Die Datenbank

 

 

Eine Vorrecherche des BLLV, initiiert im Jahr 2009, hat bis dato 705 Namen jüdischer Pädagoginnen und Pädagogen zu Tage gefördert, die in Bayern in der Zeit vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zur Vernichtung der jüdischen Gemeinden durch die Nationalsozialisten berufstätig waren. Aus grundsätzlichen Erwägungen wurden alle Personen erfasst, die pädagogisch tätig waren und sich als Lehrer bezeichneten – also auch Privatlehrer, Musik- und Gesangslehrer.

Namen von jüdischen Lehrern in Bayern  mit biografischen Hinweisen

Die hinterlegte Datenbank ist ein Arbeitstool des BLLV und bietet die Grundlage, auf der Biografieprojekte an Schüler und Schülerinnen vergeben werden können. Zugleich steht sie selbstverständlich anderen interessierten Nutzern zur Verfügung. Sie basiert auf einer Vorrecherche in verschiedenen bayerischen Archiven und Internetdatenbanken und wird ständig ergänzt und erweitert. Im Laufe der Zeit sollen die biografischen Angaben der Datenbank durch einzelne Biografien ergänzt werden, die im Rahmen von Schulprojekten entstehen werden. Auch die Geschichte einzelner jüdischer Schulen soll mit der Zeit hinzukommen.



Zur Datenbank

 

Die Datenbank soll interessierten Schülern und Lehrern eine Möglichkeit bieten, sich zu orientieren, ob und welche jüdischen Lehrer oder Schulen es in der eigenen Umgebung gegeben hat. Dazu sollen in der nächsten Zeit noch neue Suchoptionen (z.B. nach dem Wohnort) eingebaut werden. Die Datenbank enthält Angaben zu jüdischen Lehrern und Lehrerinnen, die im ausgehenden 19. Jahrhundert bis zur Zerschlagung der jüdischen Gemeinden durch den Nationalsozialismus in Bayern als Lehrer gearbeitet haben. Darunter fällt auch die Rheinpfalz (ohne heutigen Saarpfalz-Kreis). 

Die Datenbank enthält einen öffentlich einsehbaren Teil mit Angaben zur Biografie, wie Namen, Geburts- und Sterbedaten, Wohnorte und Arbeitsplätze sowie Informationen zur Verfolgung sowie ein Bemerkungsfeld. Der nichtöffentliche Teil der Datenbank enthält weitere Angaben, die zur Durchführung des Biografieprojektes nötig sein werden, darunter z.B. Verwandtschaft, mögliche Kontaktpersonen bzw. Biografen. Für den Nutzer erkennbar ist auch, ob über einen Lehrer bereits eine Biografie in Arbeit bzw. bereits fertig gestellt ist. Wenn Sie Interesse haben, eine Biografie zu übernehmen, oder Interesse am Angebot von W-Seminaren haben, setzen Sie sich bitte mit der Leiterin des Biografieprojektes Sabine Gerhardus  (info(at)gedaechtnisbuch.de) in Verbindung.

Zu allen Feldern, die leer erscheinen, liegen uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine gesicherten Informationen vor. Da zahlreiche Lehrer an verschiedenen Orten Bayerns lebten und zudem unterschiedliche Schreibweisen ihrer Namen existieren, können Mehrfacheinträge derselben Person vorkommen. Hinweise hierzu entnehmen Sie dem Bemerkungsfeld. In den Fällen, in denen die Identität gesichert scheint, werden die Einträge zusammengeführt. Wir freuen uns über ergänzende Angaben!

Da der Anstoß dieses Projekts aus dem Wunsch entstanden ist, der aus rassischen Gründen durch die Nationalsozialisten verfolgten Kollegen zu gedenken, werden in die Datenbank auch verfolgte christliche Lehrer jüdischer Herkunft aufgenommen. (siehe dazu Angaben im Feld Konfession bzw. im Bemerkungsfeld).

Die Datenbank wird ab März 2012 stufenweise freigeschaltet.

Die Datenbank wird in erster Linie erstellt, um Schüler und Lehrer zur Mitarbeit in der Projektarbeit einzuladen. Sie steht aber auch anderen Nutzern zu Zwecken der Bildungsarbeit zur Verfügung. Zitate aus Datenbankeinträgen bzw. Biografien können unter Angabe der Quelle nach den üblichen Standards genutzt werden. Wir freuen uns über ergänzende Angaben.