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Werte in der Krise - Welchen Aufgaben muss sich diese Gesellschaft stellen, um überlebensfähig zu sein?

Kamingespräch am 23. März 2020 mit Susanne Breit-Keßler, 19:00 Uhr, BLLV Landesgeschäftsstelle, Bavariaring 37, München

Von vorgeburtlichen Untersuchungen angefangen bis hin zu Krankheit und Tod - immer geht es darum, vorne mit dabei zu sein. Zu den Besten, zu den Tapfersten und den Fittesten zu gehören. Was Anfang und Ende eines Lebens kennzeichnet, ist symptomatisch auch für Karriere und Mitte der Existenz. Was lässt sich tun, um weder einer Kultur der Mittelmäßigkeit zu huldigen, noch den Übermenschen zu feiern? Susanne Breit-Keßler plädiert für eine intellektuell-anspruchsvolle, soziale und humane Barmherzigkeit.

Zur Person

Susanne Breit-Keßler, 1954 in Heidenheim an der Brenz geboren, ist im oberbayerischen Oberaudorf aufgewachsen.

Sie studierte zunächst Germanistik und Alte Geschichte, dann Evangelische Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Nach dem Vikariat an der Münchner St. Matthäuskirche wurde sie 1984 in der Auferstehungskirche in Icking zur Pfarrerin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ordiniert. Von 1984 bis 1986 war sie als Religionslehrerin am Gymnasium in Tutzing tätig.

1986/87 absolvierte Breit-Keßler eine journalistische Ausbildung bei der Süddeutschen Zeitung und beim Bayerischen Rundfunk. Anschließend arbeitete sie als Journalistin und Publizistin für die Süddeutsche Zeitung, das Deutsche Allgemeine Sonntagsblatt, den Rheinischen Merkur und weitere Printmedien sowie als Nachrichtenkorrespondentin für den Bayerischen Rundfunk. Seit 1988 ist sie Rundfunkpredigerin und Autorin für den Bayerischen Rundfunk sowie für Deutsche Welle und Deutschlandradio. Von 1995 bis 1998 war sie zudem Sprecherin beim „Wort zum Sonntag“, das jeden Samstagabend in der ARD ausgestrahlt wird. Sie hat seit 2000 als Theologische Beraterin die Chefredaktion des evangelischen Magazins „Chrismon“ betreut und hat dort monatlich eine eigene Kolumne.

1994 wechselte Breit-Keßler ins Landeskirchenamt und übernahm dort die Verantwortung für die Publikationen der Kirchenleitung, ab 1997 auch die Chefredaktion der Monatszeitschrift „Nachrichten der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern“.

Im November 2000 wurde Breit-Keßler zur Oberkirchenrätin und Regionalbischöfin für München und Oberbayern ernannt. Zum 15. März 2001 trat sie dieses Amt an, dass Sie bis 2019 innehatte. Zudem war Frau Breit-Keßler seit 2003 ständige Vertreterin des Landesbischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

Breit-Keßler ist Mitglied der Bioethik-Kommission der Bayerischen Staatsregierung und seit 2011 Mitglied im Präsidium der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege. Sie zeichnet verantwortlich für zahlreiche Buchveröffentlichungen, so etwa drei Ethik-Schulbücher für den gymnasialen Unterricht, mehrere Bücher mit Andachts- und Predigttexten, verschiedene Meditationsbücher und die Publikation „Die Kunst zu leiten“ über kirchliche Personalführung.

1989 erhielt Breit-Keßler den Wilhelm-Sebastian-Schmerl-Preis für ihr journalistisches Wirken; 2005 in Anerkennung ihres sozialen und diakonischen Engagements das Bundesverdienstkreuz, 2007 den Bayerischen Verdienstorden, 2009 die Bayerische Verfassungsmedaille in Silber für ihre Verdienste als „Brückenbauerin zwischen Kirche und Gesellschaft“, 2014 die Medaille „München leuchtet – Den Freundinnen und Freunden Münchens“ in Gold und 2017 die Bayerische Europamedaille. Als Initiatorin und Schirmfrau der Evangelischen Stiftung Hopiz erhielt sie 2015 die Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste.

Breit-Keßler soll den Vorsitz des neu geplanten Bayerischen Ethikrates übernehmen.