denkbar-Projektschulen

"gemeinsam essen - gemeinsam lernen": Unsere Mittelschulen liegen uns sehr am Herzen. Beim gemeinsamen Frühstück in heterogenen Gruppen, Inklusions- oder Übergangsklassen können die Schüler lebenspraktische Erfahrungen hinsichtlich interkultureller Bildung, Alltagskompetzenz und Spracherwerb sammeln.
Einige Beispiele haben wir hier für Sie zusammengestellt.

gefördert von der Aktion Sternstunden

Sternstunden übernimmt seit mehr als 24 Jahren Verantwortung für kranke, behinderte und in Not geratene Kinder - in Bayern, in Deutschland und weltweit. Der Verein hilft, wo Not ist, möglichst schnell und unkompliziert. Dank der Spendenbereitschaft vieler Menschen konnte er seit der Gründung 1993 rund 220 Millionen Euro sammeln und mehr als 2.850 Kinderhilfsprojekte unterstützen.

Schulen St. Georg, Telemann und Gustav Schickedanz

Die Schüler der Telemann-Schule erhalten Dank der Bezuschussung durch das Projekt „denkbar“ ein gesundes, reichhaltiges Frühstück. Wer sich an der Vorbereitung des Buffets und an der Abrechnung beteiligt, bekommt es täglich, andere wechseln sich ab, da gleichzeitig keine über 100 Schüler Platz haben.
Smartphones bleiben während des Frühstücks in der Schultasche. Andere am Tisch besser kennen zu lernen, ist ein besserer und gesunder Start in den Schultag.

In der Dr. Gustav Schickedanz Schule wurde extra die Schülerfirma „Iss was?!“ gegründet, um das Frühstückscafé zu planen und zu organisieren.
Die Schüler übernehmen die Vorbereitung des Schulfrühstücks, den Verkauf an die Mitschüler und sogar die Organisation von Werbung. Mit hoher Motivation und viel Eigenverantwortung tragen sie dazu bei, dass die Mitschüler täglich ein gesundes Frühstück vorfinden.

An der St. Georgsschule sind in 6 Übergangsklassen Kinder aus 35 Nationen vertreten.
Das Frühstücksangebot im Café Schülertreff ist für sie ein wertvoller Ort der Integration. Die Kinder sprechen dort Deutsch und kommunizieren viel miteinander: neben Alltagsthemen kommt auch die Ernährung zur Sprache. Dabei entwickeln sich Sozialkompetenz und interkultureller Austausch.

gefördert vom Adventskalender für gute Werke der Süddeutschen Zeitung e.V.

Der Adventskalender der guten Werke der Süddeutschen Zeitung unterstützt seit 1948 mit den Spendengeldern der SZ-Leser Projekte in München und dem Münchner Umland. Wir freuen uns ganz besonders, dass das Frühstück an vielen unserer Münchner Schulen und Umlandschulen seit diesem Schuljahr vom SZ- Adventskalender finanziert wird.

Mittelschulen Feldberg- und Fernpaßstraße

In der Mittelschule an der Feldbergstraße bereitet die Mutter eines ehemaligen Schülers das tägliche Büffet vor, an dem sich die Kinder in ruhiger, entspannter und manchmal auch lustiger Atmosphäre nach ihren Vorlieben bedienen können. Das Schulfrühstück ist hier ein seit Langem bewährtes und gut funktionierendes Projekt, das von den Schüler/innen gerne angenommen wird.

An der MS Fernpaßstraße steht das Frühstück jeden Tag ab 7:45 Uhr für die Schülerinnen und Schüler der Übergangsklasse 5 bereit. Die fleißigen „Frühstücksfeen“aus der Übergangsklasse 7 sind stolz auf ihren Job und äußerst zuverlässig bei der Erledigung ihrer Aufgaben: Sie richten gesunde Lebensmittel her und stellen Geschirr und Besteck bereit.
Manchmal werden auch von älteren Schülern im Fach „Soziales“ leckere Obst- und Gemüsespieße vorbereitet oder Muffins gebacken. Am Ende des Frühstücks räumen die Kinder gemeinsam auf, spülen das Geschirr und wischen die Tische ab. So werden bei ihnen ganz nebenbei Verantwortungsgefühl, Pünktlichkeit, und ein Bewusstsein für Lebensmittel geweckt.
Besonders für die Sprachanfänger im ersten Deutschlernjahr wird durch das tägliche Frühstück ein Rahmen für alltägliche Kommunikation geschaffen. An beiden Schulen gibt das „denkbar Schulfrühstück“ Kindern aus aller Welt die Möglichkeit, typische deutsche Nahrungsmittel kennen zu lernen, sie an gesunde Ernährung heranzuführen und einen strukturierten Tagesablauf zu erfahren.

gefördert von Kinder ohne Hunger e.V.

