Nachfolger für Habermann und EtterStartseite klein

BLLV wählt neue Abteilungsleiter für Dienstrecht und Besoldung sowie Recht

Nachdem Rolf Habermann und Hans-Peter Etter nach großen Verdiensten ausscheiden, übernehmen Hans Rottbauer und Markus Rinner die Leitung der Abteilungen Dienstrecht und Besoldung respektive Recht. Beide freuen sich sehr auf ihre Aufgaben.

Auf den scheidenden Leiter der Abteilung Dienstrecht und Besoldung Rolf Habermann folgt Hans Rottbauer aus Dietersburg, der seit 2012 bereits als Abteilungsleiter der ADB Niederbayern fungiert, zuvor seit 2004 als Stellvertreter. Von 1994 bis 1998 war Rottbauer Vorsitzender der Studentengruppe Passau, von 1999 bis 2005 Landesvorsitzender der Junglehrer im BLLV, inklusive Mitarbeit in der ADB, sowie von 2005 bis 2012 Vorsitzender des Kreisverbands Pfarrkirchen.

Hans Rottbauer, Jahrgang 1972 und verheirateter Vater zweier Töchter, ist Feuerwehrkommandant und Rektor der Closen-Mittelschule Arnstorf, Vorsitzender des örtlichen Personalrates im Landkreis Rottal-Inn und Mitglied des Bezirkspersonalrates bei der Regierung von Niederbayern. Er wurde auf der Landesdelegiertenversammlung des BLLV mit 98,3 % der Stimmen mit einem deutlichen Votum zu Habermanns Nachfolger bestimmt. Rottbauer nahm die Wahl begeistert an und sagte:

„Rolf Habermann hat mir in den letzten anderthalb Jahren schon ermöglicht, in den Gremien mitzuarbeiten, dabei habe ich gemerkt, dass mir die Arbeit sehr viel Freude machte. Mein Ziel in den nächsten vier Jahren ist es, die Arbeit von Rolf Habermann erfolgreich weiterzuführen und gut mit den anderen Abteilungen und dem Präsidium zusammenzuarbeiten. Ich verspreche, mich mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln für dieses Amt einzusetzen und dem BLLV als Leiter der Abteilung Dienstrecht und Besoldung gerecht zu werden.“

Tipps für den "von Recht durchzogenen Schulalltag"

Markus Rinner steigt nach dem Ausscheiden von Hans-Peter Etter vom Stellvertreter zum Leiter der Abteilung Recht (RA) auf Landesebene des BLLV auf. Rinner, Jahrgang 1969 und verheirateter Vater zweier Kinder, fungierte ebenfalls schon als Stellvertreter des scheidenden Abteilungsleiters auf Landesebene, seit 2015. 2012 folgte Rinner bereits Hans-Peter Etter als Leiter der Rechtsabteilung des BLLV Oberbayern nach. 2008 bis 2010 war Markus Rinner Webmaster des BLLV Oberbayern und arbeitete bis 2014 im Presseteam.

In der Oberbayerischen Schulzeitung thematisiert er in der Artikelserie „Rat und Tat“ aktuelle Rechtsprobleme und bietet Lösungsmöglichkeiten an. Sein selbst formuliertes Ziel: „Bei meiner Tätigkeit im Verband als Rechtsberater versuche ich Lehrkräften, Verwaltungsangestellten und Schulleitungen Hilfestellungen und Tipps zu geben, damit der immer mehr von Recht durchzogenen Schulalltag beherrschbar bleibt und der eigentliche Auftrag der Schule gelingt, nämlich Erziehung und Bildung zu vermitteln.“

Rinner, Rektor der Mittelschule in Kolbermoor, erhielt mit 97,7 % der Stimmen ebenfalls ein starkes Mandat. Der studierte Jurist und Experte für Ganztag und Mittelschulen versprach: „Ich werde mein Bestes tun, dem großen Erbe von Hans-Peter Etter gerecht zu werden.“

Präsidentin Simone Fleischmann begrüßte die Wahl der neuen Abteilungsleiter und freut sich auf gute Zusammenarbeit.

Für modernes Dienstrecht und leistungsgerechte Besoldung

Rolf Habermann hat 26 Jahre lang die Abteilung Dienstrecht und Besoldung geleitet und sich nicht nur im BLLV erfolgreich für dienstrechtliche Belange von Lehrerinnen und Lehrer eingesetzt, sondern darüber hinaus auch in seiner Funktion als Vorsitzender des BLLV-Dachverbandes Bayerischer Beamtenbund (BBB) maßgeblich dafür gesorgt, dass bayerische Beamte und insbesondere Lehrerinnen und Lehrer im Bundesvergleich bestens aufgestellt sind.

Habermann war in Bayern Geburtshelfer eines erneuerten Dienstrechts, das heute im Vergleich das modernste in ganz Deutschland ist. Er ist maßgeblich mitverantwortlich dafür, dass in Bayern die Ergebnisse der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst regelmäßig auch auf Beamte übertragen werden, womit bayerische Lehrerinnen und Lehrer auch gemäß ihrer enormen Leistungen entlohnt werden.

In allen Rechtsfragen exzellent beraten

Hans-Peter Etter hat, ebenfalls 26 Jahre lang, die Rechtsabteilung des BLLV geleitet und maßgeblich deren Ausbau zu einer modernen, professionellen Service-Abteilung gestaltet, deren Bedeutung für Mitglieder enorm hoch ist, die einen stetigen Zuwachs an Beratungsfällen verzeichnet und die auch über den Verband hinaus großes Renommee genießt. Von 1980 bis 1993 war er Leiter der Fachgruppe Fachlehrer, dem Landesvorstand gehörte er seit 1984 an, zunächst als Beisitzer, später als Schriftführer und seit 1993 als Leiter der Rechtsabteilung.

