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Neuer Ausbildungsstandort für Sonderpädagogik

INKLUSION - Das Kabinett möchte die Inklusion an bayerischen Schulen stärken. Unter anderem soll dafür in Regensburg ein neuer Ausbildungsstandort für Sonderpädagogik aufgebaut werden.

Das Bayerische Kabinett hat sich am 8. August mit den Themen „Leben mit Behinderung“ und Inklusion beschäftigt. Dazu sagte Ministerpräsident Markus Söder: „Bayern stellt jetzt die strukturellen Weichen, um den weiter wachsenden Bedarf an Lehrkräften der Sonderpädagogik mit top qualifizierten Lehrkräften zu decken. Darüber hinaus setzen wir bei der Inklusion von Kindern und Jugendlichen auf Wahlfreiheit der Eltern.“

Der Freistaat möchte dafür die bestehenden Standorte für die Ausbildung von Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg ausbauen. Sie erhalten jeweils einen weiteren Lehrstuhl und zehn zusätzliche Stellen. Zudem soll an der Universität Regensburg ein dritter Standort für Sonderpädagogik eingerichtet werden.

Zum Thema Inklusion an Schulen hält der Ministerrat fest, dass seit 2011 rund 800 Lehrerstellen für die Inklusion vor allem an Regelschulen zusätzlich geschaffen wurden. Bis 2020 sollen es insgesamt 1.000 Stellen sein. Für die Förderschulen verspricht das Bildungspaket der Staatsregierung bis 2020 zusätzlich 250 Lehrerstellen – unter anderem für die Unterstützung der Profilschulen, die Beratung und die Lehrerbildung. Darüber hinaus sollen in den kommenden Jahren 500 zusätzliche Schulpsychologen und Schulsozialpädagogen als multiprofessionelle Teams Lehrerinnen und Lehrer bei ihrer Arbeit unterstützen.