Drei BLLV-Präsidenten und ihre prominenten Gratulanten (v.l.): Ehrenpräsident Dr. Albin Dannhäuser, Kultusminister Ludwig Spaenle, Europaministerin Emilia Müller, Regensburgs Oberbürgermeister Hans Schaidinger, der amtierende BLLV-Präsident Klaus Wenzel und Ehrenpräsident Dr. Wilhelm Ebert.

150 Jahre Vorkämpfer für Bildung als Menschenrecht

BLLV feiert sein Gründungsjubiläum mit einem Festakt

Ein streitbarer Vorkämpfer feiert Jubiläum: Bereits bei seiner Gründung vor 150 Jahren provozierte der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) - und wird es auch in Zukunft tun. Denn der Kampf für ein gerechteres Bildungssystem ist noch lange nicht vorbei. Das machte BLLV-Präsident Klaus Wenzel bei der Jubiläumsfeier in Regensburg deutlich. 

 

Sein 150-jähriges Bestehen feierte der BLLV aus gutem Grund am 25. November im historischen Reichssaal in Regensburg. Am 27. Dezember 1861 wurde er an diesem Ort aus der Taufe gehoben. 200 Lehrer waren damals dem Aufruf von Karl Heiß, einem 34-jährigen Volksschullehrer aus Achdorf bei Landshut, gefolgt. 

 

Für die Jubiläumsfeier hatte der BLLV 250 Gäste geladen, darunter hochrangige Vertreter aus Politik und Gesellschaft. Zu den Gästen zählten auch Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle, der mit einer Rede im Gepäck angereist war, Europaministerin Emilia Müller, der CSU-Fraktionsvorsitzende Georg Schmid, zahlreiche Abgeordnete aller Landtagsfraktionen und Regensburgs Oberbürgermeister Hans Schaidinger. 

 

Angemessene, aber begrenzte Geduld mit der Politik
Der BLLV war von Anfang an eine streitbare Vereinigung, die sich unabhängig von parteipolitischen Interessen für die Anliegen der Lehrer und eine bessere Bildung stark gemacht hatte. Damit sich zog sich der Verband häufig den Ärger von Kirchen und konservativen Politikern zu. Das Verhältnis zu den Kirchen ist heutzutage entspannt, jedoch nicht immer die Beziehung zu den konservativen Parteien. „Das hat sich im 21. Jahrhundert nur in Nuancen geändert“, merkte BLLV-Präsident Klaus Wenzel an. Er ließ in seiner kämpferischen Festrede keinen Zweifel daran, dass der BLLV auch in Zukunft keiner politischen Auseinandersetzung aus dem Weg gehen wird. 


Wenzel skizzierte in seinen Worten den Kern dessen, was den BLLV auszeichne: Das frühe Erkennen gesellschaftlicher Veränderungen, eine klare Vision für Bildung und Schule und eine „angemessene, aber auch gelegentlich begrenzte Geduld mit den verantwortlichen Politikern“. „Der BLLV kämpft seit 150 Jahren für die beste Bildung für alle Kinder unabhängig von der sozialen und regionalen Herkunft. Er kämpft für Bildung als ein Menschenrecht“, sagte Wenzel.  Der Geschichte des BLLV entspricht der Leitspruch für die 150 Jahr-Feier. Dieser lautet „Aufbrechen: 150 Jahre für Bildung als Menschenrecht“. 

 

Sein konsequentes Eintreten habe dem BLLV damals wie heute massive Angriffe eingebracht, schilderte Wenzel. Die Gründe dafür sind aus Wenzels Sicht klar: „Bei Bildung geht es um soziale Verteilungskämpfe, um Angst vor Statusverlust und um tief sitzende soziale Abgrenzungsbedürfnisse. Bildung ist prädestiniert für Glaubenskämpfe.“ 

 

Wenzel: Zeit der ideologischen Grabenkämpfe beenden
Wenzel forderte dazu auf, die Zeit dieser ideologischen Grabenkämpfe zu beenden. Vor dem Hintergrund eines radikalen gesellschaftlichen Wandels seien die Herausforderungen der Zukunft viel zu ernst, Wohlstand, Demokratie und sozialer Friede stünden zu Disposition. „Wir brauchen pragmatische Lösungen mit einer Vision und die heißt: Fördern, fördern, fördern“, verlangte Wenzel und nahm die anwesenden Politiker ins Gebet. „Dazu fehlen uns derzeit in allen Schularten die Bedingungen“, mahnte Wenzel. 

 

Kultusminister Ludwig Spaenle ging auf die Forderungen des BLLV nicht direkt ein und lobte den Lehrerverband als "wesentlichen Akteur im Bildungsbereich". Als promovierter Historiker beschäftigte er sich in seiner Rede vor allem mit der Geschichte des BLLV. „Eine erfolgreichere Verbandsbildung dürfte es in der jüngeren Bayerischen Bildungsgeschichte kaum gegeben habe“, bilanzierte er. 

 

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