14.09.2016

Wie führende Medien über die BLLV-Initiative berichten

Das Manifest: HALTUNG ZÄHLT des BLLV hat in ganz Deutschland ein enormes Medienecho ausgelöst. Führende Zeitungen, Online-Magazine und TV-Sender berichteten in großen Beiträgen über die BLLV-Initiative. Ein Überblick über die Berichterstattung.

 

Die Resonanz in den Medien auf die Vorstellung des BLLV- Manifest: HALTUNG ZÄHLT ist überwältigend. Das hatte sich bereits im Vorfeld abgezeichnet, denn viele Journalisten riefen schon Tage vor dem eigentlichen Pressetermin an und wollten Details erfragen. Nachfragen erreichten den BLLV aus ganz Deutschland, wie z.B. dem Tagesspiegel aus Berlin, dem Saarländischen Rundfunk, der F.A.Z. oder dem Nachrichtendienst N24.

 

Als es dann soweit war - vergangenen Mittwoch, den 7. September in München - hatten die vielen Journalisten, die der Einladung des BLLV vor Ort gefolgt waren, kaum Platz. Sie nahmen sich fast zwei Stunden Zeit, um den Ausführungen von BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann zu zuhören. Begleitet wurde sie von dem Freiburger Neurobiologen und Psychologen Prof. Dr. Joachim Bauer, der das Zusammenspiel von Wort und Tat wissenschaftlich untermauerte.

 

Spiegel, Stern, und Focus berichten deutschlandweit

Dass die Berichterstattung dann einen solchen Umfang annahm und weit über die bayerischen Landesgrenzen hinausging, hatte sich so allerdings nicht vorhersehen lassen: Das Thema wurde in allen großen Print- und Online-Medien gespielt, auch von politischen Magazinen wie dem Stern, dem Spiegel oder dem Focus. Auch zahlreiche Radiosender darunter der BR, der Deutschlandfunk, Antenne Bayern, das Domradio in Köln, das Info Radio in Berlin Brandenburg oder Radio Charivari brachten Beiträge oder sendeten ganze Interviews mit der BLLV-Präsidentin und/oder Prof. Bauer.

 

Medien warnen vor erhöhter Gewaltbereitschaft

Heraus kam eine differenzierte und  ausführliche Berichterstattung, die dem Anliegen des BLLV gerecht wurde. So titelte etwa die Hannoversche Allgemeine Zeitung „Lehrer warnen vor Hasssprache - die Gewaltbereitschaft auf dem Schulhof nimmt weiter zu“. In dem Artikel wird dann wörtlich aus dem Manifest zitiert: „Wir beobachten mit größter Sorge, wie sich die Stimmung, die Kommunikation in den sozialen Netzwerken und die alltäglichen Umgangsformen in unserer Gesellschaft verändern….“ In der Mitteldeutschen Zeitung aus Halle war zu lesen: „Gegen Intoleranz: Lehrer warnen mit Manifest vor Radikalisierung und Hasssprache.“ In dem Text heißt es u.a., dass Lehrkräfte unter ihren Schülern inzwischen auch eine „zunehmende Aggressivität gegenüber Andersdenkenden, Ausländern und Flüchtlingen“ feststellen würden.

 

Gefährliche Politiker-Sprache

Auch die Presse in Köln griff das Thema auf und so war in der Kölnischen Rundschau zu lesen:  „Hure, Spasti  - Lehrer verfassen Manifest gegen Hass-Sprache der Schüler.“ In dem Text wird Prof. Bauer so zitiert: „Wenn Politiker offen darüber reden, als Ultima Ratio auf Flüchtlinge zu schießen, ist das unglaublich gefährlich.“ Auch Begriffe wie ,Flüchtlingsflut' seien sehr problematisch. Neurologe Bauer sieht zwischen aggressiver Sprache und aggressivem Verhalten einen engen Zusammenhang. Worte wirkten massiv auf das Gehirn.

