Junger BLLV fordert klare Regelungen in allen Phasen der Lehrerbildung

In einer Pressemitteilung vom 12.05.2020 macht der Junge BLLV auf die Situation der Referendar/innen an Realschulen und Gymnasien aufmerksam. Während für Absolvent/innen des ersten und zweiten Saatsexamens bereits tragfähige Lösungen gefunden wurden, warten erstere weiterhin auf klare Regelungen. Dies und weitere offene Themen, die unter Junglehrkräften für Unsicherheiten sorgen, wurden außerdem in einem Schreiben an das Kultusministerium adressiert.

Um die Belastungen und Einschränkungen durch die Coronakrise möglichst fair abzufangen, braucht es klare Regelungen in allen Phasen der Lehrerbildung. Die Junglehrkräfte sind hochmotiviert und wollen ihre Ausbildung bestmöglich abschließen. Dafür setzt sich der Junge BLLV ein.

Pressemitteilung mit Forderung für erstjährige Referendar/innen

Referendar/innen und Lehramtsanwärter/innen stehen in dieser Phase der Ausbildung unter besonderem Druck, der sich durch die Coronakrise weiter verstärkt hat. Für die Lehrproben im ersten und zweiten Ausbildungsabschnitt des Vorbereitungsdiensts für das Lehramt an Gymnasien und Realschulen gibt es jedoch aktuell noch keine Regelungen. „Wir dürfen diejenigen nicht vergessen, die dieses Jahr erst in ihre Ausbildung gestartet sind und noch in diesem Schuljahr Lehrproben zu absolvieren hätten. Selbstverständlich darf für sie ebenfalls kein Nachteil auf ihrem Ausbildungsweg entstehen!“, fordert die Vorsitzende des Jungen BLLV, Monika Faltermeier.

"Sowohl die Referendarinnen und Referendare, die ihren Vorbereitungsdienst im September 2019 begonnen haben, aber vor allem diejenigen, deren Vorbereitungsdienst am Gymnasium im Februar 2020 angefangen hat, benötigen dringend Rechtssicherheit. Sie wissen nicht, ob, wann und vor allem wie sie ihre Lehrproben halten werden. Das ist ein enormer psychischer Druck, der an unseren Junglehrern zehrt." heißt es in der Pressemitteilung des Jungen BLLV vom 12.05.2020. Und weiter: "Wir bitten darum, eine Regelung analog zu den Lehrproben im dritten Ausbildungsabschnitt zu treffen, die es den Anwärter/innen ermöglicht, unter den aktuellen Rahmenbedingungen eine faire Prüfungs- und Ausbildungssituation zu durchlaufen."

Brief an das Kultusministerium mit 7 offenen Punkten

Sowohl in der Pressemitteilung als auch in einem direkten Schreiben an Staatsminister Piazolo kommen außerdem die Wiederaufnahme der Seminarsitzungen und der zeitliche und inhaltliche Ablauf der Hausarbeit zur Sprache. Bisher ist dies nur für die Anwärter an Grund- und Mittelschulen sowie Fachlehreranwärter/innen und Förderlehreranwärter/innen geregelt. Weitere noch ungeklärte und im Brief adressierte Herausforderungen betreffen den Unterrichtsbesuch für die Verbeamtung auf Lebenszeit sowie die Frist für die Einreichung von Dokumenten für die Versetzung. Auch auf die fehlende Notbetreuung der Kinder von Lehrkräften in Elternzeit, die zuvor von einer Corona-Risikogruppe übernommen wurde, und die Grundlage und Umfang der Jahreszeugnisse wird in dem Schreiben (siehe Downloads) hingewiesen. Die angeführten Themen wurden in einer Vielzahl an Gesprächen mit Junglehrkräften im Jungen BLLV zusammen getragen.

In der aktuellen Situation braucht unsere Gesellschaft mehr denn je motivierte Lehrerinnen und Lehrer, die sich zu einhundert Prozent ihren Schülerinnen und Schülern und deren Förderung und Bildung widmen können. Dafür benötigen die Junglehrkräfte in Bayern jedoch unbedingt die ihnen zustehende Sicherheit und Klarheit, die nun von Seiten des Kultusministeriums geschaffen werden muss.

 

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