Nori Stöckert gründete im Jahr 2008 mit Dr. Sybille Bayerl und Caroli Dienst den gemeinnützigen Verein Kinder ohne Hunger e.V., um nachhaltig die Ernährung und damit die Chancen von benachteiligten Kindern zu verbessern. Mit viel persönlichem Engagement erreichen sie Kinder, Jugendliche und deren Familien in kleinen, überschaubaren Projekten. Das Team arbeitet ausschließlich ehrenamtlich.

Städtische Ludwig-Thoma-Realschule München

An der Ludwig-Thoma-Realschule gehört gesunde Ernährung zum Schulprofil. 1,50 € kostet das Frühstück (erhoben von den Eltern per Zehnerkarte); für geförderte Kinder ist es kostenlos. So wird niemand wird diskriminiert und alle erhalten ein gesundes Frühstück. Es ist ausgewogen, reichhaltig und abwechslungsreich – so gibt es etwa keine Nutella und keine gezuckerten Joghurts - dafür aber frisch aufgeschnittene Früchte und zuckerarmes Müsli. Außerdem Bio-Vollkornbrötchen, Wurst, Käse und frische Gemüsesticks.

gefördert vom Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank München e.V.

Mittelschulen an der Simmernstraße und an der Lehrer Wirth Straße

In die Übergangsklasse 5 gehen Kinder mit Migrationshintergrund; die 11 Jungen und 13 Mädchen stammen aus elf verschiedenen Ländern. Jeden Tag ab 8 Uhr frühstücken sie im Klassenzimmer an einer großen Tafel. Bereits am Vortag stellen sie dazu die Bänke zusammen und gruppieren die Stühle drum herum.
Je wöchentlich eingeteilte Mädchen und Jungen übernehmen die Aufgabe den Tisch zu decken, damit alle das gemeinsame Frühstück genießen können. Den Rest erledigen der Lehrer und die pädagogische Hilfskraft.
Erfreulicher Nebeneffekt: Die Kinder gehen während der Frühstückzeit sehr achtsam miteinander um und erwerben die Deutsche Sprache in alltäglichen Situationen. Der Beginn des Schulalltags in angenehmer vertrauter Atmosphäre wirkt sich außerdem positiv auf die gesamte Lernsituation aus.

An bestimmten Tagen ist das Schulfrühstück an der MS Lehrer-Wirth-Straße für einige Kinder die einzige Mahlzeit: es fehlt so vielen Familien am Geld, dass das Schulfrühstück eine echte Hilfe ist. Zwischen 40 und 50 Kinder essen jeden Morgen in der Schule - kein Wunder, dass sie selbst dann, wenn sie eigentlich erst später kommen müssten, pünktlich mit am Frühstückstisch sitzen.

gefördert vom Rotary Club Nürnberg

Förderzentrum Nürnberg-Langwasser

Mit dem kostenlosen täglichen Frühstück im Schülercafé stärken sich zwischen 7 und 7.45 Uhr ungefähr 20-25 Schüler. Als Frühstückslotsen fungieren die Religionslehrer: sie sind für Planung, Einkauf, Durchführung und Gestaltung verantwortlich.
Während der großen Pause gibt es im Schülercafé ebenfalls Getränke und Brötchen; hier aber muss man sie kaufen. Damit aber kein Kind auf sein Pausenbrot verzichten muss, werden Brötchengutscheine ausgegeben - vor allem für diejenigen, die sonst nie ein Pausenbrot dabei haben. Alle übrigen können als Geschenk und besondere Belohnung aber ihrerseits einen solchen Gutschein erwerben, damit es gerecht zugeht.
Für zwischendurch stehen in vielen Klassenzimmern zusätzlich Schalen mit Obst, Nüssen oder Müsliriegeln bereit, damit sich die Schüler immer wieder mal stärken können. An Geburtstagen oder zu anderen Anlässen wird auch mit dem Lehrer gemeinsam in der Klasse gefrühstückt.
Eine gute Gelegenheit, um immer wieder altersgerechtes Ernährungswissen zu vermitteln. So wird etwa die Ernährungspyramide behandelt und besprochen, was sonst noch gesund ist: dass viel Trinken wichtig ist, wissen die meisten schon. Dabei verzichtet die Schule natürlich auch auf koffein- und zuckerhaltige Getränke, wie einige sie von zuhause kennen.

