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Der geheimnisvolle Wunschzettel

FORUM LESEN - Der Oktober-Buchtipp mit einem wunderbaren Kinderbuch für die Zeit vor Weihnachten. Die Geschichte greift das Thema „Außenseiter“ auf eine interessante und sehr ansprechende Art und Weise auf. Und dann gibt es noch ein Vorlesebuch mit einem furchtlosen Gespenst.

Noel und der geheimnisvolle Wunschzettel

Von Janina Kasterik
Illustriert von Pe Grigo

Carl Hanser Verlag
Seiten: 128
Preis: 14,00 Euro
ISBN: 978-3-446-25989-8
Altersempfehlung: ab 9 Jahren

Noel ist in seiner Klasse ein Außenseiter, aber auch zu Hause hat er viele Probleme. Als er eines Tages von einem Obdachlosen einen Zettel mit den Worten „Noel – Wunschzettel“ ‚bekommt‘, stellt er fest, dass das, was er sich darauf wünscht, in Erfüllung geht. Gleichzeitig aber hat der Wunsch auch Folgen, die er so nicht wollte. Bewertung: Ein wunderbares Kinderbuch für die Zeit vor Weihnachten, das Themen wie „Außenseiter“, „Mobbing“ oder „Trennung“ der Eltern auf eine interessante und sehr ansprechende Art und Weise aufgreift und dem Leser näherbringt.

Inhalt

Für sein Alter ist er geistig sehr weit, vor allem verfügt er über einen umfangreichen Wortschatz und wirkt deshalb oft altklug auf andere. Es fällt dem Jungen schwer, zu anderen Kindern Kontakt aufzunehmen. Noel hat aber noch mehr Probleme. Er vermisst seine Mutter, die im Ausland ist. Er weiß, dass seine Eltern sich nicht mehr so verstehen und deshalb diesen Weg der Trennung gewählt haben. Aber auch sein Vater leidet unter der Situation. Als Noel eines Tages von einem Obdachlosen einen Zettel mit den Worten „Noel – Wunschzettel“ ‚bekommt‘, stellt er fest, dass das, was er sich darauf wünscht, in Erfüllung geht. Gleichzeitig aber hat der Wunsch auch Folgen, die er so nicht wollte. Als er sich einen Freund oder Freundin wünscht, lernt er das Mädchen Wolke kennen. Aber dann ist sie wieder verschwunden. Als er seine Lehrerin nicht mehr haben möchte, fehlt sie am nächsten Tag. Ist ihr etwas Schlimmes passiert? Als er sich seine Mutter heim wünscht, kommt sie, aber nur, weil sein Vater mit schweren Herzproblemen im Krankenhaus liegt. Am Ende ergreift Noel Eigeninitiative und unternimmt selbst etwas, um sich seine Wünsche zu erfüllen. Ob der Obdachlose nur irgendein Mann ist oder, wie Noel bisweilen vermutet, der Weihnachtsmann, dies bleibt offen – auch für den Leser.

Bewertung

Das Thema „Außenseiter“ ist in vielen Klassen ein Brennpunkt. Dieses Buch greift das Problem auf eine ungewöhnliche und magische Weise auf. Soll ein Wunschzettel alle Wünsche erfüllen oder ist es besser, selbst aktiv zu werden und sich seinen Schwierigkeiten zu stellen?

Nicht nur inhaltlich ist das Buch etwas Besonderes, auch die Erzählstruktur, in der immer wieder mit Rückblicken oder Vorschauen gearbeitet wird, weckt die Neugierde des Lesers. Sprachlich ist es abwechslungsreich und kindgemäß geschrieben. Gleichzeitig erweitert es durch die Verwendung und Definition vieler Fachbegriffe den Horizont und den Wortschatz des Lesers. Passend zur Vorweihnachtszeit ist das Buch in 24 Kapitel aufgeteilt – wie ein Adventskalender. So kann in der Adventszeit jeden Tag ein Kapitel gelesen werden.

Ein wunderbares Kinderbuch für die Zeit vor Weihnachten, das Themen wie „Außenseiter“, „Mobbing“ oder „Trennung“ der Eltern auf eine interessante und sehr ansprechende Art und Weise aufgreift und dem Leser näherbringt.

 

Friedehelm, das furchtlose Gespenst - Eine Vorlesegeschichte für kleine Gespenster und andere Kinder

Von Anu und Friedbert Stohner
Illustriert von Ingrid und Dieter Schubert

Sauerländer
Seiten: 224
Preis: 16,00 Euro
ISBN: 978-3-7373-5451-6
Altersempfehlung: ab 5 Jahren

Friedehelm, der Gespensterjunge, hat vor vielem Angst. Eines Tages trifft Friedehelm ein Käuzchen, die beiden werden Freunde. Diese Freundschaft gibt ihm Stärke und Selbstvertrauen. Bewertung: Eine wunderschöne Vorlesegeschichte für kleine Gespenster und andere Kinder, die kleinen Angsthasen Mut machen will, ihre Furcht zu überwinden.

Inhalt

Friedehelm, der Gespensterjunge, hat vor vielem Angst. Er ist ein kleines Flatterhemd. Zwar versuchen ihn seine Eltern zu unterstützen und ihm zu helfen, aber wenn man freche ältere Geschwister hat, ist dies nicht immer einfach. Eines Tages trifft Friedehelm ein Käuzchen, die beiden werden Freunde. Diese Freundschaft gibt ihm Stärke und Selbstvertrauen. Als er verschiedene Mutproben meistern muss, begegnet er den vermeintlichen Gefahren tapfer mit einem selbstgedichteten Lied, das er lauthals singt. Und siehe da, die Schreckensszenarien verschwinden jedes Mal und Friedehelm verliert seine Furcht. Bei seinen Geschwistern wächst die Bewunderung für seinen Mut und sein Verhalten und auch seine Eltern freuen sich für ihn.

Bewertung

Friedehelm, der sympathische Gespensterjunge, der sich vor so vielem fürchtet, ist eine tolle Identifikationsfigur für alle ängstlichen Kinder. Die Gespensterfamilie ist in ihrem Verhalten ganz menschlich gezeichnet; es macht viel Spaß, bestimmte Verhaltensmuster bei den Familienmitgliedern wiederzuerkennen, die jeder aus dem eigenen Alltag kennt. Inhaltlich spricht die Geschichte vor allem Jungen an, aber auch Mädchen haben sicher viel Freude an ihr. Sprachlich ist das Buch aufgrund seines abwechslungsreichen Wortschatzes und des variationsreichen Satzbaues ausgezeichnet zum Vorlesen geeignet. Wunderbar anzuschauen sind die witzigen und aussagekräftigen Illustrationen, die die Handlung hervorragend umsetzen und einen Blickfang darstellen.

Eine wunderschöne Vorlesegeschichte für kleine Gespenster und andere Kinder, die kleinen Angsthasen Mut machen will, ihre Furcht zu überwinden.

Als Hörbuch, gelesen von Katharina Thalbach, erschienen bei IGEL RECORDS.