 

Erwachsene sind Vorbilder - gute oder schlechte

Das Christliche Medienmagazin Pro mit Sitz in Wetzlar zitiert Simone Fleischmann im Gespräch, dass in den Medien, aber auch bei Politikern eine zunehmend aggressive Sprache zu beobachten sei. Wenn etwa Politiker davon sprächen, auf ein Problem müsse man einmal „draufhauen“, vermittle das ein schwieriges Bild von Konfliktlösung. Wenn Kinder und Jugendliche solche Botschaften von Erwachsenen hörten, sinke die Hemmschwelle, tatsächlich einmal zuzuschlagen. „Wir haben Angst, dass in unserem Sprachgebrauch Wörter fallen und Aussagen gemacht werden, mit denen Jugendliche nicht richtig umgehen können, und die dann zu entsprechenden Taten führen.“

 

F.A.Z sorgt sich um Gewalt von links

In einem Interview mit der F.A.Z. wurde nachgefragt, ob der BLLV auch über das steigende verbale und physische Gewaltpotenzial von links besorgt sei, das sich immer öfter in Angriffen gegen Polizisten, aber auch Politiker entlädt – ob nun mit Fäusten oder einer tiefgefrorenen Torte? Die Antwort von Simone Fleischmann: „Wir haben uns in der Tat eine Strömung explizit herausgegriffen, allerdings meinen wir alle radikalen Gruppierungen und Taten. Selbstverständlich stellen wir uns mit dem Appell sowohl gegen rechten als auch linken Extremismus wie überhaupt gegen jede Form extremistischen Denkens und Handelns.“

 

Alle wichtigen Medien Bayerns berichten

Natürlich fand das Manifest auch in Bayern in allen großen Regionalmedien Gehör. So titelte beispielsweise die Passauer Neue Presse: „Lehrer schreiben Manifest gegen die Verrohung der Sprache". Die Augsburger Allgemeine Zeitung schrieb: „Lehrer warnen: Hasserfüllte Sprache soll Aggression bei Schüler erhöhen – Die Gewaltbereitschaft auf dem Pausenhof nimmt zu.“  Der Münchner Merkur widmete dem Anliegen gleich eine ganze „Seite Drei“ und druckte u.a. das Manifest im Wortlaut ab. Über Simone Fleischmann schrieb der Autor: „Sie ist kein Parteimitglied, aber ihr Anspruch ist schon, gesellschaftspolitisch zu wirken…“

 

Nachrichtenagentur bringt mehrere Meldung

Allein die Nachrichtenagentur dpa brachte an einem Tag fünf Beiträge. Einer davon trug den Titel: „Ihr Untermenschen - Lehrer warnen vor hasserfüllter Sprache“ - in ihrem ausführlichen Beitrag schreibt die Journalistin, dass  es zwar nicht neu sei, dass Lehrerinnen und Lehrer immer wieder ungefilterter Hass von Schülern entgegenschlagen würde. Experten würden aber inzwischen eine neue Qualität erkennen und warnten vor hasserfüllter Sprache. Schuld seien vor allem schlechte Vorbilder. Die dpa-Meldungen liefen landesweit in fast allen Medien, sie wurden auch von der Süddeutschen Zeitung aufgegriffen.

 

Manifest erreicht Österreich

Selbst bei den Nachbarn in Österreich ist das Manifest Thema. Die Tiroler Tageszeitung aus Innsbruck machte mit einem großen Artikel zur Verrohung der Sprache auf und stellte den Bezug zur Kultur der politischen Debatten im Land her.

 

 

 

Anliegen erreicht die breite Öffentlichkeit

Fazit: Das Manifest: HALTUNG ZÄHLT, mit dem der BLLV an alle appelliert, die Gesellschaft vor Spaltung, Brutalität, Rücksichtslosigkeit und Radikalisierung zu schützen, hat allein bei der ersten Präsentation viel erreicht – denn das Anliegen des BLLV ist in der breiten Öffentlichkeit angekommen und hat die Medienaufmerksamkeit bekommen, die es verdient.

Andrea Schwarz, Pressereferentin

 

 

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Medienlinks

 

 

 


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