Für seine großen Verdienste verliehen die Delegierten Hans-Peter Etter die Ehrenmitgliedschaft des BLLV. Im Rückblick auf 50 Jahre aktiver Arbeit für den Verband sagte er bei der feierlichen Verleihung im Rahmen der abendlichen Gala-Veranstaltung:

„Angefangen habe ich 1968 unter dem BLLV-Präsidenten Wilhelm Ebert, der mich als eine der großen Persönlichkeiten stark beeinflusst hat. Mein Leben wurde durch den Verband enorm bereichert, durch den Einsatz für Kollegen und den Kontakt zu außergewöhnlichen Persönlichkeiten. Wenn man sich so lange für den Verband engagiert, wird er zur zweiten Familie. Und meine Familie hat mich in der Arbeit für den BLLV auch stets unterstützt. Es lohnt sich, für bessere Bildung, ganzheitliche Erziehung, einen anderen Leistungsbegriff, bessere Arbeitsbedingungen oder eine längere gemeinsame Schulzeit zu kämpfen. Das geht nur mit Herzblut, Idealismus und einer großen Leidenschaft. Dabei haben mich viele unterstützt und gestützt, dafür danke ich Albin Dannhäuser, Klaus Wenzel und Simone Fleischmann als Präsidenten, unter denen ich Abteilungsleiter sein durfte, meinen Rechtsschutzreferenten, der Landesgeschäftsstelle und dem von mir sehr geschätzten Herrn Dr. Reithmeier sowie meinem Team der Rechtsabteilung.“

Seinem Nachfolger Markus Rinner und der Rechtsabteilung bot er an, auch „aus der zweiten Reihe“ mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Hans-Peter Etter bedankte sich abschließend sehr für die Ehrenmitgliedschaft „in einem großartigen Verband“.

Die Delegierten feierten den äußerst beliebten und hoch geschätzten Kollegen mit stehenden Ovationen und rhythmischem Klatschen. Präsidentin Simone Fleischmann würdigte Etters Verdienste und sagte: „Wenn ich ihn etwas Rechtliches gefragt habe, bekam ich immer eine Antwort. Und dann habe ich das genau so weitergegeben. Er ist eine Institution im BLLV. Er hat unzähligen Kolleginnen und Kollegen in Rechtsfragen zur Seite gestanden. Er hat sich für den BLLV mit unermüdlichem Engagement eingesetzt und sich herausragende Verdienste für den BLLV erworben.“ Zum Abschied sagte sie Hans-Peter Etter: „Ich habe dich sehr geschätzt und ich werde dich vermissen.“

Streiterin für die Lehrerinnen

Ebenfalls zum Ehrenmitglied wurde postum Michaela Gerstner (1891 - 1963) ernannt. Sie setzte sich mit großem Nachdruck und herausragendem Engagement für die Eingliederung der Frauen in den bayerischen Lehrerverein nach der Wiedergründung im Jahr 1949 ein sowie für die Anerkennung der Lehrerinnen in den Schulen und im Bayerischen Lehrerverein. Durch zahlreiche eidessstattliche Erklärungen im Rahmen des Entnazifizierungsprozesses ist belegt, dass Michaela Gerstner während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ihre kritische Einstellung gegen dem Nationalsozialismus beibehielt und zahlreichen wegen ihrer politischen Überzeugungen oder ihrer jüdischen Herkunft verfolgten Menschen beistand.

BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann sagte: „Als Präsidentin freue ich mich, eine Streiterin für die Frauen im Verband zu ehren.“


Goldene Karl-Heiß-Medaille für Gronauer, Lucic, Schidleja und Schroll


Für besondere Verdienste verlieh der BLLV außerdem vier Mal die Karl-Heiß-Medaille in Gold, die seit 1968 an Persönlichkeiten vergeben wird, die mindestens zwei Wahlperioden dem Landesvorstand des BLLV angehört oder sich herausragende Verdienste für das Ansehen und die Entwicklung des BLLV erworben haben. Geehrt wurden Gerhard Gronauer, Vorsitzender des BLLV-Bezirksverbandes Mittelfranken und Mitglied des Landesvorstands von 2004 bis 2019, Waltraud Lucic, Vizepräsidentin von 2007 bis 2015, Vorsitzende des Münchner Lehrer- und Lehrerinnenverbandes und Mitglied des Landesvorstands seit 2004 und Vorsitzende der BLLV-Kinderhilfe von 2010 bis 2015, Dietmar Schidleja, Stellvertretender Vorsitzender der Abteilung Dienstrecht und Besoldung im BLLV und Mitglied des Landesausschusses von 2003 bis 2019, sowie Ursel Schroll, Vorsitzende des BLLV-Bezirksverbandes Oberpfalz und Mitglied des Landesvorstands von 1992 bis 2019.

Die Geehrten blickten in bewegenden und humorvollen Filmeinspielungen auf Höhepunkte ihrer Verbandskarrieren zurück, gewährten mit großer Offenheit und Herzlichkeit Einblicke in ihr Leben und Erleben im BLLV und formulierten ihre Zukunftswünsche. Von den Delegierten erhielten sie minutenlang stehende Ovationen für ihr Wirken.





Die Landesdelegiertenversammlung des BLLV ist das höchste Beschlussorgan. 600 Delegierte vertreten 64.000 Mitglieder. Sie wählen Präsidium und Landesvorstand und beschließen die Ziele, Inhalte und Strategien für die Bildungs- und Lehrerpolitik des Verbandes. 2019 lautet das Motto „Herz.Kopf. Hand. Bildung ist Zeit für Menschen“.


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