mit Beurlaubung und Teilzeit steht. Ebenso gibt der BLLV wertvolle Hinweise zu Fragen der Steuererklärung von Lehrern und des Medieneinsatzes in der Schule.
Die Organisation des BLLV: Der BLLV ist ein eingetragener Verein. Er hat knapp 55.000 Mitglieder aus allen Schularten. Experten aus Gymnasium, Realschule, Grundschule, Förderschule und Hauptschule stehen zur Beratung in dienstlichen Fragen zur Verfügung. Die Geschäftsstelle des BLLV-Landesverbandes befindet sich in München. In ihr arbeiten 23 hauptamtliche Mitarbeiter. Es gibt neun Bezirksverbände und 178 Kreisverbände.
Bildung braucht Lehrer!
Service für Referendare
Für Referendare, die im September 2010 das Referendariat antreten, bietet der BLLV Vorbereitungsworkshops an. Hier finden Sie weitere Informationen.
Ferien in den Bergen
Die Ferienwohnungen des BLLV in Berchtsgaden laden zu einem herrlichen Urlaub
ein. Mehr ...
Münchner Lehrertag
"Aufhorchen, Hinschauen, Handeln - zeige Courage!"
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Nachrichten
BLLV-Mitglieder im Landtag
Acht Mitglieder des BLLV sind Abgeordnete des 16. Bayerischen Landtags
Anti-Stress-Programm
Stress kann krank machen. Deshalb sollten Sie rechtzeitig über Ihren Arbeits- und Lebensstil nachdenken.
Wertvolle Tipps ...
Für die Kinder dieser Welt
Seit 1995 finanziert die BLLV- Kinderhilfe das Kinderhaus CASADENI für Straßenkinder in Peru. Unterstützen Sie uns! Werden Sie Förderer.
FL Ernährung/Gestaltung
FL musisch/technisch
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Fremdsprachen GS/HS
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Realschule
Schulberatung
Schulleitung GS/HS
Schulverwaltung GS/HS/FS
Seminar GS/HS/FS
Erzieherinnen
Verwaltungsangestellte
DIE SÜDDEUTSCHE LEHRERBÜCHEREI
Ein Schatz will gehoben werden. Die Süddeutsche Lehrerbücherei des BLLV umfasst 160.000 wertvolle historische Bände. Mehr Infos ...



































