Inklusion: Lehrer werden allein gelassen


Ergebnisse der forsa-Befragung 2017

Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) erkennt die Bundesrepublik Deutschland den Anspruch von Kindern mit Handicap auf eine sogenannte inklusive Beschulung an. In der Realität funktioniert die Inklusion jedoch nicht, gerade das bayerische Schulsystem wirkt durch das Festhalten an der Mehrgliedrigkeit eher starr und separierend. Die intensiv geführte Diskussion um die Weiterentwicklung von inklusiven Klassen war der Anlass für eine forsa-Studie, die der Verband Bildung und Erziehung (VBE) nun deutschlandweit durchführen ließ.

Vom 4. April bis zum 9. Mai 2017 wurden 501 Lehrkräfte in Bayern und 2.050 Lehrkräfte in Deutschland aus allen Schulformen zum Thema befragt. Viele Lehrer sahen die Inklusion positiv. Als Vorteile betrachteten 32 Prozent der Befragten die Förderung von Toleranz, 30 Prozent nannten den Erwerb wichtiger sozialer Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler als wichtige positive Folge inklusiven Unterrichts und 26 Prozent aller Befragten glaubten, dass Kinder mit und ohne Handicap im Unterricht voneinander lernen würden. Auf die Frage, ob es in inklusiven Klassen eine Doppelbesetzung aus einem Lehrer und einem Sozialpädagogen geben sollte, antworteten 97 Prozent mit „ja“.




Probleme gibt es unter anderem dadurch, dass in vielen Schulen nach wie vor kein barrierefreier Zugang zu den Räumen existiert. 41 Prozent der befragten Lehrer bezeichneten diese Situation als sehr schwierig. Vor allem aber fehlt Lehrern weiterhin die personelle Unterstützung. In Bayern hatten immerhin 12 Prozent der Befragten weder Sozialpädagogen noch Schulpsychologen oder Sonderpädagogen als Ansprechpartner. In Bayern geben 75 Prozent der Befragten an, alleine in inklusiven Klassen zu unterrichten, d.h. ohne Unterstützung durch eine zusätzliche Fachkraft. 








Ergebnisse der forsa-Befragung



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