Ich unterstütze das Manifest: HALTUNG zählt, ...

... weil Fairness und Teamgeist in Schule und Gesellschaft allen gut tun. Nicht nur unsere Schülerinnen und Schüler, sondern die gesamte Schulgemeinschaft profitiert davon, wenn das Miteinander auf unserem demokratisch-freiheitlichen Wertefundament basiert. Schule bildet gesellschaftliche Prozesse in einem Mikrokosmos ab, so dass Veränderungen hier oftmals schneller sichtbar werden. Verroht der Umgangston im öffentlichen Diskurs, werden Auseinandersetzungen nicht mehr mit konstruktiven Diskussionen bestritten, dann besteht die Gefahr, dass sich auch junge Menschen so verhalten.

Schule hat auch Potential, um die Gesellschaft zu verändern. Klassen- und Schulgemeinschaften bieten die Chance dafür, dass Kinder und Jugendliche Teamgeist und klare Regeln für einen positiven Umgang miteinander erlernen. In jeder Klasse trifft man auf verschiedenartige Persönlichkeiten mit ganz individuellen Anlagen. Eine gute Klassengemeinschaft vermag es, all diese Unterschiede als Bereicherung zu verstehen und jedem seinen Platz zu bieten. In einer Schule, der es gelingt, nicht nur Bildungsstätte, sondern auch Lebensraum zu sein, wird eine weltoffene Gesellschaft im Kleinen geschaffen, die nach außen wirken kann. Und wer Teamgeist gelernt hat, wird diesen auch über die eigene Schulzeit hinaus bewahren.

Damit ist tagtäglich eine Vielzahl von Herausforderungen verbunden: für jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler, ihre Eltern – vor allem aber für unsere Pädagoginnen und Pädagogen. Sie sind die Vorbilder, die jungen Menschen in unserem Land Fairness und Kompromissbereitschaft vorleben und damit einen wesentlichen Beitrag zur freiheitlich demokratischen Erziehung leisten. Natürlich unterstützen wir die Lehrerinnen und Lehrer bei dieser wichtigen Aufgabe.

Über ein gemeinsames Wertefundament darf keinerlei Zweifel bestehen. Nur wenn diese Grundpfeiler klar definiert sind, kann eine (Schul-)Gemeinschaft diese auch geschlossen nach innen und außen vertreten und danach handeln. An unseren bayerischen Schulen soll mehr vermittelt werden als reines Lernwissen. Im Fokus steht die ganzheitliche Persönlichkeitsbildung, die junge Menschen zu selbstbewussten, demokratisch gesinnten und an gesellschaftlicher Teilhabe interessierten Individuen ausbildet und die Entwicklung einer ethisch-moralischen Urteils-und Handlungskompetenz befördert.

Ein Bestreben bei der Gestaltung des neuen LehrplanPLUS war es deshalb, die obersten Bildungs- und Erziehungsziele, wie sie Artikel 131 der Bayerischen Verfassung definiert, verbindlich zu machen. Werte besitzen ihre Gültigkeit schulartübergreifend und unabhängig vom Fach. Ihre tiefe Verankerung in den Herzen und Köpfen unserer Schülerinnen und Schüler ist ein Bildungsziel, das von allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft vertreten und gelebt werden muss. Nur so kann Wertevermittlung gelingen, die Schule und Gesellschaft dauerhaft formt.

Schließlich ist es auch aus bildungspolitischer Sicht entscheidend, dass wir den Lehrerinnen und Lehrern mit einer klaren Haltung den Rücken stärken. Schule als Ort des friedlichen Miteinanders auf der Grundlage unserer demokratischen Ordnung wird so zur tagtäglich gelebten Wirklichkeit.

 

Unterstützen Sie das Manifest: HALTUNG ZÄHLT

58 Prominente unterstützen als Erstunterzeichner das Manifest: HALTUNG ZÄHLT. Sie haben sich bereit erklärt, sich persönlich am Arbeitsplatz und im privaten Umfeld dafür einzusetzen, unsere Gesellschaft vor Spaltung, Brutalität und Rücksichtslosigkeit zu schützen. Tun Sie es auch. ...
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