Mehr Werte im Bildungssystem verankernStartseite

In Krisenzeiten Bildung neu denken

Warum die Corona-Krise von uns mehr verlangt, als in eindimensionalen Lehrplänen vermittelt wird, erklärt Schulpädagogik-Professor Klaus Zierer in seinem aktuellen Kommentar für die Wochenzeitung "Die Zeit".

Die aktuellen Problemstellungen sind komplex. Sie verlangen von uns allen Fähigkeiten, die in unserem Bildungssystem nicht ausreichend berücksichtig werden. Sei es Corona oder der Klimawandel - beides sind Krisen, die uns global, interdisziplinär und ethisch fordern, betont Professor Klaus Zierer, Ordinarius für Schulpädagogik an der Universität Augsburg, in einem Kommentar für die Die Zeit

Hier betont er die kognitive Dominanz der Lehrpläne. In den Fokus werde nur genommen, was messbar sei, alles andere bleibe außen vor. Aber "Bildung umfasst nicht nur Wissen und Können, sondern ebenso Herz und Charakter", unterstreicht Zierer. Die aktuellen Krisen - Corona und Klima – verlangten eben auch letztere Aspekte von Bildung, "Es geht also um all das, was den Menschen zum Menschen macht. Kurzum: Es geht um Haltungen."

Um mehr Werte in unserem Bildungssystem zu vermitteln, fordert der Professor grundlegende Änderungen an den Schulen. Es sei eine "Entrümpelung der Lehrpläne" nötig und zwar nicht um Schule leichter zu machen.  Ziel solle vielmehr sein, Lernzeit frei zu machen, um so jeweils "mehr in die Tiefe gehen" zu können. Ein solcher Wandel sei nur möglich, wenn man auch die Lehrerbildung entsprechend anpasse. Klaus Zierer fordert jetzt Bildung neu zu denken, damit wir alle auf kommende Krisen besser vorbereitet sind und nicht "viele Menschen zum Spielball von Demagogen werden."

Weitere Informationen

Der Kommentar von Klaus Zierer zum Nachlesen auf Zeit.de: Schule, du hast ein Problem!

HALTUNG ZÄHLT: Werte müssen besonders in der Schule gelebt werden!

 

 

Am: 02.04.2020