Gefördert von der Firma Kirson

Grundschule Neustadt a.d. Donau

Die Grundschule nimmt seit sechs Jahren an dem Projekt teil, das hier auf die die Schülerinnen und Schüler der gebundenen Ganztagesklassen beschränkt ist. Jeweils zwei Klassen pro Woche dürfen sich an dem Buffet bedienen, um sich ein Frühstück nach ihrem Geschmack selbst zusammenzustellen - dabei steht auf jeden Fall mehr Obst- und Gemüse zur Auswahl, als sie es meist von daheim gewohnt sind.
Die Mithilfe von Eltern und AWO-Mitarbeitern spart viel wertvolle Unterrichtszeit, die sonst für Einkauf und Vorbereitung verwendet werden müsste.
Zweimal im Schuljahr werden die Vorlieben der Kinder schriftlich abgefragt; kleinere Wünsche können aber auch von der einen Woche zur Nächsten vorgenommen werden.

gefördert von der BLLV Kinderhilfe

Gegründet 1986 fördert die gemeinnützige BLLV-Kinderhilfe neben einmaligen Not- und Katastrophenhilfeaktionen langfristig Bildungs- und Schulprojekte. Eines davon ist das Schulfrühstück denkbar für bedürftige Kinder in Bayern.

Theo-Betz Schule in Neumarkt

Jeden Morgen ab 7.15 Uhr finden sich 20 bis 40 Kinder im Frühstücksraum der Schule ein und starten mit einem gemeinsamen Essen in den Tag. Betreut werden sie von dazu eigens eingestellten Frühstücklotsen. Die Kinder kommen aus unterschiedlichsten Gründen mit leerem Magen in die Schule. Dabei sind leere Mägen nicht immer eine Frage des Einkommens der Eltern. Es gibt auch Kinder aus wohlhabenden Familien, die allein gelassen werden und ihren Alltag mehr oder weniger selbst bewältigen müssen.

Sonderpädagogisches Förderzentrum Nabburg

Einmal wöchentlich treffen sich vier Schüler mit ihrer Frühstückslotsin zur Vorbereitung des gemeinsamen Frühstücks. Bis die anderen Schüler nacheinander eintreffen, hat die Lotsin die frischen Cerealien bereits bei der Leder-Mühle in Nabburg sowie frische Milch, Milchprodukte, verschiedene Brotsorten und Vollkornsemmeln vom Bäcker aus der Region eingekauft. Der Honig stammt vom ortsansässigen Imker, die Marmelade aus der Eigenproduktion der Schulküche. Dazu gibt es Obst oder auch Gemüse der Saison. Nach einer kurzen, freundlichen Begrüßung geht es an das duftende Frühstücksbüfett. Die gesunden, teilweise vorbereiteten Speisen warten dort auf ihren Verzehr. Wenn es um die Zubereitung des Müslis oder um den passenden Aufstrich für das Brot geht, legen die Schüler selbst mit Hand an.

Sonderpädagogisches Förderzentrum Eschenbach

Das Schulfrühstück am Sonderpädagogischen Förderzentrum Eschenbach wird jeden Tag von 7.30 Uhr bis 8 Uhr in einem speziell hergerichteten Frühstücksraum mit neuer Küchenzeile serviert. Beim gemeinsamen Essen lernen die Kinder den verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln, Verhaltensregeln und Konversation am Esstisch. Bei Eltern und Elternbeirat findet das Angebot großen Zuspruch. Der Förderverein der Schule unterstützt das Schulfrühstück auch finanziell.

Sonderpädagogisches Förderzentrum Sulzbach-Rosenberg

Kollegen bestätigen, dass durch die regelmäßige Teilnahme am Frühstück Konzentrationsfähigkeit und Wohlbefinden der Schüler erkennbar zugenommen hat. Schüler aus unterschiedlichen Klassen lernen Rücksicht zu nehmen, helfen jüngeren Schülern und erleben Verlässlichkeit, was sich auf das Schulklima insgesamt auswirkt. Das Schulfrühstück am Sonderpädagogischen Förderzentrum Sulzbach-Rosenberg ist ein wichtiger Baustein im Rahmen der Schulentwicklung, der zur Persönlichkeitsentwicklung beiträgt. Vor allem in den Gebundenen Ganztagsklassen zeigen sich signifikante Verhaltensveränderungen gerade bei Schülern mit emotional-sozialem Förderbedarf.